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Die Geisterwelt (Nicolaus Equiamicus)
Geschrieben von Judith
Montag, der 29. Dezember 2008

UBooks (1. Auflage August 2008)
400 Seiten, EUR 18,90
ISBN: 9783866080867

Genre: Sachbuch (Mystery)


Klappentext

„Das 19. Jahrhundert ist uns bekannt als die Epoche der Romantik. In kaum einem anderen Zeitalter lebten so viele große Geister, und wurden so erhabene und bekannte Werke der Weltliteratur geschaffen. Auch besann man sich, vor allem in Deutschland, auf traditionelle Überlieferungen:
Unter dem Schutt der Aufklärung verborgen, machten sich eifrige Männer daran, das geistige Erbe der Menschen wieder ans Tageslicht zu bringen und ihre Sammlungen zusammenzutragen.
Besonders hervorzuheben sind hierbei die Märchen-, Sagen- und Volksbücher der Gebrüder Grimm, Ludwig Bechsteins, Wilhelm Hauffs, Gustav Schwabs und Karl Simrocks, die mit ihrer Forschung im Bereich der deutschen Volkskunde wahre Pionierarbeit leisteten.

Das hier vorliegende, sehr seltene und gesuchte Werk, welches Luise Bernhardi zugeschrieben wird, das um 1860 erschien, geht jedoch über die reine Sammlung der Sagen hinaus und versucht dem Leser anhand von vielen interessanten Geschichten die einzelnen Aspekte des Volksglaubens und der Volksüberlieferung nahezubringen. So spannt sich der Bogen von Hölle, Teufel, Hexen, Zauberei und Zaubersprüchen über Nixen, Feen und Elfen, Zwerge, Vampire, Werwölfe und Gespenster bis hin zu berühmten Alchemisten und Schwarzkünstlern vergangener Zeiten.
Seinerzeit gab es kein vergleichbares Werk dieser Art.
Beim Studium der folgenden Blätter erhellt sich, dass die aus Kindertagen wohlbekannten Sagen- und Märchenbücher weitaus mehr beinhalten, als nur reizvolle Geschichten des romantischen Zeitalters.

Doch möchte ich den geneigten Leser nicht mit langer Rede aufhalten und wünsche im ferneren eine erkenntnisreiche Lektüre und beschauliche Stunden.“

(Nicolaus Equiamicus)

Rezension

Nicolaus Equiamicus verspricht in seinem Vorwort einiges und man spürt in jeder seiner Zeilen die Begeisterung, die er für das vorliegende Buch „Die Geisterwelt“ empfindet. Das steckt zunächst an und man beginnt, sich durch die Geschichtensammlung zu wühlen. Die Einteilung dabei ist sehr gelungen: Jeder Sage und jedem magischen Wesen wird ein eigenes Kapitel zuteil, wodurch sich das Buch wunderbar zum Schmökern eignet. Und im Stil schwingt dermaßen viel Begeisterung mit, so dass das Buch enorm an Unterhaltungswert gewinnt.

Trotz moderner Aufarbeitung liest es sich eher klassisch, jedoch nicht unverständlich. Die stark ausgeschmückte Sprache verleiht dem Leser das Gefühl vergangener Zeiten. Zuweilen kommt es einem vor, als würde man vor 200 Jahren einer alten Dame lauschen, die in ihren Erinnerungen nach altem Volkglauben sucht – und fündig wird.
Hier kommen Geschichten zutage, die weniger bekannt, jedoch unbedingt lesenswert sind. Das Kapitel über die Nixen beispielsweise strahlt eine schillernde Altertümlichkeit aus und die Seiten über die Vampire erschrecken weniger, als das sie faszinieren. Hier wird der Aberglaube von vielen Seiten beleuchtet, inklusive Reisen zu den Ursprüngen der Sagen und verschiedenen Varianten aus verschiedenen Ländern.

Der einzige Negativpunkt ist die Wahl der Schriftgröße und das Format. Das Buch ist relativ klein und daher wurde auch eine kleine Schrift für die 400 Seiten gewählt, was bei längerem Lesen recht anstrengend werden kann. Hier wäre es besser gewesen, das Buch auf ein großes Format zu bringen, vielleicht mit edlem Hardcover-Einband, damit es auch optisch das düster-phantastische Sagenbuch ist, das sich im Inhalt offenbart.



Fazit

Nicolaus Equiamicus ermöglicht uns mit seiner Aufarbeitung dieses seltenen Werkes einen einzigartigen Einblick in die Welt der Sagen und Geschichten – es liest sich durchweg verständlich und authentisch und sorgt gerade an Winterabenden für einen Hauch des Phantastischen und Geheimnisvollen.



Pro und Contra


+ stimmungsvoll zu lesen
+ wertvolle Sammlung alter Sagen und Geschichten
+ gelungene Aufarbeitung

- Format unglücklich gewählt


Wertung: Auf eine Punktewertung wurde in dem Fall verzichtet, da es sich um ein Stück Kulturgeschichte handelt. Es sei einfach gesagt, dass es für jeden, der Interesse an Geschichte und Sagen hat, ein absolut empfehlenswertes Buch ist!


Interview mit Nicolaus Equiamicus (Dezember 2008)

Rezension zur "Daemonolatria"

Rezension zu "Von Unholden und Hexen"

Rezension zu "Wahre Märchen"

Zuletzt aktualisiert: Montag, der 30. März 2009
 

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