
Verlag: Splitter; (Oktober 2025)
Gebundene Ausgabe: 56 Seiten; 18 €
ISBN-13: 978-3-68950-028-3
Genre: Fantasy
Klappentext
Prinz Genkin ist verschwundern.
Wie und warum, kann niemand sagen, aber für
Yern Holdan und seine beiden Hauptleute kommt
eine Rückkehr nach Angleon ohne ihn nicht in Frage.
Für Prinz Khalden ist es ebenso wenig ein Erfolg,
von den Inseln zurückzukehren, ohne die Königin
der Raubkatzen in seine Gewalt gebracht zu haben.
In diesem gnadenlosen Krieg liegt das Schicksal
nun in den Händen jedes Einzelnen.
Rezension
Der Krieg der Bären gegen Angleon geht weiter. Prinz Khalden versucht Astrelia, die Königin von Angleon zu finden, ihr Heer zu vernichten und damit den Sieg seines Vaters sicher zu stellen. Allerdings verläuft die Suche lange Zeit ergebnislos, denn Astrelia war schlau genug, sich auf eine der zahlreichen Insel zurückzuziehen und zu warten.
Währenddessen hören aber auch die Schwierigkeiten in Arnor selbst nicht auf. Prinz Genkin ist seinen Befreiern davon gelaufen und ein Teil der rebellischen Wölfe läuft immer noch frei herum. Dazu gibt es Spannungen zwischen den Vorhuten von Drun und Ludmir, nachdem Akar endlich die Sache mit Ludmir regeln konnte und dieser im Kampf mit ihm starb. Die Mitglieder der Vorhut von Ludmir wissen zwar nicht, wer Ludmir tötete, aber sie haben eine Vermutung. Und so beginnt die Suche nach Genkin und den Wölfen unter sehr schlechten Vorzeichen. Denn das Pulverfass auf dem alle Beteiligten balancieren, könnte allzu leicht explodieren.
Und dann sind da noch zwei Eisbären, Ervin und Trenor, die im Sägewerk von Bronn arbeiten.
Nach den ersten zwei Bänden über die Nation der Bären, in denen es Schlag auf Schlag zuging, nehmen Lewelyn das Tempo etwas heraus. Und das ist an dieser Stelle der Handlung auch von Nöten. Denn die letzten Ereignisse müssen von allen Beteiligten zunächst aufgearbeitet werden. Und das tun die Bären dann auch auf ihre ganz spezielle Weise. Natürlich geht es nicht ganz ohne Kämpfe auf den Seiten zu, aber diese sind vergleichsweise wenig und vor allem recht kurz und werden mit Sicherheit einschneidende Konsequenzen haben. Insbesondere für die Vorhut von Drun, die hier mehrere schwierige Entscheidungen treffen muss und deren Überleben dieses Zykluses von Die 5 Reiche mittlerweile potenziell in weite Ferne rückt.
Lewelyn bringen die Mitglieder der Vorhut in mehr als nur in eine schwierige Lage. Sowohl was Genkin angeht, als auch die Wölfe und ihre Beziehung zu Yern Holdan, der immer mehr als der große Gegenspieler für die Vorhut von Drun erscheint.
Es wird also wieder mal sehr interessant in diesem Band, der sich mit moralischen Fragen beschäftigt. Schuld und Sühne sind hier ein zentrales Thema, ebenso der Wunsch anderen zu genügen. Dies schreiben sie sehr spannend und gerade die Truppe um Akar entwickelt sich sehr interessant und in eine Richtung, die nicht zu erwarten war. Sie waren zwar bisher auch schon eher die Sympathieträger, wobei sie dies hauptsächlich waren, weil eine richtige Alternative fehlte. Jetzt aber kommt ihnen ihr Gewissen mehr als einmal in die Quere.
Die anderen bisherigen Charaktere gehen ebenso ihren Weg, der mal gut und mal schlecht verläuft. Allerdings überraschen Lewelyn mit dem Hinzufügen von zwei völlig neuen Charakteren: Ervin und Trenor, zwei Eisbären, die in einem Sägewerk arbeiten und bei denen sofort der Eindruck entsteht, dass sie mehr sind, als sie vorgeben. Hier wird dann auch gleichzeitig auch noch ein genauerer Blick auf die Gesellschaft der Bären geworfen, denn wie es aussieht, haben die Eisbären einen schweren Stand in Arnor. Und genau dies könnte unter Umständen alles durcheinanderwirbeln, auch im Hinblick auf ein Ereignis, das im Zusammenhang mit der Vorhut von Drun steht.
Die raue Wildnis Arnors steht vor allem im Mittelpunkt von Nichts anderes als leben und diese gestaltet Lereculey erneut mit einem etwas schrofferem Strich und atmosphärischen Winterbildern. Auf den letzten Seiten gibt es dann noch auf einer Doppelseite ein Musterbeispiel des graphischen Erzählens, das sehr cineastisch wirkt und die Ereignisse zusammenfasst und zugleich die Grundlage für weitere Ereignisse schafft. Generell sind die letzten Seiten des Comics unfassbar gut und machen extrem neugierig darauf, wie es weitergeht.
Fazit
Nichts anderes als leben ist ein vergleichsweise ruhiger Band der 5 Reiche, in dem dennoch viel passiert. Zusätzlich scheinen sich Entwicklungen anzudeuten, die zu Beginn des Zykluses über Arnor nicht abzusehen waren. Es bleibt spannend zu sehen, in welche Richtung Lewelyn dieses Mal gehen und die Geschichte der Bären führen.
Pro & Contra
+ die letzten Seiten sind extrem stark
+ Charaktere bekommen viel Raum
+ Zeichnungen
Bewertung: ![]()
Handlung: 4,5/5
Charaktere: 5/5
Zeichnungen: 4,5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5
Literatopia-Links zu weiteren Titeln zu Die 5 Reiche:
1. Zyklus - Angleon
Rezension zu Die 5 Reiche Bd.1
Rezension zu Die 5 Reiche Bd.2
Rezension zu Die 5 Reiche Bd.3
Rezension zu Die 5 Reiche Bd.4
Rezension zu Die 5 Reiche Bd.5
Rezension zu Die 5 Reiche Bd.6
2. Zyklus - Lys
Rezension zu Die 5 Reiche Bd.7
Rezension zu Die 5 Reiche Bd.8
Rezension zu Die 5 Reiche Bd.9
Rezension zu Die 5 Reiche Bd.10
Rezension zu Die 5 Reiche Bd.11
Rezension zu Die 5 Reiche Bd.12
3. Zyklus – Arnor
Rezension zu Die 5 Reiche Bd.13
Rezension zu Die 5 Reiche Bd.14
Spin Offs:
