Rebecca (Daphne du Maurier)

rebecca

Insel Verlag (2020)
526 Seiten, 14,00 EUR
ISBN: 978-3458-96134-3

Genre: Schauerroman


Klappentext

Rebecca, Daphne du Mauriers berühmtester Roman, war bereits bei seinem Erscheinen 1938 ein Bestseller. Er wurde mehrfach verfilmt: 1940 entstand unter der Regie von Alfred Hitchcock die bekannteste Adaption, die mit zwei Oscars prämiert wurde.

In einem Hotel an der Côte d’Azur lernt Maxim de Winter eine junge Frau aus einfachen Verhältnissen kennen. Die beiden verlieben sich, und schon nach kurzer Zeit nimmt sie seinen Heiratsantrag an und folgt dem Witwer nach Cornwall auf seinen prachtvollen Landsitz Manderley. Doch das Glück der Frischvermählten währt nicht lange: Der Geist von Maxims toter Ehefrau Rebecca ist allgegenwärtig, und die ihr ergebene Haushälterin macht der neuen Herrin das Leben zur Hölle, sie droht nicht nur die Liebe des Paares zu zerstören. Als ein Jahr später plötzlich doch noch Rebeccas Leiche gefunden wird, gerät Maxim de Winter unter Mordverdacht …


Rezension

Maxim de Winter ist Engländer. Bei einem Urlaub in Monte Carlo an der Cote d`Azur lernte er eine schüchterne junge Frau kennen. Diese stammt aus einfachen Verhältnissen. Beide verlieben sich ineinander. Kurze Zeit später heiraten sie sich.

Die frischgebackene Ehefrau folgt de Winter nach Cornwall, auf seinen prachtvollen Landsitz Manderley. Doch das junge Glück währt nicht lange. Der Geist von Rebecca, der ersten Ehefrau de Winters, ist allgegenwärtig.

Du Marier wurde 1907 in London geboren; dort wuchs der Sproß einer Künstlerfamilie auch auf (neben ihrer Zeit in Paris). Du Maurier ließ sich 1926 in Cornwall nieder. Ihre schriftstellerische Tätigkeit begann sie 2 Jahre später (also 1928) mit Feuilletons sowie Kurzgeschichten. 1969 wurde sie für ihr Werk geadelt. Du Maurier starb 1989.

Das englische Original erschien 1938 auf dem Buchmarkt. Schon 1940 folgte die Verfilmung durch Sir Alfred Hitchcock.

Die Handlung weist einige Besonderheiten auf. Sie wird durchgehend aus der Sicht der namenlosen Ich-Erzählerin geschildert. Es beginnt mit einem Prolog, der als Traum angelegt ist. Ausgehend davon wird die Geschichte chronologisch entwickelt.

In der literaturwissenschaftlichen Sekundärliteratur wird der Roman als Schauerroman eingeordnet; er wird um Elemente des Kriminalromans und psychologischen Romans angereichert. Du Maurier steht damit auf einer Stufe mit Mary Shelley und Charlotte Bronte.

Der angsterregende Ort der Handlung  (nämlich Manderley), die verängstigten und verstörten Figuren, die Verknüpfung unheilvoller Ereignisse mit schlechtem Wetter  sowie Charakterisierung Rebeccas als Geist im übertragenen Sinne werden als Belege dafür angegeben.

Der Autor dieser Buchbesprechung war auf der Suche nach Literatur zu den Themen Ehe und Familie, als er auf diesen Titel stieß. Ist “Rebecca“ ein Gesellschaftsroman? Diese Frage stellte er sich zumindest zu Beginn der Lektüre. Dem Rezensenten fehlte die knisternde Spannung, die die Leser in ihren Bann schlägt und zum Weiterlesen ermutigt. Diese sollte erst später kommen.

Ein Buch wie dieses ist etwas für lange Winterabende und beim Tee und Kaminfeuer braucht man  schon ein wenig Geduld, um einen Zugang zu der Erzählweise zu finden.


Dies ist eine Gastrezension von Andreas Rüdig, herzlichen Dank!