Fuck Buddy (Hinako)

fuck buddy

Hayabusa (Februar 2022)
ca. 210 Seiten, 8,00 EUR
ISBN: 978-3-551-62132-0

Genre: Yaoi


Klappentext

Ryo und Yuji sind hungrig nach schnellem Sex und tigern gemeinsam Nacht für Nacht durch die Bars der Stadt, immer auf der Suche nach einer willigen Gespielin. Eines Tages läuft bei einem solchen Dreier etwas schief – und für die beiden sonst so abgebrühten Männer beginnt eine Phase, in der es nicht mehr ausreicht, jedes Gefühl mit billigem Sex zu überschminken.


Rezension

Ryo und Yuji sind vom gleichen Schlag. Schon auf der Oberschule gab es für beide nur eine Priorität: Sex. Darüber haben sie sich kennengelernt, weil sie aneinander geraten sind, als sie mit den gleichen Mädchen schliefen. Heute wohnen sie in einer WG zusammen und gehen Nacht für Nacht gemeinsam auf die Suche nach willigen Frauen für einen Dreier. Doch eines Tages fühlt sich eine der Frauen nicht genug beachtet und rächt sich dafür an Ryo. Das Ergebnis ist, dass er seiner Lust nicht nachgeben konnte und unbefriedigt und mit Schmerzen wieder nach Hause geht. Da macht ihm Yuji ein seltsames Angebot. Er möchte ihm Abhilfe schaffen, ohne dass er mit einer Frau schlafen muss, was die nächsten Tage nicht möglich sein wird. Mehr oder weniger überfällt Yuji ihn, doch Ryo muss sich selbst eingestehen, dass es ihm geholfen hat. Aber wie soll es danach zwischen ihnen weiter gehen? Und was passiert, wenn Ryo selbst wieder richtig einsatzfähig ist - ist er dann noch auf Yujis Unterstützung angewiesen?

„Fuck Buddy“ hat am Anfang wenig Story neben dem eigentlichen Thema. Es wird sehr schnell klar in welche Richtung es geht. Doch ab der Mitte wird es plötzlich tiefgründig. Der Leser erfährt mehr über die Vergangenheit der Protagonisten und kann danach auch besser verstehen, wie sie in die Situation kommen konnten, in der sie sind. Dadurch ist der Einzelband ein netter Zeitvertreib, aber nur bedingt tiefgründig. Besonders Yuji macht relativ schnell klar, was er gerne tun möchte, bzw. tut das auch direkt ohne groß zu fragen. Ryo dagegen muss viel darüber nachdenken und selbst erst einmal seine Gefühle  ergründen. Doch als er sich dessen bewusst wird, wird alles nur komplizierter für ihn. Stück für Stück wird klar, wie gut die beiden sich doch in ihrer Art und ihren Macken durch ihre Vergangenheit ergänzen.

Die Zeichnungen sind sehr schön und ansprechend. Die Körper, besonders der Protagonisten, sind nicht übertrieben dargestellt, sondern immer wieder schön in Szene gesetzt. Nebencharaktere sowie Hintergründe sind sehr einfach gehalten, der Fokus liegt ganz klar auf Ryo und Yuji. Sogar die Frauen, die beim Dreier gegenwärtig sind, werden fast ausgeblendet durch die Zeichnungen.


Fazit

„Fuck Buddy“ ist ein netter Zeitvertreib, der mit überraschendem Tiefgang um die Ecke kommt, als man es schon gar nicht mehr erwartet.


Pro & Contra

+ überraschender Tiefgang zum Ende
+ gute und saubere Zeichnungen

- am Anfnag zu wenig Handlung

Bewertung:

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3,5/5

Tags: Boys Love, Yaoi, Hayabusa, Hinako

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