Carlsen (Februar 2025)
ca. 190 Seiten, 8,00 EUR
ISBN: 978-3-551-79709-4
Genre: Mystery, Slice of life
Klappentext
Zu Beginn ihres 6. Schuljahres zieht Tokiko mit ihrem Vater zu ihrer Großmutter. In dem kleinen Küstenstädtchen weckt das Rauschen der Wellen eine Erinnerung in ihr…
Wurde sie nicht einst von einem Meeresmenschen aus dem Wasser gerettet?
Teil 1 einer poetischen Geschichte in zwei Bänden über Freundschaft, Familie und das Gefühl, nicht allein zu sein.
Rezension
Tokiko kommt nach den Ferien in das 6. Schuljahr. Ausgerechnet da zieht ihr Vater mit ihr von Tokyo in ein kleines Küstenstädtchen. Anscheinend stammt ihre Mutter von hier, deshalb ziehen ihr Vater und sie auch zu ihrer Großmutter. Tokikos Mutter ist gegangen und ihr Vater hofft, dass dieser Ort sie dazu bewegen wird, wieder zurückzukommen. In der Schule wundern sich natürlich alle, wieso Tokiko im 6. Jahr noch die Schule wechselt, aber sie versucht der Antwort aus dem Weg zu gehen.
Grundsätzlich hat sie kein Problem damit, jetzt hier zu leben. Sie war als Kind schon mal hier. Doch sie erinnert sich kaum noch daran. Nur noch an das eine Mal, als sie mit Ihrer Mutter am Strand war. Unbedarft ist sie ins Meer gelaufen, weil sie dort etwas gesehen hatte, und wäre beinahe ertrunken. Doch sie wurde gerettet – von einem Meeresmenschen! Davon ist sie fest überzeugt. Aber sie weiß auch, dass ihr sonst niemand glauben würde. Nun ist sie wieder hier und möchte den Meeresmenschen wieder treffen, um sich endlich für ihre Rettung zu bedanken.
„Das Geheimnis der blauen Schuppen“ ist sehr einfach gehalten, sowohl von der Story, als auch von den Zeichnungen her. Es wird relativ schnell klar, worum es geht und letztendlich ist das einzige Geheimnis die Frage, ob Tokiko sich das alles nur eingebildet hatte oder ob es wirklich Meeresmenschen gibt. Ansonsten beobachtet der Leser sie einfach bei ihrem Alltag, wie sie neue Freunde findet und die Insel erkundet. Das alles ist eher farblos und läuft alles eher zu glatt. Selbst wenn sie mal von Mitschülern geärgert wird, bereuen die ihr Handeln direkt und entschuldigen sich direkt am nächsten Tag wieder. Tokiko kommt direkt an in der neuen Schule und findet neue Freunde - es läuft einfach alles zu perfekt.
Die Charaktere sind zwar durch ihre unterschiedlichen Frisuren zu erkennen, aber ansonsten gibt es keine besonderen Details. Hintergründe sind sehr sauber und sogar detailliert gezeichnet. Aber besonders die Gesichter der Charaktere sind so schlicht gehalten, dass auch Emotionen nur bedingt erkennbar sind.
Fazit
„Das Geheimnis der blauen Schuppen“ ist ein ruhiger, eher ereignisloser Mange für junge Leser mit einer sanften Geschichte für Zwischendurch.
Pro & Contra
+ ruhiger Zeitvertreib
- einfach gehaltene Zeichnungen
- vorhersehbare Entwicklungen
- ereignislose Geschichte
Bewertung:
Handlung: 2/5
Charaktere: 2/5
Zeichnungen: 2/5
Lesespaß: 2,5/5
Preis/Leistung: 2/5