
Hayabusa (August 2025)
ca. 210 Seiten, 8,00 EUR
ISBN: 978-3-551-62185-6
Genre: Drama, Slice of Life
Klappentext
Ainosuke ist gefangen in seinem Schmerz. Er fühlt sich seit seinem Coming-out nicht akzeptiert – nicht von seiner ersten großen Liebe und vor allem nicht von seinem Vater. Doch Ainosukes Leben ändert sich schlagartig, als plötzlich das von ihm verehrte Idol Karen vor ihm steht. Auch in Kares Leben ist nicht alles so perfekt, wie es erscheint. Als Ainosuke eines Tages dazwischengeht, um Karen vor ihrem gewalttätigen Vater zu schützen, müssen sie überstützt die Flucht ergreifen. Sie beschließen, sich gemeinsam auf den Weg zu machen, um der Dunkelheit in ihrem Leben zu entkommen…
Abschlussband des hochemotionalen Zweiteilers über Liebe und Freundschaft!
Rezension
Ainosuke fühlt sich von allen verlassen und einfach nur falsch in der Welt. Sein Vater kann nicht akzeptieren, wer er ist und seine große Liebe wird seine Gefühle niemals erwidern. Alles, was er sich wünscht, ist so süß zu sein wie das bekannte Idol Karen. Zumindest, bis Karen überraschend in sein Leben stolpert und er feststellen muss, dass ihr Leben bei weitem nicht so strahlend ist, wie es von außen erscheinen mag. Als er Karen vor ihrem Vater schützt ,passiert etwas Schreckliches und die beiden sind von da an gemeinsam auf der Flucht.
Sie versuchen Karens Vergangenheit zu ergründen, den Urlaub zu erleben, den sie mal als Familie unternommen hatten, zu einer Zeit, als sie noch alle glücklich waren. Karen ist sich selbst nicht sicher, ob sie sich überhaupt an diese glückliche Zeit erinnern möchte. Aber sie muss einfach ergründen, ob ihr Vater sie wohl jemals wirklich geliebt hatte … Doch Ainosukes Vater ist hartnäckig und braucht nicht lange, um herauszufinden, wo sie sich aufhalten. Ohne Kares Wissen trifft sich Ainosuke mit ihm und kann endlich die Worte aussprechen, die ihn schon so lange gequält haben. Allerdings haben beide fest vor, den anderen zu schützen – wie wird das enden?
Auch im zweiten und letzten Band von „Idol Escape“ bleibt es sehr emotional. Es geht viel um die Gefühlswelt der Protagonisten. Und um die Bewältigung dessen, dass beide sich von ihren Vätern nie geliebt gefühlt hatten. Wobei Karen mit dieser Erkenntnis nicht mehr viel machen kann. Ainosuke bekommt die Chance, mehr über die Beweggründe seines Vaters zu erfahren. Aber bei all der Versöhnung ändert das nichts daran, dass ein Mensch sein Leben verloren hat. Ainosuke hat fest vor, alle Schuld auf sich zu nehmen – doch Karen hat den gleichen Plan.
Die tiefe Freundschaft zwischen den beiden wird nochmal deutlich herausgearbeitet – fast wird es sogar zu weit getrieben, dass man sich als Leser am Ende fast schon unsicher wird, ob da doch mehr sein sollte. Aber da Ainosuke schwul ist, passt diese Entwicklung nur bedingt rein und wird deshalb auch nie ausgesprochen. Etwas undurchsichtig ist die Strafe, die am Ende ausgesprochen wird. Darauf wird aber nicht mehr näher eingegangen und somit stört ein kleiner Logikbruch den Lesefluss auch nicht. Offen bleibt, was die Zukunft für die beiden bereithält die nun frei von Altlasten in ein neues Leben starten können. Dies bleibt der Fantasy des Lesers überlassen.
Auch im zweiten Band transportieren die sauberen Zeichnungen die sanft erzählte Geschichte, wodurch der Fokus auf der Story bleibt und diese still trägt.
Fazit
„Idol Escape“ bleibt fesselnd und bietet einen schönen und runden Abschluss der Geschichte.
Pro & Contra
+ schöner Abschluss
+ gute ausgearbeitete Charaktere
+ saubere Zeichnungen
+ gute Stimmung
- undurchsichtige Verurteilung am Ende
Bewertung: ![]()
Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5
