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World of Warcraft: Death Knight (Dan Jolley, Rocio Zucchi)
Geschrieben von Markus
Dienstag, der 11. Januar 2011

Verlag: Tokyopop
Broschiert: 192 Seiten; 6,50 €
ISBN-13: 978-3865803306

Genre: Fantasy


Klappentext

In dem Blizzard-Game "World of Warcraft: Wrath of the Lich King" ist Thassarian ein abtrünniger Todesritter. Obwohl Thassarian sich gegen seinen früheren Meister, den Lichkönig, gewandt hat, wird er von den meisten Verbündeten seiner Allianz verachtet. Zahllose Spieler haben Thassarian beim Kampf gegen die Krieger des Lichkönigs geholfen, aber nur wenige wissen etwas über seine Vergangenheit. Death Knight ist Thassarians Geschichte. Eine Saga, die die Ursprünge und dunkelsten Geheimnisse der neuesten Warcraft-Inkarnation von Todesrittern erzählt.


Rezension

World of Warcraft dürfte mittlerweile eines der bekanntesten Computerspiele sein. Es gibt kaum jemanden, der nicht davon gehört hätte. Aufgrund des Erfolges ließen Fanartikel naturgemäß nicht lange auf sich warten. Unter anderem wurden von Blizzard Comics lizensiert, die das Warcraft-Universum ausbauen und erweitern. Dabei fährt Blizzard zweigleisig, sowohl Comics westlicher Tradition, als auch Mangas werden produziert. Death Knight von Tokyopop gehört, von Dan Jolley geschrieben und von Rocio Zucchi gezeichnet, zu letzteren und bietet gleich wichtige Hintergrundinformationen für Spiel und Fans. 

In Death Knight trifft der Leser auf Thassarian, einen jungen Mann, der förmlich darauf brennt, es seinem Vater gleich zu tun und ein Held zu werden. Dafür schließt er sich Prinz Arthas an, der in den Norden der Welt Azeroth, nach Nordend reisen will, um dort die Bedrohung durch die Untoten an ihrer Wurzel zu bekämpfen und ihren Herrn Mal`Ganis zu vernichten. Doch der Feldzug verläuft im Sande. Bis auf kleinere Gruppen von Untoten begegnen die Truppen der Menschen und ihrer Verbündeten, den Zwergen, keinem Feind. Auf dem Rückzug, im Angesicht ihrer brennenden Schiffe, werden sie jedoch jäh von den Untoten beinahe überrannt und Prinz Arthas glückt es, sie mit einem seltsamen Schwert aufhalten. Von da an nimmt das Unheil seinen Lauf. Arthas fällt unter den Bann des Schwertes und verwandelt sich in einen Heerführer der Untoten. Als Thassarian ihm aus Unwissenheit in die Eiswüste folgt, trifft ihn ein ähnliches Schicksal: Er wird zu einem Todesritter. Untot, aber mächtiger als je zuvor steht er unter dem Bann Arthas, bis er sich letztlich vom Einfluss des Lichkönigs befreien kann.

Eine geradezu epische Geschichte erzählt Dan Jolley auf den gerade einmal 192 Seiten. Als Leser bekommt man die Geschichte Prinz Arthas aus der Sicht eines einfachen Soldaten erzählt, der schließlich zu einem Todesritter wird. Allerdings steht Thassarians tragische Entwicklung im Vordergrund, in deren Zentrum seine Familie steht. Alles was er durchleiden muss, hat irgendwie mit ihr zu tun. Sei es, dass er seinem Vater nacheifern oder seine Schwester retten möchte. Dan Jolley schafft es die ganze Bitterkeit in Thassarians Leben nachvollziehbar zu gestalten und einen ambivalenten Charakter zu erschaffen. Obwohl Thassarian zeitweise gewissenlos ist, verfolgt man als Leser gespannt seine weitere Entwicklung. Hilfreich sind dabei die gut ausgearbeiteten Nebencharaktere und der Hintergrund, der nahezu perfekt von Blizzard konzipiert wurde. Glücklicherweise vergisst Jolley aber bei aller Tragik und Düsternis der Geschichte, die leider im Spiel nicht ganz so zu finden ist, nicht, Thassarians Weg mit so mancher Actionszene zu versehen. 

Szenen bei denen Zeichnerin Rocio Zucchi ganz klar punkten kann. Ihre Zeichnungen sind wenn nötig schnell und präzise und die Gesichter der Charaktere spiegeln die Emotionen der Protagonisten gut wieder, auch wenn manchmal ein bisschen mehr Individualität bei den Gesichtern wünschenswert wäre. Je nachdem aus welchem Blickwinkel sie gezeichnet werden, kann man Charaktere mitunter schon verwechseln. Die übergroßen Waffen und Rüstungen wirken zudem nicht lächerlich, sondern passen sich gut in das Warcraft-Universum ein und ergeben eine ganz eigene Atmosphäre für die Welt Azeroth. Zeichnerisch gibt es nichts zu meckern.

Leider aber drucktechnisch. Das gewählte Format von Tokyopop ist manchmal einfach zu klein, um die Zeichnungen voll zur Geltung kommen zu lassen. Immer wieder fehlt es dadurch auch etwas an Übersicht. Ebenso erweist sich die Schrift teilweise als zu klein, besonders wenn sie weiß auf schwarzem Untergrund gedruckt ist. Dafür wird man aber noch mit Künstlerbiographien, Interviews, einer Vorschau auf eine neue Serie und einer Leseprobe auf Warcraft: Legends entschädigt.


Fazit

Ein unterhaltsamer Manga nicht nur für Fans, der darüber hinaus wichtige Informationen für Spieler birgt. Aber auch so ist die düstere Geschichte um Thassarian gut zu lesen und weiß mit Charakteren und Handlung auf ganzer Linie zu überzeugen.


Pro & Contra

+ spannende Geschichte
+ Charaktere
+ günstiger Preis

0 ohne jemals Warcraft III oder World of Warcraft gespielt zu haben, könnten Fragen offen bleiben

- zu kleines Format

Bewertung:

Charaktere: 4/5
Handlung: 4,5/5
Zeichnungen: 4/5
Preis/Leistung:3,5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln zu Warcraft:

Rezension zu Warcraft – Waffenbrüder
Rezension zu World of Warcraft – Das offizielle Malbuch
Rezension zu World of Warcraft – Das Ultimative Kompendium
Rezension zu World of Warcraft – Die Chroniken Band II
Rezension zu World of Warcraft – Die Chroniken Band III

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 18. Januar 2019
 

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