Harley Quinn Bd.1 – Die Heldin von Gotham (Stephanie Phillips, Riley Rossmo)

Verlag: Panini; (Februar 2022)
Softcover: 172 Seiten; 19 €
ISBN-13: 9783741626968

Genre: Superhelden


Klappentext

Harley Quinn ist zurück!

Harley Quinn kehrt zurück nach Gotham City – und nachdem ihr Strafregister komplett gelöscht wurde, fühlt sie sich völlig geläutert. Doch es gibt so vieles, das die ehemalige Gehilfin des Jokers wiedergutmachen muss. Darum verspricht sie Batman, ab jetzt eine Heldin zu sein. Dumm nur, das gerade jetzt selbst ernannte Helden in Gotham von der Polizei gejagt werden. Der verblendete neue Bürgermeister Christopher Nakano engagiert sogar Batmans alten Feind, den wahnsinnigen Psychologen Hugo Strange, um in Gotham die Ordnung wiederherzustellen – und in dessen Anstalt muss Harley eindringen, um Stranges hilflose Opfer zu befreien …

Der sensationelle Start von Harleys neuer, außergewöhnlicher Soloserie für Fans, Wiedereinsteiger und Neuleser ist ein wahrer Hit! Geschrieben von Shooting-Star Stephanie Phillips (BATMAN: LEGENDS OF THE DARK KNIGHT) und gezeichnet von Riley Rossmo (BATMAN & THE SHADOW).


Rezension

In letzter Zeit ging es ziemlich turbulent in Gotham zu. Der Joker War wurde ausgetragen und an dessen Ende steht nun, dass der neue Bürgermeister Christopher Nakano die Jagd auf jeden Capeträger ausgerufen hat, egal ob Freund oder Feind. Dazu kommt, dass Bruce Wayne zwar immer noch als Batman agiert, aber längst nicht mehr die Ressourcen von früher hat, da er sein Vermögen verloren hat. In dieser Situation kommt Harley Quinn nach Gotham zurück und sie will Buße tun, weswegen Batman ihr eine Chance gibt, sich zu beweisen. Sie hat ihm versprochen, sich um diejenigen zu kümmern, die mehr oder weniger unfreiwillige Helfer des Jokers waren. Diese Aufgabe ist gar nicht so einfach. Vor allem da der Bürgermeister Hugo Strange nicht nur aus dem Gefängnis geholt hat, sondern ihn zudem engagiert, um mit der Problematik der Clowns umzugehen. Selbstverständlich geraten Harley und Strange aneinander und Harley muss dabei entdecken, dass Hugo Strange noch einen ganz anderen Plan verfolgt.

Harley Quinn startet mit einer neuen Soloserie durch, die sie zurück nach Gotham holt, wo ihre Zeit als Verbrecherin an der Seite des Jokers begann. Allerdings ist ihre Motivation eine andere und Stephanie Phillips etabliert schon sehr früh, in den ersten Panels, dass Harley nicht zurück ist, um Ärger zu machen, sondern um Wiedergutmachung zu betreiben, auch wenn beides nicht unbedingt gelingt. Bevor der Einstieg in die Haupthandlung jedoch beginnt, erzählt Stephanie Phillips einen Moment direkt nach Harleys Rückkehr, in dem Harley einen wehmütigen Blick zurück auf ihre Zeit mit Poison Ivy wirft. Und diese Kurzgeschichte definiert die neue Harley Quinn und ihre Motivation für ihr Handeln sehr gut. Von hier aus ergibt sich in der Tat alles weitere. Zudem zeigt sich hier ihre sensible und verletzliche Seite, ohne die übliche Überdrehtheit. Diese Geschichte aus Batman: Urban Legends voranzustellen, war eine gelungene Wahl.
Danach gibt es eine Harley zu sehen, wie man sie kennt und dann doch irgendwie nicht. Sicher gibt es nach wie vor die wahnsinnigen Momente und Harley darf mehr als nur einmal einen dummen Spruch machen oder ihre Verrücktheiten ausleben und doch gibt es da mehr. Harley Quinn ist hier mehr denn je mehr als nur eine verrückte Psychiaterin. In ihrem Handeln wohnt eine Ernsthaftigkeit inne, die zwar selten zum Vorschein kommt, aber für sie als Charakter wichtig ist. Am Besten tritt dies in der ersten und letzten Geschichte hervor, die passenderweise von Laura Braga gezeichnet wurden und so einen Rahmen bilden. In beiden Geschichten erlebt man Harley Quinn ungewohnt ernst und nachdenklich.
An der Gegnerfront gibt es Hugo Strange und seine Männer, und für eine Psychiaterin wie Harley könnte es keinen besseren Gegner geben. In ihm kann sie sehen, wie sie auf ihre Art einmal war, wobei Hugo Strange auch einen wirklich teuflischen Plan verfolgt.
Stephanie Phillips bringt frischen Wind mit sich und nimmt Harley als Charakter ernst und kann dadurch die verrückten und leisen Tönen gleichermaßen treffen. Das ist einfach richtig gut und selbst wer ansonsten nichts mit Harley Quinn anfangen kann, sollte mal einen Blick riskieren.

Laura Braga hat die einrahmenden Geschichten gezeichnet, in denen es vor allem etwas nachdenklicher und ernsthafter zugeht, weswegen ihre Zeichnungen realistischer angelegt sind. Riley Rossmo passt sich hingegen den Verrücktheiten Harleys an. Seine Zeichnungen sind farbenfroh und cartoonhaft und immer sehr dynamisch.


Fazit

Harley Quinn startet in ihre neue Serie und dieser Start gelingt mit Stephanie Phillips als Autorin sehr gut. Es macht einfach Spaß den Abenteuern und Missgeschicken von Harley Quinn zu folgen.


Pro & Contra

+ nimmt Harley Quinn ernst, vergisst aber nicht den Humor
+ gute Zeichnungen

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4,5/5


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