Der Alchimist Bd.2 – Das verbotene Labyrinth ( Alessandro Barbucci, Nicolas Beuglet, Alexandre Saint-Genez)

Alchimist 02

Verlag: Splitter; (September 2024)
Gebundene Ausgabe: 56 Seiten; 14,95 €
ISBN-13: 978-3-96792-770-2

Genre: Abenteuer/ Humor


Klappentext

Basil, Esperanza, Flamel und Fibus haben sich kaum von den Aufregungen erholt, die sie in Paris in den Katakomben der Kathedrale von Notre-Dame erlebt haben, da heißt es bereits auf zu neuen Abenteuern, diesmal im Mittelmeer auf der Insel Kreta!

Um den Anweisungen des Gründers zu folgen, müssen sie dort in das Labyrinth des Dädalus eindringen und den legendären Minotaurus aus den griechischen Sagen besiegen. Aber bei dieser Prüfung geht es nicht nur darum, wer der Stärkere ist: Auch Rätsel und Fallen sind gefährliche Hindernisse für die wagemutigen Abenteurer!

Und während sie dem Stein der Weisen Schritt für Schritt immer näher kommen, müssen unsere Helden stets damit rechnen, dass der Mann mit der eisernen Maske ihnen im Schatten auflauert und nur darauf wartet, zuschlagen zu können …


Rezension

Auf der Suche nach dem Stein der Weisen, oder besser gesagt, nach dem nächsten Tor, dass sie zum Stein der Weisen führen soll, reisen Basil, Flamel, Fibus, Esperanza und Margo nach Kreta. Der Hinweis des Gründers verweist auf jemanden mit dem Namen Asterion. Diesen müssen sie zunächst finden, was erstmal gar nicht so leicht ist, aber schließlich können sie das Rätsel des Namens lösen und müssen sich in das Labyrinth begeben, das einst von Dädalus geschaffen wurde und die Behausung des Minotaurus ist.

Der erste Teil von Der Alchimist war sehr rasant und Alessandro Barbucci, Nicolas Beuglet und Alexandre Saint-Genez haben offenbar keinen Grund gesehen, dies für Das verbotene Labyrinth zu ändern. Das ist auch gut so, denn die spezielle Mischung aus Action, Rätseln und Verweisen auf Geschichte und Legenden ist einzigartig und sorgt für gute Unterhaltung.
Dieses Mal geht es also nach Kreta und natürlich stehen der Minotaurus und das Labyrinth auf dem Plan. Diese beiden Elemente werden von den Autoren sehr gut in die übergreifende Handlung eingebunden und sind für sie zentral. Das Schöne bei Der Alchimist ist, dass man quasi nebenbei noch etwas über die Orte, die besucht werden, erfährt und dies ohne, dass es belehrend wirkt.
Ähnliches gilt für die Rätsel. Bei jedem Rätsel, das von den Charakteren gelöst werden muss, kann auch mitgerätselt werden, selbst die Rechenaufgaben am Ende, wirken dabei nicht wie eine Tortur, sondern wie eine Herausforderung, da bei ihnen Zeitdruck besteht. Gemeinsam mit den Charakteren bemüht man sich, rechtzeitig die richtige Lösung zu haben. Das mag merkwürdig klingen, weil Der Alchimist ein Comic und theoretisch unendlich viel Zeit vorhanden ist, um auf die Lösungen zu kommen. Aber die Handlung ist an dieser Stelle so schnell und die Zeichnungen vermitteln dies so hervorragend, dass man unweigerlich bemüht ist, Basil und seinen Freunden zu helfen und das bedeutet eben, schnell auf die Lösungen zu kommen.
Die Charaktere kommen selbstverständlich nicht zu kurz. Basil und Esperanza dürfen sich beide weiterentwickeln und auch eine Salamandra scheint sich etwas zu wandeln. Dazu ist Margo nach wie vor der heimliche Star, auf den immer ein Auge sein sollte. Er bekommt dieses Mal auf der gegnerischen Seite sogar ein Äquivalent, das fast genauso witzig ist.
Das Team um Alessandro Barbucci hat wieder sichtlich viel Spaß gehabt und dieser überträgt sich auf die Leser. Da fällt auch nicht ins Gewicht, dass die Gesamthandlung genau genommen auf der Stelle tritt, denn am Ende geht es „nur“ weiter zum nächsten Tor, aber dem Stein der Weisen ist man nicht wirklich nähergekommen. Und auch, ob diese Episode dabei wäre oder nicht, ist fast irrelevant. Mit einer Ausnahme, man erfährt so einiges über Flamel und Basils Vater, was auch der einzige richtig ruhige Moment in der Geschichte ist. Der ist perfekt platziert und geschrieben, so dass er sich in das Gesamtgefüge ideal einpasst.
Die Unabhängigkeit des Bandes von der Gesamthandlung ist zudem auch ein Vorteil, da jederzeit mit jedem Band in die Geschichte eingestiegen werden kann, auch wenn es natürlich sinnvoll ist, die Geschichte in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Alexandre Saint-Genez saß natürlich wieder am Zeichenbrett und er bleibt sich treu. Er zeichnet der Geschichte entsprechend und erzeugt deswegen ein hohes Tempo im Seitenaufbau. Die Charaktere sind nach wie vor ein wenig der Schwachpunkt, aber sie sind schon mal auf jeden Fall besser als noch im ersten Band. Bei den Hintergründen, Monstern und Maschinen brilliert er jedoch erneut. Diese Elemente sind einfach detailreich und sehr gut gestaltet. Ebenso sollte man wieder auf Margo achten, den Alexandre Saint-Genez immer wieder für lustige Momente einsetzt.


Fazit

Das verbotene Labyrinth führt Basil, Esperanza und ihre Freunde nach Kreta und zum Minotaurus und die Suche nach dem Stein der Weisen macht weiterhin sehr viel Spaß. Die Figuren entwickeln sich und die Verknüpfung der Geschichte mit für den Leser lösbaren Rätseln ist eine tolle Idee.


Pro & Contra

+ Rätsel
+ lustig
+ spannend
+ Charaktere und Hintergrund werden ausgebaut

Bewertung: sterne4

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4/5
Humor: 4/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5


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Tags: Comics für Kinder