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Myre – Die Chroniken von Yria – Buch 2 (Claudya Schmidt, Matt W. Davis)
Geschrieben von Markus
Freitag, der 16. November 2018

Verlag: Splitter-Verlag; (September 2018)
Gebundene Ausgabe: 96 Seiten; 19,80 €
ISBN-13: 978-3962191061

Genre: Fantasy


Klappentext

Die Welt von Yria hat eine geheimnisvolle Vergangenheit. Nur wenige Yrianer wissen davon. Und noch weniger fragen danach. Doch es gibt verstreute Hinweise darauf, dass dieser raue Wüstenplanet einst ganz anders war.

Als Reisende ist Myre nur an ihrem eigenen Überleben interessiert. Jeder Tag ist überschattet von der mühseligen Suche nach Nahrung und einem Schlafplatz. Gemeinsam mit ihrer treuen Gefährtin, dem Drachen Varug, wird sie jedoch immer tiefer in die mysteriöse Geschichte Yrias verstrickt – und in die alten, grauenvollen Geheimnisse, die darin verborgen liegen.


Rezension

Myre ist im Auftrag Boozers unterwegs,, um eine Nachricht zu überbringen. Auf ihrem Weg kommt sie in eine zerstörte Stadt. Ein Wanderer, ein riesiges Wesen, dem man nicht beikommen kann und das über die Oberfläche Yrias zieht, ist hier durchgekommen. Yria zieht weiter und landet schließlich an ihrem Bestimmungsort. Aber auch dort wartet neuer Ärger auf sie. Sie freundet sich mehr oder weniger mit Lutz, einem kleinem Dieb und Kleptomanen, an. Der sorgt dafür, dass bald die halbe Stadt auf ihren Fersen ist und sie müssen in die Katakomben der Stadt fliehen, jedoch bleibt Myres treuer Begleiter Varug zurück. Dort eröffnet sich ihnen eine völlig neue Welt und sie treffen auf Soyga, einen leicht verrückten, aber auch weisen Mann, der sowohl Magier als auch Prophet ist.

Das erste Buch von Myre wusste wegen der Zeichnungen zu begeistern, die Geschichte war soweit allerdings nicht ganz so stark, da Claudya Schmidt eine entschleunigte Erzählweise benutzt und sich somit recht viel Zeit lässt. Das war und ist auch weiterhin bei Myre aber nichts schlechtes, da der Leser so die Zeichnungen von Claudya Schmidt besser genießen kann. Zusätzlich wurde dieser Eindruck dadurch verstärkt, da in Deutschland das eigentlich erste Buch auf zwei Bände aufgeteilt wurde. Betrachtet man beide zusammen, ergeben sie erst so richtig ein Ganzes und man erkennt, welche Vorarbeit die Autorin bisher geleistet hat. Denn in Buch II ist das Tempo nicht mehr ganz so langsam. Die Handlung nimmt etwas mehr Fahrt auf, auch wenn Myre seinem ruhigen Erzählton treu bleibt. Aber es geht voran. Myre macht neue Bekanntschaften und es gibt einen Blick auf die Vergangenheit Yrias. So ergibt sich zumindest langsam ein Bild der Welt und auf Myres Rolle in ihr. Claudya Schmidt erzählt, wie bereits im Vorgänger, recht poetisch, aber effektiv.
Auch den Charakteren widmet sie sich noch einmal. Vor allem der Beziehung zwischen Varug und Myre gönnt sie zu Beginn viel Zeit, wodurch ein späteres Ereignis deutlich emotionaler wird. Lutz und Soyga charakterisiert sie ebenso mit wenigen, aber effektiven Mitteln. Hier spielt vor allem deren Mimik hinein. Claudya Schmidt erschafft hier schillernde Persönlichkeiten, die viel Spaß machen und bei denen man auf ihre weitere Geschichte gespannt ist. Myre legt also glücklicherweise im Vergleich zum ersten Band in Sachen Handlung und Charakterentwicklung zu.

Buch II von Myre ist ein weiterer Bilderrausch. Claudya Schmidts Bilder wirken wie Gemälde und entwickeln einen Sog, den man sich nicht entziehen kann. Egal was, Claudya Schmidt bannt alles in genau den richtigen Perspektiven und im richtigen Rhythmus auf die Seiten. Sie gestaltet die Welt Yrias sehr abwechslungsreich und dieses Mal etwas farbenfroher. Und es kommen neue Schauplätze dazu, die weitere Aspekte Yrias zeigen. Und gerade der Moment als Myre sich in die Sümpfe wagt, ist wirklich unheimlich und erinnert an Lukes Skywalkers Betreten des Baumes auf Dagobah, in dem die Dunkle Seite der Macht herrscht. Zudem ist Claudya unheimlich detailverliebt und jede einzelne Gefühlsregung ist in den Gesichtern der Charaktere abzulesen.

Umfangreiches Bonusmaterial befindet sich in diesem Band, welches vieles abdeckt, was sich ein Fan wünschen kann. Unter anderem ein Making-of von Myre, ebenso Charakterbeschreibungen und einen Ausblick auf einen Ableger von Myre: Haunter of Dreams, bei dem Claudya Schmidt noch weiter als bei Myre gehen und komplett auf Dialoge verzichten will. Der Kleine Ausblick verspricht auch hier eine fantastische visuelle Reise nach Yria.


Fazit

Erneut sind es die Zeichnungen, die Myre aus der Masse an Comics herausragen lassen. Claudya Schmidt liefert erneut ein Fest für die Augen ab. Da fällt es kaum ins Gewicht, dass sie recht langsam erzählt und noch nicht absehbar ist, wohin genau die Reise gehen wird.


Pro & Contra

+ geniale Zeichnungen
+ Lutz
+ Soyga

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/ Leistung: 5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Claudya Schmidt:

Rezension zu Myre Bd.1

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 16. November 2018
 

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