Marsupilami Bd.24 – Die Schmetterlingsjäger (Batem, Yann)

Verlag: Carlsen; (August 2021)
Softcover: 48 Seiten; 10 €
ISBN-13: 978-3-551-78409-4

Genre: Humor


Klappentext

Huba Huba!

Ein Forscher-Team kommt in den palumbianischen Dschungel, um dort einen seltenen Schmetterling zu suchen, der bevorzugt in den Wipfeln der Bäume lebt und seine Eier gerne auf die Nester von Marsupilamis ablegt. So richten sie ihr Basis-Camp schwebend über den Kronen der Bäume ein. Als sich merkwürdige Zwischenfälle häufen, kommt ihnen ein schwerer Verdacht: Ein Saboteur hat sich eingeschlichen! Ab sofort findet eine Doppeljagd auf den Schurken und den Schmetterling statt!


Rezension

Eine Forschergruppe richtet sich über den Dächern des palumbianischen Urwaldes mit ihrer Wipfelkrake ein. Ein Ungetüm, welches aus aufblasbaren Armen und einer Wohneinheit besteht und sanft auf den Bäumen aufliegt. Sie sind gekommen, um seltene Schmetterlinge und Insekten zu suchen und werden dabei von der Firma Gahmel-Fleisch unterstützt, dessen Boss die Expediton finanziert. Die Forschenden haben allerdings so manches Hindernis zu überwinden, angefangen von Sabotageakten bis hin zu dem plötzlich auftauchendem Sohn des Chefs. Und dann ist da noch das Marsupilami, das sich für die Wipfelkrake und das Geschehen um sie herum interessiert. Zudem führt Bring M. Backalive einen weiteren Schmetterlingsforscher durch den Dschungel und hat so manche unangenehme Begegnung mit der Tierwelt.

Die Schmetterlingsjäger ist chronologisch betrachtet der direkte Nachfolger von Der Tempel im Urwald und ist jetzt auch direkt der nächste Band bei der Neuauflage von Carlsen. Bisher ging es eher immer etwas durcheinander.
Wie bereits bei den Bänden zuvor ist Yann an Batems Seite bei Die Schmetterlingsjäger und für Geschichte und Dialoge zuständig. Dies ist zugleich seine Abschiedsvorstellung beim Marsupilami, das anschließend von anderen Autoren übernommen wurde.
Die Stärke von Yann war und ist, dass er dem Marsupilami immer wieder neue Facetten abgewinnen kann. Während in Der Krater der Kakteen die Kinder des Marsupilamis in einer herzerwärmenden Geschichte der Mittelpunkt waren und in Baby Prinz eine bissige Satire auf Diktaturen und Revolutionen zu finden war, geht er mit Die Schmetterlingsjäger wieder einen anderen Weg. Dieses Mal widmet er sich dem Thriller/- Krimigenre, bei dem er deutlich Anleihen nimmt. Die ganze Zeit rätselt der Leser, wer der Verräter ist und vor allem warum. Yann legt geschickt falsche Spuren und gibt seinen Figuren eine echte Motivation für ihr Handeln. Im Grunde bekommt man also eine spannende Geschichte, die auch in einem ernsten Thriller funktionieren würde. Aber natürlich ist dies ein Marsupilamiabenteuer und das heißt, es gibt auch jede Menge zu lachen. Hierfür sorgen Bring M. Backalive und das Marsupilami selbst. Beide bindet Yann so ein, dass es nicht erzwungen wirkt. Es gibt gleich mehrere großartige Momente und auch der Übersetzer muss mal für den Namen des Sponsors gelobt werden. Alles in allem ist Die Schmetterlingsjäger ein sehr gutes Abenteuer, wenn auch nicht ganz so genial wie ein Der Krater der Kakteen.

Batem ist im Zusammenhang mit Yann eine Bank. Er nutzt jede Gelegenheit, um dessen Geschichte visuell mit Humor und Ideen zu bereichern. Für das Marsupilami ist er hier definitiv ein Glücksfall.


Fazit

Die Schmetterlingsjäger ist ein gelungener Abschluss für Yann, auch wenn das Abenteuer nicht ganz so gut ist, wie das überragende Der Krater der Kakteen vom selben Team. Yann mischt hier Thriller- und Krimielemente mit viel Humor und das geht ein weiteres Mal vollkommen auf.


Pro & Contra

+ überraschende Auflösung und das in gleich zwei Fällen
+ sehr lustig

Bewertung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4,5/5
Humor: 4,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4,5/5


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