Batman – Dunkle Legenden (Darick Robertson, Becky Cloonan u.a.)

Verlag: Panini; (Mai 2022)
Softcover: 196 Seiten; 22 €
ISBN-13: 9783741627484

Genre: Superhelden


Klappentext

Brandneue Storys mit dem Dunklen Ritter

Ein, neues hochgefährliches Giftgas wird auf dem Schwarzmarkt angeboten, und Superkriminelle wie der Joker, Mr. Freeze und der Pinguin wollen es in ihren Besitz bringen, um damit noch mehr Unheil anzurichten als ohnehin schon! Wieder einmal muss Batman alles geben, um die Bürger von Gotham City zu schützen, und kämpft bis zur endgültigen Erschöpfung! Er trifft zudem auf den Riddler, der ein neues Leben beginnen will, auf Killer Croc, auf Solomon Grundy, kämpft an der Seite des fanatischen Helden Azrael gegen Ra´s al Ghul und gerät in die Fänge von Scarecrow, der die Erinnerung des Dunklen Ritters auslöschen will …
Neue abgeschlossene Geschichten mit dem beliebten DC-Superhelden, für Fans und perfekt für Neuleser – inszeniert von namhaften Comic-Schaffenden wie Darick Robertson (The Boys), Stephanie Phillips (HARLEY QUINN), Becky Cloonan (WONDER WOMAN), Cian Tormey (CATWOMAN), Matthew Rosenberg (DER JOKER) und anderen.


Rezension

Batman ist der beliebteste Superheld DCs und dementsprechend gibt es mit ihm gleich mehrere Reihen in denen er Auftritt. Eine davon ist Legends of the Dark Knight. Ende der 80er Jahre ins Leben gerufen, wurden hier unabhängige Geschichten erzählt, in denen die Autoren meist in Kurzgeschichten von Batmans Abenteuern erzählten. Zwischendurch wurde die Reihe zwar eingestellt, nun ist sie aber wieder zurück und bringt jede Menge neue Kurzgeschichten mit. Das ist eigentlich immer ein Grund sich zu freuen, denn welche mit Batman haben sich bislang immer gelohnt. Den Anfang in diesem Band macht Darick Robertson mit einer etwas längeren Geschichte, bevor dann weitere Autoren zu Wort kommen.

Eine richtig miese Nacht

Batman jagt einem neuentwickelten Giftgas hinterher, dass so gut wie jeder Superschurke gerne in die Finger bekäme. Gordon macht sich noch Tage später Sorgen um Batman, weil er seit jener Nacht nichts von ihm gehört hat.
Gegen Experimente bei der Erzählung spricht selbstverständlich nichts, allerdings sollten sie dann auch gelingen und durchdacht sein. Letzteres hat man beim Lesen nicht das Gefühl, weswegen die Erzählstruktur von Eine richtig miese Nacht alles nur recht konfus und unübersichtlich macht. Darick Robertson kann das eigentlich besser. Und dem Riddler eine Beziehung und damit den Ruhestand anzudichten, ist vielleicht für eine Sekunde lustig, funktioniert aber ebenso wenig.

Heimgesucht

Der Pinguin will bei einer Auktion unbedingt ein kleines Kästchen ersteigern. Bruce Wayne kommt ihm zuvor und kommt einem Geheimnis auf die Spur, was manch einer lieber begraben würde.
Die Intention von Heimgesucht mag gut sein, aber die Umsetzung ist einfach nicht gelungen. Die Nutzung des Simulators dürfte vor allem das K.O.-Kriterium für die Geschichte sein.

Der Ratgeber

Der Calender Man hat ein Buch der Marsianer gefunden und verübt aufgrund des marsianischen Kalenders Morde, um an Macht zu gelangen. Batman will das gemeinsam mit dem Martian Manhunter verhindern.
Brandon Thomas Geschichte weist kaum so etwas wie eine Struktur auf und ist inhaltlich ziemlich schwach. Giannis Milonogiannis´ Zeichnungen gehen in Ordnung, mehr nicht.

Der Schrecken aus dem Todessumpf

Mehrere Mafiosi wurden ermordet. Der Hauptverdächtige ist Solomon Grundy. Als Batman ihn aber aufspürt, behauptet dieser nicht der Täter zu sein. Ein Geist habe ihn gezwungen, die Taten zu begehen. Im Totensumpf kommt es zur Konfrontation zwischen Batman und Cyrus Gold, der als Solomon Grundy wiedergeboren wurde.
Becky Cloonan hat eine gute Idee und führt diese auch recht gelungen aus. Dike Ruan zeichnet atmosphärisch, aber seine Bilder hätten gerne etwas besser ausfallen können.

Die Flut

Eine Gruppe von Verbrechern sabotiert die Flutmauern Gothams und flutet die Stadt und damit auch die Kanalisation in der Killer Croc lebt. Gemeinsam gehen Batman und Killer Croc auf die Jagd nach den Verantwortlichen.
Kurz, schnell und unterhaltsam ist Die Flut von Matthew Rosenberg. Lange im Gedächtnis des Lesers wird sie aber nicht bleiben, dafür ist sie zu sehr Fastfood.

Katechismus

In Venedig trifft Batman auf Azrael. Beide wollen verhindern, dass Ra´s al Ghul das Blut von St Januarius in die Finger bekommt. Nur sind sie sich bei den Methoden nicht unbedingt einig.
Brandon Easton schreibt ganz gut, aber eigentlich hätte die Handlung mehr Seiten gebraucht, so wirkt alles etwas zu gehetzt.

Der Geist und der Ritter

Eine Bande bricht bei Juwelieren ein und verschwindet meist spurlos. Batman kann einen der Geisterhunde stellen und stellt überrascht fest, dass es sich um ein junges Mädchen handelt. Ihre Gründe für die Diebstähle sind nachvollziehbar und er lässt sie ohne Beute laufen, bevor er sich einem anderem Problem widmet, auf das ihn Ghost aufmerksam gemacht hat.
Die Kurzgeschichte von Che Grayson kommt auf den Punkt und vor allem versteht sie, wie sie mit den wenigen Seiten umgehen muss, um trotzdem eine spannende und nachvollziehbare Handlung zu inszenieren.

Heilung

Scarecrow löscht die Erinnerung Batmans an die Ermordung seiner Eltern. Der versucht verzweifelt, den Prozess umzukehren.
Für eine Kurzgeschichte ist das Thema sicher nicht geeignet und Yedoye Travis macht daraus auch nichts.


Fazit

Eigentlich ist auf Batman immer Verlass. Dunkle Legenden bildet leider eine Ausnahme. Keine der Geschichten kommt über Durchschnitt hinaus, die meisten liegen sogar darunter.


Pro & Contra

- mehr als Durchschnitt ist nicht vorhanden
- Heimgesucht ist der Tiefpunkt
- selten spannend

Bewertung:

Handlung: 2/5
Charaktere: 2,5/5
Zeichnungen: 3,5/5
Lesespaß: 2,5/5
Preis/Leistung: 2/5


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