Blog

70. Geburtstag: Ein Happy Birthday an "Der kleine Prinz"

der_kleine_prinz

Der Held ist ein Winzling,
doch seine Geschichte ist groß und tiefgründig.

Am 06. April feierte Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry, der generationsübergreifend bereits so viele Herzen und Köpfe erreicht hat, seinen 70. Geburtstag. 1943 erblickte er in New York zum ersten Mal das Licht der Welt, erst sieben Jahre später fand er seinen Weg auch nach Deutschland. Und noch immer ist seine Geschichte in aller Munde, noch immer erreicht er jeden Tag neue Leser und kann begeistern.

Auch ich habe das winzige Büchlein mehrfach gelesen und immer wieder neue Seiten und Botschaften entdeckt. Nur eine Sache blieb gleich, denn diese hat er bei jedem Lesen geschafft: Mich zu berühren und zum Nachdenken zu bringen.

Für mich ist daher der 70. Ehrentag des kleinen Mannes Grund genug für eine Sonderausgabe der Literarischen Zitate, in der ich für euch meine Lieblingsstellen zusammen gestellt habe.
Fühlt euch frei, eure Lieblingszitate in den Kommentaren zu ergänzen :)

Wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es Dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können! Und wenn Du Dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein! Du wirst Lust haben mit mir zu lachen und Du wirst manchmal Dein Fenster öffnen.
Das, worauf es im Leben ankommt, können wir nicht voraussehen. Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet.
Was wichtig ist, sieht man nicht. Das ist wie mit der Blume. Wenn du eine Blume liebst, die auf einem Stern wohnt, so ist es schön, bei Nacht den Himmel zu betrachten. Alle Sterne sind voll Blumen.
Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr.
Aber wenn du mich zähmst, wird mein Leben wie durchsonnt sein. Ich werde den Klang deines Schrittes kennen, der sich von allen anderen unterscheidet.
Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig.
Die Sprache ist die Quelle aller Missverständnisse.
Die großen Leute haben eine Vorliebe für Zahlen. Wenn ihr ihnen von einem neuen Freund erzählt, befragen sie euch nie über das Wesentliche. Sie fragen euch nie: Wie ist der Klang seiner Stimme? Welche Spiele liebt er am meisten? Sammelt er Schmetterlinge? Sie fragen euch: Wie alt ist er? Wie viel Brüder hat er? Wie viel wiegt er? Wie viel verdient sein Vater? Dann erst glauben sie ihn zu kennen.

Und natürlich der Klassiker und sein wohl berühmtestes Zitat:

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Mit herzlichsten Grüßen aus Hamburg,
Jessica


Originlartikel: Schattenwege.net

Unsere Highlights aus 5 Jahren Literatopia (Teil 1)

Liebe LeserInnen,

in diesem Jahr wird Literatopia 5 Jahre alt - Anlass genug, um einen Blick zurückzuwerfen und Euch die Bücher nochmals vorzustellen, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind. Die uns überrascht oder auch einfach nur total begeistert haben. Zwischen vielen guten und einigen weniger guten Büchern war ab und an auch ein Titel dabei, der auch nach 5 Jahren noch klar im Gedächtnis verankert ist und an den wir gerne zurückdenken. Bücher, die einen Ehrenplatz im Regal bekommen haben und die wir jedem ans Herz legen wollen.

Wir möchten diesen Blog nutzen, um euch während des ganzen Jahres unsere persönlichen Highlights aus 5 Jahren Literatopia vorzustellen. Heute mache ich den Anfang und möchte zuerst das Buch erwähnen, das dieser Idee eine konkrete Gestalt verliehen hat: "Der Nachtzirkus" von Erin Morgenstern.

Der Roman stand schon lange auf meiner Wunschliste und als ich die ersten Seiten endlich gelesen hatte, war mir sofort klar, dass dies ein Buch werden wird, das mich lange nicht mehr loslässt. Und so war es dann auch: ich habe jede Seite dieses kreativen und höchst charmanten Romans genossen, der mit einem magischen Zirkus und liebenswerten Charakteren verzaubert. Der Cirque de Rêves erinnerte mich stark an den Cirque du Soleil, wobei Erin Morgenstern ihren Zirkus gänzlich in Schwarz-, Weiß- und Grautönen gehalten hat. In vielen Szenen erlebt man den Zirkus, als wäre man wirklich dort, und wandert durch Eisgärten, Wolkenlabyrinthe und Spiegelzelte. Dazu gibt es eine zauberhafte Liebesgeschichte, die tief berührt und ohne oberflächlichen Kitsch auskommt.

Ein Buch, das sich immer wieder in meine Gedanken stiehlt, ist "Letzten Endes" von Ronald F. Currie. Der Klappentext klang skurril und das Interesse war sofort geweckt, doch letztlich war dieser Roman ganz anders, als ich erwartet hatte. Es geht um Junior, der bereits im Mutterleib Stimmen hört, die ihm das Ende der Welt verkünden. Die Stimmen sind dabei sehr konkret und kommentieren Juniors Leben, erklären ihm, wie seine Eltern ticken und was mit seinem Bruder los ist. Juniors Familie ist eine typisch amerikanische Katastrophe: die Mutter trinkt, während sich der Vater in Arbeit flüchtet. Sein Bruder Rodney ist geistig behindert, aber sportlich sehr begabt. Junior hingegen ist hochintelligent und erlebt sein Leben als sinnlos - denn wozu soll er sich anstrengen, wenn die Welt sowieso untergeht?

"Letzten Endes" schildert Juniors Lebensgeschichte vom Mutterleib bis zum Ende der Welt, zeigt seine Verzweiflung, seine Sinnlosigkeit und sein Aufbegehren gegen des Unvermeidliche. Ronald F. Currie überrascht dabei mit einem grandiosen Ende, das erschüttert, nachdenklich und irgendwie auch versöhnlich stimmt. Wenn man auf der letzten Seite angekommen ist, wird sich das eigene Weltbild verändert haben ...

Eine meiner liebsten Entdeckungen während der letzten fünf Jahre ist die Arbeit von Benjamin Lacombe, von dem vergangenes Jahr mit "Das Elfen-Bestimmungsbuch" ein phantastisches Meisterwerk erschienen ist. Bisher illustrierte Benjamin Lacombe Edgar Allan Poes "Unheimliche Geschichten" und inszenierte "Schneewittchen" in gleichermaßen düsteren wie traumhaften Bildern. Mit dem "Elfen-Bestimmungsbuch" erschafft er gemeinsam mit Sébastian Perez eine ganz eigene, unheimliche Geschichte über kleine Wesen, die wie Pflanzen aussehen und die der Protagonist Alexander Bodganowitsch als die Elfen der keltischen Sagen erkennt. In wissenschaftlichen Aufzeichnungen und Briefen entdeckt der Leser diese phantastischen Wesen und erlebt, wie Bodganowitsch sich zunehmend in der mysteriösen Elfenwelt verliert. Die Illustrationen von Benjamin Lacombe fangen die verträumte und auch düstere Atmosphäre der Geschichte wunderbar ein, wobei das Buch mit einer wundervollen Gestaltung brilliert. Große Farbseiten, scherenschnittartige Lasercuts, halbtransparente Seiten - "Das Elfen-Bestimmungsbuch" ist ein echtes Kunstwerk!

Gesa Schwartz legte Anfang 2010 mit "Grim - Das Siegel des Feuers" ein Wahnsinnsdebüt hin und begeisterte mich mit ihrem leidenschaftlichen, kreativen Schreibstil. Der zweite Band der Trilogie, "Grim - Das Erbe des Lichts",  knüpfte nahtlos an die Qualität des Debüts an und ich fragte mich, ob da überhaupt eine Steigerung möglich ist. Denn ihren Stil hatte Gesa Schwartz bereits gefunden und ihre Welt war so detailverliebt und voll magischer Kreaturen, das man nicht recht wusste, in welche Richtung ein neuer Phantastik-Roman gehen könnte.

Mit "Die Chroniken der Schattenwelt - Nephilim" gelang es Gesa Schwartz jedoch, die Erwartungen zu übertreffen und den Leser erneut in den Bann der Schatten zu ziehen. Nando ist der Sohn des Teufels und hadert mit diesem Schicksal, das ihn in tiefste Dunkelheit stürzen kann. Im Herzen ist er gut, doch die Ablehnung, die ihm entgegenschlägt und die Einflüsterungen Luzifers verdunkeln seine Seele und so wird man neben äußeren Kämpfen vor allem von diesem inneren Kampf Nandos gefesselt.

"Blutmusik" von Greg Bear ist für mich bis heute einer der Science-Fiction-Romane, die man unbedingt gelesen haben sollte. Der Roman ist 1984 erschienen und wurde zuletzt 2008 von Heyne in der Reihe "Meisterwerke der Science-Fiction" veröffentlicht. Trotz seines Alters ist "Blutmusik" auch heute noch aktuell, vielleicht sogar aktueller als damals. 

Der Roman beginnt mit einem biologischen Experiment, das außer Kontrolle gerät: dem Biologen Vergil ist es gelungen, "intelligente" Zellen zu erschaffen. Als sie zerstört werden sollen, spritzt er sich die Zellen ins Blut und hört schließlich ihre Gedanken. Vergil stirbt und andere Charaktere erleben, wie die Welt nach und nach von den Zellen verändert wird und zu einem grotesken Alptraum wird. "Blutmusik" ist ein unheimlich kreatives Gedankenexperiment, das anfangs als SF-Thriller daherkommt, sich in blanken Horror wandelt und am Ende mit einer eigenwilligen Interpretation der Quantenphysik überrascht. Der Roman ist einfach herrlich abgedreht, so etwas hatte ich noch nie gelesen.

Es gibt noch eine Hand voll anderer Romane, die mich in ähnlicher Weise begeistert haben, aber diese 5 sind mir schlichtweg zuerst eingefallen und sollen daher hier stehen. Aber die anderen Bücher möchte ich zumindest kurz erwähnen: "1Q84", "Wo die verlorenen Worte sind", "Die Mechanik des Herzens", "Stadt der Finsternis - Die Nacht der Magie" und "Cocoon - Die Lichtfängerin".

Viele Grüße von Eurer

Judith    

Buchmesse Leipzig 2013: Resümee und Ausblick

Fünf Tage nach der Heimkehr schaffen wir es endlich, ein Resümee aus der Leipziger Buchmesse 2013 zu ziehen. Noch immer sind nicht alle Eindrücke verarbeitet; noch immer schwelgen wir in schönen Erinnerungen; noch immer warten gefühlte tausende Ideen darauf, dass sie aufgeschrieben, besprochen und umgesetzt werden. 

lbm_2014
Für Literatopia war es das erste Mal Leipzig und es war eine richtig tolle Zeit, wenn auch sehr anstrengend und rückblickend betrachtet ziemlich ermüdend. Woher man in solchen Stressphasen die ganze benötigte Energie nimmt, haben wir leider noch nicht herausgefunden. Ein großes Stück Kraft kann man sicher aus den vielen wunderbaren Begegnungen ziehen, die jeder Messebesuch mit sich bringt. Denn wie schon die vier Frankfurt-Besuche in den letzten Jahren hat uns auch die Leipziger Buchmesse um einige Kontakte bereichert. Welche gemeinsamen Wege und Projekte daraus letztendlich entstehen, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen, doch einige Ideen sind bereits soweit ausgereift, dass sie schon in den kommenden Tagen Gestalt annehmen werden. Ihr dürft also gespannt sein :)

Neben den neuen Kontakten dienten die fünf Tage natürlich auch der Pflege von bereits bestehenden Verbindungen. Hier bestätigten sich verschiedene Eindrücke und vor allem wieder einmal die gerechtfertigte Vorfreude auf bestimmte Gesprächstermine. Es ist einfach immer wieder schön, wenn man schon vorher weiß, wie sich gewisse Gespräche entwickeln werden, und wenn so manche "Insider" auch beim dritten und vierten Mal einfach nicht langweilig werden. Es gab natürlich auch nicht so angenehme Begegnungen, aber auch aus diesen können wir positive Dinge ziehen und letzten Endes überwiegt eindeutig die Seite mit den guten, tollen, großartigen Momenten. Wir werden wohl noch lange von den wundervollen Erfahrungen zehren und bereite mich mental schon jetzt auf die große Schwester in Frankfurt vor, wo wir definitiv wieder dabei sein werden.

Ein definitives "Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Jahr!" für Leipzig!

Herzlichst aus Hamburg,
für das Literatopia-Messeteam,
Jessica

Buchmesse Leipzig: Lesen und Lauschen (Tag 3)

face-bookLiebe LeserInnen,

nachdem wir gestern einen wirklich vollgepackten Tag hatten, den wir trotzdem in vollen Zügen genossen haben und nach dem wir ziemlich fertig ins Bett gefallen sind, entschlossen Shtrojera und ich uns heute einhellig dafür, einen Tag Messepause einzulegen und stattdessen den vielen neuen Eindrücken die Möglichkeit zu geben, sich endlich zu entfalten, und außerdem auch ein paar Sachen abzuarbeiten, die in den letzten Tagen zu kurz kamen. Letzteres Vorhaben scheiterte ein wenig, doch immerhin kommt jetzt der Messebericht für euch.

Da wir unseren ersten vereinbarten Termin erst um 12:30 Uhr hatten, nutzen wir die freie Zeit bis dahin, um wieder bei ein paar Verlagen in Halle 4 vorbeizuschauen, mit denen wir keine festen Termine ausmachen konnten. Das Glück war auf unserer Seite, sodass es für uns ein paar noch geheime Infos zum kommenden Programm von der Verlagsgruppe Bastei Lübbe gab, die dieses Jahr ihr 60. Jubiläum feiert. Zu diesem Anlass wird es natürlich neue Titel von den Spitzenautoren des Verlages geben, doch auch ein "neues" Gesicht wird kommen. Eines, auf das ich persönlich mich sehr freue, und Leser, die mich und meinen Lesegeschmack gut kennen, können sich vielleicht sogar denken, um wen es sich dabei drehen könnte. Mutmaßungen dürfen gerne in den Kommentaren geäußert werden, auch wenn wir selbstverständlich nichts dazu sagen werden ;)

Kurze Abstecher konnten wir auch zu Mira Taschenbuch, blue panther books und dem KBV-Verlag machen. Eine Zusammenarbeit mit Mira besteht bereits seit Frankfurt wieder und ist gerade dabei, gefestigt zu werden. Wie weit eine Zusammenarbeit mit den beiden Kleinverlagen, die sich auf erotische Literatur und regionale Krimis spezialisiert haben, wird sich erst in den nächsten Wochen und Monaten zeigen, wenn die Messe komplett ausgewertet wurde und wir in unseren Köpfen alles sortiert haben.

Schließlich war es auch schon Zeit für unseren Termin mit der Pressedame vom Rowohlt-Verlag, wo uns direkt erstmal der gerade mit dem Leipziger Buchpreis augezeichnete David Wagner über den Weg lief. Das Buch "Leben", für den er den Preis verliehen bekommen hat, ist nach dem Lesen des Klappentextes auch sofort auf meiner Wunschliste gelandet, bereits "Vier Äpfel" konnte mich seinerzeit sehr begeistern. Und natürlich fiel mir auch sofort der neue Erwachsenen-Thriller von Ursula Poznanski "Blinde Vögel" ins Auge, das lang ersehnte Wiedersehen mit dem überaus sympathischen Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger aus "Fünf". Leider war die Zeit für diesen Termin nur sehr knapp bemessen, da wir etwas verspätet starteten und bereits eine halbe Stunde sowohl sie als auch wir schon den nächsten Termin hatten. Ein paar Ausblicke konnten wir trotzdem bekommen, sodass auch hier mit sehr viel Spannung das kommende Programm erwartet wird.

Direkt im Anschluss ging es dann nur einen Stand weiter (ja, wir hatten in diesem Terminblock nur sehr kurze Wege, was extrem angenehm war) zu den Fischer-Verlagen, wo uns dieses Mal neben den Jugendbüchern auch einige Ausblicke in die Belletristik- und Sachbuch-Ecke geboten wurden. Fans der Edelstein-Trilogie dürfen sich auf eine neue Reihe von Kerstin Gier freuen, außerdem wird es einige historische Romane und auch spannende Sachbücher geben. Wir haben uns natürlich fleißig Notizen gemacht und sogenannte Waschzettel markiert, hier wird sich also in den kommenden Monaten einiges auch auf Literatopia wiederfinden.

Auch beim Piper-Verlag war zeitlich alles etwas eng getaktet, doch wirklich viel Neues konnte uns auch hier nicht erzählt werden, da die meisten Vorschauen für den Herbst noch nicht mal verlagsintern final besprochen wurden. Also unterhielten wir uns vor allem über die kurz bevorstehenden Neuerscheinungen und plauderten ein wenig über die generelle Zusammenarbeit. Hier wurden allerdings zahlreiche Empfehlungen ausgesprochen, sodass uns nach diesem Termin der Kopf schwirrte und wir nicht mehr so genau wussten, auf welche Titel wir uns nun am meisten freuen sollten.

Beim Ubooks-Verlag kam der Kopf dann aber ein wenig zur Ruhe, denn hier gab es ebenfalls nicht viel zum kommenden Programm zu erzählen. Dafür sprachen wir umso mehr über die bevorstehende Anti-Pop-Lesung in Hamburg, die ich ja mit-organisiere. Aber auch hier bekam ich als Insider ein paar Vorabinformationen und hörte sogar etwas von kommenden Projekten mit Boris Koch, was selbst ich eigentlich noch nicht hätte hören dürfen - so ist das eben als "Presse" xD

Nach einem letzten, allerdings nicht literatopianischen Termin ging es dann noch zur Chroniken-Party mit dem Lyx-Verlag auf der Fantasy-Leseinsel, bei der mit Wolfgang Hohlbein über sein Lebenswerk gesprochen wurde. Für mich war das weniger interessant, sodass ich mich ein wenig abseits noch bei anderen Verlagen umschaute, allerdings ohne konkretes Ziel und einfach nur zum Seele-baumeln-lassen.

Den restlichen Abend verbrachten wir dann nach Messe-Schluss noch auf der Lesenacht der jungen Belletristik, wo wir in den Genuss kamen, unsere Bücher von Jennifer Benkau signieren zu lassen und jeweils einen kurzen Textauszug aus "Linna singt" von Bettina Belitz (ist sofort auf meine mentale Wunschliste gewandert, auch wenn die Autorin aus Krankheitsgründen selbst nicht vor Ort war) und "Rot wie das Meer" von Maggie Stiefvater (konnte mich leider nicht überzeugen, aber die Autorin war unheimlich sympathisch und der deutsche Hörbuchsprecher war eine Wohltat für die vom Messestress geplagten Ohren) zu hören. Auf dem Weg ins Hotel gab's dann noch eine schnelle Ladung FastFood (immer Balsam für die Seele, egal wie spät es ist) und wir fielen total kaputt ins Bett.

Heute wird, wie gesagt, gefaulenzt und später steht dann noch ein Lesungsbesuch an – quasi Jungfernfahrt zur oben erwähnten Anti-Pop-Lesung in Hamburg. Morgen werden wir dann nochmals privat auf der Messe unterwegs sein, wobei hier noch nicht ganz klar ist, ob es dazu noch einen Bericht geben wird. Deshalb verabschieden wir uns sicherheitshalber an dieser Stelle schon mal von euch und senden ganz herzliche Grüße aus Leipzig!

Euer Messe-Team,
Jessica