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Batman/ Joker – Der Mann, der lacht (Ed Brubaker, Doug Mahnke, Patrick Zircher)
Geschrieben von Markus
Mittwoch, der 20. November 2019

Verlag: Panini (September 2019)
Softcover: 148 Seiten; 16,99 €
ISBN-13: 978-3741615023

Genre: Superhelden/ Thriller


Klappentext

Batmans erstes Duell mit dem Joker

Erst vor kurzer Zeit tauchte der maskierte Verbrecherjäger Batman in der düsteren Metropole Gotham City auf und sagte dem Verbrechen den Krieg an. Jetzt erscheint dort wie aus dem Nichts ein kriminelles Genie, das offenbar vom reinen Irrsinn geleitet wird, ein verrückter Mörder, wie ihn die Welt noch nie erlebt hat – der Joker!
Er zaubert seinen Opfern ein tödliches Grinsen aufs grausam verzerrte Gesicht, und mit hämischem  Lachen hinterlässt er eine Spur aus Leichen. Nur Batman scheint ihn aufhalten zu können, doch auf der Todesliste des wahnsinnigen Killerclowns steht auch der Multimilliardär Bruce Wayne – Batman selbst!
Und damit beginnt der ewige Kampf zwischen dem Dunklen Ritter und dem Clownprinzen des Verbrechens!

Eine großartige Neuinterpretation von Batmans erstem Aufeinandertreffen mit dem Joker, inszeniert von Ed Brubaker (GOTHAM CENTRAL), Doug Mahnke (DETECTIVE COMICS) und Patrick Zircher (NIGHTWING).


Rezension

Der Joker ist wohl der bekannteste und beliebteste Gegner von Batman. Ihre Duelle sind legendär und mehr als einmal ist er in Verfilmungen des Superhelden aufgetreten und wurde ganz den Comics entsprechend unterschiedlich interpretiert. Und wie er verschieden charakterisiert wird, so ist auch seine Herkunftsgeschichte unterschiedlich und wurde immer wieder neu entworfen. Seinen ersten Auftritt hatte er dabei bereits im ersten Heft von Batmans eigener Serie. 2005 machte sich Ed Brubaker daran, Jokers Ursprung zu ergründen und sein erstes Aufeinandertreffen mit Batman zu erzählen. Diese Neuinterpretation führt dabei unterschiedliche Ansätze zusammen. Neben dieser Geschichte ist auch ein zweiter Blick in die Vergangenheit enthalten, die einen weiteren Superhelden ins Spiel bringt, der häufig vergessen wird: Green Lantern Alan Scott.

Der Mann, der lacht

Batman ist erst recht kurz aktiv, hat aber bereits einen großen Fall gelöst. Er konnte die Red Hood Gang aufhalten. Beim Kampf in einer Chemiefabrik ist allerdings deren Anführer in einen Chemietank gefallen und seine Leiche wurde nicht gefunden. Dies liegt nun ein paar Monate zurück und Batman und James Gordon, der noch Captain ist, haben bereits eine Verbindung zueinander aufbauen können. Diese entstehende Freund- und Partnerschaft ist auch dringend notwendig, denn ein neuer Killer geht in der Stadt um, der Menschen mit einem Gift tötet, welches sie mit einem zu einem Grinsen verzerrten Gesicht sterben lässt. Bald schon gibt sich der Täter zu erkennen und wird Joker genannt. Und er bedroht sofort Gotham und seine Einwohner. Zunächst kündigt er an den Bürgermeister zu töten, dann weitere Personen des öffentlichen Lebens, wodurch er Angst und Schrecken verbreitet. Aber was ist sein eigentliches Ziel? Batman bleibt nicht viel Zeit, das herauszufinden.
Ed Brubaker hat mit Gotham Central einige der besten Geschichten für den Dunklen Ritter und das GCPD geschrieben. Er ist ein Experte für harte Thriller und dies stellt er hier erneut unter Beweis. Er setzt nach den ersten Kämpfen Batmans an und lässt ihn auf einen Gegner treffen, mit dem er nicht gerechnet hat. Sicher wurde diese Geschichte schon mal erzählt, aber Ed Brubaker gestaltet sie so, dass zu spüren und zu sehen ist, dass das GCPD überfordert ist und auch Batman zunächst nicht weiß, wie er reagieren soll. Er muss noch lernen, sich einem Irren zu stellen, der mit nichts vergleichbar ist. Joker gibt er hier eine Motivation, die vielleicht noch etwas nachvollziehbar ist, aber er lässt bereits durchscheinen, dass sich der Wahnsinn Jokers wandeln wird und ihn zur Personifizierung des Chaos und der Anarchie werden lässt. Der Mann, der lacht ist eine gelungene Neuinterpretation des ersten Aufeinandertreffens zwischen Joker und Batman und dessen Entstehungsgeschichte, die mit genau dem richtigen Maß an Ernsthaftigkeit und Düsternis daherkommt.

Ganz aus Holz

Am Fuße der Statue der ersten Green Lantern Alan Scott, wird ein Toter gefunden, in dessen Bauch die Worte Ganz aus Holz geritzt wurden. Batman beginnt zu ermitteln und kommt zu dem Schluss, dass dieses Verbrechen mit einer Mordserie in den 40ern Jahren zu tun haben muss, die damals Alan Scott, die erste Green Lantern untersucht hatte. Dieser kehrt aufgrund der neuen Mordserie nach Gotham zurück und unterstützt Batman bei der Lösung des Falles.
In bester Thrillermanier lässt Ed Brubaker Batman und Green Lantern in einem hochspannenden Serienkillerfall ermitteln. Wie bereits bei Gotham Central zeigt er, wie eine relativ geerdete Geschichte in einer Welt der Superhelden und Schurken erzählt werden kann. Die Jagd auf den Serienkiller verknüpft er dabei geschickt mit der Vergangenheit.

Doug Mahnke und Patrick Zircher haben gezeichnet und jeder für sich liefert erstklassige Arbeit ab. Mahnke fängt das irre Lächeln Jokers und dessen darin manifestierten Wahnsinn ein und Patrick Zircher illustriert Ganz aus Holz in einem Stil, der ideal für die Geschichte ist. Beide helfen dabei die jeweilige Geschichte zu erzählen.


Fazit

Ed Brubaker zeigt erneut, was er kann und legt eine hervorragende Version des ersten Kampfes zwischen Batman und Joker vor. In Ganz aus Holz legt er dann nach und bringt einen alten Superhelden fulminant zurück.


Pro & Contra

+ Batman und Joker treffen zum ersten Mal aufeinander
+ düster und spannend
+ Alan Scott und Batman Seite an Seite
+ passende Zeichnungen

Bewertung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 4,5/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4,5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Ed Brubaker und zum GCPD:

Rezension zu Gotham Central Bd.1 - In Erfüllung der Pflicht
Rezension zu Gotham Central Bd.2 - Doppeltes Spiel
Rezension zu Gotham Central Bd.3 – Im Fadenkreuz des Jokers
Rezension zu Gotham Central Bd.4 – Bullocks letzter Fall
Rezension zu Gotham Central Bd.5 – Auf Freak-Patrouille
Rezension zu Gotham Central Bd.6 – Toter Robin
Rezension zu Gordon aus Gotham

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 20. November 2019
 

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