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Warum Pandas Handstand machen (Augustus Brown)
Geschrieben von Markus
Donnerstag, der 10. Februar 2011

Verlag: Ullstein Tb 
Broschiert: 319 Seiten; 7,95 €
ISBN-13: 978-3548372402

Genre: Sachbuch


Klappentext

Ein zoologisches Schmunzelkabinett

Das Faultier ist so faul, dass ihm Pilze auf den Pfoten wachsen. Guppys wollen immer so viele Kinder wie die Nachbarn. Schlangen mögen Petting. Das Schrägste und Verblüffendste aus der wundersamen Welt der Tiere. Für alle, die einen Stummelaffen von einem Zipfelfrosch unterscheiden können. Und erst recht für Leser, die noch nie von diesen komischen Tieren gehört haben.

"Warum Pandas Handstand machen liest sich, als liege der Discovery Channel in Buchform vor. Man spürt auf jeder Seite das persönliche Fasziniertsein des Autors."

Frankfurter Allgemeine Zeitung


Rezension

Spätestens seit „Die lustige Welt der Tiere“ von Disney wissen die meisten Menschen, wie amüsant und skurril auch die Tierwelt sein kann, wenn man sie mal nicht absolut ernst unter die Lupe nimmt. Aber auch ihre unvergleichliche Schönheit tritt damit nur umso mehr hervor. Da man aber nun in einem normalen Lexikon kaum wirklich jede Einzelheit über jedes Tier unterbringen kann und die Dokumentationen sich ebenfalls stark beschränken, weiß man normalerweise nicht viel über die wundersame Welt der Tiere, die sich erst bei einem genaueren Blick zeigt. Abhilfe schafft hier glücklicherweise „Warum Pandas Handstand machen“ von Augustus Brown. Der Autor hat es sich mit diesem Buch zur Aufgabe gemacht, die erstaunlichsten, amüsantesten, verblüffendsten und lustigsten Fakten aus der Tierwelt zusammenzutragen. Dabei hat er versucht urbane Mythen und Legenden zu vermeiden und sich hauptsächlich, mit ein paar Ausnahmen, die von Nachrichtenagenturen stammen, auf wissenschaftliche Zeitschriften und Veröffentlichungen gestützt. Diese Fakten hat er dann in Bereiche unterteilt. Und so geht man von der Sprache über zum Essen, vom Liebesleben zum Tod, bis man im elften Kapitel bei den Konstruktionsklassikern landet. Jedes einzelne Kapitel hat seine Glanzlichter. Mozart hat bei seinem Star abgehört, Otter rodeln gerne und ein Bär hat sich durch Klopfen Zutritt zum Kühlschrank eines Hauses verschafft. Es gibt praktisch nichts, was es nicht gibt. Immer wieder stolpert man über Dinge, die man bisher ins Reich der Fabeln und legenden verwiesen hat. Oder wer hätte schon von einem surfenden Elch gehört.

Fast faszinierender als die aufgeführten Tatsachen, ist aber die Frage, wie jemand auf die Idee kommt, so manchen Umstand herauszufinden und zu testen. Folgende Fakten sind nicht unbedingt sofort einsichtig, wenn man an ernsthafte Wissenschaft denkt:

Tiere können levitieren. In einem starken elektromagnetischen Feld platziert, schwebten verschiedene Tiere – von Fröschen bis zu Grizzlyjungen – in der Luft.

Offenbar kann man ein Huhn in einen hypnotischen Zustand versetzen, indem man ihm den Kopf unter einen Flügel steckt und es langsam im Kreis bewegt.

Aber gerade das macht auch zu einem großen Teil den Unterhaltungswert des Buches aus. Man erfährt einfach eine Menge skurriler Dinge, die auch gleichzeitig viel über den Menschen aussagen und seine angebliche Einzigartigkeit als Krone der Schöpfung.

Einzig eine über die bloße Auflistung hinausgehende Präsentation der einzelnen Fakten wäre noch schön gewesen. Außer dem Einteilen in Kapiteln, hat sich Augustus Brown eben nur darauf beschränkt, dabei wäre sicher an der ein oder anderen Stelle die Möglichkeit geben, sie zu kommentieren und weiter zu erläutern. Damit schießt die FAZ mit ihrer Aussage, man spüre die Faszination des Autors über das Ziel hinaus. Dafür hätte es mehr bedurft als nur einer Aufzählung von Tatsachen, auch wenn die Auswahl aus dem Fasziniertsein des Autors entsprungen ist. Unstrittig ist aber, wie unterhaltsam, interessant und amüsant "Warum Pandas Handstand machen" ist. Und um noch einen besseren Eindruck des Buches zu vermitteln, soll es nun einfach mal für sich selbst sprechen:

Bei Papageien hat sich gezeigt, dass sie einen Begriff von der Zahl Null haben – ein Konzept, über das Kinder gewöhnlich erst mit vier Jahren verfügen.

Kleinen parasitären Wespen kann man beibringen, Drogen und Sprengstoff am Geruch zu entdecken. Im Unterschied zu Hunden, die dazu ein jahrelanges Training brauchen, lernen Wespen die Aufgabe in einer halben Stunde.

Beim Strauß ist das Auge größer als das Gehirn.

Ameisen produzieren Antibiotika, um Krankheiten in ihren Kolonien zu bekämpfen.

Ihre Teleskopbeine zwingen die Giraffe dazu, unmittelbar aus dem gemütlichen Gehen in den Galopp überzugehen. Wenn sie zu traben versucht, gerät sie ins Stolpern.

Das kann dem Faultier kaum Passieren. Es bewegt sich so langsam, dass es Pilze an den Füßen ansetzt.

Tiger und Löwen können sich durchaus paaren. Wenn der Vater ein Tiger ist, bezeichnet man das Junge als Tigon, ist er ein Löwe, heißt das Produkt Liger.

Eislaufende Büffel stoßen aufgeregte Laute aus. Man hat beobachtet, dass sie beim Schlittern über gefrorene Flächen ein begeistertes „Guaaa“ hören lassen.

Gestresste Mäuse suchen Trost im Alkohol. Wie Untersuchungen gezeigt haben, steigern Mäuse, die man mit Alkohol bekannt gemacht hat, ihren Konsum nach belastenden Erlebnissen.


Fazit

Eine Faktensammlung aus dem Reich der Tiere. Aber eine die Charme und Witz versprüht. Wie der Schützenfisch das Insekt, trifft „Warum Pandas Handstand machen“ ins Herz des Lesers und lässt ihn die Tierwelt mit neuen Augen sehen.


Bewertung:

Informationsgehalt: 5/5
Aktualität: 5/5
Verständlichkeit: 5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 10. Februar 2011
 

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