
Verlag: Panini; (Dezember 2025)
Softcover: 192 Seiten; 27 €
ISBN-13: 9783741644535
Genre: Superhelden
Klappentext
Eine Welt ohne Adamantium?
Adamantium trifft auf Adamantium als Logan, Laura Kinney und Nightcrawler mit Lady Deathstrike, Cyber, Constrictor und Donald Pierce die Krallen und Klingen kreuzen. Doch die Schurken sind nicht wirklich Herr ihrer Sinne. Eine uralte Macht hat sie in ihrer Gewalt und beabsichtigt, die unzerstörbare Legierung vom Antlitz der Erde zu tilgen. Und als ein fünfter Gegner den Ring betritt, der älter ist als Rom, könnte das mysteriöse goldene Metall namens Adamantit Wolverines Ende bedeuten.
Saladin Ahmed, Martin Coccolo, Javier Pina und Daniel Warren Johnson feiern in diesem Band unter anderem die 400. Ausgbae von Wolverine mit einem Feuerwerk der Comic-Kunst.
Rezension
Wolverine hat ein Problem. Das Metall Adamantit ist erwacht und will alles Adamantium vernichten. Dafür bringt es, wenn möglich, alle Superhelden und -schurken, unter seine Kontrolle, die Adamantium in sich tragen und dann ist da noch Leonard, der junge Wendigo, um den sich Logan kümmern muss.
Erblinie/ Urtümliche Kräfte/ Adamantit
Wolverine und seine Begleiter versuchen weiterhin das Adamantit zu bekämpfen. Dazu müssen sie es erst finden. Als das geschafft ist, treffen sie allerdings auf einen alten Gegner Wolverines, der das Metall für sich nutzen will: Romulus!
Das Handlungsbogen über das Adamantit wird von Saladin Ahmed hier zu einem Ende gebracht. Das ist ganz ordentlich, wirkt jedoch arg überstürzt und etwas lieblos. Viele Fragen, die sich in Bezug auf das Metall stellen, werden entweder nicht beantwortet oder auf später verschoben. Hier wäre mehr möglich gewesen.
Das ist Dein Leben
Arcade hat Leonard entführt und nutzt ihn als Druckmittel und Einsatz in einer Spielshow, in der Wolverine der Teilnehmer ist. Wolverine sieht sich Szenen aus seiner Vergangenheit gegenüber, die ihn brechen sollen. Aber Wolverine wäre nicht Wolverine, würde er nicht einen Ausweg finden, bei dem auch Leonard ein großes Wort mitzureden hat.
Zunächst wirkt Das ist Dein Leben, wie eine nette kleine Geschichte für Zwischendurch mit Arcade als Gegner, aber dann kommt sie zu einem überraschenden und schönem Ende für Leonard und Wolverine.
Onryo
Ein Heerführer im alten Japan hat ein ganzes Dorf ausgelöscht. Aus der Asche erhebt sich ein Geist, der auf Rache aus ist und Klauen besitzt, die den Tod bringen.
Wolverine und Japan passt. Das ist ein altbekannter Fakt und genau diesen Umstand bestätigt Onryo von Daniel Warren Johnson erneut.
Der lange Heimweg/ Lauter glückliche Familien/ Nur eine Mutter/ Mutter und Meister
Wolverine erhält einen Brief seiner Mutter, die seit über hundert Jahren tot ist. Sie kam damals nicht damit zurecht, dass Wolverine ein Mutant war und brachte sich um. Logan weiß also, dass der Brief nicht echt sein kann und ihn vermutlich in eine Falle führt. Dennoch beschließt er, zu dem Anwesen der Howletts zurückzukehren. Auf seinem Weg begegnet er Agent Mehta und einer Gruppe von Department H. Agent Mehta will sich ihm nur vorstellen und kündigt ihm an, ihn nicht mehr zu verfolgen. Kurz vor dem Anwesen trifft Wolverine auf Harpoon und Vertigo und erhält einen Hinweis auf den Absender de Briefes – Sabretooth. Doch am Ende der Reise in die Vergangenheit wartet eine Überraschung auf Wolverine.
Wirkt der Handlungsbogen über das Adamantit arg abgewürgt, so findet Saladin Ahmed bei diesem genau das richtige Maß. Wolverines Reise in seine Vergangenheit und seine eigene Psyche beginnt wie eine typische, actionhaltige Superheldengeschichte, aber gegen Ende, mit dem Betreten des Anwesens der Howletts, wird sie so richtig interessant und erhält unerwartete Tiefe. Saladin Ahmed findet dabei nicht unbedingt neue Facetten von Wolverines Charakter, stellt ihn aber sehr gut dar und die ganze Geschichte wirkt einfach frischer und gleichzeitig mit seiner Vergangenheit verbunden. Das liest sich einfach gut.
Die Zeichnungen gehen für Marvel absolut in Ordnung. Sie stützen die Handlung und zeigen alles für sie notwendige. Richtig Glanzpunkte kann keiner der Zeichner setzen, aber es fällt aber auch keiner signifikant gegenüber den anderen ab. Einzig ein paar Seiten, deren Gestaltung an M.C. Escher erinnert, können etwas herausstechen.
Das Bonusmaterial besteht im Wesentlichen aus Vor- und Nachwort und einer Covergalerie.
Fazit
Tödliches Gold liefert einen vorläufigen überhasteten Abschluss für den Handlungsbogen über das Adamantit, aber auch eine starke persönliche Geschichte über Logans Vergangenheit. Insgesamt ist Tödliches Gold ein grundsolider Band, der jedoch noch etwas besser hätte sein können.
Pro & Contra
+ Logans Vergangenheit kommt zur Sprache
+ Arcade
- anfangs etwas zu überhastet
Bewertung: ![]()
Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5
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