
Verlag: Panini; (Dezember 2025)
Softcover: 104 Seiten; 14 €
ISBN-13: 9783741643552
Genre: Fantasy
Klappentext
Die Arena der Schlangen!
In einer Wüstenstadt an der Grenze zwischen Kush und Stygia wird Conan von Sklavenhändlern gefangengenommen. Kurz darauf muss der Cimmerier in einer Arena gegen knochenbrechende Riesen ums nackte Überleben kämpfen. Zudem wird er in die Machenschaften des mächtigen Schlangenzauberers Thoth-Amon und der ehrgeizigen Mystikerin Athyr-Bast hineingezogen. Gut, dass ein alter Bekannter des Barbaren nicht weit ist.
Fantasy in der Tradition von Robert E. Howard, vom preisgekrönten Autor und Conan-Kenner Jim Zub (Avengers, Dungeons & Dragons) sowie Zeichner Fernando Dagnino (Superman, Suicide Squad).
Rezension
Conan hat mit der Hilfe der Bamulas Livia aus dem Tal der verlorenen Frauen gerettet. Nun will er sie mit seinen Männern nach Hause begleiten. Doch sie geraten in eine Falle und Conan findet sich in der stygischen Stadt Kheshatta als Gladiator in der Arena wieder. Dort muss er für die Zauberin Athyr-Bast kämpfen und Blut vergießen. Aber Conan denkt die ganze Zeit an Flucht. Und dann ist der Tag endlich gekommen. Gemeinsam mit dem aufgetauchten Zula beschließt er dem Bösen in der Stadt ein Ende zu setzen und stellt sich dem Schlangenzauberer Thoth-Amon.
Es gehört fast zum guten Ton, dass jede TV-Serie, die etwas auf sich hält, irgendwann mal eine Folge herausbringt, in der der Held zu Gladiatorenkämpfen gezwungen ist, zumindest in Fantasy und Science Fiction. Babylon 5, Star Trek und Angel sind nur ein paar wenige Beispiele, es gibt jedoch noch genug andere. Auch im Bereich Film, es sei nur an Thor 3 erinnert. Sklave und Gladiator ist nun das Äquivalent in Comicform mit Conan,
Naturgemäß laufen diese Folgen immer nach dem gleichen Muster ab. Der Held wird gefangengenommen, Held wehrt sich dagegen gegen Freunde/ Mitgefangene zu kämpfen, muss es am Ende aber doch und findet schließlich einen Weg zur Flucht und häufig genug auch seinen Peiniger zu töten. Abweichungen von diesem Schema gibt es selten und wenn dann nicht gravierend. Und für Sklave und Gladiator gilt dies ebenfalls. Conan ist zwar schneller als andere Helden dazu bereit, zu kämpfen, aber ansonsten tut sich bezüglich der Handlung nicht viel. Und so ist der Comic lange Zeit vorhersehbar und wenig spannend. Erst am Ende nimmt dann die Handlung etwas Fahrt auf und kann ein kleinwenig aus dem üblichen Schema ausbrechen, allerdings nicht wirklich viel. Immerhin kommt es so zu einer Hommage an Alien, die vor allem auch graphisch gelungen ist.
Damit ist die Handlung bereits ausreichend beschrieben. Was den Comic aus der Feder von Jim Zub etwas vom Einheitseinbrei abheben kann, ist Athyr-Bast, die eine herrlich fiese und böse Gegenspielerin für Conan ist und die Tatsache, dass hier erste Dinge für kommende Ereignisse angelegt werden.
Fernando Dagnino ist ein sehr guter Zeichner, wenn er die Gelegenheit bekommt, dies zu zeigen. Gerade seine Splashpages und Doppelseiten sind äußerst atmosphärisch und gelungen. Die Hommage an Alien setzt er perfekt um und seine Kämpfe besitzen die erforderliche Dynamik und Brutalität. Seine Monster sind furchteinflößend, seine Helden überlebensgroß und mit Athyr-Bast hat er eine Antagonistin geschaffen, die die Balance hält zwischen verführerischer Schönheit, Hinterhältigkeit, Bosheit und Intelligenz. Es ist also alles genauso, wie es sich für eine Geschichte über Conan gehört.
Fazit
Was auf den ersten Seiten recht ideenarm beginnt, wird gegen Ende spannender. Dennoch ist Sklave und Gladiator für Jim Zubs Verhältnis fast schon biederer Durchschnitt. Da gibt es deutlich bessere Comics über Conan von ihm. Auch wenn dieser Conan nicht schlecht ist.
Pro & Contra
+ gegen Ende nimmt die Handlung Fahrt auf
+ sehr gute Zeichnungen
+ wirkt zunächst ideenarm
0 unnötige, aber dennoch gelungene Alienreferenz
Bewertung: ![]()
Handlung: 3/5
Charaktere: 3,5/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 4/5
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