Donnerstag, 17. Oktober 2019

Phantast (Download)

Neueste Kommentare

Sehr interessant
Ich habe eine frage zu dem Buch die sabrina hat die eigendlich denn max von der strasse geschupst ...

Weiterlesen...

Ich bin begeistert von Ihren Arbeiten als Kabarettists und Autor. Immer weiter so.
Hallo Jeronimus :) Ich habe die dunkle Edition gehört. Ich meine zu wissen, dass sich die zwei Editionen ...

Weiterlesen...

Hey Sniffu, ich gebe dir absolut recht. Vielleicht hätte ich die Hörbuchfassung erwähnen sollen. ABER ...

Weiterlesen...

Die guten Geister (Dietmar Grieser)
Geschrieben von Lucia
Sonntag, der 25. Januar 2009

Amalthea Verlag 2008
271 Seiten
ISBN 978-3-85002-662-8
Preis: € 19,95 (D) 

Genre: Sachbuch

Aus dem Klappentext

Weder Goethe noch Thomas Mann, weder Beethoven noch Karajan, weder Maria Jeritza noch Zarah Leander hätten ihr Leben ohne die helfenden Hände jener dienstbaren Geister bewältigt, die ihnen die Schwierigkeiten des Arbeitsalltags aus dem Weg geräumt haben. Viel zu wenig weiß man vom segensreichen Wirken all der Sekretärinnen und Haushälterinnen, Pfleger und Faktoten, die den großen Künstlern – und nicht nur ihnen – treu zur Seite gestanden sind: Anton Bruckner und Johann Strauß, Erich Kästner und Egon Friedell, der Muse Alma Mahler-Werfel oder der "roten Erzherzogin" Elisabeth Petznek. Wer war die stille Heldin, die Österreichs letzte Kaiserin durch alle Höhen und Tiefen ihres lebenslangen Exildaseins begleitet hat? Wieso hat sich die bayrische Ordensschwester Pascalina Lehnert mit ihrem "Regime" im Papsthaushalt Pius XII. so viele Feinde gemacht? Welche Rolle spielen die "private secretaries" am Hof der Königin von England?

30 dieser vorwiegend weiblichen "Perlen" hat Spurensucher Dietmar Grieser aus ihrer Anonymität hervorgeholt und mit der ihm eigenen Empathie porträtiert – die Geknechteten ebenso wie die Vergötterten. [...] Eine schillernde Revue des Dienens und Bedientwerdens [...].

Rezension

Der Klappentext gibt einen guten Eindruck dessen, was den Leser erwartet, sowohl den Umfang, als auch den Tonfall betreffend.

Es ist interessant und teilweise überraschend, was über die oft den niedrigeren Gesellschaftsschichten angehörenden Mitglieder des Personals nach so vielen Jahren noch herauszubekommen war – in den meisten Fällen hat Grieser sogar ein Foto oder ein anderes Portrait auftreiben können. Ein Buch, hinter dem eine Menge Forschungsarbeit und Aufwand steckt und das einen anderen Blickwinkel auf das Leben der jeweiligen berühmten Person gewährt, sozusagen Zusatzfacetten des Alltags der jeweiligen Persönlichkeiten liefert. Wer dabei allerdings Sozialkritik oder eine genaue Betrachtung der Lebensumstände des Personals erwartet, ist hier falsch: Griesers Hauptaugenmerk liegt auch hier auf den "Großen", die Darstellung der Dienenden beschränkt sich meist auf ihre Zeit im Dienst ihres jeweiligen Herrn. Dabei kann es stellenweise vorkommen, dass der Autor ein wenig überreichlich bekannte Namen aneinanderreiht.

Ansonsten ist das Buch locker zu lesen, kurzweilig und ansprechend geschrieben. Die jeweiligen Kapitel haben die richtige Länge für all jene, die sich nur eine kurze Lesepause leisten können, dadurch kann man das Buch auch als Normalleserin immer wieder aus der Hand legen und dann problemlos weiter lesen, ohne Angst, man könnte zwischenzeitlich Wichtiges vergessen haben und nicht mehr in den Text finden. Zwar gibt es einige eher abrupte Kapitelenden und nicht alle Kapitel sind gleich lang, letzteres lässt sich aber wohl auf die unterschiedliche Situation bei der Materialbeschaffung zurückführen.

Fazit

Für all jene, die sich für einen näheren Einblick in das Privatleben und den Charakter der hier dargestellten Berühmtheiten und ihrer Diener interessieren, eine wahre Fundgrube an Material, das zugleich auch Ansatzpunkt oder Anreiz für eine intensivere Befassung mit der jeweiligen Persönlichkeit sein kann. Dank des Formates auch für Gelegenheitsleser geeignet, allerdings nichts für Leserinnen, die sich eine sozialkritische Betrachtung erwarten.

Bewertung

 

 

 

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 12. März 2009
 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren