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Batman: Detective Comics Rebirth Bd.3 – League of Shadows (James Tynion IV, Marcio Takara, Christian Duce)
Geschrieben von Markus
Donnerstag, der 14. Februar 2019

Verlag: Panini; (September 2018)
Softcover: 172 Seiten; 15,99 €
ISBN-13: 978-3741609688

Genre: Superhelden


Klappentext

Todestanz der  Schatten

Als Gotham City von mörderischen Schattenkriegern angegriffen wird, geht es für Batman, Batwoman, Clayface, Batwing und Azrael um alles oder nichts. Ihre Gefährtin Cassandra Cain, bekannt als die wortkarge Heldin Orphan, muss sich sogar einer ganzen Armee dieser Elite-Killer stellen und erfährt das erschreckende Geheimnis ihrer Herkunft. Und dann kommt auch noch Batmans alter Erzfeind Ra´s al Ghul nach Gotham, und Feinde werden zu Verbündeten...

Dieser Band enthält die komplette Storyline League of Shadows – großartig inszeniert von James Tynion IV (BATMAN), Christian Duce (BATMAN & ROBIN ETERNAL), Fernando Blanco (BATWOMAN), Marcio Takara (FLASH) und anderen.


Rezension

Die letzte Zeit war nicht leicht für das Team, das Batman um sich versammelt hat. Sie wurden von der Kolonie, einer illegalen Militäreinheit unter der Führung von Batwomans Vater angegriffen, Red Robin starb vermeidlich im Kampf und Spoiler verließ sie aufgrund dieses Vorfalls. Und dann war da noch das Opfer-Syndikat, welches Rechenschaft von Batman forderte und dafür bis zum Äußersten ging. Aber wie groß die Gefahr auch bisher gewesen sein mag, auf die neueste Herausforderung konnte all dies das Team nicht vorbereiten. Denn nun schlägt eine Geheimorganisation zu, die Batman bisher immer für eine Legende hielt: die League of Shadows. Gegründet von Ra´s al Ghul hat dieser die Führung Shiva überlassen. Und die ist nicht nur eine mordlustige Irre, sondern wie sich herausstellt auch Cassandra Cains Mutter. Ein Kampf entbrennt, bei dem nicht nur ganz Gotham auf dem Spiel steht, sondern noch viel mehr.

Mit Das Opfer-Syndikat hat James Tynion IV bereits die bessere Geschichte im Vergleich zu Tom Kings Sebstmord-Trip geschrieben und auch dieses Mal gelingt ihm dies mit League of Shadows im Vergleich zu Ich bin Bane. Nicht das Ich bin Bane schlecht wäre, aber im gleichen Maße wie Tom King legt James Tynion IV bei seinem neuesten Batmanabenteuer eine weitere Schippe drauf. Das Opfer-Syndikat hatte bereits eine gute Geschichte, angereichert mit starken Charaktermomenten, und gerade beim Letzteren macht er jetzt weiter.
Auch wenn Batman und Detective Comics auf dem Cover steht, so ist League of Shadows ganz klar die Geschichte Orphans/ Cassandra Cains, in Abstrichen noch die von Batwoman. Batman selbst kommt zwar auch immer wieder prominent vor, aber er steht dieses Mal nicht im Zentrum. Hier zeigt sich sehr gut der Teamcharakter von Detective Comics unter James Tynion IV. Es geht halt nicht nur um den Titelhelden, sondern jeden einzelnen im Team Batmans.
Und James Tynion IV macht schnell klar, dass der Hauptcharakter dieses Mal Cassandra  Cain ist. Denn der Auftakt beschäftigt sich, abgesehen von kurzen Auftritten von Batman und anderen Teammitgliedern, rein mit Cassandra Cains Wunsch und Verlangen mehr mit ihrem Körper anzufangen, als zu töten. Sie wünscht sich tanzen zu können, sich auszudrücken, in einer Weise, die ihr so nicht zur Verfügung steht. Sie ist auf der Suche nach sich selbst, wer sie ist und was sie in ihrem tiefsten Inneren ausmacht. James Tynion IV erzählt dies auf eine wunderbare Weise, indem er Cassandra Cain eine Balletttänzerin beobachten lässt und dem Zeichner des Heftes am Ende die Möglichkeit gibt sie beim Tanzen zu zeichnen.
Aber die Gefühlswelt Orphans ist nicht der einzige Grund für diesen Prolog, hier werden zugleich mehrere Dinge angelegt, die wichtig für den weiteren Verlauf der Geschichte sind. Und die hat es wirklich in sich. Selten dürfte es so schlecht für Batman ausgesehen haben. Er hat im Prinzip keine Chance seine Gegnerin zu besiegen, wie ihm andauernd auch von allen Seiten gesagt wird, selbst von Menschen, die eigentlich unbedingt seinen Sieg wollen. Allein Cassandra Cain als beste Kämpferin in Batmans Team scheint eine Chance zu haben. Allerdings ist sie innerlich stark aufgewühlt. Erst nach einem bestimmten Gespräch weiß sie, was sie zu tun hat und wer sie ist. Den Weg dorthin gestaltet James Tynion IV sehr spannend und nachvollziehbar. Er arbeitet mit Rückblenden und Einblicken in Orphans Gefühlsleben. Dies ist alles unheimlich stark umgesetzt und League of Shadows ist dadurch eine Batmangeschichte geworden, die im Gedächtnis bleibt.
Trotz der Fokussierung auf Orphan kommen die anderen Charaktere jedoch nicht zu kurz. Das schwierige Verhältnis zwischen Batwoman und ihrem Vater wird thematisiert und selbst Clayface bekommt persönlichere Momente, in denen auf die Tragik seines Daseins eingegangen wird. Und der Schluss des Bandes deutet zudem gleich zwei Dinge an. Zum einen könnte es für Jacob Kane deutlich schwieriger werden die Kolonie zu kontrollieren und zum anderen wartet anscheinend eine viel größere Bedrohung auf die Helden, woraus sich erklärt, warum Batman plötzlich zu einem Teamplayer geworden ist. Bleibt James Tynion IV auf diesem Niveau, könnte da etwas wirklich goßartiges auf den Leser zu kommen.

Die Qualität der Zeichnungen ist zwar nicht dazu geeignet Begeisterungsstürme auszulösen, aber sie sind alle auf gutem Superheldenniveau. Die Zeichner verstehen es, die Helden in den richtigen Posen zu zeigen, wobei Batman, Orphan und Co. hierfür auch dankbare Figuren sind. Sie nicht auf irgendeine Weise cool und düster wirken zu lassen, ist fast das größere Kunststück. Einzig das Ra´s al Ghul an einer Stelle wie Graf Olaf aus Lemony Snicket aussieht, stört etwas.


Fazit

Die League of Shadows fällt in Gotham ein und bringt Batman und sein Team kräftig ins Schwitzen. James Tynion IV erzählt eine Geschichte über das Erwachsenwerden und darüber zu sich selbst zu finden, verpackt in eine actionreiche und spannende Handlung. So ist Detective Comics weiterhin die Batmanserie der Rebirth-Ära.


Pro & Contra

+ Cassandra Cain steht im Mittelpunkt
+ Überraschungen für Batman

0 Zeichnungen hätten etwas besser sein können

Bewertung:

Charaktere: 4,5/5
Handlung: 4,5/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Batman in der Rebirth-Ära:

Rezension zu Batman Rebirth Bd.1
Rezension zu Batman Rebirth Bd.2
Rezension zu Batman Rebirth Bd.3
Rezension zu Batman: Detective Comics Bd.2

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 14. Februar 2019
 

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