Batman Klassiker – Batmans größte Gegner (Bob Kane, Bill Finger u.a.)

batman klassiker groesste gegner

Verlag: Panini; (September 2025)
Gebundene Ausgabe: 64 Seiten; 29 €
ISBN-13: 9783741645761

Genre: Superhelden


Klappentext

Batmanns berühmte Gegner

In dieser Vintage-Ausgabe mit fünf spannenden, klassischen Schurken-Storys treten Batman und Robin gegen ihre größten Feinde an: Neben Abenteuern mit Joker, Catwoman, Pinguin und Two-Face gibt es hier den allerersten Auftritt von Scarecrow von 1941.
Batman-Erfinder Bob Kane und Bill Finger, Joker-Erschaffer Jerry Robinson und Jim Mooney, Charles Paris und Jack Burnley sind in dieser einmaligen Ausgabe als Zeichner vertreten. Sie haben Batmans Look in der Ära der 1940er-Jahre entscheidend geprägt.


Rezension

Wer Comics aus der Frühzeit Batmans lesen will, braucht entweder Glück oder viel Geld. Insbesondere wenn es Ausgaben mit den großen Gegnern Batmans sein sollen. Allzu häufig werden diese nämlich nicht nachgedruckt. Allerdings hat nun DC und damit auch Panini begonnen, ein paar der alten Klassiker zu entstauben und neu zu veröffentlichen. In Batmans größte Gegner gibt es somit ein Wiedersehen mit dem Joker, Scarecrow, Two-Face, dem Pinguin und Catwoman, wie sie in den 1940er-Jahren auftraten. Und wer meint, das seien alles alte, langweilige Kamellen, der täuscht sich durchaus.

Vereinigte Verbrechen

Eigentlich sollen Batman und Robin in Washington vom Präsidenten geehrt werden. Jedoch macht der Joker Ärger und deswegen sind ihm Batman und Robin schon bald durch das ganze Land auf den Fersen, während sie versuchen seine rätselhaften Andeutungen zu entschlüsseln.
Die Naivität, die Comics zu der Zeit des Erscheinens besaßen, beiseite geschoben, ist Vereinigte Verbrechen im Kern eine Geschichte, die auch heute noch auf moderne Art erzählt werden könnte. Sie macht auf jeden Fall viel Spaß.

Diebische Elster

Der Pinguin will der berüchtigste Verbrecher Gothams sein und begeht deswegen eine Reihe von aufsehenerregenden Verbrechen, die immer von einem Literaturklassiker inspiriert sind, der etwas mit Vögeln zu tun haben.
Die frühen Superheldencomics haben sich nie davor gefürchtet, ihre Prämisse voll auszuspielen, egal ob das im ersten Moment albern wirken könnte oder nicht. Und man muss den Autoren und Zeichnern der Zeit recht geben. Wenn die Handlung so gelungen ist und mit viel Humor erzählt wird wie hier, kann es gerne auch etwas verrückter werden. Und einen fliegenden Riesenpinguin sieht man heutzutage in den Batmancomics sowieso viel zu selten. Wer übrigens eine Inspiration für die Batman TV-Serie mit Adam West sucht, findet hier eine, denn Diebische Elster ist geradezu eine Blaupause für die Fälle jenes Batmans.

Der Staat gegen Lucky Sheldon

Bei der Gerichtsverhandlung gegen Lucky Sheldon wird der eitle Schauspieler Harvey Apollo von Lucky Sheldon mit Salzsäure schwer im Gesicht verletzt. Fortan ist seine linke Gesichtshälfte entstellt. Der Glücksdollar von Lucky Sheldon nimmt ihm die Entscheidung darüber ab, was er zukünftig tun wird. Und so wird er unter dem Namen Two-Face zu Batmans Gegner.
Wer verwirrt ist, dass Two-Face Schauspieler ist und Harvey Apollo heißt, dem sei gesagt, hier tritt die allererste Version von Two-Face auf. Dessen Beginn als Verbrecher ähnelt zwar später der Harvey Dents, aber es ist eben nicht Dent. Die Geschichte wirkt heute etwas kurios, wegen des anderen Charakters, ist aber tatsächlich gut und irgendwie auch interessant aufgrund der Tatsache, dass dieser Two-Face aus den Zeitungsstrips in Vergessenheit geraten ist.

Die Geburt von Scarecrow

Jonathan Crane ist ein Bücherwurm und Professor. Aufgrund seiner Erscheinung und seines Verhaltens wird er nicht unbedingt ernst genommen und ist mehr der Einzelgänger. Nach einer weiteren Demütigung durch Kollegen, beschließt er sein Wissen über die Furcht dazu zu benutzen, als Scarecrow Verbrechen zu begehen.
Und gleich die nächste Ursprungsgeschichte. Dieses Mal für Scarecrow, jenem Gegner Batmans, der das Spiel mit der Angst beherrscht und dessen Furchtgas Batman immer wieder vor Probleme stellt. Das bringt Scarecrow hier zwar nicht zum Einsatz, aber er nutzt andere Mittel, um Angst zu verbreiten. Ihn mit einer Pistole und Knüppeln in der Hand zu sehen, wirkt heutzutage seltsam. Dennoch hat auch diese Geschichte, mit ihren Ecken und Kanten, dem Leser etwas zu bieten. Vor allem ist der Ton ernsthafter, als in anderen Geschichten der Zeit.

Damen des Bösen

Catwoman ist darüber erzürnt, dass sie nicht in dem Buch Damen des Bösen erwähnt wird. Da das Buch auch noch verfilmt wird, beschließt sie der Hauptdarstellerin Gala Kazon das Leben zur Hölle zu machen und überall, wo diese Auftritte hat, Verbrechen zu begehen.
Den Abschluss des Bandes macht Catwoman und ihre Geschichte macht Spaß, auch wenn sie mit Sicherheit etwas drüber ist. Das Ende sorgt noch mal für einen schönen Moment.

Die Zeichnungen gehen für die Zeit ihrer Entstehung und gemessen daran, wie damals produziert wurde, absolut in Ordnung. Nur Meisterwerke sollte man nicht erwarten.
Dafür wurde für Batmans größte Gegner tolles Bonusmaterial ausgewählt. Neben der Vorstellung der Bathöhle und der Einsatzgegenstände Batmans, werden die Schauspieler von ein paar der Schurken aus der TV-Serie kurz vorgestellt, wie es wohl mal in einem anderen alten Nachdruck getan wurde und ein kleines Rätsel gibt es auch noch oben drauf.


Fazit

Batmans größte Gegner ist ein Ausflug zu den Anfängen des Dunklen Ritters und die Geschichten sind überraschend gut. Dabei gibt es gleich zwei Ursprungsgeschichten für Scarecrow und den ersten Two-Face. So macht der Blick in die Vergangenheit richtig Spaß.


Pro & Contra

+ Überformat
+ gute Auswahl der Geschichten
+ tolles Bonusmaterial

Bewertung: sterne4

Charaktere: 3,5/5
Handlung: 3,5/5
Zeichnungen: 3/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5