
Verlag: Panini; (November 2025)
Gebundene Ausgabe: 56 Seiten; 13 €
ISBN-13: 9783741645181
Genre: Fantasy
Klappentext
Eine alte Schuld
Königin Calanthe von Cintra richtet ein Bankett aus, um einen Mann für ihre Tochter Pavetta zu finden – und damit den nächsten König des Reiches. Der Hexer Geralt von Riva gibt sich in Calanthes Auftrag als Adeliger aus und soll das Fest vor einer lokalen Schreckensgestalt beschützen. Dann jedoch betritt ein fremder Ritter die Bühne, der sich Igel von Erlenwald nennt und eine alte Schuld des verstorbenen Königs einfordert. Als der Ritter sein wahres Gesicht zeigt, ist die Königin bereit, alle Schwüre zu brechen …
Die Comic-Adaption einer Original-Kurzgeschichte von Witcher-Erfinder Andrzej Sapkowski, in der klassische Märchen-Motive auf zeitlose Fantasy-Elemente treffen – in Szene gesetzt von der polnischen Fantastik-Autorin Marta Krajewska und dem italienischen Zeichner Matteo Bellisario.
Rezension
Königin Calanthe von Cintra richtet ein Bankett aus. Dort will sie einen Mann für ihre Tochter Pavetta finden. Um sicher zu gehen, dass der richtige Mann Pavetta erhält, bezahlt sie Geralt von Riva, der dafür da ist, damit das gewünschte Ergebnis eintritt und der Vorsehung notfalls entgegenzutreten. Denn diese hat auch ein Wörtchen mitzureden. Als der Ritter Igel von Erlenwald auftaucht, spitzt sich die Situation zu, denn der verfluchte Ritter, hat alte Ansprüche auf die Tochter der Königin. Und damit nicht genug ist auch Geralts Bezahlung ganz besonders.
Gerade ist die vierte Staffel des Witcher erschienen. Und auch wenn diese von den Fans nicht wirklich gut aufgenommen wurde, ist die Faszination für Andrzej Sapkowskis Schöpfung ungebrochen. Und so geht es auch mit den Comicadaptionen seiner Geschichten weiter. Nach unter anderem Das kleinere Übel ist die Wahl nun auf Eine Frage des Preises gefallen.
Marta Krajewska und Matteo Beillsario zeichnen für die Umsetzung verantwortlich. Marta Krajewska macht dabei ihre Sache sehr gut, Sapkowskis Kurzgeschichte in einem Comic umzusetzen. Ihre Adaption konzentriert sich dabei hauptsächlich auf den märchenhaften Aspekt der Geschichte und das ist in diesem Fall gut so. Denn auch wenn die Elemente und Themen mittlerweile nur zu gut bekannt sind, so hat Sapkowski ihnen doch noch ausreichend eigenes hinzugefügt und dies behält Marta Krajewska bei. Und so geht es in diesem Comic auch eher weniger darum, wer hier eigentlich das Monster ist, sondern um Vorsehung, Schicksal und das Unerwartete im Leben. Diesen Kern arbeitet Marta Krajewska schön heraus. Damit kann die Adaption als durchaus gelungen bezeichnet werden.
Matteo Bellisario zeichnet ausreichend gut, um die richtige Stimmung zu schaffen und seine Bilder unterstützen die Geschichte, können aber keine wirklich eigenen Akzente setzen. Eher fallen sie immer wieder mal mehr oder weniger negativ auf. Dass er einen kantigen Strich besitzt, ist eine Stilfrage, und da ist die persönliche Vorliebe entscheidend, allerdings sieht Geralt häufig zu hager und ausgezehrt aus und das passt nun mal nicht. Auch andere Charaktere wirken durch diesen Stil eher krank als machtvoll. Das fällt glücklicherweise nicht zu häufig unangenehm auf, ist jedoch definitiv ein negativer Aspekt seiner Bilder. Was die Inszenierung angeht, ist diese jedoch gelungen und er kann an den richtigen Stellen, die entscheidenden Charaktere in den Mittelpunkt stellen.
Das Bonusmaterial besteht lediglich aus drei Seiten Charakterskizzen.
Fazit
Marta Krajewska hat Eine Frage des Preises gelungen für den Comic adaptiert. Allerdings hätte Matteo Bellisario vielleicht einen anderen Stil wählen oder seine Zeichnungen noch einmal überarbeiten sollen, denn diese passen nicht ganz.
Pro & Contra
+ gut adaptiert
+ Märchen und der Witcher
0 Zeichnungen könnten besser sein
Bewertung: ![]()
Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 3/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5
Literatopia-Links zu weiteren Titeln von The Witcher:
Rezension zu The Witcher Bd.5
Rezension zu The Witcher Bd.6
Rezension zu The Witcher Bd.7
Rezension zu The Witcher – Ein Körnchen Wahrheit
Rezension zu The Witcher – Das kleinere Übel
Rezension zu The Witcher – Ronin
