Dienstag, 12. November 2019

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Savage Sword of Conan Bd.1 – Der Kult von Koga Thun (Gerry Duggan, Ron Garney)
Geschrieben von Markus
Mittwoch, der 16. Oktober 2019

Verlag: Panini (September 2019)
Softcover: 132 Seiten; 15,99 €
ISBN-13: 978-3741613814

Genre: Barbaren/ Action/ Fantasy


Klappentext

Im Zeichen der Schlange

Als Conan auf dem Meer Schiffbruch erleidet und von Sklavenhändlern gefangen genommen wird, müssen die ruchlosen Seeleute erfahren, dass keine Ketten den wilden Cimmerier halten können! Außerdem legt sich der grimmige Krieger aus dem rauen Norden mit einem ebenso mächtigen wie bösen Schlangenzauberer an. Der Magier und seine Anhänger haben eine Stadt eingenommen, die einen uralten Schatz beherbergen soll...
Bei Crom! Brachiale Barbaren-Action mit Robert E. Howards legendärem Fantasy-Helden Conan, wuchtig inszeniert von Gerry Duggan (DEADPOOL) und Ron Garney (SPIDER-MAN).


Rezension

Conan treibt nach einer Seeschlacht auf dem Meer und wird von Sklavenhändlern an Bord genommen, die den Fehler machen, ihn und seinen Drang nach Freiheit zu unterschätzen. Schon bald bereuen sie ihren Fehler und Conan strandet mit seinem neuen Begleiter Suty an der Küste von Stygia. Als sie vom Schiff flohen, nahm Conan eine Truhe mit, die ihm nun den Weg zu einem Schatz in der Stadt Keshatta weist. Aber Keshatta scheint verflucht, denn der Schlangenzauberer Koga Thun hat die Stadt unter seine Kontrolle gebracht und sucht selbst nach dem Schatz, der ihm unendliche Macht verleihen soll.

Conan ist eine Ikone der Popkultur. Geschaffen von Robert E. Howard wuchs seine Popularität im Laufe der Zeit immer weiter an. Und das nicht erst durch die Filme mit Arnold Schwarzenegger, sondern bereits zuvor. Denn Marvel brachte bereits in den Siebzigern Comics mit Howards Helden und Barbaren heraus. Damit die Abenteuer etwas bluttriefender ausfallen und etwas mehr Erotik enthalten durften, wurde neben der regulären Reihe Savage Sword of Conan herausgebracht. Der Vorteil dabei war das größere Format und eben keine Selbstzensur.
Marvel belebt nun Savage Sword of Conan neu und lässt Gerry Duggan und Ron Garney ein neues Abenteuer des Barbaren erzählen.
Gerry Duggan hat eine eher simple Geschichte für den Auftakt gewählt. Conan ist auf der Suche nach einem Schatz und die geht ohne größere Störungen relativ geradlinig und ohne größere Überraschungen vonstatten. Er konzentriert sich auf einen minimalen Plot und lässt den Barbaren durch sein Schwert, seine Axt und andere Waffen sprechen. Dabei ist Conan bei ihm eine Naturgewalt, der sich nichts und niemand in den Weg stellen kann, ohne Schaden zu erleiden. Keiner kann ihm gefährlich werden, denn Conan überlebt einfach alles. Dadurch erinnert er etwas an Superman und Der Kult von Koga Thun könnte schnell langweilig werden. Seltsamerweise tut er  das aber nicht. Dies liegt allein an dem hohen Tempo, dass Gerry Duggan der Geschichte verpasst und das dem Leser keine Zweit zum Nachdenken oder zum Innehalten lässt. Dadurch verpasst er leider viele Gelegenheiten seinen Charakteren mehr Tiefe und vor allem eine zusammenhängende und vor allem logische Geschichte zu erzählen. Es scheint als ob sich Gerry Duggan nur auf einen Aspekt Conans konzentrieren wollte: den des alles tötenden Barbaren. Eine Charakterisierung, die so bei Howard nicht zu finden ist.

Auch die Zeichnungen sind etwas enttäuschend. Sie sind rau und roh mit einem breiten Strich. Leider sind sie nicht immer vollkommen übersichtlich und etwas zu detailarm. Zudem sieht Conan manchmal fast aus wie ein Steinzeitmensch und nicht wie der Barbar, der er ist. Da wäre mehr möglich gewesen, wie bei Conan – Der Cimmerier z.B. zu sehen ist.

Ein weiterer kleiner Minuspunkt ist der Fakt, dass der Band in Farbe ist. Die Originalreihe war damals ohne erschienen und es wäre da einfach schön gewesen, diese Tradition beizubehalten. Zumal Schwarz-weiß-Zeichnungen oft genug mehr Atmosphäre erschaffen können, wie es z.B. bei Hellboy der Fall ist und das brachiale vielleicht sogar noch besser zur Geltung hätten bringen können.


Fazit

Der Kult von Koga Thun ist ein simples, einfach gestricktes Abenteuer Conans, das viele Chancen verpasst und dennoch gut unterhalten kann. Trotzdem bleibt eine kleine Enttäuschung zurück, denn mit Conan können eindeutig bessere Geschichten erzählt werden.


Pro & Contra

+ schnell erzählt

- schwache Handlung
- Conan wird aufs Töten reduziert

Bewertung:

Charaktere: 3/5
Handlung: 2,5/5
Zeichnungen: 3/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln mit Conan:

Rezension zu Die Königin der schwarzen Küste
Rezension zu Natohk, der Zauberer
Rezension zu Ymirs Tochter
Rezension zu Age of Conan - Bêlit

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 08. November 2019
 

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