Conan der Barbar Bd.1 - Der Fluch des schwarzen Steins (Jim Zub, Roberto De La Torre)

conan der barbar 1

Verlag: Panini; (März 2024)
Softcover: 124 Seiten; 15 €
ISBN-13: 9783741636356

Verlag: Fantasy


Klappentext

Das neue Conan-Epos beginnt

Nach seinen ersten Abenteuern in der weiten Welt kehrt der barbarische Krieger Conan in seine Heimat Cimmeria zurück. Doch dort wütet eine Horde untoter Pikten und fällt über die Bewohner der kalten, schroffen Berge her. Gemeinsam mit der schönen Pikten-Späherin Brissa muss sich Conan dem unaufhaltsamen Feind stellen – und der geheimnisvollen Macht hinter diesem Grauen.
Für alle Fans von Roy Thomas und John Buscema: Der klassisch anmutende Auftakt der neuen Conan-Comic-Saga von den Barbaren-Kennern Jim Zub (Savage Sword of Conan, Dungeons & Dragons) und Roberto De La Torre (Conan: Das Blut der Schlange).


Rezension

Nach acht Jahren kehrt Conan an die Grenze zu Cimmeria zurück. In einem kleinen Dorf macht er mit den Söldnern, denen er sich angeschlossen hat, Rast. Es kommt zu einem Streit zwischen ihm und ihrem Anführer, den er zwar für sich entscheiden kann, der aber bald keine Bedeutung mehr hat, denn die Piktin Brissa taucht auf und warnt vor einer großen Gefahr. Eine Horde scheinbar untoter Piktenkrieger ist auf dem Weg. Und bald muss sich das Dorf gegen diese verteidigen. Das Dorf wird vernichtet und nur Conan und Brissa überleben. Da die Horde bereits in Cimmeria ist, beschließt Conan dorthin zu gehen, um seinen Volk zu helfen und den ganzen Spuk zu beenden. Sein Weg führt ihn in eine Festung des Grauens und er muss sich dort einem Kult stellen, der einen seltsamen schwarzen Stein verehrt.

1932 erschien die erste Geschichte von Robert E. Howards Barbaren Conan im Weird-Tales Magazin. Dort schnell erfolgreich, wurde Conan von anderen Autoren aufgegriffen und fand letztendlich seinen Weg in die Popkultur. Bevor es den ersten Film mit Arnold Schwarzenegger gab, der gleichzeitig auch der Startschuss für die Masters of the Universe war, aber das ist eine andere Geschichte, trat Conan in Comics auf. Marvel hatte die Rechte für Comics an Conan und veröffentlichte über einen langen Zeitraum Conan-Comics, bevor Dark Horse übernahm. 2019 kamen die Rechte wieder zu Marvel, das Conan nicht nur im Hyborischen Zeitalter auftreten, sondern auch auf die hauseigenen Superhelden treffen ließ.
Nun sind die Rechte bei Titan Comics/ Heroic Signatures gelandet und für den ersten Auftritt bei ihnen haben sich die Verantwortlichen gleich ein Schwergewicht im Bereich der Fantasy als Autoren geholt. Jim Zub, der bereits die großartige Dungeons & Dragons-Comics mit Minsk und Boo geschrieben hat, darf hier Conan zurück auf die Landkarte bringen. Und dies tut er mit sichtlich viel Spaß und gleichzeitig mit einem Rückgriff auf einen klassischen Conan. Vorbei die Zeiten in denen Conan in einer anderen Epoche auftaucht. Bei Zub ist er wieder im hyborischen Zeitalter und darf das tun, was er am Besten kann. Als stoisch, selbstbewusster Krieger gegen seine Feinde antreten und dabei Menschen retten.
Jim Zub lässt die Geschehnisse seiner Handlung am Beginn von Conans Karriere stattfinden und hat so die Möglichkeit Neuleser an die Welt Conans heranzuführen. Unter anderem dürfte Conan hier zum ersten Mal den Namen seines Erzfeindes hören. Die Geschichte ist mit einigen Fantasyaspekten versehen, die sich sehr gut einfügen und Conan vor eine Herausforderung stellen.
Die Charaktere werden ausreichend gut ausgearbeitet. Dies gilt vor allem für Conans Begleiterin Brissa. Ist ihr Verhältnis anfangs noch etwas schwieriger, nähern sie sich nach und nach an. Leider bekommt sie ein Ende, das sehr abrupt wirkt. Hoffentlich greift Jim Zub später wieder auf sie zurück, denn die Pikten-Späherin hätte auf jeden Fall das Potential zu einem interessanten Nebencharakter zu werden.

Graphisch und gestalterisch erinnert diese neue Conanreihe an klassische Comics. Wäre nicht die Anordnung der Panels könnte Conan auch ein Zeitungsstrip sein und das ist keineswegs negativ gemeint. Die Zeichnungen sind etwas rauer, kantiger, nicht glatt poliert. Conan und die Barbaren wirken bedrohlich und ihre Gegner wahrhaft gruselig.
Was den Eindruck eines Comicstrips vor allem hervorruft, ist der viele Text in Textkästen. Teilweise gibt es kaum Dialoge, und trotzdem viel zu lesen. Damit erinnert er ein bisschen an Prinz Eisenherz, wobei Hal Forster auf Sprechblasen gänzlich verzichtete. Dies traut sich Jim Zub zwar nicht, aber es würde tatsächlich zur Geschichte und zu den Zeichnungen von Roberto De La Torre gut passen.

Das Einzige, das etwas negativ bei diesem Conan heraussticht, ist das schreckliche Cover. Dessen Auswahl ist umso unverständlicher, da es in der Covergalerie deutlich bessere zu sehen gibt.


Fazit

Jim Zub lässt Conan in eine neue Comicära starten und der Beginn mach richtig Lust auf mehr. Die Handlung ist stimmig und die Zeichnungen sind für diese Art der Geschichte großartig.


Pro & Contra

+ Brissa
+ Einführung der Bedrohung
+ Fantasy und Horror werden miteinander verbunden

- hässliches Cover

Bewertung: sterne4

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4,5/5


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