Spinnenpiñata – Gesammelte Kurzgeschichten (Tino Falke)

 spinnenpinata

Hybrid Verlag (September 2022)
Taschenbuch, 288 Seiten, 16,90 Euro
ISBN 978-3-96741-160-7

Genre: Kurzgeschichten / Solarpunk / Urban Fantasy / Contemporary / Science Fiction / Fantasy / Horror


Klappentext

Bei Tino Falke steht Vielfalt auf dem Programm. Seine Geschichtensammlung umfasst Texte von herzerwärmend bis verstörend, mal zuckersüß und lustig, mal schockierend und düster.

22 Kurzgeschichten in verschiedensten Genres laden zum Staunen, Schmunzeln und Schaudern ein. Ob realistisch oder phantastisch, im Kern beleuchten doch alle dasselbe: was in und zwischen Menschen vorgeht. Und bieten damit eine ganz besondere, kunterbunt gefüllte Piñata.


Rezension

Tino Falke veröffentlicht seit einigen Jahren regelmäßig Kurzgeschichten in Anthologien und Magazinen, sodass diese eine eigene Kurzgeschichtensammlung füllen - allerdings hier ohne die legendäre Pina Parasol (von der wir an anderer Stelle wohl mehr lesen werden). In der "Spinnenpiñata" finden sich, wie im Klappentext versprochen, ganz unterschiedliche Geschichten, überwiegend phantastische, manchmal auch mehr oder weniger realistische. Doch auch wenn die Texte keine offensichtlich phantastischen Elemente haben, so sind sie doch dunkel verträumt und seltsam und voller Botschaften zwischen den Zeilen. Umgekehrt ist die Phantastik meist eher atmosphärisches Beiwerk, im Kern geht es hier immer um Menschen, um ihre Licht- und Schattenseiten, ihre Hoffnungen und Abgründe, gesellschaftliche Zwänge und zwischenmenschliche Dynamik - also um das Leben in all seinen Facetten. So düster sich viele der Geschichten lesen, so positiv ist Tino Falkes Menschenbild und so erleben wir oft hoffnungsvolle Wandlungen, Herzenswärme, Selbstbestimmung und helfende Hände. 

Bei den Ich-Erzähler*innen kennen wir oft das Geschlecht nicht, es ist aber auch nicht wichtig, schließlich soll man sich beim "Ich" selbst in den Geschichten finden. Die anderen Erzähler*innen sind ganz unterschiedliche Figuren, mit Ecken und Kanten, mit Ballast, der sie quält und den sie oft im Verlauf der Handlung abwerfen. Die Phantastik in der "Spinnenpiñata" kommt progressiv daher, bietet Casual Queerness und entlarvt toxische Strukturen. Manchmal mit einem Knall, meistens jedoch leise  und beiläufig. Im Vorwort zitiert Tino Falke den Schreiblehrer Tom Spanbauer: "Eine gute Geschichte soll dich zum Lachen bringen und dir einen Moment später das Herz brechen." Man merkt, dass sich der Autor dieses Zitat zu Herzen genommen hat. Nicht immer wird er diesem Anspruch gerecht, doch die Kombination von Humor und Tragik, von skurrilen Ideen und Menschlichkeit zeichnen diese Kurzgeschichtensammlung aus. 

Es folgt nun für jede Story eine knappe Zusammenfassung, wobei die Beiträge nicht in der Reihenfolge im Buch aufgeführt werden. Stattdessen blicken wir auf die verschiedenen (Sub-)Genres, die sich in der "Spinnenpiñata" verstecken:

Contemporary

Wer "Crow Kingdom" gelesen hat, wird die erste Story dieser Sammlung, "Avalanche Rocks" lieben: Wir kehren zurück zur Kommerzialisierung der Freude und streifen mit dem Coaster Club durch den Vergnügungspark Avalanche Rocks, der in "Crow Kingdom" erwähnt wird. Die traumhaft schöne, schillernd bunte Vergnügungsparkwelt erleben die Leser*innen durch die depressiv getönte Sicht einer Erzählerin, die vielleicht Jessica aus "Crow Kingdom" ist (es könnte aber auch ein anderer Erzähler sein, entsprechend muss man den Roman vorher nicht gelesen haben). Auf wenigen Seiten tauchen wir in unterschiedlichste und auf ihre Weise schwierige Lebensrealitäten ein, jeder im Coaster Club trägt ein ganzes Paket voller Probleme mit sich herum, aber sie alle verbindet die Liebe zur Realitätsflucht in Achterbahnen.

"Mandragora Schmidt gegen den Kristall der Zeit" erzählt von Mandragora, die nach der Protagonistin einer supererfolgreichen Fantasyreihe benannt ist. Sie wird in ihrem jungen Leben immer wieder mit Phrasen aus dem Buch konfrontiert (was "nur" nervig ist), von ihren Mitschüler*innen gemobbt und teilweise brutal misshandelt. Denn der Mandragora in der Buchreihe widerfahren mit jedem Band schlimmere Grausamkeiten und genauso steigern sich die Attacken auf die reale Mandragora, der es schwer fällt, sich selbst zu finden, während ihr immer wieder eine fiktive Identität übergestülpt wird. Das Erscheinen neuer Bücher wird immer mehr zum Horror für Mandragora, die in ihrer Not einen fatalen Plan fasst.

"Willkommene Narben" ist zwar nicht phantastisch, wirkt jedoch so durch die unzähligen Tattoos, die sich Kinder hier stechen lassen. Es beginnt alles mit Nora, die traumatische Erlebnisse in Form von Tattoos auf ihrem jungen Körper verewigt. Sie nennt diese willkommene Narben, denn all die negativen Erlebnisse gehören zu ihrem Leben und haben sie zu der gemacht, die sie ist. Nora findet bald zahlreiche Nachahmer und es entbrennt ein regelrechter Wettbewerb, wer das krassere Tattoo und damit das größere Trauma hat. Es entsteht eine fatale Gruppendynamik, in der sich die Kinder sogar freuen, wenn ihr bester Freund stirbt, da sie nun das coolste, tragischste Tattoo haben - bis sie am nächsten Tag jemand übertrifft. Und die, denen es "zu gut" geht, erfinden einfach traumatische Erlebnisse, was dazu führt, dass Lehrer von der Polizei abgeholt werden. Eine makabre Wendung zum Schluss rundet die Story ab.

Die Protagonistin in "NPC" ist Synchronsprecherin, vor allem für NPCs = Non-Player Characters in Videospielen. Als sie auf einer Hochzeit ihre alte Schulclique wiedersieht, versuchen sie, die alten Zeiten wiederzubeleben, doch die Protagonistin erkennt zunehmend, wie fremd sie sich geworden sind - und dass das nicht unbedingt nur schlecht ist. "NPC" gehört zu den handlungsärmeren Beiträgen dieser Sammlung und die Dialoge sind teils zu klischeehaft, doch auch hier erfährt man zwischen den Zeilen sehr viel über Menschen und ihre individuellen Lebenswege.

Urban Fantasy

Viele Geschichten von Tino Falke beschäftigen sich mit realen Problem und kleiden sie in phantastische Gewänder - wie in "#WerAreMedusa", wo die griechische Mythologie auf einen Entrüstungssturm in den Sozialen Medien trifft. Medusa wurde vom Meeresgott Poseidon vergewaltigt und statt ihr beizustehen und ihr zu helfen, verwandelte Athene sie in ein Monster mit Schlangenhaaren. Als Medusa sich Hilfe sucht im Forum "Opfer Göttlicher Gewalt Online", erhält sie mehr Beistand und Hilfe als erhofft: Es bricht ein Shitstorm los gegen die Götter, Medusa wird zu einer Symbolfigur, zu einem Hashtag und die ganze Onlinewelt ist in Aufruhr, doch bald schlägt sie Stimmung um und Medusa wird zum Hassobjekt. Auf wenigen Seiten illustriert Tino Falke, welch toxische Mechanismen Soziale Medien zur Hölle machen können - und nebenbei lernt man noch etwas über die brutale griechische Sagenwelt. 

"Golems" ist eine ungewöhnliche Urban-Fantasy-Story, in der eigentlich nicht viel passiert und doch verändert sich die ganze Welt: Plötzlich öffneten Puppen, Kuscheltiere und Roboter ihre Augen und setzten sich in Bewegung, schlossen sich zu einem Strom von Spielzeugen zusammen, die irgendwohin marschieren. Auch Statuen, Schaufensterpuppen und Sammelfiguren schließen sich diesem unheimlichen Marsch an - alles, was ein Gesicht hat, wird lebendig und wendet sich ab von den Menschen. Was bleibt, sind viele offene Fragen und eine spannende Idee, zu der man sich seine eigenen Gedanken machen kann - oder auch schmunzelnd darüber hinweglesen.

In "Von Herzen" erleben wie eine ägyptische Gottheit auf einem Roadtrip durch Nordamerika, fort von den Menschen, deren innerste Gedanken sich ihr regelrecht aufdrängen - und ihren Hunger anfachen. Die Protagonistin ist ein göttliches Tier, das einst Herzen verschlang und vollkommen abhängig war von seinem Schakal. Ihr Leben besteht aus immerwährender Flucht, doch in dieser Geschichte gelangt sie zu einer Erkenntnis, die ihr neue Wege aufzeigt.

Hinter dem harmlosen Titel "Pferdemädchen" verbergen sich zwei schottische Pferdedämoninnen: Die eine zertrampelt oft die Männer, die sie mit nach Hause nimmt, und die andere lässt immer öfter das gesamte Essen im Haus verderben. Letztlich kämpfen die beiden jungen Frauen um Selbstbestimmung und während die eine abgesehen von ihren mörderischen Kontrollverlusten auf einem guten Weg ist, leidet die andere unter den strikten Lebensvorstellungen ihrer Eltern. "Pferdemädchen" handelt von Emanzipation und Liebe, verpackt in düstere Urban Fantasy mit Horrorelementen.

Fantasy

"Leviathana" ist eine unheimliche und tragische Version der "Kleinen Meerjungfrau" mit "Fluch der Karibik"-Vibes, in der sich eine junge Frau als Mann ausgibt, um so mit einem Schiff übers Meer zu reisen. Frauen auf Schiffen sollen Unglück bringen und als die Protagonistin enttarnt wird, nimmt die Tragödie ihren Lauf - und doch gibt es eine Art grimmiges "Happy End". 

"MOLOCH" erzählt von einer ungewöhnlicheren Held*innengruppe, die die riesenhafte Kreatur Moloch sucht. Diese soll auf ihrem Weg alles in sich aufnehmen, Tiere, Menschen, ganze Dörfer. Der Jäger, der sich die Zähne seiner Opfer als Trophäen in den Mund steckt, hofft auf sein eigenes Heldenlied, doch die Gruppe wendet sich bald gegen ihn. Tino Falke zeigt hier einen kleines Ausschnitt einer komplexen, düsteren High-Fantasywelt, die deutlich mehr Raum bräuchte. 

Solarpunk

Die Solarpunkgeschichten in der "Spinnenpiñata" teilen sich dasselbe Worlbuilding. Tino Falke zeichnet hier eine utopische, grüne Zukunft, in der der Wohlstand gleichmäßig verteilt scheint und in der die menschliche Gemeinschaft enger zusammengewachsen ist. Doch auch in der Utopie gibt es rückwärtsgewandte Menschen, sogenannte Vintager, die sich in "Millennial Mammut Crash Derby 3000" für ein altes Verbrennerfahrzeug begeistern und sich vor lauter Nostalgie die "guten alten Zeiten" des luftverschmutzenden ud CO2-ausstoßenden Individualverkehrs zurückwünschen. Eine junge Rennfahrerin erkennt die fatale Entwicklung und beschließt, ihren Mitmenschen die Augen zu öffnen.

"Der Weg nach El Hurrado" verbindet Tino Falkes Liebe zu Vergnügungspark und Solarpunk zu einer ungewöhnlichen Schatzsuche. Die Protagonisten haben in einer Zeitkapsel eine alte Karte von El Hurrado gefunden und machen sich auf die Suche. Dabei erfahren die Leser*innen, was Vintageherzen sonst noch höher schlagen lässt -  einerseits wundert man sich, wie man sich in einer utopischen Solarpunkzukunft nach unserem alten Kram sehnen kann, andererseits versteht man die Vintager auch, da nicht alles in unserer Zeit schlecht ist und auch wir selbst dazu neigen, die Vergangenheit zu verklären.

"Lo-fi chill hop beats to hope / keep on fighting to" ist eine eher ruhige Slice-of-Life-Story, in der eine Band gegen festgefahrene Strukturen, die ihnen einen Auftritt versauen, aufbegehrt. Dabei werden die jungen Leute ganz schön kreativ und legen sich ordentlich ins Zeug, um doch noch gehört zu werden und einen legendären Auftritt hinzulegen, selbst wenn ihnen jemand nach wenigen Minuten den Saft abdrehen sollte.

Science Fiction

"Schnapp sie alle!" basiert auf den Pokemon-go-Hype vor einigen Jahren, allerdings ist das Spiel "SpriteMania Go" in dieser Geschichte mit seinen Augmented-Reality-Möglichkeiten weiter. Eine Mutter leidet zunehmend unter dem Sammelwahn ihres Kindes, das mit den anderen nicht mithalten kann. Also beschließt sie, ein bisschen zu cheaten und verschafft ihrem Kind seltene Trophäen - mit unerwarteten Folgen. Auch in dieser Geschichte geht es um Gruppendynamik und die Suche nach Anerkennung, wie oft in dieser Sammlung etwas überspitzt, dafür umso klarer in der Aussage. 

"Im Bärental" ist eine triste, bedrückende Geschichte über Kriegsbären, die nach dem Ende des Krieges keinen Nutzen mehr haben. Als neue Menschen ihr Tal betreten, versuchen die Bären, sie zum Reiten zu bewegen, doch die Menschen wollen nicht und werden immer kränker. Das Setting von "Im Bärental" ist schwer einzuordnen, offenbar gab es einen interstellaren Krieg, der nicht viel übrig gelassen hat. Auch ohne die Hintergründe zu kennen, wird deutlich, wie tief sich die Spuren des Krieges in die Bären gegraben haben und dass Krieg auch nach dem Ende in den Köpfen weitergeht.

In "RealDora" erlangen Roboter mir Hilfe einer Pille ein Bewusstsein, so auch Dora, die nach ihrem Erwachen zuerst in einer Bar aufschlägt. Sie sieht aus wie eine attraktive Frau und möchte unbedingt wie eine echte Frau behandelt werden, erntet aber nur dumme Anmachen wie "Hey, Puppe!'", was sie falsch interpretiert. Dora glaubt, dass die Männer sie als Roboter erkennen, dabei behandeln sie sie tatsächlich wie eine Frau - herablassend, sexistisch, ekelhaft. Dora landet schließlich in einem Club, in dem entsorgte weibliche Roboter für Männer tanzen. Sie kellnert und putzt und wächst bald über ihre Programmierung hinaus. Auch hier ist die Science Fiction nur phantastisches Setting für eine Geschichte über realen Sexismus. Und bevor jemand reflexartig "aber nicht alle Männer" einwerfen will - ja, nicht alle, aber immer noch zu viele. 

In "Chips Chips" hat Protagonist Chip eine Klonmaschine gebaut, die ähnlich funktioniert wie die in einer Simspons-Halloweenfolge. Die Maschine spuckt sieben identische Chips aus, samt identischer Kleidung. Eigentlich hatte Chip geplant, seine Arbeit unter seinern Klonen aufzuteilen und so mehr Zeit für seine Träume, wie ein Buch zu schreiben und zu reisen, zu haben. Doch die Klone wollen dasselbe und schnell entbrennt ein riesiger Streit, in dem Chips innere Konflikte zum Ausdruck kommen. "Chips Chips" ist ein Porträt eines als gescheitert empfundenen und doch ganz normalen und vielseitigen Lebens.

Horror, Mystery und Slam Poetry

Hinter dem etwas sperrigen Titel "Privates Journal meiner Forschungsexpedition mit Herrn Dr. Konrad Henneborn" verbirgt sich eine recht klassische Horrorstory in Form von Tagebucheinträgen, die sich in ihrer Unheimlichkeit steigern. Hier treffen im späten 19. Jahrhundert zwei Wissenschaftler mit merkwürdigen bis makabren Forschungsinteressen aufeinander, die einer phantastischen Kreatur hinterherjagen. Doch diese ist nicht der wahre Schrecken dieser Geschichte. 

Die zweite Horror-Story dieser Sammlung, "Hutmachers Laterne", kommt als Slam Poetry daher und erzählt von einem Leuchtturmwärter, der notgedrungen zwei Gestrandete bei sich aufnimmt. Er hofft darauf, dass die Gäste schnell wieder verschwinden, doch sie bleiben länger, als der Wärter ertragen kann. Die Reime und die lyrische Ausdrucksweise verstärken die unheimliche Atmosphäre dieser Geschichte - und Horror im Slam-Poetry-Stil liest man nun wahrlich selten. 

"D15 PERDO" passt vom Stil her zu den Contemporary-Geschichten und ist ziemlich unheimlich. Der/die Erzähler*in hat den Schulbus dekoriert, doch das Werk wurde von Unbekannten verschandelt - und der Vandalismus hatte Auswirkungen auf die Realität. Der Bruder verlor genau den Zahn, der auf dem Schulbus geschwärzt wurde und die Katze, deren Abbild auf dem Bus mit grüner Farbe besprüht wurde, fiel tatsächlich in einen Eimer mit grüner Farbe - und starb. Das verschandelte Werk ruiniert das Leben des Erzählers/der Erzählerin und dieser/diese beschließt nun, sein/ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.

In dieser Sammlung findet sich auch eine Mystery-Geschichte, deren Titel ein Augenemoji ist (zwei Augen, die zur Seite schauen). Auch hier geht es um Puppen und Stofftiere, die allerdings nicht einfach weggehen, sondern sich gegenseitig verprügeln. Ungewöhnlich ist die Du-Perspektive, durch die man sich direkt angesprochen fühlt. Das "Du" hat sich nach einer Trennung vollkommen isoliert und personifiziert in seiner Einsamkeit die Gegenstände in seiner Wohnung - und diese lebendigen Gegenstände verraten uns viel über das facettenreiche Leben des "Du".

Den Abschluss bildet eine Art Liebesgeschichte im Slam-Poetry-Stil, die sich zunächst verzweifelt-schmerzhaft liest, denn die Liebe ging in die Brüche, doch das lyrische Ich verarbeitet seinen Schmerz mit Schreiben und arbeitet sich langsam zurück ins Leben - nicht ohne zu erkennen, dass die vergangene Liebe nach wie vor das Leben bereichert. 

Im Anhang findet sich eine chronologische Auflistung der Geschichten, inklusive Nennung, wo sie zuerst veröffentlicht wurden. Dazu gibt es in dieser Sammlung drei neue Stories.


Fazit

Wer die "Spinnenpiñata" aufschlägt, findet darin 22 sehr unterschiedliche, überwiegend phantastische Kurzgeschichten voll skurriler Ideen, oft humorvoll, meist düster bis makaber, mal herzerwärmend und mal herzzerbrechend - und dabei immer zutiefst menschlich. 


Pro & Contra

+ abwechslungsreiche Geschichtenauswahl
+ viele skurrile Ideen und Botschaften zwischen den Zeilen
+ oft düster und weird und schön atmosphärisch
+ progressive Phantastik mit vielseitigen Figuren
+ humorvoll und ernsthaft
+ drei neue Geschichten

- manchmal zu knapp ausgeführt
- teils zu vorhersehbar

Highlights der Sammlung: "Avalanche Rocks" und "Pferdemädchen"

Wertungsterne4

Geschichten: 4/5
Figuren: 4/5
Gestaltung: 3,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5


Interview mit Tino Falke (2021)

Rezension zu "Crow Kingdom"

Rezension zu "Humbug über Xenosol"

Rezension zu "Das Dampfbein schwingen"

Tags: Solarpunk, Urban Fantasy, Tino Falke, queere Figuren, progressive Phantastik, Kurzgeschichten

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren