The Witcher Bd.9 – Corvo Bianco (Bartosz Sztybor, Corrado Mastantuono)

the witcher 9

Verlag: Panini; (Juli 2025)
Softcover: 128 Seiten; 18 €
ISBN-13: 9783741643378

Genre: Fantasy


Klappentext

Keine Ruhe für den Hexer

Nach vielen Schlachten genießt der Hexer Geralt von Riva den Ruhestand auf seinem idyllischen Weingut Corvo Bianco – sogar zusammen mit seiner großen Liebe, der Zauberin Yennefer. Doch dann sorgt Lord Bolius, dem Geralts Land einst gehörte, für Ärger. Wenn Geralt sein kleines Paradies behalten will, muss er den Sohn des Adeligen finden, der in einem Kerker sitzt. Geralt, der mit wenig vertrauenswürdigen Söldnern loszieht, und Yennefer, die auf Corvo Bianco bleibt, kämpfen in der Folge hart um ihr Glück …

Ein Comic für alle Fans des Videogame-Meilensteins The Witcher 3 und der multimedialen Saga um die Fantasy-Ikone von Adrezej Sapkowski, inszeniert von Top-Autor Bartosz Sztybor (Cyberpunk: Edgerunner) sowie dem legendären italienischen Zeichner Corrado Mastantuono (Lustiges Taschenbuch).


Rezension

Das Leben könnte für Geralt von Riva so schön sein. Er verlebt ruhige Tage auf seinem Weingut, hat kaum noch was mit Monstern zu tun, versucht Wein anzubauen, das nur mäßig gelingt, und verbringt viel Zeit mit seiner großen Liebe Yennefer, die ihn immer wieder besucht. Doch dann taucht Lord Bolius auf und fordert Geralts Land für sich. Allerdings lässt er sich auf ein Geschäft ein. Sollte Geralt seinen Sohn finden und zu ihm bringen, gehört dem Hexer das Land. Also bricht Geralt mit zwei Söldnern als Begleitung auf, während Yennefer auf Corvo Bianco bleibt.

Wer Witcher 3 gespielt hat, hat unter Umständen das Ende erlebt, bei dem sich Geralt von Riva auf einem Weingut zur Ruhe setzt. Genau an dieses Ende schließt Corvo Bianco von Bartosz Sztybor an. Und so strahlen die ersten Seiten für The Witcher eine ungewohnte Ruhe und Glück aus. Das ändert sich bald und die Handlung begibt sich auf gewohnte Witcherpfade und das bedeutet, dass Schmerz und Gewalt auf Geralt von Riva warten.
Die Geschichte gewinnt dabei garantiert keinen Preis für Innovation, allerdings ist es dieses Mal die Inszenierung, die Corvo Bianco besser sein lässt, als es eigentlich sein dürfte. Bartosz Sztybor verbindet in Corvo Bianco unterschiedliche Inspirationen und Genres und dies durchaus gelungen. Die anfängliche Romantasy schlägt zunächst in so etwas um, wie einen Homeinvasionthriller, bevor dann auch noch Western, Splatter und Horror den Weg in die Geschichte finden. Und sogar ein Serienkiller ist später Teil der Geschichte. Und so seltsam sich dies alles anhören mag, innerhalb der Geschichte passt das alles zusammen und ergibt Sinn. Corvo Bianco wird zwar nicht als herausragend in die Geschichte des Witchers eingehen, aber in Erinnerung als Ergänzung zu Witcher 3 zu bleiben, hätte sie verdient.

Corrado Mastantuono dürfte den meisten als Zeichner aus dem LTB bekannt sein und da stellt The Witcher ein ganz schönes Kontrastprogramm dar. Statt Enten und Mäusen zeichnet er hier Monster und die Gewalt darf recht blutig ausfallen. Und dies zelebriert er durchaus, obgleich es nie übertrieben wird. Die Action inszeniert er gut und die Charaktere sind ausdrucksstark.


Fazit

Weniger Witcher, dafür mehr typische Fantasy, die dafür jedoch gut geschrieben ist. Hier findet sich ein Sammelsurium an Genres wieder, welches Bartosz Sztybor in seiner Geschichte gut zusammenführt.


Pro & Contra

+ wilder Mix an Genres
+ spannend
+ ruhiger Beginn

Bewertung: sterne44/5

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5


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