
Verlag: Carlsen; (Juli 2025)
Gebundene Ausgabe: 64 Seiten; 15 €
ISBN-13: 978-3-551-01830-4
Genre: Krimi/ Kindercomic
Klappentext
Eigentlich hatte Detektiv Stanley sich gerade ein köstliches Pfannkuchenfrühstück zubereitet, als plötzlich ein neuer Fall ruft. Im Museum gab es einen Einbruch, doch gestohlen wurde nichts!
Wer steckt dahinter? Stanley ermittelt, doch gerät dabei selbst in Schwierigkeiten. Wird er den Fall lösen können?
Ein lustiges Tierabenteuer zum Miträtseln und Entdecken. Ideal für junge Krimifans und alle, die Kunst lieben.
Rezension
Detektiv Stanley ist eigentlich im Ruhestand. Um noch genauer zu sein, es ist der erste Morgen, nachdem er bei der Polizei von Narlybone aufgehört hat. Doch irgendwie lässt ihn das Verbrechen nicht los. Er will gerade seine Pfannkuchen essen, da erreicht ihn ein Brief von der Direktorin des örtlichen Museums. Es wurde eingebrochen und scheinbar nichts gestohlen. Trotzdem bittet ihn Direktorin Rosenbaum um seine Hilfe bei der Aufklärung. Und selbstverständlich lässt sich Detektiv Stanley nicht lange bitten und macht sich auf den Weg zum Museum. Doch der Fall ist komplizierter als gedacht und plötzlich steht Detektiv Stanley selbst unter Verdacht.
Einen richtig klassischen Krimi hat Hannah Tunnicliffe mit Detektiv Stanley und das Geheimnis im Museum geschrieben – allerdings einen für Kinder und das ist überhaupt nicht negativ gemeint. Ganz im Gegenteil ist Detektiv Stanley ein wunderbares Beispiel dafür, dass Kinderbücher und – comics ebenso auch für Erwachsene ein großer Spaß sein können, wie es hier der Fall ist. Hannah Tunnicliffe erzählt ihren Krimi mit viel trockenem Humor, den auch Kinder leicht verstehen und bietet ihren Lesern gleichzeitig auch noch die Gelegenheit selbst auf die Lösung des Falles zu kommen. Denn dies ist tatsächlich möglich, wenn genau hingesehen wird. Sie gibt Hinweise, ohne dass diese zu offensichtlich sind. Und zu diesem durchdachten Fall, kommen noch tolle Figuren.
Allen voran natürlich Detektiv Stanley selbst, der klar an die klassischen Ermittler einer Agatha Christie, eines Arthur Conan Doyle und eines G. K. Chesterton erinnert und mindestens ebenso viele skurrile Eigenschaften wie seine Vorgänger besitzt.
Ebenso fehlt der entsprechende Partner nicht, der Detektiv Stanley noch besser dastehen lässt. Dies ist Inspektor Shiro, der ganz klassisch etwas naiver und nicht ganz so schlau ist, aber dafür stets zuerst handelt.
Dazu kommen noch ein paar Nebenfigur, die den Spaßfaktor weiter in die Höhe treiben.
Ohne Erica Harrisons Zeichnungen wäre Detektiv Stanley und das Geheimnis im Museum jedoch vermutlich halb so charmant und lustig. Auch wenn ihre Zeichnungen nicht ganz so detailreich sind und ihr Stil sich insgesamt schon unterscheidet, vermitteln sie das gleiche, wohlige Gefühl wie die eines Richard Scarry. Es gibt viel in ihren Zeichnungen zu entdecken und das erhöht den Lesespaß.
Am Ende des Bandes gibt es noch etwas Bonusmaterial, das sich mit dem Maler Piet Mondrian auseinandersetzt, der die Vorlage für den Künstler Zieg Mondrian und seine Werke im Comic war.
Fazit
Spannung, Humor und etwas Wissen werden von Hannah Tunnicliffe und Erica Harrison in Detektiv Stanley und das Geheimnis im Museum wunderbar verbunden. Der Comic ist zwar hauptsächlich an Kinder gerichtet, macht aber auch Erwachsenen großen Spaß.
Pro & Contra
+ Krimi zum Mitraten
+ tolle Charaktere
+ lustig
+ Bonusteil über den Künstler Piet Mondrian
Bewertung: ![]()
Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Humor: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Zeichnung: 4,5/5
Preis/ Leistung: 4,5/5
