
Carlsen (Dezember 2025)
ca. 160 Seiten, 8,00 EUR
ISBN: 978-3-551-80652-9
Genre: Action, Comedy, Historie
Klappentext
Ich werde den jungen Kaiser beschützen – und wenn ich mir dabei den gesamten Inneren Palast zum Feind mache!
Der Innere Palast glich mit seinen tausenden bildhübschen Frauen wahrlich einem Blumengarten. Inmitten dieser war Karin, Hoffräulein in Ausbildung, die von O Ko, ihrem notorischen, unmenschlichen Tyrannen von Vater, zur Attentäterin ausgebildet worden war. Sie hatte nur einen Wunsch: Freunde zu finden. Nach einer Begegnung mit dem schwächlichen jungen Kaiser Gyosei änderte sich ihre Leben jedoch schlagartig, denn im Schatten des prächtigen Inneren Palastes begann der hässliche Kampf um das Recht auf die Nachfolge des kaiserlichen Throns.
Rezension
O Karin ist die Tochter des berüchtigten und gefürchteten O Kai. Einem Mann, der im Hintergrund heimlich die Fäden zieht, Intrigen spinnt und vor Mord und Folter nicht zurückschreckt. Jeder fürchtet ihn, auch Karin selbst. Doch um ihrem Vater zu entkommen, bittet sie darum, im Inneren Palast als Hoffräulein in Ausbildung leben zu dürfen. Dies gestattet ihr Vater zwar nur, weil er denkt, Karin würde für ihn den Inneren Palast ausspionieren – doch Karin hat ihr ganz eigenes Ziel. Sie möchte endlich Freundinnen finden!
Im Inneren Palast leben nur Frauen oder Eunuchen. Wo man auch hinsieht, nur Schönheiten befinden sich hier. Und Karin ist guter Dinge, dass sie erfolgreich bei ihrem Ziel sein würde. Blöderweise eilt ihr der Ruf ihres Vaters voraus und alle um sie herum haben schreckliche Angst vor ihr. Nur einer ist wirklich nett zu ihr – der junge Kaiser Gyosei. Doch als Karin erkennen muss, dass das Leben im Inneren Palast nicht so idyllisch ist, wie es scheint, trifft sie einen Entschluss. Umringt von Intrigen darum, wer der Nachfolger auf dem kaiserlichen Thron werden wird, macht sie es sich zu Aufgabe, den Kaiser und ihre potentiellen Freundinnen, vor Anschlägen aller Art zu beschützen. Dank der Ausbildung ihres Vaters zur Assassinin, besitzt sie die notwendigen Fähigkeiten dafür.
„Der Palast der Assassinen“ erzählt auf witzige Art Karins Alltag im Palast. Immer wieder nähert sie sich den anderen mit guten Absichten, was gnadenlos durch deren Angst vor ihr scheitert. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen. Mit jeder Seite offenbart sich mehr, wie viele Intrigen es gibt, denn eigentlich verfolgt jeder im Inneren Palast seine ganz eigenen Ziele. Auch wenn der Kaiser selbst davon nichts mitzubekommen scheint.
Karin wird etwas naiv dargestellt, wie sie weiter versucht Freundinnen zu finden. Im ersten Band gibt es hier auch nicht wirklich eine Entwicklung der Charaktere. Selbst wenn Karin den anderen das Leben rettet, erfährt sie dadurch keine Dankbarkeit. Man fragt sich als Leser schon, wieso Karin überhaupt ihren richtigen Namen nutzt, wo sie doch weiß, dass genau dieser abschreckt. Wirklich erklärt wird hierzu nichts.
Die Zeichnungen sind sauber und in Ordnung. Allerdings auch ausbaufähig. Die Charaktere wurden zwar abwechslungsreich gestaltet, gerade was ihre Frisuren betrifft, aber insgesamt wirkt alles recht einfach gehalten. Karin, die durch übertriebene Augenringe ihr böses Aussehen von ihrem Vater erbt, oder der junge Kaiser, der stehts vor sich hinzuträumen zu scheint. Bewegungen wirken eher etwas steif und teilweise etwas unnatürlich.
Fazit
„Der Palast der Assassinen“ ist ein nette Lektüre für zwischendurch, die zum Lachen, aber auch etwas zum Mitfiebern einlädt.
Pro & Contra
+ lustiger Storyaufbau
+ abwechslungsreiche Charaktere
- einfache Story
Bewertung: ![]()
Handlung: 3/5
Charaktere: 3/5
Zeichnungen: 2,5/5
Lesespaß: 3/5
Preis/Leistung: 2/5
