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Sehr interessant
Ich habe eine frage zu dem Buch die sabrina hat die eigendlich denn max von der strasse geschupst ...

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Ich bin begeistert von Ihren Arbeiten als Kabarettists und Autor. Immer weiter so.
Hallo Jeronimus :) Ich habe die dunkle Edition gehört. Ich meine zu wissen, dass sich die zwei Editionen ...

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Hey Sniffu, ich gebe dir absolut recht. Vielleicht hätte ich die Hörbuchfassung erwähnen sollen. ABER ...

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Sternendämmerung (Walter Jon Williams)
Geschrieben von Dennis
Donnerstag, der 11. November 2010


Heyne Verlag (August 2010)
Taschenbuch, 656 Seiten, EUR 16,00
978-3453526570
Dread Empire's Fall 2

Genre: Science-Fiction


Klappentext

Der Kampf um die Galaxis beginnt

Das weltumspannende Imperium der Shaa zerfällt, und die Jahrtausende alten Bündnisse in der Galaxis brechen auseinander. Nachdem der letzte Shaa gestorben ist, greift nun eine gefürchtete Kriegerspezies nach der Macht. Als die Angreifer sich dem Zentrum des alten Reiches nähern, der Hauptstadt Zanshaa, beschließt eine kleine Zahl von Verbündeten, für die Zukunft der menschlichen Zivilisation in der ganzen Galaxis zu kämpfen.


Rezension

Der Kampf gegen die Naxiden – jene Aliens, die das entstandene Machtvakuum in der Galaxis zu ihrem Vorteil ausnutzen wollen – geht in die zweite Runde. Der Widerstand beginnt sich immer effektiver zu organisieren; die Flotte der Regierungstreuen bereitet sich darauf vor, die Naxiden zu bekämpfen.
Mit dabei ist natürlich Martinez, mittlerweile Kapitän der „Corona“, der mit seinen unorthodoxen Ansichten - in einer Welt, die sich stur nach jahrhundertealten Protokollen richtet - überall aneckt. Dieser Charakter, der schon im ersten Band überzeugen konnte, enttäuscht auch im zweiten Band nicht. Da man seinen Aufstieg aus der Bedeutungslosigkeit von Anfang an miterlebt hat, machen seine Erfolge und gerissenen Pläne umso mehr Spaß. Und davon bietet „Sternendämmerung“ so einige. Genüsslich breitet Williams vor dem Leser die Machtdünkel und Ränke der Familienclans aus – wobei die Martinez‘ natürlich besonders genau beleuchtet werden – und schafft zusätzlich mit seinen Beschreibungen – beispielsweise der Paläste, in denen die Familien residieren – einen fast schon mittelalterlich anmutenden Kontrast zu den klassischen Science-Fiction-Elementen.
Auch diese kommen nicht zu kurz – „Sternendämmerung“ ist nach wie vor klassische Space-Opera mit allem, was dazu gehört. In diesem Band von „Dread Empire’s Fall“ liegt der Fokus besonders auf den Raumschlachten, an denen der Protagonist teilnimmt.

Was beim ersten Band besonders hervorstach, war die detailierte Hintergrundgeschichte des Nebencharakters Caroline Sula. Und natürlich taucht diese auch diesmal wieder auf. Während Martinez die Feinde im Weltall bekämpft und Ruhm und Anerkennung erntet, schließt sich Sula den Widerstandskämpfern auf Zanshaa – dem Hauptplaneten des einstigen Imperiums, den die Naxiden als erstes erobern wollen – an.
Egal, ob Williams nun gerade eine Guerilla-Widerstandsbewegung, die Brücke eines Raumschiffes oder den herrschaftlichen Palast einer edlen Familie beschreibt – stets gilt: Was er dem Leser vermitteln will, kommt dort auch an. Dies ist nicht zuletzt auf eine gewisse Detailverliebtheit zurückzuführen, die seinen Beschreibungen entscheidende Überzeugungskraft verleiht.

Während man von Martinez auch diesmal wieder neue Seiten kennenlernt, reicht die Beschreibung Sulas nicht an die des ersten Bandes heran. Fast scheint es, als wüsste Williams nicht recht, was er mit diesem facettenreichen Charakter, den er geschaffen hat, anstellen soll, nachdem dessen Hintergrund ausreichend aufgedeckt ist. Nicht, dass das Rebellensetting schlecht oder gar langweilig wäre – es kommt nur nicht ganz an den ersten Band heran. Das ändert aber nichts daran, dass auch Sternendämmerung wieder mit guten Charakteren besticht. Und wer weiß, ob nicht Sula eine größere Rolle im dritten Band zugedacht ist?
Dieser hat dann auch hoffentlich wieder eine etwas dichtere Handlung – denn allein mit Ränken, Schlachten und Widerstandskämpfen lässt sich dies nicht bewerkstelligen. So ist „Sternendämmerung“ ein Buch mit eher dünner Handlung - ein Schwachpunkt, der aber durch die guten Charaktere, Settings und nicht zuletzt durch feine Ironie abgedämpft wird.


Fazit

Mit „Sternendämmerung“ liefert Williams einen recht soliden zweiten Teil der „Dread Empire’s Fall“-Trilogie. Handlungstechnisch nicht ganz so überzeugend wie der erste Band, führt er aber dennoch dessen meiste positive Eigenschaften – wie überzeugenden Charakteren, feinem Humor und schönen Settings – fort.


Pro & Kontra

+ Charaktere aus dem ersten Band überzeugen weiterhin
+ Settings und Atmosphäre stimmen

- Handlung wird recht zaghaft vorangetrieben und ist etwas dünn

Wertung:

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3/5


Rezension zu "Dread Empire's Fall" - Band 1 (Der Fall des Imperiums)

Rezension zu "Dread Empire's Fall" - Band 3 (Die letzte Galaxis)

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 27. März 2011
 

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