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André Nagerski (16.09.2018)
Geschrieben von Judith
Sonntag, der 16. September 2018

Interview mit André Nagerski

andre nagerskiLiteratopia: Hallo, André! Mit „Roboter weinen heimlich“ und „Selfies vom Mond“ sind kurz hintereinander die ersten beiden Bände Deiner Bop-Saga erschienen. Was erwartet die Leser?

André Nagerski: Eine kurzweilige, humorvolle und selbstironische Jagd durchs Universum – vier Freunde und ein kleiner Roboter auf der Suche nach Abenteuer, Liebe, Ruhm oder zumindest einem vernünftigen kühlen Bier. Die Charakterisierung als Science-Fiction-Comedy vom Erfolgsautor Ralph Edenhofer trifft es ziemlich gut. Anarchischer Humor, witzige Dialoge und aberwitzige Ideen, jede Menge Überraschungen, Wortspiele, parodistische Elemente ... man weiß nie, was als nächstes passiert!

Literatopia: Wie sieht es auf dem Planeten Bop aus? Und warum ist er zum Pilgerziel für herrenlose Roboter geworden?

André Nagerski: Umherirrende Roboter sind im Jahr 222.221 eine echte Plage. Ausgesetzt von ihren Besitzern aus den verschiedensten Gründen, etwa weil sie farblich nicht zum neuen Sofa passen oder einfach zu häufig Amok laufen. Eines Tages empfängt einer dieser Roboter eine Botschaft, laut eigener Aussage „vom Kosmos persönlich“: Pilgert nach Bop, um dort Erleuchtung, Freiheit und Würde zu finden. Die Nachricht verbreitet sich schnell unter all den nervigen, fehlprogrammierten und durchgeknallten Blechgesellen. Ein gewaltiger Pilgerstrom nach Bop setzt ein. So sehr die genervten Bewohner auch versuchen, die Legionen an schrottreifen Robos davon abzuhalten – aus allen Ecken des Universums kommen sie heran und verwandeln Bop in ein blechernes Inferno, in dem ein normales Leben nicht mehr möglich ist: voller Schrottberge und unberechenbarer Roboter.

Literatopia: Dein Protagonist Ted zieht mitsamt seinen Freunden hinaus ins All – wer sind diese Freunde?

André Nagerski: Willy. Typ Mitläufer, der immer die falschen Entscheidungen trifft (den Sarg mit der Mumie öffnen, den bösen Indianern vertrauen). Ängstlich, weinerlich, aber gleichzeitig gnadenloser Romantiker.

Edward. Ihr selbsternannter Anführer. Hält sich selbst für ein Genie, was seine Freunde ihm bisher nicht ausreden konnten. Triezt seine Freude mit Manager-Erfolgsmethoden, Aktionsplänen und einem unerschütterlichen Selbstbewusstsein. Was regelmäßig zu scharfzüngigen und sarkastischen Wortgefechten mit Ted führt.

Jones. Ihr Mechaniker. Technisches Genie mit Hang zum Wahnsinn. Markiger Typ, der nicht viele Worte macht. Keine gute Idee, ihn zu ärgern – doch diesbezüglich ist die Lernkurve bei Edward und Willy nicht besonders ausgeprägt.

Ted. Schlägt sich so durch. Lieblingsbeschäftigung: Edwards Feldherrenträume sarkastisch aufs Korn zu nehmen. Bis er eine geheimnisvolle Schöne kennenlernt, die nicht nur sein Leben durcheinanderwirbelt ...

roboter weinen heimlich1Literatopia: Welche Kreaturen bevölkern das Universum im Jahr 222.221?

André Nagerski: Aliens und Roboter. Wärt ihr selbst draufgekommen, oder? Der APOKALYPTOR – pure Zerstörungskraft, leicht reizbar und extrem gelangweilt. Doch auch so manches bizarre Geistwesen taucht auf, wie z.B. der fahle Schatten. Rätselhafte Erscheinungen ... und wie wurde Rumpelstilzchen zum Türsteher einer finsteren Weltraumbar?

Literatopia: Du bezeichnest Deine Bop-Saga als „SF-Comedy“ im Geiste von Douglas Adams“. Was fasziniert Dich an seinen Werken? Und welches seiner Bücher hat Dir am besten gefallen?

André Nagerski: Es gibt wenig Bücher, bei denen ich herzhaft lachen kann. Die "Per Anhalter durch die Galaxis"-Reihe mit ihrem geistreichen und absurden Witz gehört definitiv dazu. Da kann ich gar nicht einen einzelnen Band hervorheben. Und es freut mich, immer wieder von meinen Lesern zu hören, dass sie auch bei meinen Büchern richtig lachen können. Humor ist jedenfalls Trumpf, aber nie hämisch oder unter der Gürtellinie. Das ist nicht so meins.

Literatopia: Von wem stammen denn die coolen Cover Deiner Bop-Saga?

André Nagerski: Stefan Kolmsperger – ein befreundeter Illustrator aus München. Ein echter Glücksgriff, denn die Cover hat er zu seinem ganz eigenen Liebhaberprojekt gemacht. Die Story selbst ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber die Cover werden eigentlich regelmäßig abgefeiert. Ich finde, zurecht!

Literatopia: Humorvolle Phantastik ist relativ rar gesät – woran liegt das Deiner Meinung nach? Ist hier der Spagat zwischen lustig und lächerlich besonders schwierig?

André Nagerski: Christina Hacker, Chefredakteurin vom führenden Perry Rhodan Journal, schreibt in ihrer Rezension meines Buches sehr treffend: Humor ist schwierig zu schreiben! Das soll jetzt keine Selbstbeweihräucherung sein, aber ich denke, dass ich da ein Talent habe. Klar: Douglas Adams ist eine Legende, aber es freut mich, dass viele Fans von ihm in meinen Werken etwas finden, was dem sehr nahe kommt. Außer Douglas Adams oder Terry Pratchett, vielleicht noch der "Red Dwarf" Saga, habe ich leider nichts gefunden, was ich so richtig, richtig witzig und geistreich finde. Bedauerlich!

Literatopia: Warum hast Du Dich fürs Self-Publishing entschieden? Und was tust Du alles, um Deine Werke bekannter zu machen?

André Nagerski: Self Publishing gibt dir alle Freiheiten als Autor – ohne Druck oder Abgabetermine im Nacken. Als selbstständiger Werbetexter und mit insgesamt sechsköpfiger Familie habe ich genug um die Ohren. Beim Self Publishing bist du dein eigener Herr. Allerdings ist es im Meer von Neuerscheinungen gar nicht so einfach, Aufmerksamkeit zu generieren. Ein steiniger Weg! Vermarktung in Facebook Gruppen, Rezensionen (oder Interviews ;-) ) in Blogs, Mundpropaganda ... aber letztendlich muss man einfach einen langen Atem haben, denke ich, und langsam aber stetig eine treue Leserschaft aufbauen. Wie heißt es so schön: das beste Marketing für ein Buch ist, das nächste zu veröffentlichen!

Literatopia: Du hattest bereits eine Live-Lesung im „Second Life“ – wie läuft das ab? Und kann da jeder zuschauen oder braucht man unbedingt einen eigenen Account?

André Nagerski: Das war ein echtes Abenteuer und eine absolut coole Sache. In der virtuellen Welt von Second Life wurde sogar ein eigenes Bühnenbild dafür entworfen, ein Roboterschrottplatz. Man braucht schon einen eigenen Account, um teilzunehmen, aber der ist schnell erstellt. Es gibt eine echte Community von Autoren und Künstlern dort, die sehr aktiv und hilfsbereit ist. Via Headset habe ich dann zusammen mit dem Initiator Szenen aus dem Buch gelesen, inmitten von herumwimmelnden Robotern, Drohnen und mitunter bizarren Avataren.

selfies vom mond2Literatopia: „Detektiv Schnüffel und die Tortenwerfer“ war eines Deiner ersten Werke. Wie alt warst Du damals? Und hast Du Deine Frühwerke bewahrt oder sind sie längst verschwunden?

André Nagerski: Das war späte Grundschule. Also mit 15 (Witz). Ich bin sehr betrübt, dass diese Frühwerke allesamt verlorengingen, denn seit der zweiten Klasse hatte ich es geliebt, neue Welten zu erschaffen.

Literatopia: Was liest Du persönlich gerne? (außer Douglas Adams ;) )

André Nagerski: Tatsächlich vor allem Science Fiction – und dort gerne mit geheimnisvollen Alienzivilisationen, mysteriösen Artefakten, fernen Welten ... also lieber süffig-utopisch als Hard Scifi mit möglichst realistischen Technologien oder zukünftigen Gesellschaftsentwürfen, das langweilt mich eher. Wenn ich ein Werk finde, das mit dem "Herrn der Ringe" mithalten kann, würde ich das auch mit Vergnügen lesen.

Literatopia: Neben Deiner Tätigkeit als Autor arbeitest Du unter anderem als „Online-Musketier“ – was können wir uns darunter vorstellen?

André Nagerski: Online-Musketier ist meine Variation von „Online-Marketeer“: alles, was die Vermarktung und Optimierung von Websites und Onlineshops betrifft, mit Schwerpunkt auf dem Texten (z.B. SEO- bzw. suchmaschinenoptimierten Texten – und ich tippe mal, spätestens jetzt sind die Leser eingeschlafen ;-)

Literatopia: Wann wird es mit der Bop-Saga weitergehen? Und arbeitest Du vielleicht schon an neuen Welten?

André Nagerski: So viele Ideen, so wenig Zeit! Ich arbeite regelmäßig an Teil III der Bop-Saga, das wird noch mal ein Finale Furiosum. Erscheinungstermin aber nicht mehr dieses Jahr. Und weitere Ideen klopfen bereits an – vielleicht sogar ein Ausflug in die Welt der Fantasy?

Literatopia: Herzlichen Dank für das Interview!

André Nagerski: ... ich danke ebenfalls! Vielen Dank für die Einladung dazu!


Autorenfoto: Copyright by André Nagerski

Autorenhomepage: http://roboter-weinen-heimlich.de


Dieses Interview wurde von Judith Madera für Literatopia geführt. Alle Rechte vorbehalten.

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 16. September 2018
 

Kommentare  

#1 WeinroboterBurkhard Tomm-Bub 2018-09-19 02:37
Guter Mann, das!
Amüsant!
Selbst ich mußte mehrfach schmunzeln (entspricht diversen Lachanfällen bei Normal-Lacher*innen).
MfG
BukTom Bloch

P.S.:
Ich hatte in Second Life immerhin die Ehre, ihm eine Buchobjekt mit passender Leseanimation erfolgreich anfertigen zu dürfen.

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