Batwoman Bd.1 – Die vielen Arme des Todes ( Marguerite Bennett, James Tynion IV u.a.)

Verlag: Panini (April 2018)
Softcover: 164 Seiten; 17,99 €
ISBN-13: 978-3741606908

Genre: Superhelden


Klappentext

Kate Kane ist die taffe Heldin Batwoman – eine Verbündete von Batman, die allerdings ihren eigenen knallharten Stil hat! Die Jagd nach einer Biowaffe, die Menschen in Monster verwandelt, führt Batwoman auf die Mittelmeerinsel Coryana, die für ihren Schwarzmarkt und ihre Schurken berüchtigt ist. Kate verbrachte hier einst ein ganz Jahr ihres Lebens und hatte eine Romanze mit der Herrin der Insel, bis alles in die Brüche ging. Und so muss sich Batwoman auf Coryana ihrer Vergangenheit, einem skrupellosen Konzern und einer tödlichen Killerin stellen....

Der ideale Einstiegspunkt in Batwomans Welt, inszeniert von Marguerite Bennett (DC COMICS: BOMBSHELLS), James Tynion IV (BATMAN – DETECTIVE COMICS), Steve Epting (AQUAMAN, Captain America) und anderen.


Rezension

Batwoman soll im Auftrag Batmans das Montervenom und die, die es verbreiten, finden und zur Strecke bringen. Gemeinsam mit Julia Pennyworth, Alfreds Tochter, die beim britischen Militär ist, macht sie sich auf, die Mission zu erfüllen. Und schon bald hat sie eine Spur. Diese führt sie nach Coryana und damit in ihre eigene Vergangenheit. Denn die Insel hat eine ganz besondere Bedeutung für sie. Zudem hat sich die Insel verändert, seit Kate Kane sie vor Jahren verlassen hat. Die Kali Corporation, die mit der Organisation Die vielen Arme des Todes verbunden ist, hat sie nach und nach aufgekauft und so Kates Ex-Geliebte Safiyah vertrieben. Nun haben sie vor Batwoman zu beseitigen.

Auf den ersten Blick wirkt Batwoman in der Zusammenfassung wie eine weibliche Version Batmans, die so gut wie nichts eigenständiges hat. Sie ist eine Cousine von Bruce Wayne, ist ebenso reich und hat sogar eine Pennyworth an ihrer Seite. Der einzige Unterschied scheint das Alter zu sein, denn Kate Kane ist jünger als Bruce Wayne und Julia Pennworth ist die Tochter von Batmans Butler. Glücklicherweise ist es dann doch nicht so einfach. Denn Batwoman ist differenzierter angelegt, als das sie eine einfache Kopie von Batman wäre. Sie hebt sich stärker als so manch anderer Charakter der Batfamilie von Batman ab und dies ist gut so.
Sie kann jähzornig sein, wütend, hat ihren ganz eigenen Willen, ist lesbisch und scheut auch nicht davor zurück, Batman ihre Meinung zu sagen und sich gegen ihn zu stellen. Zudem ist sie bereit, Dinge zu tun, die Batman nicht erwägen würde. All dies macht sie dann doch zu mehr als nur eine Kopie, sondern zu einem ganz eigenen Charakter. Marguerite Bennett und James Tynion IV erzählen unter dem Rebirthbanner ihre Abenteuer. Der Beginn ihrer Soloabenteuer ist der Abschluss einer Batmangeschichte. In seinem Auftrag soll sie Nachforschungen anstellen. Dieser Auftrag spielt aber bald keine Rolle mehr und Bennett und Tynion lassen sie sehr schnell eigenständig werden. Das Abenteuer an sich geht in Ordnung und bietet eine solide Handlung. Diese ist ganz spannend gestaltet aber leider wenig überraschend. Interessanter ist Batwomans Charakter und ihre Zusammentreffen mit anderen. In diesem Band legen die Autoren besonderen Wert darauf Kate Kane vorzustellen und ihr Profil zu verleihen. Sie bringen sie dem Leser näher und so bekommt ihr Abenteuer eine emotionalere Tiefe als der übliche Superheldencomic. Dies kommt durch die vielen Rückblicke zustande und dadurch, dass im ersten Heft eine Zusammenfassung ihres Lebens geben wird.
Abgerundet wird der Band durch ein Heft, in dem ihr verlorenes Jahr dargestellt wird und durch eins, in dem ein Blick in die Zukunft geworfen wird, was in Detective Comics noch wichtig wird und sogar etwas mehr dafür verspricht, als am Ende eingelöst wird.

Die Zeichnungen sind zweckmäßig und unterstützen die Handlung ausreichend. Das Heft über Kate Kanes verlorenes Jahr ist hingegen ein Fest für die Augen. Stephanie Hans erschafft hier wunderbare und intensive Bilder, die sich deutlich von der Masse abheben.

An Bonusmaterial gibt es bis auf die bei Panini gewohnten Cover und Variantcover leider nichts.


Fazit

Batwoman startet in ihr Soloabenteuer inhaltlich grundsolide, kann aber durch die Charaktergestaltung und -entwicklung mehr als nur ein bisschen punkten. Die vielen Arme des Todes ist ein guter Auftakt in die Reihe, der Luft nach oben hat.


Pro & Contra

+ Charakterzeichnung
+ Stephanies Hans` Zeichnungen sind richtig gut

Bewertung:

Charaktere: 4/5
Handlung: 3,5/5
Zeichnungen: 3,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5

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