Donnerstag, 17. Oktober 2019

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Mr. Monster (Dan Wells)
Geschrieben von Lukas
Mittwoch, der 08. Dezember 2010

Piper (Juni 2010)
Broschiert (Rough Cut), 400 Seiten
ISBN: 9783492267267
€ 12,95 [D]

Genre: Thriller / Mystery


Klappentext

Mein Name ist John Cleaver. Ich bin sechzehn Jahre alt. Ich mag Lesen, Kochen und ein Mädchen namens Brooke. Ich möchte das Richtige tun. Ich möchte ein guter Mensch sein. Doch das ist nur die eine Hälfte von mir. Mein Name ist Mr. Monster. Ich weise alle Eigenschaften eines Serienkillers auf. Ich phantasiere über Feuer, Gewalt und Tod. Ich habe einen Dämon besiegt. Aber es gibt viele Dämonen da draußen. Zu viele. Und jeden Tag verspüre ich den Drang, erneut zu töten.


Rezension

"Mr. Monster" setzt dort an, wo "Ich bin kein Serienkiller" aufgehört hat. Nach dem Auftauchen eines Serienkillers in dem kleinen Ort Clayton County, hat John Wayne Cleaver seinen soziopathischen Tendenzen freien Lauf gelassen, um sich ihm in den Weg zu stellen. Er ist erfolgreich, doch zu welchem Preis?
Sicherlich hat er vielen Menschen das Leben gerettet, doch dafür hatte er seine lang aufrecht erhaltene Mauer niederreißen müssen und damit die dunkle Kraft in seinem Innern - Mr. Monster - kaum zähmbar gemacht. Seine Regeln, die ihn abhalten sollen, jemanden umzubringen, wie er es jede Nacht in seinen Träumen tut, reichen nicht. Als Ventil dient ihm das Feuer. Wenn er es in einer verlassenen Fabrik entfacht, beruhigt es ihn, den Flammen zuzusehen, wie sie sich durch das Holz fressen. Über das Feuer hat er die Kontrolle und wenn er es möchte, kann er es verhungern lassen, bis es vergangen ist.
Zwei Sachen jedoch machen ihm das Leben schwer: Brook, das Mädchen, dem Johns Herz gehört und dessen Herz er ihr am liebsten aus der Brust schneiden würde, zeigt reges Interesse an ihm und als reiche das nicht aus, geschehen weitere Morde im County.

Dan Wells nimmt sich für sein zweites Werk zu Beginn mehr Zeit als für sein Debüt. Standen in Band 1 die Morde und Johns Besessenheit diese zu erforschen im Vordergrund, ist es hier zunächst sein Privatleben, das erläutert wird. Insgesamt ist die gemächliche Gangart in der ersten Hälfte des Buchs sehr willkommen, erlaubt sie doch eine tiefere Charakterzeichnung. Sehr schön werden Johns alltägliche Rituale beschrieben. Pie pubertären Probleme wie Stress mit Schulschlägern oder mit seiner Angebeteten zu sprechen, lassen ihn beinahe wie einen normalen Jungen wirken. Sein Leben ist nicht einfach, aber es funktioniert. Für den leider fehlenden Therapeuten aus dem ersten Band, wurde ein guter Ersatz gefunden. Ein FBI-Agent, der sich des mysteriösen Falls angenommen hat. Somit gibt es wieder gute Dialoge. Erfreulicherweise wurde das Thema Freundin vertieft und somit wird auch Brook mehr Platz in der Geschichte eingeräumt. Als hübsches Mädchen von neben an passt sie perfekt als Johns Flamme.

Irgendwann kippt das Ganze unvermittelt und die gemächliche Gangart stellt sich als Ruhe vor dem Sturm heraus. Mit einem Paukenschlag richtet sich das Augenmerk auf den eigentlichen Kern der Geschichte: die Morde. Ab diesem Zeitpunkt ist es nicht mehr möglich, das Buch aus der Hand zu legen. Die Spannung reißt einen mit sich in das Katz und Maus Spiel, das sich die Kontrahenten liefern. Stärker denn je fließen Thrillerelemente ein. So ist Johns Gegner viel sadistischer und passt als typischer Psychokiller wie die Faust aufs Auge, lässt man die übersinnlichen Elemente mal außen vor. Allerdings ist das keine unnötige Steigerung, die sich ergibt, weil Teil 2 immer mehr bieten muss, sondern in sich schlüssig und passend. Wer sich der Schlichtheit des Vorgängers besonders erfreut hat, könnte sich dadurch allerdings etwas vor den Kopf gestoßen fühlen. Dafür dürfen sich diejenigen freuen, denen jenes Element gefehlt hatte.
Letztendlich beweist Wells aber nur, dass noch viel Potential in ihm und den Geschichten um John Wayne Cleaver steckt. Man merkt, dass in Band 2 noch nicht klar war, ob und wie es weitergeht. Vielmehr werden die Parallelen erst in "Mr. Monster" konstruiert. Der Bogen ist aber mehr als gut gelungen. Das Ende ist jedenfalls über jeden Zweifel erhaben und die Vorfreude auf den bereits erschienenen dritten Band "Ich will dich nicht töten" ist garantiert.

"Mr. Monster" gibt es weiterhin im Rough Cut, der dem Buch wie schon den Vorgänger zu einem optischen Highlight macht.


Fazit

"Mr. Monster" beweist, dass der Debütroman von Dan Wells kein Glücksfall war. Der zweite Band macht vieles anders, aber ebenso gut. Lesen!


Pro und Kontra

+ sehr gelungene Charaktere
+ mehr Thrillerelemente
+ erneut grandiose Buchaufmachung
+ humorvoll

o erster Teil muss nicht, sollte aber bekannt sein
o Genre untypische Mysteryelemente

Beurteilung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5


Rezension zu "Ich bin kein Serienkiller"

Rezension zu "Ich will dich nicht töten"

Rezension zu "Du stirbst zuerst"

Rezension zu "Du bist noch nicht tot"

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Zuletzt aktualisiert: Montag, der 21. August 2017
 

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