
Knaur Verlag Münnchen 2023
397 Seiten, 16,99 EUR
ISBN: 978-3-426-52967-6
Genre: Thriller
Klappentext
Fluchtartig hat Rechtsmedizinerin Sidsel Jensen einst ihr Heimatdorf auf den Färöer Inseln verlassen – jetzt wird sie mit ihrem exzentrischen Kollegen Lucas Stage von der Task Force 14 genau in jene 100-Seelen-Gemeinde gerufen: In der Kirche des Dörfchens hat sich eine bizarre Bluttat ereignet.
Auf den ersten Blick wirken die vier toten Priester, als hätten sie sich bei einem rituellen Selbstmord gegenseitig das Leben genommen. Doch es gibt Hinweise auf die Anwesenheit eines fünften Geistlichen. Lucas gerät schnell mit den misstrauischen Färöern aneinander, und der Fall scheint auf der Stelle zu treten. Bis Sidsel bereit ist, sich den Dämonen ihrer Vergangenheit zu stellen …
Rezension
Die Rechtsmedizinerin SIdsel Jensel hat einst ihr Heimatdorf auf den Färöern fluchtartig verlassen. Und jetzt wird sie mit ihrem exzentrischen Kollegen Lucas Stage - beide arbeiten in der Kopenhagener Task Force 14 zusammen - just in jene 100-Seelen-Gemeinde gerufen.
In der örtlichen Kirche hat sich ein bizarrer Mord ereignet. Zunächst sieht es so aus, als hätten sich vier Priester bei einem rituellen Selbstmord selbst gerichtet. Bei genauerem Hinsehen gibt es aber Hinweise auf eine fünfte Person vor Ort.
Bagger ist Däne. Er wurde 1981 geboren. Nach seinem Studium der Medienwissenschaften wollte er in der IT-Branche arbeiten. Im Jahre 2017 kam ihm seine erste, erfolgreiche Buchveröffentlichung dazwischen. Seitdem arbeitet er als Schriftsteller.
Bagger und sein hier besprochenes Buch sind auf dem deutschen Buchmarkt völlig unbekannt. Zu Recht? Die Geschichte ist gut lesbar; die Handlung wird zum Ende hin actionreich und dramatisch. Es liegt wohl eher an zwei anderen Faktoren, warum der Autor bei uns in Deutschland unbekannt geblieben ist.
Heimische Leser bevorzugen offensichtlich Regionalkrimis, bei denen sie die Orte der Handlung kennen. Warum auf die Färöer-Inseln schweifen, wenn das Gute so nahe liegt?
Und: Brauchen wir wirklich verkrachte Polizisten, die nicht verarbeitete Traumata aus der Vergangenheit mit sich herumschleppen?
Dies ist eine Gastrezension von Andreas Rüdig, herzlichen Dank!
