Die Schrift des Windes – Yagyu Jubei (Jiro Taniguchi / Kann Furuyama)

die schrift des windes

Carlsen (Juni 2020)
ca. 250 Seiten, 16,00 EUR
ISBN: 978-3-551-76919-0

Genre: Action, Historik


Klappentext

Japan, 1649. Nach zwei Jahrhunderten kriegerischer Auseinandersetzungen herrscht die Tokugawa-Dynastie streng aber friedlich über das Land Japan – unter Festsetzung des Kaisers innerhalb der Palastmauern in Kyoto. Der Diebstahl geheimer Dokumente schürt die Konflikte und führt an die Grenze eines neuerlichen Bürgerkriegs. Um einen solchen zu verhindern, beauftragt das Shogunat den Samurai Jubei mit der Suche nach den Schriften.

Mit dieser Mischung aus philosophischer Geschichtsbetrachtung und energiegeladener Actionszenen beschreiben Kann Furuyama und Jiro Taniguchi den Weg Japans in die Moderne.


Rezension

1649 herrscht in Japan die Tokugawa-Dynastie. Als geheime Dokumente entwendet werden, werden die Stimmen nach einem Bürgerkrieg lauter. Immer mehr Konflikte tauchen auf, einfache Leute erheben ihre Waffen. Der Samurai Jubei möchte die Schriften zurückholen und den Bürgerkrieg verhindern. Dabei wird er von seinem kleinen Bruder und seinem Clan unterstützt: im Kampf gegen feindliche Samurai, aus dem verborgenen angreifenden Ninja und gegen die Intrigen der Führer des Aufruhres. Doch Jubei kennt seinen Weg und lässt sich durch nichts beirren.

„Die Schrift des Windes – Yagyu Jubei“ beschreibt den Kampf des Shogunats gegen die rebellischen Pläne des abgedankten Kaisers. Dabei werden reale geschichtliche Ereignisse in die fiktive Handlung eingebettet. Am Ende des Mangas erfährt der Leser genauere Details zu den Personen, Clans und den Ereignissen. Die Erzählung der eigentlichen Geschichte ist wiederrum als Erzählung in eine zweite Geschichte eingebaut. Dabei befindet sich Japan, 250 Jahre später, in einer ähnlichen Situation, weshalb über die damaligen Ereignisse gesprochen wird.

Nicht nur die Erzählung selbst, sondern auch die Charaktere transportieren die Zeit, die sie erzählen, sehr glaubhaft. Die Gesichter selbst ähneln sich bei den Charakteren, aber durch ihre unterschiedlichen Frisuren kann man sie doch gut auseinander halten. Die Kleidung, sowie auch Waffen sind sehr detailliert dargestellt. Die Kämpfe sind nicht unnötig in die Länge gezogen, sie sind kurz, blutig und dynamisch.


Fazit

„Die Schrift des Windes – Yagyu Jubei“ transportiert einen Teil der japanischen Geschichte. Wer Samurai mag und gerne Historisches über sie liest, hält hier genau das Richtige in den Händen.


Pro & Contra

+ gute geschichtliche Erzählung
+ passende Charakterdesigns
+ dynamische Kämpfe

- ähnliche Gestaltung der Gesichter

Bewertungsterne4

Handlung: 4/5
Charaktere: 3,5/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3,5/5

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