Dienstag, 07. Juli 2020

Die neuesten Rezensionen

martinez alice

Blog
Buchmesse Leipzig: Auf zu neuen Horizonten (Tag 1)

Einen wunderbaren guten Morgen aus Brandis,

einem kleinen Ort in der unmittelbaren Nähe von Leipzig. Hier haben Shtrojera und ich uns für die nächsten vier Tage oder vielmehr Nächte einquartiert, um die Leipziger Buchmesse zu besuchen. Eine Premiere in mehrfacher Hinsicht: Das erste Mal Hotelübernachtung zu einer Buchmesse (bisher war es immer Jugendherberge), das erste Mal Leipzig für Literatopia. Das macht uns sehr stolz und wir freuen uns auf die vielen neuen Eindrücke.

Natürlich hat die Deutsche Bahn es gestern aufgrund des spontanen und unvorhergesehenen *Ironie aus* Neu-Wintereinbruches nicht geschafft, pünktlich im Leipziger Haupfbahnhof einzufahren, aber da ich es im ICE recht warm und gemütlich hatte, waren mir die zwanzig Minuten Verspätung recht egal. Als Willkommensgruß hat Leipzig mir erstmal Postkarten und Donuts beschert, das Einchecken war sehr unkompliziert und es gab sogar noch warme Küche (lacht nicht, immerhin sind wir hier im Osten (und ja, ich darf Ossi-Witze reißen, schließlich bin ich selbst auch einer)). Vollgestopft lagen wir schließlich unheimlich früh im Bett, tippten jeder für sich ein bisschen auf der Laptoptastatur rum und lenkten uns gegenseitig mit Anekdoten aus der Zeit seit der Frankfurter Buchmesse ab, bis uns schließlich die Augen zufielen.

bml

Jetzt ist die erste Nacht schon wieder vorbei und uns erwartet gleich ein hoffentlich reichhaltiges Frühstücksbuffet. Der Terminkalender für heute verspricht viele neue Gesichter, denn in den letzten Monaten konnten wir für Literatopia neue Verlage als Partner gewinnen und diese Kontakte gilt es nun zu vertiefen. Auch wenn ich letzte Nacht davon geträumt habe, dass wir alle Vormittagstermine verpassen und uns das erst am frühen Nachmittag überhaupt auffällt, bin ich sehr gespannt auf den heutigen Tag. Zwischendurch haben wir auch genug Zeit, ein wenig durch die Gänge zu streifen und alles auf uns wirken zu lassen.

Wenn wir heute Abend nicht zu erschlagen von all den neuen Eindrücken sind, wird es natürlich einen neuen Messe-Tagebuch-Eintrag geben, spätestens aber morgen früh (wieder vor dem Frühstück) bekommt ihr ein kleines Update von unserem Messebesuch. Dann vielleicht auch schon mit den ersten Fotos :)

Liebe Grüße von eurem Literatopia-Messeteam,
Jessica

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 14. März 2013
 
Neues vom PHANTAST-Jahrbuch 2012

Liebe LeserInnen,

der achte PHANTAST zum Thema "Romantik" ist gerade erst erschienen, doch wir arbeiten bereits fleißig an der Zusammenstellung des PHANTAST-Jahrbuchs 2012. Natürlich erwartet euch darin das Beste aus dem vergangenen Jahr, aber auch wieder einige neue Features, über die wir an dieser Stelle etwas mehr verraten wollen:

In der Sonderausgabe zur Frankfurter Buchmesse berichteten Jürgen und ich von unseren Buchmessenerfahrungen. Im Jahrbuch wollen wir erzählen, ob wir im vergangenen Jahr tatsächlich auf Teppichbodennahrung angewiesen waren und welche Ereignisse sich uns ins Buchmessengedächtnis gebrannt haben.

Zur Ausgabe "Apokalypsen" wird es mindestens zwei neue Rezensionen geben, die das Ende der Welt auf ganz unterschiedliche Weise behandeln.

Daniela Knor blickt mit uns auf das vergangene Jahr zurück und gemeinsam arbeiten wir die einzelnen Themen nochmals auf. Auch mit Bernhard Hennen haben wir einzelne PHANTAST-Themen nochmals andiskutiert und darüber hinaus über den "Hobbit" und Fantasy im Allgemeinen gesprochen.

Neben der Novelle von Susanne Gerdom wird es eine Kurzgeschichte von Christian Günther geben.

Wir ihr bereits wisst, wird das Jahrbuch unter anderem von Norbert Reichinger illustriert - die zweite Illustratorin haben wir kürzlich in der "Romantik"-Ausgabe bekanntgegeben: Maike Weber wird unser Jahrbuch unter anderem mit Zeichnungen phantastischer Wesen aufwerten.

Es wird noch mehr Neues geben, doch das soll vorerst eine Überraschung bleiben. Nur so viel: auch von der Comic- und Mangafront sind neue Artikel geplant!

Das PHANTAST-Jahrbuch 2012 kann noch bis zum 20.01.2013 zum Subskriptionspreis vorbestellt werden: http://www.fictionfantasy.de/shop

Viele Grüße

- Judith

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 15. Januar 2013
 
Die Rubriken stellen sich vor: Das Geschichtenatelier
Viele werden das kennen: Man hat eine Geschichte zu Ende geschrieben, vielleicht nach langen kämpfen viel Herzblut hineingesteckt und möchte sie nun endlich zeigen.
Da klickt man sich euphorisch in das Literatopia-Forum und … man weiß nicht wohin mit sich und seiner Geschichte.
Deshalb gibt es nun einen kleinen Reiseführer durch den Rubrikendschungel.
Die Reise beginnt (natürlich) im Geschichtenatelier. Einmal hier angekommen, gilt es nun sich für die richtige Genre-Abteilung zu entscheiden.

Alltag: Hier wachsen die alltäglichen Gewächse. Scharfe Kräuter, die unser Leben bereichern, ständig wiederkehrendes Unkraut, dass unsere Welt überwuchert, oder besondere Kleinode, die jeden Tag zu etwas besonderem machen.
Emotionen: Liebliche Pflanzen wachsen hier. Zarte Mimosen, die gehegt und gepflegt werden müssen. Rosen, die mit Liebe aufwachsen und doch ihre Dornen zeigen. Aber auch alle anderen Blumen, so vielfältig wie die menschliche Gefühlswelt.
Nachdenkliches/Kritisches: Ein Weg, der bisher nur von wenigen beschritten wurde. Der Pfad für die Denker, für die (anders-) Denkenden und für Weltverbeserer. Aber auch für die Gärtner die das wildwuchernde Gras am Wegesrand erkennen und mähen wollen. Die einen Blick haben für besondere Pflanzen und ihnen den Weg an das Tageslicht bahnen wollen.
Humor: Der Duft dieser Pflanzen kitzelt in deiner Nase. Niesen musst du nicht, aber Lachen. Mal entlockt er dir nur ein leises Kichern, mal kannst du vor Lachen nicht weitergehen und musst dir erst die Lachtränen aus den Augen wischen.
Phantastik/Surreales: Der Pfad erschien erst wie eine Abzweigung des Fantasy-Weges. Bei näherem Betrachten sieht man aber, dass die Wege parralel zueinander verlaufen. Beide führen in eine andere Welt. Der phantastische Weg lässt aber noch immer die Wirklichkeit erahnen. Pflanzen, die jeder kennt säumen den Wegesrand, tragen jedoch ab und an aussergewöhnliche Farben.
Science-Fiction: Ein Weg der in eine (mögliche) Zukunft führt. Gesäumt von glänzenden, (noch) unbekannten Pflanzen. Kleine Gewächse, die es vielleicht einmal geben wird und getrocknetes Gras, welches es einmal gab.
Fantasy: Der vielleicht größte und breiteste Genre-Weg. Aber auch der bezauberndste. Pflanzen und Gewächse, die noch nie ein menschliches Auge erblickt hat wachsen hier. Ein Weg, der in eine neue Welt führen kann, jedoch voller Klischee-Stolpersteine liegt.
Horror: Dunkel ist dieser Weg, voller Gefahren und doch nicht ungehbar. Hier wachsen die Pflanzen der Nacht. Verströmen einen eigentümlichen Geruch nach altem Gemäuer, nach nassem Fell einer Bestie und nach Angst. Wer den Mut und den Willen hat diesen Weg beschreiten zu wollen, sollte eine Taschenlampe dabei haben.
Krimi/Thriller: Nebel umwabert diesen Weg. Auf den Spuren großer Detektive und kleiner Verbrecher begegnen dir ungeklärte Rätsel und fesselnde Situationen. Manche Pflanze, die sich in der Dunkelheit versteckt, entdeckst du vielleicht erst, am Ende des Weges.
Sonstiges: Unscheinbar liegt dieser Weg vor dir. Beinah überwuchert von Pflanzen in der Nachbarschaft. Für manche die letzte Rettung, um aus dem Dschungel herauszufinden, für andere eine Herausforderung und eine Neuentdeckung.
Fremdsprachen: Fremdartige Blumen wachsen hier am Wegesrand. Solche hast noch nie gesehen. Für manche mag dieser Weg unverständlich und ungangbar sein – für andere ist er eine Herausforderung.

Falls du dich nun nicht entscheiden kannst, welchen Weg du nehmen möchtest, oder du es nicht wagst, diesen allein zu beschreiten, dann kannst du jemanden aus dem Team um Rat fragen. In passenden Tarnfarben sind die Moderatoren bestens gerüstet für den Genre-Dschungel.
Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 30. Dezember 2012
 
Der elfte Versipuls: ein Gassenhauer

Liebe LeserInnen,

pünktlich zum Beginn des elften Versipulses in unserem Forum hat Judith einen Blick zurück auf die Geschichte unseres Lyrikimpulses geworfen: Der Versipuls: Damals und heute. Die Idee ist kurz gesagt: Wir geben einige Zeilen vor, die wir in Büchern, Gedichten, Kurzgeschichten oder Liedern gefunden haben, und jeder, der sich dazu inspiriert fühlt, schreibt ein Gedicht dazu. Nach zwei bis drei Monaten lösen wir dann auf, in welchem Zusammenhang die Zeilen ursprünglich standen. Meistens sind sie in ihren neuen Gewändern kaum wiederzuerkennen ...

„Damals“, im September, wurden gerade die ersten Gedichte eingestellt, erste Versuche, den Zeilen neue Formen zu geben. „Heute“ ist der Impuls abgelaufen und ich habe die Zeilen aufgelöst. Was dabei herausgekommen ist, hat mich sehr gewundert – und gefreut. Denn 17 Gedichte wurden noch nie zu einem Versipuls geschrieben. Wie immer – aber bei diesem Mal ganz besonders, da so viele Gedichte eingestellt wurden – fasziniert mich, wie unterschiedlich die Gedichte die Zeilen aufgreifen. So tränkt Adsartha in unter der oberfläche / ringen nach luft ein Verlustgefühl in Melancholie und Mondlicht, PhoebeFibi malt Herbstbilder und Nachtmahr wagt einige Schritte in die Lyrik und schreibt philosophisch Träume / Vom Scheitern.

Bemerkenswert ist vor allem unser User Porter, der gleich sechs (!) Gedichte zu den Zeilen geschrieben hat. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir Du gabst mir keine Hand, in dem er alle fünf Zeilen unterbringt – ohne dass man es auf den ersten Blick merkt.

Zum Abschluss hier die Zeilen, die Gassenhauer unter den Versipulsen, die Luxuskarossen zwischen den Tretrollern. Nun, also: die Zeilen. Und vielleicht bleibt irgendwo ein weiteres Gedicht zurück.

und der Augenblick gerann zu Kristall
(aus "Das eiserne Haus" von John Hart)

Aus einem Wasserhahn fließen flüssige Planeten
(aus "Die Mechanik des Herzens" von Mathias Malzieu)

Der Horizont bleibt für uns uferlos
(aus "Horizont" von In Strict Confidence)

Ich rahm' mein Bild manchmal, bevor ich's male.
(aus „Schöne Wahrheit“ von Curse)

Man lebt hier selten des Nachts
(aus „Reglose Jagd“ von Nora Bossong)

Viele Grüße aus Köln,

Sabine / Libertine

Zuletzt aktualisiert: Montag, der 26. November 2012