Das Ding – Der König der Yancy Street (Tony Fleecs, Justin Mason)

das ding könig

Verlag: Panini; (Dezember 2025)
Softcover: 120 Seiten; 16 €
ISBN-13: 9783741646096

Genre: Superhelden


Klappentext

Von allen gejagt

Heute mag Ben Grimm alias das Ding zwar das stärkste Mitglied der Fantastic Four sein, aber es gab auch eine Zeit, als er nur ein dürres Jüngelchen aus der Yancy Street war. Als ihn nun ein Besucher aus der Vergangenheit um Hilfe bei der Suche nach einem vermissten Kind bittet, übernimmt Ben den Fall – und rasselt mit praktisch allen Superschurken des Marvel-Universums zusammen, von Bullseye bis hin zu Kingpin!
Ein packendes Solo-Abenteuer des „blauäugigen Dings“, fabelhaft erzählt und in Szene gesetzt von Erfolgsautor Tony Fleecs (Stray Dogs) und Topzeichner Justin Mason (Spider-Punk)!


Rezension

Heute ist Ben Grimm als das Ding bekannt und flößt seinen Gegner in der Regel Furcht ein. Früher allerdings, als kleiner Junge, der in der Yancy Street lebte, wurde er von Marty Flynn gehänselt, konnte sich jedoch auch darauf verlassen, dass sein Bruder und Martys Schwester für ihn einstanden. So wie es die Bewohner der Yancy Street seit jeher füreinander tun. Und so zögert Ben Grimm auch nicht, als ausgerechnet Marty ihn um Hilfe bittet. Dessen Nichte wurde entführt und Marty ist deswegen in Panik. Ben Grimm macht sich gemeinsam mit Marty auf die Suche, obwohl er eigentlich nach einem heftigen Kampf in der Negativzone nur schlafen will. Auf der Suche kreuzen sich die Wege von Ben Grimm und praktisch allen bekannten Superschurken, denn mittlerweile wurde vom Kingpin ein Kopfgeld auf das Ding ausgesetzt.

Eines kann Der König aus der Yancy Street nicht vorgeworfen werden. Der Comic aus der Feder von Tony Fleecs versucht zu keinem Zeitpunkt mehr zu sein, als er ist. Es gibt keine pseudophilosophischen Ausflüge oder ähnliches, sondern einfach jede Menge Ding-Action mit staubtrockenem Humor versetzt. Die Handlung ist dabei fast vollkommen egal, sie ist das Vehikel für den angenervten Ben Grimm, einen Grund zu haben, Massen von Superschurken auf möglichst komische Art und Weise zu verprügeln. Und das ist es im Kern auch schon. Mehr will der Comic nicht sein und das ist erfrischend gut.
Natürlich ist da noch ein bisschen mehr, aber dies ist schon der Kern. Angereichert wird dies mit Szenen aus Ben und Martys gemeinsamer Vergangenheit, die am Ende dann noch eine nette Moral ergibt und einer kleinen überraschenden Wendung in Bezug auf seine Nichte. Die dann auch noch sehr witzig ausgespielt wird. Und so ist Der König der Yancy Street am Ende nicht mehr, aber auch nicht weniger, einfach ein Comic, der gute Laune macht, in dem die Bösen verprügelt werden und Ben Grimm lakonische Sprüche reißen darf.

Die Geschichte ist im besten Sinne comichaft und so sind auch die Zeichnungen. Justin Mason versucht gar nicht erst große Kunst zu schaffen. Der Comic soll Spaß machen und genau dieses Ziel verfolgt auch Justin Mason. Er zeichnet mit viel Witz und Humor und wenn das Ding mal wieder wegen all der angreifenden Superschurken genervt aus der Wäsche guckt, dann hat man einfach ein breites Grinsen im Gesicht. So wie Tony Fleecs vollkommen comichaft übertrieben erzählt, so vollkommen sich auf die Prämisse einlassend zeichnet Justin Mason und das passt hier so gut wie die Faust des Dings im Gesicht von Bullseye.


Fazit

Der König der Yancy Street, ist ein Comic, der einfach Spaß macht und der einem mit einem breiten Grinsen im Gesicht beim Lesen dasitzen lässt. Wer einfach für eine gewisse Zeit mit dem Ding seinen Spaß haben will, ist hier goldrichtig. Da ist die dünne Handlung leicht verziehen.


Pro & Contra

+ Humor
+ das Ding gegen praktisch alle Superschurken
+ Ende

Bewertung: sterne4

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 3,5/5
Humor: 4/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/ Leistung: 4/5