
Verlag: Panini; (August 2025)
Softcover: 120 Seiten; 16 €
ISBN-13: 9783741644917
Genre: Superhelden
Klappentext
Stürmische Ewigkeit
Die Mutantin Ororo Munroe besitzt die Macht einer Göttin – und will die Welt damit zu einem besseren Ort machen. Doch plötzlich wird Storms Neuanfang zu einem Wettrennen gegen ihren eigenen Tod! Als ihr Ende naht, konsultiert Storm den Mystiker Dr. Voodoo und besucht ihre X-Men-Freunde um Wolverine und Rogue. Außerdem wird sie ausgerechnet jetzt von Dr. Doom einbestellt, dem neuen Obersten Zauberer. Doch das Universum hat ohnehin eigene Pläne für sie. Der erste Band von Storms Soloserie, geschrieben von Murewa Ayodele (Ich bin Iron Man) und gezeichnet von Lucas Werneck (Die unsterblichen X-Men).
Rezension
Die Nation der Mutanten, Krakoa existiert nicht mehr und Storm hat nach ihrer Rückkehr vom Mars beschlossen, sich neu zu erfinden. Dafür hat sie das Storm Sanctuary geschaffen, wo jeder Schutz finden soll. Bevor sie dieses jedoch eröffnen kann, erleidet sie eine Strahlenvergiftung bei einem Einsatz. Ein experimenteller Atomreaktor ist explodiert und ein junger Mutant ist Schuld daran.
Storms Leben wird also bald enden und sie sucht Hilfe. Die scheint es jedoch nicht zu geben. Schließlich landet sie bei Dr. Voodoo, der einen Deal mit einem uralten Geist aushandeln kann, der besagt, dass Storm sieben Tage auf ihre Kräfte verzichten muss, dafür allerdings frei von allen Krankheiten sein wird. Und ausgerechnet jetzt bestellt sie Dr. Doom ein. Aber das Universum hat auch noch ein Wörtchen mitzureden.
Wenn man Murewa Ayodele schon mal eins nicht unterstellen kann, dann dass Storm langweilig wäre. Mit dem Beginn überschlagen sich die Ereignisse in Sturm des Todes und Storm wie Leser hetzen durch die Handlung und die Welt.
Doch dies ist nicht die Standardhetzjagd oder- action in Superheldencomics. Stattdessen lässt sich Murewa Ayodele viele kreative Ansätze einfallen und führt den Comic, wie im Vorwort versprochen, tatsächlich auf neue kreative Wege. Dies erreicht er zum einen dadurch, dass er Storm, eine der mächtigsten Mutantinnen überhaupt für einen verhältnismäßig langen Zeitraum sehr verletzlich und schwach darstellt. Zunächst wird durch diesen Umstand Storm noch einmal deutlicher charakterisiert. Er zeigt ihre kämpferische Seite, die immer in ihr steckt, egal ob sie Kräfte anwendet oder nicht. Aber gleichzeitig ist ihre Krankheit und unabwendbarer Tod ein Katalysator für den weiteren Verlauf der Handlung, der die Reihe um Storm wortwörtlich in neue Dimensionen vorstoßen lässt. Dieser äußerst phantastische Teil, selbst für einen Superheldencomic, ist auf dem ersten Blick vielleicht etwas verwirrend, weil nicht alle Leser all diese Figuren kennen dürften, weckt zugleich aber auch Interesse für das, was vielleicht auf Storm noch warten wird. Denn eines ist mit Sicherheit klar, ihre Abenteuer dürften kaum nur auf die Erde beschränkt sein und um einiges bedeutsamer als vermutet.
Lucas Wernecks Zeichnungen sind eigentlich sehr gut. Er hat kreative Ideen, wie er Storm am Besten ins rechte Licht rückt, auch wenn es bei Actionszenen manchmal etwas sprunghaft zugeht. Aber an sich sieht Storm echt gut aus. Besser als vieles andere von Marvel. Allerdings gibt es noch die offensichtliche Computerkolorierung, die hier einfach teilweise fürchterlich künstlich aussieht. Ein paar Stellen gibt es, wo dies durchaus passt, aber häufig genug verfehlt sie ihre Wirkung und separiert die Figuren viel zu sehr vom Hintergrund, mit dem sie dann überhaupt nicht mehr interagieren.
Fazit
Storm – Im Sturm des Todes wirft viele Fragen auf, deutet manches an und erfindet Ororo Munroe tatsächlich zu einem gewissen Teil neu. Für einen ersten Band einer neuen Reihe ist dies ein richtig guter Start.
Pro & Contra
+ Storms Charakter wird ausreichend herausgearbeitet
+ ein paar frische Ideen
0 Kolorierung ist nicht immer glücklich
Bewertung: ![]()
Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 3,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5
