Star Wars: Darth Maul – Schwarz, Weiß & Rot (Greg Pak, Benjamin Percy u.a.)

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Verlag: Panini; (November 2025)
Gebundene Ausgabe: 152 Seiten; 29 €
ISBN-13: 9783741645129

Genre: Science Fiction


Klappentext

Darth Maul ist zurück!

Wer könnte sich besser in die düstere „Schwarz, Weiß & Rot“-Serie einreihen als Darth Maul, der berüchtigte Sith-Lord mit den schwarzen Tätowierungen auf seiner roten Haut? Und deshalb bekommt Maul nach Darth Vader nun auch seine eigene schaurige Anthologie. Unter anderem schickt Imperator Palpatine seinen Schüler aus, um auf einem Gefängnisschiff nach dem Rechten zu sehen, das eine Fehlfunktion hat – und eine gefährliche Sekte transportiert. Was er an Bord vorfindet, ist der Stoff aus dem Albträume sind!


Rezension

Wenn es eine Figur im Star Wars-Universum gibt, die es verdient hat, in die Reihe Schwarz, Weiß & Rot aufgenommen zu werden, in der es gerne auch etwas härter zur Sache gehen darf, dann Darth Maul! Der Sith, der seinen ersten Auftritt in Die dunkle Bedrohung hatte und für viele das Beste am ganzen Film war, ist allein durch sein Aussehen bereits prädestiniert, die Hauptrolle in düsteren und brutalen Geschichten zu übernehmen, die ganz seinem Charakter entsprechen.
Der Sohn einer der Schwestern der Nacht von Dathomir, wird von Darth Sidious dazu benutzt Probleme zu lösen. Da die Geschichten vor den Ereignissen von Episode I spielen, darf sich Maul allerdings nicht offen zeigen und den Jedi verraten, sondern muss versuchen im Verborgenem zu bleiben, was jedoch nicht so einfach ist. Und manchmal muss Darth Maul zu seiner Doppelklinge greifen.

Geisterschiff

Ein Gefangenentransporter von Darth Sidious meldet sich nicht mehr. Nur eine Aufzeichnung, auf der ein Monster zu sehen ist, das das Chaos verkörpert, erreichte den Sith-Lord. Dieser schickt Darth Maul, um die Sache zu regeln. Bis zu seiner Ankunft hat sich Maul informiert und weiß, dass er sich einem sehr gefährlichen Feind gegenübersieht. Der Kult der letzten Verfinsterung, dessen Anführer den Wahnsinn und das Chaos beschwören wollen.
Den Einstieg in den Band macht Geisterschiff und das betont sogleich den Horror. Hier sind gleich mehrere Einflüsse auszumachen, am klarsten mit Sicherheit die des Cthulhu-Mythos. Benjamin Percy führt die verschiedenen Elemente zusammen und es gelingt ihm neben den Horror auch noch Darth Maul so zu inszenieren, dass sich sein Charakter etwas weiter schärft und ihn mehr sein lässt, als ein stumpfer Befehlsempfänger. Er wird hier als jemand gezeigt, der sich zur Not gegen seinen Meister stellt, wenn dieser zu weit geht. Stefano Raffaele braucht anfangs, um die Charaktere in den Griff zu kriegen, aber ab dem Moment, als Darth Maul ins Schiff vordringt, erschafft er eine unheimliche Atmosphäre, die die Geschichte trägt.

Die Verbleibenden

Darth Maul kommt nach Moonbender. Eine Kolonie, die aus sich zur Ruhe gesetzten Kopfgeldjägern, Söldnern und Glücksrittern besteht. Sie mögen zwar lange nicht mehr gekämpft haben, aber jeder hat seinen eigenen Kampfstil und einen Beitrag zur Verteidigung von Moonbender geleistet. Und so trifft Darth Maul auf erheblichen Widerstand, als er die Nachricht überbringt, dass die sogenannten Verbleibenden die Kolonie räumen sollen.
Hauptsächlich setzt Mark Russell auf pure Action. Dem Ganzen gibt er durch die Kommentare des Arztes einen tiefergehenden Anstrich, aber im Wesentlichen ist Die Verbleibenden nichts anderes als ein großes, stumpfes Gemetzel. Da hilft auch nicht das geplante überraschende Ende, das gar nicht so überraschend, sondern früh absehbar ist.
Carlos Nietos Zeichnungen sind Durchschnitt, mehr jedoch nicht. Sie sind zu zahm, zu sehr auf Nummer Sicher gehend und Darth Maul wirkt oft zu harmlos.

Die Mission

Auf dem Mond des Planeten Dawk soll Darth Maul Coir Cion töten, der eine Bedrohung für Palpatine zu sein scheint. Und tatsächlich könnte er dem späteren Imperator echte Probleme bereiten. Darth Maul muss sich entscheiden, ob er ihn tötet oder nicht.
Eigentlich ist Die Mission eine einfache Actiongeschichte, die viel Gemetzel bietet. Allerdings kommt etwas Würze durch den Umstand hinein, dass Palpatine tatsächlich bedroht wird und Darth Maul eine Entscheidung darüber treffen muss, wie loyal er ist.

Ruhe und Frieden

Darth Maul hat bei seinem letzten Auftrag über die Strenge geschlagen und wird deswegen von Palpatine nach Ah Re Won zum dortigen Sith-Tempel geschickt, um dort Ruhe zu suchen und zu meditieren, damit er lernt, wann ungezügelte Gewalt angebracht ist und wann es mehr nach Strategie verlangt. Doch egal wie sehr er sich anstrengt, wird Darth Maul immer wieder von Störenfrieden belästigt, die ihm eine gewalttätige Reaktion geradezu aufdrängen.
Blutig und mit viel Humor hat Greg Pak seine Beitrag geschrieben und jeder, der einfach mal Ruhe suchte und dabei gestört wurde, dürfte Darth Mauls Reaktion nachvollziehen können und sich wünschen ebenso wie der Sith-Lord zu handeln. Luca Pizarri und Will Sliney haben Ruhe und Frieden gezeichnet und fangen Darth Mauls Gemütszustand und den in der Geschichte liegenden Humor perfekt ein.

Vorwort, Nachwort, Biographien und Variantcover und reguläre Cover bilden das Bonusmaterial, das nicht ganz so üppig ausfällt.


Fazit

Darth Maul – Schwarz, Weiß & Rot zeigt verschiedene Facetten Darth Mauls in recht blutigen Geschichten. Gerade aufgrund ihres völlig unterschiedlichen Ansatzes ragen Ruhe und Frieden und Geisterschiff heraus. Ein gelungener Band der Abwechslung bietet.


Pro & Contra

+ Cover
+ verschiedene Genres
+ Darth Mauls Charakter wird etwas mehr herausgearbeitet
+ Beziehung zwischen Darth Maul und Palpatine

Bewertung: sterne4

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5


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