Kimi ni Nare – Finde dich selbst (Ichigo Takano)

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Carlsen (April 2021)
ca. 190 Seiten, 7,50 EUR
ISBN: 978-3-551-78178-9

Genre: Slice of Life


Klappentext

Taiyo geht in die dritte Klasse der Oberschule. Er gehört zum Musikklub und träumt davon, Musiker zu werden. Allerdings ist er das einzig übriggebliebene Klubmitglied, kann eher schlecht Gitarre spielen, hatte noch keinen Auftritt und verliert sich gerne in Tagträumen. Durch seinen Klassenkameraden Hikari findet Taiyo aber langsam Gefallen an der Realität, mit ihm will er eine Band gründen! Taiyo, Hikari und Taiyos Kindheitsfreundin Sakura – können sie trotz vieler Sorgen und Ängste ihren eigenen Weg finden…?


Rezension

Taiyo ist in der dritten Klasse der Oberschule und sein großer Traum ist es, Musiker zu werden. So kurz vor den Prüfungen verlassen aber die anderen Mitglieder den Musikklub und somit bleibt Taiyo als einziges Mitglied zurück. Trotzdem will er unbedingt auf dem nächsten Schulfest auftreten. Doch sein Problem ist nicht nur, dass er alleine ist, er kann auch nicht besonders gut spielen … Aber ein Klassenkamerad, Hikari, hat früher mal Klavier gespielt. Er möchte unbedingt mit ihm zusammen auftreten! Doch Hikari lehnt dies rigoros ab. Er erklärt sich aber bereit, nachdem Taiyo ihn lange genug genervt hat, ihn beim Üben zu unterstützen. Doch warum will Hikari nicht mehr selbst spielen? Und hat Taiyo überhaupt eine Chance Musiker zu werden, obwohl er seine eigene Vergangenheit hat?

„Kimi ni Nare – Finde dich selbst“ handelt von den eigenen Träumen und von dem Weg dahin, diese zu erfüllen. Es werden auch Leistungsdruck und Erwartungen anderer mit eingearbeitet. Gibt es für Talent immer nur den einen richtigen Weg? Wer entscheidet, was der Mehrheit gefallen soll? Und was ist mit den wenigen, denen etwas anderes gefällt? Taiyo flüchtet sich in Tagträume, muss sich letztendlich aber trotzdem der Realität stellen. Er hat sich seinen eigenen Traum fest in den Kopf gesetzt und verfolgt ihn fleißig. Aber reicht Fleiß aus?

Stückchenweise erfährt der Leser mehr über den Hauptcharakter, sowie auch über die Menschen, die ihn umgeben. Beweggründe sind gut ausgearbeitet und geschickt erzählt. Somit sind Entscheidungen gut nachvollziehbar. Die Tagträume sind relativ harmlos untergebracht und fallen teilweise nicht mal sofort als solche auf. Sie stören den Lesefluss aber nicht. Taiyo kann sehr penetrant sein, wenn es um die Verfolgung seiner Träume geht. Dabei kratzt er am Nervigsein, erreicht es aber noch nicht. Hikari hingegen ist noch sehr ruhig und in sich gekehrt. Über ihn erfährt der Leser noch sehr wenig.

Die Zeichnungen sind sehr sauber und abwechslungsreich. Die Charaktere sind unterschiedlich designend und gut zu erkennen. Trotzdem sind sie auch etwas einfach gehalten. Hintergründe wurden nur sparsam eingesetzt.


Fazit

„Kimi ni Nare – Finde dich selbst“ erzählt von der Verfolgung seiner Träume und Ziele, mit allen Höhen und Tiefen auf dem Weg.


Pro & Contra

+ nachvollziehbare Handlungen
+ passende Charaktere
+ saubere Zeichnungen

- teilweise anstrengender Protagonist
- einfache Hintergründe

Bewertungsterne3

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 3/5
Zeichnungen: 3/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3/5

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