Ambrosia (akabeko)

Cover Ambrosia Band 1

Hayabusa (November 2025)
ca. 208 Seiten, 8,00 EUR
ISBN: 978-3-551-62568-7

Genre: Yaoi


Klappentext

Reo arbeitet als Host, doch seit einer gemeinsamen Nacht mit Takahiro, seinem Vorgesetzten, haben Frauen für ihn den Zauber verloren. Ein unverbindliches Arrangement beginnt zwischen den beiden, das schnell zu einem gemeinsamen Leben geprägt von Leidenschaft und Abhängigkeit heranwächst. Gerade als Reo sich eingestehen muss, dass er vielleicht mehr als nur Begehren für Takahiro empfindet, fordert eine seiner besten Kundinnen ihn auf, mit ihr zu schlafen. Takahiro erwischt ihn in flagranti – und dreht durch …


Rezension

Reo arbeitet als Host und eigentlich ist er hetero. Aber es kommt dazu, dass er mit seinem Vorgesetzten, Takahiro schläft. Außerdem ziehen die beiden auch zusammen, ohne eine echte Beziehung zu führen. Doch immer mehr muss sich Reo eingestehen, dass da mehr ist. Als eine von Reos besten Kundinnen ihm klarmacht, dass sie mehr von ihm möchte, steckt er in der Zwickmühle. Weiterhin findet er Frauen durchaus attraktiv. Aber geben sie ihm wirklich das gleiche Gefühl wie Takahiro? Außerdem erfährt Takahiro davon und platzt dazwischen. Wie wird er nun reagieren? Und gibt es überhaupt eine Zukunft für die beiden, die mehr zu bieten hat?

„Ambrosia“ ist verwirrend aufgebaut. Erst mal geht es mit zwei Charakteren los, die danach nie wieder auftauchen, obwohl sie eine ganz eigene Story andeuten. Es braucht ein paar Seiten, bis der Leser realisiert, dass sich die Story gar nicht um diese beiden drehen soll. Und auch danach wirkt es, als hätte man den ersten Band der Story verpasst. Immer wieder werden vergangene Ereignisse angedeutet, aber nie richtig ausgearbeitet. Der Leser kann eigentlich nur erahnen, wie es überhaupt dazu kam, dass ein Hetero und ein Schwuler miteinander geschlafen haben. Außer der Erklärung, der Vorgesetzte würde das mit allen Neuen so machen, kommt nichts. Das macht es aber nur noch verwirrender, denn die Protagonisten arbeiten in einem Host Club, somit besteht keine Notwendigkeit, dass der Chef seinen Mitarbeitern beibringen müsste, wie man mit einem Mann schläft. Auch den Wunsch der Kundin kann Reo nicht im Host Club selbst erfüllen, da allen Beteiligten klar zu sein scheint, dass das dort nichts zu suchen hat. Die Begründung, warum die beiden zusammengezogen sind, ohne ein echtes Paar zu sein, wird ebenfalls nur angedeutet. Und so wirkt es, als hätte der Leser die eigentliche Story verpasst und bekommt jetzt noch ein bisschen Liebesdrama zum Ende der Story mit.

Auch wird der Lesefluss immer wieder davon unterbrochen, dass die Charaktere übertriebene Geräusche von sich geben. Schon wenn sie nur über etwas nachdenken, steht da das „Hrm“, genauso auch wenn sie im Bett sind. Es läuft einem quasi auf jeder Seite über den Weg, in ziemlich jeder Situation, wodurch es schon störend wird. Das bisschen Story, das man dann mitbekommt, wirkt dann auch mehr konstruiert als verständlich. Irgendwie ist gerade der Part, der sich als Hetero auf einen Mann einlässt, regelmäßig mit ihm schläft und bei ihm wohnt, derjenige, der Angst hat, sein Gegenüber könnte ihn nicht wirklich lieben. Dieses Hadern und Zweifeln würde allerdings eigentlich eher zu Takahiro passen, immerhin könnte man nachvollziehen, wenn er nicht daran glauben kann, dass ein Hetero sich auf eine dauerhafte Beziehung mit einem Mann einlassen würde. Reo kommt insgesamt sehr weinerlich rüber und anstatt einfach über seine Gefühle zu sprechen, stößt er Takahiro von sich, nur um im nächsten Moment über ihn herzufallen. Takahiro hingegen scheint auch nicht viel von sprechen zu halten und nutzt stattdessen fast schon Gewalt, um zu bekommen, was er braucht. Auch seine ständigen Andeutungen davon, dass er neue Mitarbeiter einweisen würde, indem er mit ihnen schläft, macht ihn nicht gerade zu einem Sympathieträger.

Die Zeichnungen wirken ausbaufähig und eher schlicht, wenn auch sauber. Emotionen werden übertrieben dargestellt, zum Beispiel dadurch, dass Reo fast ständig die Tränen runterlaufen. Hintergründe wurden nur sehr spärlich eingesetzt, wodurch eigentlich nur die Charaktere die Story tragen müssen.


Fazit

„Ambrosia“ wirkt sehr konfus und bietet keine wirklich gute Story – eigentlich bekommt der Leser hier einfach nur aneinandergereihte Sex-Szenen.


Pro & Contra

+ saubere Zeichnungen

- verwirrende Story
- zu komplexe Vorgeschichte die nie erklärt wird
- irritierender Einstieg in die Story
- schlechter Charakteraufbau
- nicht nachvollziehbare Handlungen

Bewertungstern1

Handlung: 1/5
Charaktere: 1/5
Zeichnungen: 2/5
Lesespaß: 1/5
Preis/Leistung: 1/5

Tags: Boys Love, Yaoi, Hayabusa