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Spirou präsentiert: Zyklotrop – Die Tochter des Z (José-Luis Munuera)
Geschrieben von Markus
Dienstag, der 16. Oktober 2018

Verlag: Carlsen (Februar 2018)
Softcover: 64 Seiten; 12,99 €
ISBN-13: 978-3551776259

Genre: Humor


Klappentext

„Endlich ein Comic, der meinem Genie gerecht wird!“

SE EBEL PORTOLKYZ!

Zyklotrop, seines Zeichens überaus boshafter, überaus größenwahnsinniger und überaus ungeschickter Erzfeind von Spirou und Fantasio zieht wieder einmal alle Register, um totale Kontrolle zu erringen. Und erweist sich dabei als überaus... überforderter Vater.

Zandra ist 16 Jahre alt und will nichts lieber als eine ganz normale Jugend. Doch da hat sie die Rechnungen ohne ihren rigorosen Vater gemacht. Was wäre er schließlich für ein verrückter Wissenschaftler, wenn er nicht allerlei skurrile Ideen hätte, wie er das Erwachsenwerden des geliebten Töchterchens noch eine Weile hinauszögern kann!

Es rappelt im Reiche des Z!


Rezension

Zandra und André waren gemeinsam im Kino und küssen sich gerade eben das erste Mal überhaupt, da taucht Zandaras Vater auf. Unter normalen Umständen vielleicht schon ein nicht ganz glückliches Zusammentreffen, ist dies in Zandras Fall etwas wirklich besonderes und vor allem schlimmes. Denn ihr Vater ist niemand anderer als Zyklotrop. Jener Erzfeind von Spirou und Fantasio, der eins vor allem kann: Chaos verbreiten und eine Spur der Verwüstung hinter sich lassen. Und Zyklotrop ist nicht gerade erfreut zu sehen, wie seine kleine Tochter einen Jungen küsst und reagiert, freundlich ausgedrückt, etwas über. Das hat zur Folge, dass aus Versehen, die neueste Erfindung des Zyklotrop aktiviert wird und eine Schneise der Verheerung zieht. Am nächsten Tag, zurück im Unterschlupf des Zyklotrop, muss sich dieser nicht nur mit seiner Tochter auseinandersetzen und damit ihr die Wahrheit über ihre Mutter sagen, sondern auch mit einem General, der für einen Roboter des Zyklotrop über Leichen gehen würde. Und Zandras Freund André mischt ebenfalls mit.

- He, Du Armleuchter, das Mädchen wird nicht angerührt!

Von 2005 bis 2008 hat José-Luis Munuera die Abenteuer von Spirou& Fantasio gezeichnet. Danach  kam ein neues Team zum Zuge. Mit der neuen Reihe Spirou präsentiert kehrt der Zeichner und Autor nun wieder zurück. Im Zentrum von Spirou präsentiert stehen aber nicht der Page und sein Freund, sondern es werden die zahlreichen Nebenfiguren ihre eigenen Geschichten bekommen. Den Anfang macht nun der Zyklotrop. Jener Erzfeind, der Spirou und Fantasio immer wieder das Leben schwer gemacht hat und zwischenzeitlich sogar für lange Zeit die Fronten wechselte.
Von José-Luis Munuera bekommt er nun eine Tochter spendiert – und was für eine! Sie kommt ganz nach ihrem Vater und beugt sich keinen Vorschriften, was den armen, geplagten Zyklotrop als Vater ziemlich zu schaffen macht. Der kann nämlich nicht loslassen und verursacht bei seinen Überwachungsaktionen der eigenen Tochter für reichlich Chaos und jede Menge Kollateralschäden. Munuera bringt auf diese Weise jede Menge frischen Wind in die Welt Spirous, denn so besorgt und fürsorglich hat man den Zyklotrop mit Sicherheit noch nie gesehen. Dazu entwirft er eine Geschichte, die alles hat - emotionale Momente, Action und Spannung. Dazu wird sie flott und schnell erzählt und lässt den Leser den Band nicht aus der Hand legen.
Etwas mehr Charakterentwicklung wäre jedoch wünschenswert gewesen und auch die große Enthüllung für Zandra hätte etwas mehr Einfluss auf sie haben können, aber tatsächlich schmälert dies nicht das Lesevergnügen. Die Tochter des Z ist ein großes Actionabenteuer mit dem Zyklotrop in einer ungewohnten Rolle und mehr will Munuera auch vermutlich nicht. Der Humor kommt selbstverständlich nicht zu kurz und Munuera hat gleich reihenweise sehr gute und witzige Einfälle. Ob es die E-Zigarette ist oder social media, alles kann für eine Pointe herhalten. Die Tochter des Z ist ein sehr guter und lustiger Ausflug in die Welt Spirous und dazu ein toller Start in die diese neue Reihe, deren zweiter Band gleich ein weiteres Abenteuer des Zyklotrop sein wird.

- Schon klar, du bist ein ehrbarer verrückter Wissenschaftler. Was ist schon dabei?
- Verrückt? Also bitte! Der Rest der Welt ist verrückt, aber ich doch nicht!

Munueras Zeichenstil ist auf den ersten Blick unverkennbar. Er scheint er etwas einfacher zu zeichnen, als z.B. bei Zauber oder Das Zeichen des Mondes. Bei genauerem Hinsehen ist seine Arbeit nach wie vor sehr detailliert und er findet immer einen Weg, die Actionsequenzen voller Bewegung zu gestalten und trägt seine Geschichte dadurch ohne Längen und atemlos durch den Band. Etwas besonderes ist die ausklappbare Doppelseite, mit der er auf den Vitruvianischen Menschen anspielt. Leider ist das entscheidende Element genau in der Mitte und fällt damit genau in den Knick. Ansonsten macht allein das Betrachten von Die Tochter des Z bereits großen Spaß.

- Ein durchgeknallter Vater, eine Armee die dein Haus stürmt, ein als Jiminy Cricket verkleideter Roboter... Und da wundern dich ein paar harmlose kleine Laserstrahlen?


Fazit

Der Kampf von Zyklotrop mit und um seine Tochter Zandra ist ein großes Abenteuer angefüllt mit Humor, Emotionen und Action. Ein perfekter Start in die neue Reihe Spirou präsentiert...


Pro & Contra

+ Zyklotrop als besorgter Vater
+ André und Zandra
+ ohne Leerlauf

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Zeichnungen: 4,5/5
Humor: 4,5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/ Leistung: 5/5


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Rezension zu Spirou und Fantasio – Gesamtausgabe Bd.1
Rezension zu Spirou und Fantasio – Gesamtausgabe Bd.2
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Rezension zu Spirou und Fantasio – Gesamtausgabe Bd.10
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Rezension zu Marsupilami Bd.0 – Jagd auf das Marsupilami
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Rezension zu Marsupilami Bd.14 - Sternenherz
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Rezension zu Zyklotrop: Der Lehrling des Bösen

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 22. November 2019
 

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