Batman: Die drei Joker Bd.3 (Geoff Johns, Jason Fabok)

Verlag: Panini; (Juli 2021)
Gebundene Ausgabe: 60 Seiten; 13 €
ISBN-13: 9783741624476

Genre: Superhelden


Klappentext

Der ultimative Joker

Über die Jahre hat nicht nur ein Joker Gotham City terrorisiert, es waren drei! Doch wer von ihnen ist der ursprüngliche Joker, Batmans ewiger Erzfeind? Einen der Joker hat Red Hood aus Rache erschossen! Darum droht das Dreigespann aus Batman, Batgirl und Red Hood zu zerbrechen, das eigentlich gemeinsam das Rätsel um die drei Joker lösen wollte!
In der Zwischenzeit plant der wahre Joker zusammen mit seinem verbliebenen Double seinen vielleicht grausamsten Scherz. Sie befreien Joe Chill, den Mörder von Batmans Eltern, aus dem Gefängnis, und locken den Dunklen Ritter zu jenem Ort, an dem Martha und Thomas Wayne einst starben – und wo ihr Sohn endlich die Wahrheit über ihren Tod erfahren soll …

Unter dem Black Label erscheinen grandiose Werke in der Tradition von BATMAN: KILLING JOKE – eigenständige Comics für Kenner, Neueinsteiger und Gelegenheitsleser. Bestsellerautor Geoff Johns (JUSTICE LEAGUE) und Ausnahmezeichner Jason Fabok (BATMAN – DETECTIVE COMICS) schließen ihre intensive Joker-Saga ab.


Rezension

Der Joker hat über Jahre in Gotham City gewütet und dabei verschiedene Facetten von sich gezeigt. Wie sich nun herausgestellt hat, gab es nie nur einen Joker. Der Ursprüngliche hat weitere Versionen von sich erschaffen, die immer mal wieder in Erscheinung traten. Einen von ihnen, den „Clown“, hat Red Hood erschossen, weswegen es Spannungen zwischen ihm, Batman und Batgirl gibt. Zwei sind jedoch noch auf freiem Fuß, der „Komiker“ und der „Kriminelle“. Und diese beiden haben den todkranken Joe Chill aus Blackgate entführt. Sie bringen ihn ins Monarch Theater, dorthin, wo alles begann, und warten auf Batman.

Wer ist der Joker? Diese Frage steht über allem, was in Die drei Joker geschieht. Geoff Johns hatte, wie im Vorwort erwähnt, vor Die drei Joker in die normale Kontinuität der Batmancomics einzufügen. Dazu kam es nicht und die in drei Teilen veröffentlichte Geschichte, findet sich heute unter dem Black Label wieder. Dies steht für alleinstehende Geschichten.
Dieser Ansatz tut Die drei Joker auf jeden Fall gut, denn dadurch kann Geoff Johns dem Joker eine Identität geben, ohne Gefahr zu laufen, dem Joker das zu nehmen, das ihn ausmacht – die Ungewissheit und das Rätsel, welches er darstellt.
Im abschließenden Teil der Reihe verzichtet Geoff Johns darauf, ein actionorientiertes Finale abzuliefern und konzentriert sich vielmehr auf die Charaktere und insbesondere auf die Beziehung zwischen Joker und Batman, die zwar bereits sehr häufig im Zentrum stand, aber Geoff Johns findet eine neue Möglichkeit diese Beziehung zu betrachten.
Batman bekommt dadurch zwar nicht unbedingt die Wahrheit über den Mord an seinen Eltern heraus, aber, und dies ist viel wichtiger, er lernt mit dem Tod seiner Eltern anders umzugehen. Im Monarch Theatre findet ein Duell zwischen Batman und seinem ewigen Widersacher statt, in dem der Sieger bereits seit langer  Zeit feststeht. Geoff Johns erzählt sehr gelungen und kann am Ende den Leser richtig überraschen, als Bruce Wayne, die eine entscheidende Frage von Alfred beantwortet. Geoff Johns versteht in diesem Comic die Figuren und kann sie auf diese Weise sehr gut zur Geltung bringen. Das Duell zwischen Batman und Joker ist alt, aber Die drei Joker ist eine sehr gute Variation hiervon.

Comics sind von jeher in ihrer Anlage ein visuelles Medium. Die Zeichnungen sind ebenso ein wichtiger Bestandteil teils sogar mehr als der Text. Selten zuvor hat sich ein Batmancomic jedoch so sehr auf die Kraft seiner Bilder verlassen. Ganz Szenen und Passagen kommen ohne ein Wort aus und sind dennoch sehr intensiv und emotional. Geoff Johns hat sich hier textlich zurückgehalten und lässt Jason Faboks Zeichnungen sprechen, die alles notwendige und mehr einfangen. Ein Blick sagt mehr als tausend Worte und dies trifft z.B. bei Batgirl voll und ganz zu. Durch Jason Fabok und sein Können wird Die drei Joker erst zu einem so effektiven und gewaltigen Drama, Thriller und zur Familiengeschichte im weitesten Sinne. Er liefert hier wirklich ein Glanzstück ab und das nicht nur für Superheldencomics.


Fazit

Für sich genommen ist Die drei Joker visuell und erzähltechnisch einfach gut. Batmans ewiger Kampf gegen den Joker wirkt hier frisch und hat sogar ein, zwei neue Ideen zu bieten. Eine der besten Jokerveröffentlichungen der letzten Jahre.


Pro & Contra

+ sehr gute Zeichnungen
+ Geoff Johns nimmt sich textlich zurück und lässt Jason Faboks Zeichnungen sprechen
+ gute Ideen

Bewertung:

Charaktere: 4,5/5
Handlung: 4/5
Zeichnungen: 4,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4,5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln des DC Black Label:

Rezension zu Batman – Der weiße Ritter
Rezension zu Batman – Der Fluch des weißen Ritters
Rezension zu Batman: Damned Bd.1
Rezension zu Batman: Damned Bd.2
Rezension zu Batman: Damned Bd.3
Rezension zu Harleen Bd.1
Rezension zu Joker: Killer Smile
Rezension zu Die drei Joker Bd.1
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Tags: DC Black Label, Joker

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