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Das Herz des Dämons - Kapitel 1.1
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14-02-2008, 17:04
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21-10-2011 10:07 von Sternchen.)
Beitrag #1
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Das Herz des Dämons - Kapitel 1.1
Aktuelle und inhaltlich überarbeitete Fassung.
______________________ Kapitel 1 1792 Jahre nach Gründung des Kaiserreiches ... 992 Jahre nach Untergang des Kaiserreiches ... Der Regen kam mit dem Geräusch von tausend marschierenden Soldaten auf die Ansammlung niedriger Hütten herab. Er strömte zwischen die ärmlichen Bauten, lief durch den kleinsten Spalt in ihr Inneres. Eine regelrechte Flut rann durch die Straßen, schwemmte den festgestampften Lehm und Schmutz auf, verwandelte sich in etwas Reißendes aus Wasser und Schlamm, das Ahnungen von der Urgewalt weckte, die einst Kontinente geformt hatte. Stiefel klatschten in schnellem Lauf ins Wasser, Schlamm lief über die Krempe hinein, aber sie setzten ihren Weg unbeirrbar fort. Rosen! Da waren Rosen gewesen, ein ganzes Feld wilder Rosen hatte dort gewuchert. Sie waren aus dem Nichts gekommen, von einem Moment auf den anderen, pulsierend wie ein Herzschlag. An den Hüttenwänden, auf der Erde, an der Unterseite des Vordachs – sogar auf dem Rücken seiner Hände. Er erinnerte sich an Blütenblätter in kräftigem Rot, die irgendwo im Halbdunkel der Nacht zu Schatten verblassten. Alles war voll von ihnen gewesen. Die auf seinen Händen waren noch immer da, aber der Regen schien sie fort zu waschen, während er durch das hinabstürzende Wasser hetzte. Er bog in eine schmale Seitengasse, lediglich ein Spalt zwischen den Rückwänden zweier Hüttenreihen und wäre beinahe auf dem schlüpfrigen Untergrund ausgerutscht. Im letzten Moment konnte er sich an einem hervor stehenden Holzbalken festhalten. Splitter bohrten sich in das weiche Fleisch seiner Fingerkuppen, aber der Schmerz schien aus großer Entfernung zu kommen, als müsste er erst einen dämpfenden Nebel durchdringen. Sein Schwung schmetterte ihn gegen die gegenüberliegende Wand. Er konnte hören, wie in der Hütte etwas zu Boden fiel und zerbrach. Ihm wurde schwarz vor Augen, als sein Kopf mit aller Wucht auf eine Holzkante donnerte. Diesmal spürte er den Schmerz umso deutlicher, der von seinem Schädel hinab in seinen Rücken schoss. In der Übelkeit erregenden Schwärze einer drohenden Ohnmacht war er wie ein Leuchtfeuer. Es hielt ihn bei Bewusstsein – und tat noch mehr. Für einen Augenblick klärten sich seine Gedanken. Da waren keine Blüten gewesen, keine Dornen, die sich in seine Richtung reckten. Verwirrt betrachtete er seine Hand. Zwei fingerlange Splitter ragten aus ihrer Haut hervor. Dunkles, regenverdünntes Rot wand sich langsam an ihnen herab. Alles rot. Mit einem Mal erkannte er, was sich vor ihm verborgen hatte – was vor ihm verborgen worden war, heimtückisch, berechnend. Nur Rot. Ihr Himmlischen! Was war nur mit ihm geschehen? Zum Erkennen gesellten sich Nebelfetzen verwaschener Erinnerung hinzu. Ein … Kampf … Ein Gesicht, unbekannt, doch … Rot. Nur Rot. Ein Fauchen riss ihn zurück ins Hier und Jetzt. Es erklang in seinem Hinterkopf und breitete sich in rasender Schnelle aus, überspülte seine Gedanken mit der Gewalt einer Sturmflut. Was, wenn sie es finden? Narr! Jedes Wort war wie ein Peitschenschlag. Er fasste sich zitternd an die Stirn, malte sich ein wirres, zuckendes Zeichen mit seinem eigenen Blut darauf. Die Knie wurden ihm weich und jetzt fiel er doch noch zu Boden. „Ich kann zurück. Kann selber. Suchen“, winselte er, jede Silbe mühsam hervorquälend. Seine Versuche, sich hochzustemmen waren vergebens, alle Kraft war fort. Um ihn herum blubberte der Schlamm Regenblasen hervor. „Sie wissen doch gar nichts davon. Sie finden es nicht, weil. Sie nicht. Suchen.“ Nein. Es ist zu spät. Sie sind noch dort – sie werden kommen. Lauf! Sie suchen dich schon! Dann konnte er mit einem Mal nur noch erschrocken aufkeuchen. In einer einzigen Welle kehrte seine Kraft zurück und er sprang förmlich in die Höhe. Seine Füße stemmten sich gegen den tückischen Untergrund, als er wieder zu rennen begann. Bläulicher Morgennebel quoll aus dem dichten Unterholz hervor und verwandelte Bäume und Büsche in eine Ansammlung wabernder Schemen inmitten geisterhaften Dunstes. Bizarr und gestaltlos ragten vielerorts Farne und Felsen aus dem Schleier empor, die der Nebel zu mystischen Gestalten machte, zu allerhand Fabelwesen, die im Zwielicht lauerten, oder – wie die tief hängenden Äste einer nahen Eiche – zu den dürren Armen einer Hexe, die auf einen unachtsamen Wanderer warteten, um mit langen Fingern nach ihm zu greifen. Der Wald wirkte drohend, beobachtend. Ein uraltes Wesen, das sich an die Flanken der Berge schmiegte wie an seine Mutter. Es gab Gerüchte, die eine oder andere Legende, die seit Generationen unter den Bauern und Hirten des nahen Dorfes weitergereicht wurde. Sie erzählten von den umherstreifenden Seelen zu unrecht Gestorbener, von Waldgeistern und Schattenmännern, hinterhältigen Wesen, die Verirrte immer tiefer ins Herz des Walds lockten, um sie dort in ihre dunklen Banne zu verstricken. Diese Geschichten wurden mit gesenkter Stimme erzählt, flüsternd sogar wenn die Stunden weiter fortgeschritten waren, aber immer mit vorsichtigem Blick über die Schulter, hinauf zu den Bäumen. Gerade in einem Herbst wie diesem, dessen Tage von einer farblosen Wolkendecke und nahezu ununterbrochenem Nieselregen beherrscht wurden, der hin und wieder zu Sturm und Gewitter anschwoll, beäugten die Dorfbewohner die bewaldeten Hänge mit nahezu fanatischem, abergläubischem Misstrauen. Wurde ein Schaf gerissen, verletzte sich ein Zimmermann bei der Arbeit, oder brach gar ein Feuer aus, so war es das Werk des Waldes. Wenn jemand überraschend erkrankte, eine Frau bei der Geburt starb, selbst wenn ein alter Mensch nach langem Siechtum dem Fieber erlag, so war es der Wald. Seit vielen Generationen lebten diese Menschen schon in seinem Schatten und sie hatten ihre Mittel und Wege, mit ihm umzugehen. Sie taten, was sie für nötig hielten und fanden sich in der Hütte des Ältesten ein. Es wurde geredet, beraten und jeder einzelne achtete mit großer Sorgfalt darauf, dass der Priester, der am Rande des Dorfes lebte, nichts von diesem Treffen erfuhr. Am nächsten Tag dann, manchmal am übernächsten, wenn die Sonne gerade erst am Horizont empor stieg, brachen einige Männer in aller Heimlichkeit zum Waldrand auf. Sie führten eines der Schafe mit sich und brachten ein langes Messer. Dort, wo die Heide in den Wald überging, tränkten sie die Erde mit dem Blut des Schafes und verbrannten anschließend seinen Leib. Wenn in den Tagen darauf kein Tier gerissen wurde, kein Unfall mehr geschah oder das Neugeborene kräftig wurde und frei von Krankheiten blieb, dann hatte das Opfer die Geister besänftigt. Wenn nicht, so gab es ein weiteres Treffen. Die Dörfler waren einfache Leute und sie taten vor allem anderen, was ihre Familien schon immer getan hatten. Sie würden es auch noch in einem Jahrzehnt tun, oder auch in zweien, all den Bemühungen der Kirche zum Trotz. Serde Jonnacius verstand nur zu gut, wieso die Dorfleute diese Dinge taten, ebenso wie der Dorfpriester es verstand. Serde hätte es nicht besser ausdrücken können als der Geistliche. Diese Leute lebten in einer kleinen Welt, das waren die Worte gewesen, die er an diesem Morgen verwendet hatte. So war es seit jeher gewesen und so würde es immer sein, ihr Leben lang. Nichts stand geschrieben, mochten Bischöfe und Kirchenlords weit weg von hier auch anderes verkünden. Erfahrungen wurden vom Vater an den Sohn weitergegeben oder selber gemacht. Die Geister der Wälder waren ebenso selbstverständlicher Teil dieses Lebens wie die Feldarbeit, der Wind und das wankelmütige Wetter. Die Worte der Heiligen Schrift fanden nur schwer Platz darin. Ein Knacken im Unterholz ließ Serde mit dem Speer in der Hand herumfahren. Der sechs Fuß lange Holzschaft war nicht seine bevorzugte Waffe, aber mit seiner langen Eisenspitze war er in seinen Händen ebenso tödlich wie ein Schwert und obendrein für die Jagd weitaus besser geeignet. Mit zusammengekniffenen Augen spähte er in die Richtung, aus der das Geräusch gekommen war. Was immer dort war, es musste nah sein, sehr nah sogar, denn der Nebel verschluckte jedes Geräusch schon nach wenigen Schritten. Jetzt raschelten Blätter wie in einer Brise, obwohl es vollkommen windstill war. Serde umfasste den Speer fester und hob das Ende mit der Rechten über Schulterhöhe, bereit zuzustoßen. Das Knacken wiederholte sich. Etwas kam direkt auf ihn zu. Die Speerspitze zuckte nach rechts, als er am Rande seines Sichtfeldes eine Bewegung wahrnahm, kaum mehr als ein Schatten, der die Gestalt veränderte. Er sah einen dunklen Leib, der auf vier Beinen in seine Richtung schnellte, erahnte lange Fänge und... Aus dem Schemen wurde der Umriss eines Menschen. Serde atmete erleichtert aus und senkte den Speer. Ein junger Mann gleichen Alters trat aus dem Dunst und Serde nickte ihm zu. Der andere erwiderte die Begrüßung mit einem Lächeln und fuhr sich mit einer Hand durch das kurze braune Haar. „Es ist kein Wunder, dass wir keinen Erfolg haben, so laut wie du durch das Unterholz trampelst“, sagte Serde, nun ebenfalls mit einem Lächeln auf den Zügen, dessen es eigentlich nicht bedurft hätte, um die Neckerei zu enttarnen; Empée und Serde kannten einander schon lange Zeit. Auch wenn es keinesfalls so war, dass sie seit ihrer Kindertage Freunde waren, so herrschte zwischen ihnen eine solche Vertrautheit, wie sie manches wirkliche Bruderpaar nicht besaß. Umso verwunderlicher war es, dass Empée nicht auf den Schalk einging, sondern ganz im Gegenteil in einem Anflug von Unmut den Mund verzog. Den eigenen Speer locker an der Seite, deutete er mit der freien Hand zurück in die Richtung, aus der er gekommen war. „Dort hinten führen Spuren tiefer in den Wald, aber sie verlieren sich bald wieder – und das liegt nicht bloß an dieser ...“, er machte eine ungehaltene Geste, „... Suppe! Der Boden wird felsiger, je näher wir den Bergen kommen. Bald werden wir gar keine Spuren mehr finden.“ Serde nickte. Der eigentlich lockere Waldboden war an vielen Stellen so hart, als würde es bereits frieren, dabei war der Herbst noch nicht vorüber. „Dann lass uns schnell weiterziehen. Je länger wir hier stehen, desto größer wird sein Vorsprung.“ Empée antwortete bloß mit einem Nicken. Beide hofften sie, dass die Jagd bald ein Ende finden würde. Der Nebel war so feucht, dass der Stoff ihrer Wämser nicht trocknen wollte. Auf dem Hinritt hatte es noch geregnet und trotz ihrer Mäntel waren sie bis auf die Knochen durchnässt worden. Seit beinahe zwei Stunden durchstreiften beide nun schon den Wald, jeder Spur folgend, die sich fand, doch zumeist war die Ausbeute mager. Das Tier, das sie jagten, bewegte sich wie ein Phantom, ganz so als wüsste es genau, wo es keine Spuren hinterließ und wo es lockeres Erdreich gab, dass es umgehen musste. Wenn es nicht doch immer wieder Fehler gemacht hätte, wäre die Jagd schon lange vorbei. Ein jedes mal, wenn sie anhand eines Abdrucks im weichen Waldboden die Verfolgung wieder aufnehmen konnten, berührte Serde den Speichenrad-Anhänger unter seinem Wams, um den Himmlischen Dank zu entbieten. Dennoch war in ihm ein Gefühl der Beunruhigung. Dies war sein Revier, sein Jagdgebiet. Bisher hatte Serde sich geweigert, näher darüber nachzudenken, aber in seinem Hinterkopf lauerte schon seit geraumer Zeit die Frage, was geschehen würde, wenn sie das Tier schließlich einholten. Das Bild eines umherpirschenden Schattens, unsichtbar im Morgendunst – eines Schattens mit einem Maul voller reißender Zähne – drängte sich ihm zum wiederholten Mal auf. „Sieh nur.“ Serde riss sich aus seinen düsteren Gedanken. Sein Blick folgte Empées ausgestrecktem Arm. Sie waren ein ganzes Stück tiefer in den Wald vorgedrungen. Fast nur noch turmhohe Tannen standen hier, bar jeden Unterholzes. Der Boden stieg leicht an, die ersten Ausläufer des Gebirges. Hier war der Waldboden nicht mehr von Laub bedeckt und sie konnten sich fast lautlos bewegen, gleichzeitig verdeckten ausladende Äste jedoch vollständig den Himmel. Wenn Serdes Zeitgefühl ihn in dieser schummrigen Halbwelt nicht schon völlig im Stich gelassen hatte, würde die Sonne bereits aufgegangen sein oder aber sich gerade eben über den Rand der Welt schieben. Hier jedoch war es beinahe so finster wie in tiefster Nacht. Wahrscheinlich würde es das auch den größten Teil des Tages bleiben, besonders, wenn der Nebel sich weiterhin nicht lichtete. In der Richtung, in die Empée zeigte, klärte sich der Dunst allerdings. Vielleicht war es auch nur die Laune eines Windes, die ausgerechnet hier die Schwaden auseinander trieb und eine etwas klarere Sicht ermöglichte. „Was ist das?“, fragte Empée. Serde kannte die Antwort, dennoch zögerte er sie noch einen Moment hinaus. Langsam trat er näher an das, was rein äußerlich den Anschein erweckte, nicht mehr als eine hüfthohe Ansammlung faustgroßer Steine zu sein. Der Eindruck täuschte jedoch, das wusste Serde. Jemand hatte die Steine sorgsam aufgeschichtet, sodass sie einen unregelmäßigen Kegel bildeten, der an einer Seite eine handbreite Öffnung aufwies, die ein Stück niedriger war als das Gebilde selbst. Im Inneren stand, an den Stein gelehnt, ein Stück Holz, so lang wie Serdes Unterarm. Mit mehr Hingabe als Geschick war ein Symbol darin eingeritzt. Eine handvoll Knochen, die von einem Hasen oder einem anderen kleinen Tier stammen mochten, lag vor dem Kegel. Es wirkte, als lägen sie rein zufällig da, aber das konnte nur jemand denken, der nicht wusste, was dieser Ort darstellte. Serde raffte seinen Umhang ein Stück und hockte sich dann auf einem Knie vor dem Kegel hin. Er legte den Speer beiseite und betrachtete das Stück Holz etwas näher. Das Symbol war im Zwielicht halb verborgen, aber er würde es sicher nicht hervorholen. „Es ist ein Wegschrein“, antwortete er schließlich. Er wusste schon, wie Empée reagieren würde, bevor er überhaupt zu Ende gesprochen hatte. „Ein Wegschrein“, wiederholte Empée. „Ein Götzenbild also.“ Das stimmte nicht und Serde war sich darüber im Klaren, ebenso wie er wusste, dass auch Empée es war, sagte aber nichts. Trotz ihrer engen Verbundenheit gab es zwischen ihnen schlicht Dinge, die der andere nicht verstand, vielleicht sogar nicht verstehen wollte. Die Augen halb geschlossen, besah Serde das Zeichen und schließlich erkannte er, was der unbekannte Künstler hatte darstellen wollen. Er kam nicht umher, seinen ersten Eindruck zu widerrufen. Obwohl es sicherlich kein Meisterwerk war, hatte derjenige, der den Schrein errichtet hatte, weitaus mehr Sorgfalt bei der Schnitzerei walten lassen, als Serde zuerst angenommen hatte. Jetzt, da er einmal erkannt hatte, was er vor sich hatte, war es viel einfacher, die feinen Kerben im Holz zuzuordnen, die eine Ahnung der ehrfürchtigen Konzentration vermittelten, mit der sie geschaffen worden waren. Zusammen bildeten die dunklen Linien die einfache Darstellung einer Rosenblüte. „Dieser Ort ist der Dame vom Hain gewidmet“, fügte er an Empée gewandt hinzu. Empée gab ein höhnisches Schnauben von sich. „Diese Leute halten an ihrem Aberglauben stärker fest, als an ihren Leben. Sie haben sich von der Kirche abgewandt und wundern sich noch, wenn…“ „Es sind einfache Leute!“, fiel Serde ihm ins Wort. Sein scharfer Tonfall tat ihm augenblicklich wieder leid, auch wenn ihn ein Teil von ihm für gerechtfertigt hielt. Ruhiger fügte er hinzu: „Die Dame wird von den Menschen dieser Gegend als Schutzpatronin der Wanderer angesehen. Sie bringen ihr ein kleines Opfer an solchen Schreinen und die Dame führt sie zurück auf den sicheren Pfad, wenn sie sich verirren. Es ist ein alter Glaube.“ Er zuckte mit den Schultern. „Sie wenden sich nicht von den Himmlischen ab. Hier draußen sind einige Dinge anders. Für sie existiert beides nebeneinander. Straf sie nicht dafür.“ Ohne sich umzudrehen, war Serde sich sicher, wie sein Freund gerade dastand. Die eine Hand auf den Speer gestützt, die Finger der anderen berührten den gleichen Anhänger, den auch Serde trug. Der Mund war zu einer trotzigen Zurschaustellung stummen Widerspruchs verzogen, die ihm im Kindesalter nicht selten eine Tracht Prügel eingebracht hatte. Serde überlegte, ob er noch einen Augenblick hocken bleiben sollte, nur um seinen Freund zu ärgern, doch dann entschloss er sich dagegen. Mit den Fingerspitzen strich er behutsam über die Schnitzerei, bevor er aufstand. Er war sich sicher, damit einen ähnlichen Effekt zu erzielen. „Aberglaube“, murmelte Empée leise, aber Serde hörte es trotzdem – vielleicht weil er es erwartet hatte, vielleicht auch, weil Empée es absichtlich gerade laut genug gesagt hatte. Für kurze Zeit nahm die Stille des Waldes überhand. „Wir hätten Hunde mitnehmen sollen“, meinte Empée dann. Serde schüttelte zur Antwort nur den Kopf. Empée hatte selbstverständlich Recht – mit einem oder zwei der Rüden, die die Schafe der Dorfleute hüteten, wäre es um ein Vielfaches einfacher gewesen, der Spur zu folgen – aber Serde war etwas in der Nähe des Schreins aufgefallen. Die Ausläufer einiger Tannenwurzeln überschnitten sich dort mehrmals und in der Lücke zwischen ihnen befand sich ein Dreieck aus weicher Erde – und inmitten des Dreiecks hatte etwas mit großen Tatzen einen deutlichen Abdruck hinterlassen. Serde lächelte. Ein weiterer Abdruck fand sich in einer Mulde weiter links. Sie hatten die Fährte wieder gefunden. Anstatt nordwärts und damit tiefer in den Wald und näher an die Berge zu führen wie zuvor, knickte sie hier ab und machte einen Bogen nach Osten. Wenn man glauben wollte, dass ihre Beute versucht hatte, sie an der Nase herumzuführen, war es ihr letztendlich doch misslungen. Sie waren ihr wieder auf der Spur. Serde für seinen Teil hatte nicht vor, sie noch einmal entkommen zu lassen. _________________ Weiter zum nächsten Teil Mein Blog, jetzt auch in Betrieb: Die Weltenschmiede Was es von mir auf literatopia gibt: Werkeverzeichnis Science-Fiction, ständig in Bewegung: Wiki des Wahnsinns |
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21-02-2008, 11:52
Beitrag #2
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RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.1
Hallo Saryn,
wie immer zuerst die Anmerkungen Der Regen kam mit dem Geräusch von tausend marschierenden Soldaten auf die Ansammlung aus niedrigen Hütten herab. würde eher "eine Ansammlung" schreiben, also unbestimmten Artikel ... verwandelte sich in etwas reißendes aus Wasser und Schlamm, etwas Reißendes Da waren Rosen gewesen, überall in dem kleinen Raum, welcher kleine Raum??? aber der Regen schien sie fortzuwaschen, wie er jetzt feststellte, als er durch das hinabstürzende Wasser hetzte. entweder wäscht der Regen sie fort oder nicht und dieses "wie er jetzt feststellte" ist unnötig Er zog sich daran um die Ecke und Sein Schwung schmetterte ihn gegen die gegenüberliegende Holzwand sein Schwung „Ich geh zurück! Ich hole es!“ winselte er. Komma nach der Rede Jetzt ist es zu spät – Sie sind bereits da! eigentlich würde ich das "sie" klein schreiben Der bläuliche Nebel der sich in den ersten Morgenstunden bildete Komma nach Nebel die der Nebel machte zu mystischen Gestalten machte, einmal "machte" zu viel aber ich finde "machen" ist an dieser Stelle sowieso kein schönes Verb ... Von den umherstreifenden Seelen zu unrecht Gestorbener, war die Rede kein Komma die Verirrte ins Herz des Waldes lockten um sie dort in ihre dunklen Banne zu verstricken Komma vor "um" kein Unfall mehr geschah, oder das Neugeborene kräftig wurde und frei von Krankheiten blieb eigentlich kein Komma Sie würden es auch noch in einem Jahrzehnt tun, oder auch in zweien, hier auch (aber ich glaub, man kann es setzen, bin mir da aber wegen der neuen deutschen Rechtschreibung ned ganz sicher) es musste nach sein, sehr nah sogar nach = nah erahnte lange Fänge und... Leerzeichen vor den Punkten dessen es eigentlich nicht bedurft hätte um diesen Vorwurf als Neckerei zu enttarnen; Komma vor "um" und Punkt am Ende (oder du machst keinen Absatz) wie es manches Bruder paar nicht gewesen wäre Bruderpaar Dort hinten habe ich Spuren gefunden die tiefer in den Wald führen Komma nach "gefunden" Dann lass uns schnell weiterziehen, Je länger wir hier stehen je klein jeder Spur folgend die sich fand, Komma nach Spur Sie jagte ein Phantom von dem sie nicht einmal mit Gewissheit sagen konnten jagten und Komma nach Phantom musste die Sonne bereits aufgegangen sein, oder aber sich gerade eben über den fernen Horizont schieben. kein Komma (mhm, allgemein vor "oder" (und "und") ... ich setz da nur in absoluten Ausnahmefällen eins, bei dir scheint es dir Regel zu sein?) war es auch nur die Laune eines Winden, wie sie manchmal die Bergflanken hinabstrichen, die ausgerechnet hier die Schwaden auseinander trieb entweder ein Wind und Singular oder mehrere Winde und Plural ... das "eines" passt nicht und ich würde auch "trieben" schreiben, weil sich das eher auf die Winde bezieht als auf die Laune „Was ist das,“ fragte Empée und Serde sah sich tatsächlich in der Lage eine Antwort zu geben Fragezeichen und Komma dann nach der Rede Langsam trat er näher an das was rein äußerlich den Anschein erweckte Komma nach "an das" Er widerrief seinen ersten Eindruck; ich finds nicht gut, wenn man nach einem Semikolon einen Absatz macht "Es ist kein Wunder...“ Leerzeichen vor den Punkten bringen ihr ein kleines Opfer an solchen Schreiben Schreinen ----------------------------------------------------- So, wie immer auch kein Anspruch auf Vollständigkeit ...Im ersten Teil von Kapitel 1.1 hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten rein zu kommen, was aber mit dem zweiten sich sehr schnell änderte. Besonders als Serde auftrat, wuchs die Neugier und das Lesen wurde gleich viel leichter und unbeschwerter. Du beschreibst die Umgebung meist sehr detailliert und "hingebungsvoll", was mir eigentlich sehr gut gefällt. Nur manchmal neigst du dazu, dich zu wiederholen und z.B. den flutenden Regen ein mal zu oft zu erwähnen. Das fiel mir vor allem im ersten Teil auf, im zweiten nimmt das etwas ab und du konzentrierst dich mehr auf die Geschichte. Den Schluss für diesen Teil hast du gut gewählt, da muss man eigentlich gleich weiterlesen! (nur hab ich leider keine Zeit) ... Grüße - Zack “Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne) |
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25-02-2008, 23:46
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25-02-2008 23:54 von Dreadnoughts.)
Beitrag #3
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RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.1
Hallo Saryn.
Vorweg die Anmerkungen. Ich versuche mich mit Zack abzugleichen. Zitat:dass ein heller Schmerz in seiner Seite aufflammte, der für einen Augenblick seine Gedanken klärte."Klärte" - das liest sich, als ob seine (wirren) Gedanken sich lichten. Empfehlung des Küchenchefs: dass ein heller Schmerz in seiner Seite aufflammte, der für einen Augenblick seine Gedanken verdrängte. oder ... ... seine Gedanken dominierte. oder ... ... seine Gedanken ausblendete. Zitat:Da waren keine Blüten gewesen, nicht alles voller Rosen.Holpert ein wenig, wie ich finde. Warum kein "war" zwischen "alles" und "voller"? Da waren keine Blüten gewesen, nicht alles war voller Rosen. Zitat:Du hast es dort gelassen! Du Narr!Die Stimme in seinem Kopf? Sein gewissen? Sein Hass? Damit es deutlich wird, dass diese Stimme zu jemand anderem gehört - setze sie lieber kursiv. (Kommt nach ein paar Zeilen später noch einmal.) Zitat:Er versuchte, sich hoch zu stemmen, aber seine Beine gehorchten ihm nicht und er fiel in das schlammige Wasser.Hm, das liest sich so: Keine Kraft mehr - er fällt zu Boden / ins schlammige Wasser. Stimme in seinem Kopf herrscht ihn an. Kraft wieder da und weg. So einfach kehrt die Kraft zurück? Vorschlag: Nimm doch lieber ... Mit letzter Kraft stemmte er sich aus dem zähen Untergrund hoch und begann zu rennen ... Zitat:in eine Ansammlung von wabernden Schemen inmitten geisterhaften Dunstes.Holpert. Ich würde dem "geisterhaften Dunstes" ein "eines" voranstellen. in eine Ansammlung von wabernden Schemen inmitten eines geisterhaften Dunstes. Zitat:Und wenn doch, dann traf man sich in wieder der Hütte des Ältesten.... wieder in der Hütte ... Zitat:Erfahrungen wurde vom Vater an den Sohn weitergegeben oder seber gemacht.... selber ... Zitat:Die Geister der Wälder waren ebenso selbstverständlicher Teil dieses Lebens, wie die Feldarbeit, der Wind und das Wetter.Hier schwenkst Du Deine Kamera sehr abrupt auf Serde herum. Warum kein Absatz? Oder sind die Sätze über den Wald gar seine Gedanken? Dann setze sie kursiv - oder baue Serde als Figur eher ein. Oder ein ... Absatz. *g* Zitat:Jetzt raschelten Blätter wie in einer Brise, obwohl es Vollkommen windstill war.... vollkommen ... Zitat:der auf vier Beinen in seine Richtung schnellte, erahnte lange Fänge und...Leerzeichen zwischen "und" und den drei Punkten - es sei denn: "zum Teu..." *g* Zitat:Serde senkte den Speer und setzte die Spitze neben seinen Stiefeln ab.Vorschlag: Serde senkte seufzend/erleichtert den Speer und setzte die Spitze neben seinen Stiefeln ab. Zitat:um diesen Vorwurf als Neckerei zu enttarnen;Ich würde Dir eher zu einem abschließenden Punkt raten. Zitat:Er hielt den eigenen Speer locker an der Seite und deutete mit der freien Hand zurück in die Richtung, aus der er gekommen war. „Dort hinten habe ich Spuren gefunden die tiefer in den Wald führen, aber sie verlieren sich bald wieder – und das liegt nicht bloß an dieser,“ er machte eine ungehaltene Geste, „Suppe! Der Boden wird felsiger, je näher wir den Bergen kommen.Mehrere Vorschläge. Zum einen empfehle ich Dir den wörtlichen Reden eine eigene Zeile zu gönnen. Zum anderen würde ich hier anders mit den "Hilfszeichen" arbeiten: Er hielt den eigenen Speer locker an der Seite und deutete mit der freien Hand zurück in die Richtung, aus der er gekommen war. „Dort hinten habe ich Spuren gefunden die tiefer in den Wald führen, aber sie verlieren sich bald wieder ... und das liegt nicht bloß an dieser ...,“ er machte eine ungehaltene Geste, „... dieser Suppe! Der Boden wird felsiger, je näher wir den Bergen kommen. So, also am Anfang wird anscheinend das Wesen beschrieben, dass nun von Serde und Empée gejagt wird. Was das mit den Rosen auf sich hat - und inwiefern das zum Prolog passt, weiß ich noch nicht. Mit Deinen Beschreibungen hast Du nicht gespart - allerdings hättest Du hier und da (Serde senkt vielleicht seufzend den Speer) den Darstellern noch ein wenig mehr Charakterisierung mit auf den Weg geben können. Aber ich denke, das wird sich im Verlauf alles aufklären. LG D. ... and dread noughts |
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03-03-2008, 22:06
Beitrag #4
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RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.1
Erstmal vielen Dank euch beide, für die Mühe und entschuldigt meine späte Antwort^^
Ich geh jetzt nicht detailliert auf jeden Kritikpunkt ein, aber ich habe sie definitiv zur Kenntnis genommen. Rechtschreibung und Satzfragmente werde ich demnächst mal korrigieren, bzw rausschnippeln. Letztere sind teils noch von der alten Fassung und ich weiß nciht so wirklich, was die noch im Text machen :shy: Ganz allgemeine Dinge: Die Verbindung zwischen Haupthandlung und Prolog wird noch einige Zeit offen bleiben, aber es wird (nciht mehr im ersten, wohl auch nicht im 2ten Kapitel Andeutungen und Teilinformationen geben, aus denen sich der geneigte Leser was zusammenreimen kann Was die Beute angeht - das ist auch so eine Sache... naja, ihr werdet sehen und richten, sobald es soweit ist ich werde weitere Kapitel online stellen, sobald einer von euch mit allen bisherigen durch ist. Will nciht so im Fantasyforum rumspammen :D Mein Blog, jetzt auch in Betrieb: Die Weltenschmiede Was es von mir auf literatopia gibt: Werkeverzeichnis Science-Fiction, ständig in Bewegung: Wiki des Wahnsinns |
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23-04-2008, 23:04
Beitrag #5
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RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.1
Hallo Saryn,
nun, nach dem Kommentar zum Prolog ist einige Zeit vergangen, aber ich wollte einfach wissen, wie es wohl weitergeht und Du hattest angedeutet, dass die Fortsetzung sich vom Prolog unterscheiden würde ... Herzlichen Glückwunsch, das tut er tatsächlich.:icon_thumbs1: Zitat:Du hast es dort gelassen! Du Narr!-> Würde ich empfehlen kursiv zu setzen, das hebt es besser vom übrigen Text ab. Zitat:Die Kraft kehrte zurück. Er sprang förmlich in die Höhe und stemmte seine Füße gegen den zähen Untergrund, als er wieder zu rennen begann.Ups, plötzlicher Übergang. Vorallem, da Du zuvor in der Kapitelüberschrift eine Zeitangabe machst - bezieht die sich auch auf diesen Teil? Spannend, ein bisschen mysteriös, aber vor allem ein guter Anfang, der reizt weiter zu lesen, um zu erfahren was die beiden Textteile miteinander zu tun haben und was für einer Beute die beiden Jäger auf der Spur sind. Bin gespannt! Gruß Shadow |
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24-04-2008, 13:24
Beitrag #6
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RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.1
Jetzt muss ich echt sagen, dass ich baff bin :D
Mit einem so positiven Kommentar hätte ich von dir nicht gerechnet nach dem Prolog (versteh das bitte nicht falsch, ist in keiner Weise böse gemeint Freut mich sehr, dass dir der erste "richtige" Teil der Geschichte gefällt Vielen Dank Zu deinen Anmerkungen: Zitat:Zitat:l nach dem Reinstellen der korrigierten Fassung vergessen, die entsprechenden Marker zu setzen. Wird nachgeholt^^ Zitat:Zitat:Ja, die Zeitangabe bezieht sich auf die gesamte Handlung. Die Stelle im Wald spielt lediglich ein, zwei Stunden nach dem Kapitelanfang. ch wieß aber ehrlich gesagt nicht, wie ich es deutlicher machen soll^^ Wenn du eine Idee hast, nur raus damit Allerdings sehe ich gerade auch, dass das "Um 1800" Sogar vor der Überschrift des ersten Kap. steht, quasi den Zeitrahmen für die gesamte Geschichte setzt. So wars wenigstens angedacht. Naja^^ Zitat:Spannend, ein bisschen mysteriös, aber vor allem ein guter Anfang, der reizt weiter zu lesen, um zu erfahren was die beiden Textteile miteinander zu tun haben und was für einer Beute die beiden Jäger auf der Spur sind. Das ist schön zu hören Was die Verbindung zwischen den beiden Teilen angeht: die ist da, aber es wird mitunter etwas aufmerksamkeit und zwischen-den-zeilen-lesen brauchen um sie zu bemerken^^ Werde aber auch bei Gelegenheit den Prolog überarbeiten, weil ich selbst auch einige Unstimmigkeiten mit dem späteren Handlungsverlauf gefunden hab. Liegt daran, dass der Prolog einer der ältesten Teile der Geschichte ist und mitunter noch viel zu viel mit einer älteren Fassung zu tun hat. So gesehen hätte ich ihn gar nciht erst reinstellen dürfen^^ Naja Bis bald Mein Blog, jetzt auch in Betrieb: Die Weltenschmiede Was es von mir auf literatopia gibt: Werkeverzeichnis Science-Fiction, ständig in Bewegung: Wiki des Wahnsinns |
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08-05-2008, 20:10
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09-05-2008 16:06 von Sternchen.)
Beitrag #7
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RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.1
Hallo Saryn,
bin ich doch tatsächlich deinem Klapptext verfallen und neugierig geworden, welche Geschichte da wohl folgen mag. Ich fange mit dem Textzeug an. Zitat:Eine regelrechte Flut rann durch die Straßen, schwemmte den festgestampften Lehm und den Schmutz auf, aus dem sie bestanden, verwandelte sich in etwas reißendes aus Wasser und Schlamm, das Ahnungen an die Urgewalt weckte, die einst Kontinente geformt hatte.ja wunderschön ausführlich, aber der Satz ist schrecklich. Er ist zu lange und bringt mich ganz schön ins stolpern. *Eine regelrechte Flut rann durch die Straßen. Schwemmte festgestampften Lehm und Schmutz auf, aus dem sie bestanden und verwandelte sich in etwas reißendes, dass Ahnungen an die Urgewalt weckte, die einst Kontinente geformt hatte. - die hervorgehobenen Dinge würde ich weglassen. "den" ist unnötig und verlangsamt den Lesefluss. Statt dem Komma ein und - zum flüssigen lesen und "Wasser und Schlamm" hast du Sinngemäß schon erwähnt, dadurch wird es zur Wiederholung und bringt einem ein wenig ins straucheln. Zitat:Stiefel klatschten ins Wasser, Schlamm lief über die Krempe hinein, aber sie setzten ihren Weg unbeirrbar fort.Hier kommt man überhaupt nicht mit. Zuerst waren wir draußen, im Schlamm. Hier greifst du diesen auf, mit den Stiefeln und dann kommen Rosen. Es wird überhaupt nicht klar, was die mit dem Geschehen zu tun haben und es verwirrt enorm. Zitat:Rosen!Würde ich kursiv setzen, dann wird es bedeutungsvoller. Zitat:Da waren Rosen gewesen, überall in dem kleinen Raum, ein ganzes Feld. Hatten gewuchert, am Boden, an den Wänden, an der Decke – sogar auf dem Rücken seiner Hände.Wiederholungen - du neigst anscheinend dazu und solltest gut beim schreiben bzw. Korrekturlesen darauf achten. Wiederholungen langweilen den Leser meist und ich würde sie wenn, nur als Stilmittel verwenden. Ich würde so anfangen: Rosen! Da waren Rosen gewesen, überall in dem kleinen Raum, ein ganzes Feld. Hatten gewuchert, am Boden, an den Wänden, an der Decke – sogar auf dem Rücken seiner Hände. Der Mann der über die Straße eilte, erinnerte sich an Blütenblätter in kräftigem Rot und wie sie im Halbdunkel verschwanden. Die auf seinen Händen waren noch immer da, aber der Regen schien sie fortzuwaschen, wie er jetzt feststellte, als er durch das hinabstürzende Wasser hetzte. - in dem du das Kursiv setzt hebt es sich ein wenig vom Text ab und man versteht, dass man nicht einfach in einem Stück weiter kann. Ist dann auch weniger verwirrend. - den "Er" würde ich hier gleich als Mann einführen, denn wir kennen ihn noch nicht. Ich denke es ist besser mit "Mann" anzufangen, als einfach so "er" zu schreiben. Damit tauchst du den Leser nämlich in ein kaltes Becken. Zitat:Beinahe wäre er hingefallen als er die Richtung wechselte und in eine Seitengasse bog, die kaum mehr war, als ein Spalt zwischen den Rückwänden zweier Hüttenreihen. Im letzten Moment gelang es ihm, einen auf halber Höhe vorstehenden Holzbalken zu greifen. Er zog sich daran um die Ecke und sein Schwung schmetterte ihn gegen die gegenüberliegende Holzwand, so sehr, dass ein heller Schmerz in seiner Seite aufflammte, der für einen Augenblick seine Gedanken klärte.Ein sehr schöner Teil, flüssig und klar verständlich. Dein Stil gefällt mir gut. Es liest sich toll und du scheinst ein Händchen für Details zu besitzen. Zitat:Er hob die Hand vor das Gesicht und erkannte, was sich ihm verborgen hatte – was vor ihm verborgen worden war:Wieder sehr schwer zu verstehen. - "was" ist in meinen Ohren ein sehr schreckliches Wort. Es hört sich sehr hilflos an. Überhaupt kann ich mit dem ersten Satz nichts anfangen. *Er hob die Hand vor sein Gesicht und erkannte nun den Irrtum, jetzt, da sich seine Gedanken zügelten. Da waren keine Blüten gewesen, nicht alles voller Rosen. Nur Rot. Alles Rot. - Also deine Geschichte ist bis dahin schwer für mich zu verstehen. Ein Mann kommt ins Bild, noch vor wenigen Sätzen ist das erste, dass der Leser über ihn erfährt das, dass er viele Rosen gesehen hat. Er ist schockiert, läuft weg. Etwas stimmt nicht. Nach eigentlich einem kurzen Inhaltlichen Abstand nimmst du den Leser das erste gesammelte Wissen und schreibst, dass doch nichts war. Nur Rot. Das ist als Einstieg deiner Geschichte natürlich für mich als Leser sehr schwer, weil das erste, was ich habe möchte, ein klares Bild ist. Erst dann, wenn ich es hab, kann ich damit arbeiten. Zitat:Er fasste sich an die Stirn, zuckte wild bei jedem Wort, wimmerte.*Er fasste sich an die Stirn, zuckte wild bei jedem Wort und wimmerte. *Er fasste sich an die Stirn, zuckte wild bei jedem Wort. Wimmerte. - beides würde ich als flüssigere Art beschreiben. Ist nur ein Vorschlag und eigentlich eine Kleinigkeit. Zitat:„Ich geh zurück! Ich hole es!“ winselte er.Die Rufzeichen und der Inhalt passen mit winseln nicht perfekt zusammen. *"Ich muss zurück. Ich muss es holen", winselte er. - Komma nach wörtlicher Rede wenn du "winselte, sagte etc." schreibst. Zitat:Er versuchte, sich hoch zu stemmen, aber seine Beine gehorchten ihm nicht und er fiel in das schlammige Wasser.Der letzte Satz endet mit er. Ich würde dir also raten, das nicht zu wiederholen. "Ich muss zurück. Ich muss es holen", winselte er und versuchte, sich hoch zu stemmen, aber seine Beine gehorchten ihm nicht. Entkräftet fiel er zurück auf den schlammigen Boden. Zitat:Nein! Jetzt ist es zu spät – Sie sind bereits da! Lauf! Sie werden nach dir suchen!Hier passen die Rufzeichen gut, weil es eine Art Selbstgespräch ist und seine Innere Stimme etwas verlangt. Zitat:Die Kraft kehrte zurück. Er sprang förmlich in die Höhe und stemmte seine Füße gegen den zähen Untergrund, als er wieder zu rennen begann.hier wiederholst du das Wort "stemmte", dass du weiter oben schon benutzt hast. Wenn man etwas stemmt, dann erinnert mich das Wort an einen gleichbleibenden Druck. Also würde es zu hastenden Schritten eher schlecht passen. *Die Kraft kehrte zurück. Er sprang förmlich in die Höhe und stieß sich vom zähen Untergrund ab und begann, mit der Angst im Nacken, hastig zu rennen. - Etwas würde ich erwähnen um seine plötzliche Kraft zu begründen. Angst wäre da ein tolles Mittel. Zitat:Der bläuliche Nebel der sich in den ersten Morgenstunden bildete, quoll zäh zwischen den eng beieinanderstehenden Stämmen hervor und verwandelte das Unterholz in eine Ansammlung von wabernden Schemen inmitten geisterhaften Dunstes.Schön. Aber jetzt die Kleinigkeit: "zäh" benutzt du am Ende des vorangegangenen Kapitels => "zähen Untergrund". Da zäh mir zum Bild eines Nebels nicht ganz passen will und du mit quoll eigentlich einen Treffer ins Schwarte gemacht hast, würde ich das Wort hier einfach streichen. Zitat: Bizarr und gestaltlos ragten vielerorts Farne und Felsen aus dem Schleier empor, die der Nebel zu mystischen Gestalten machte, zu allerhand Fabelwesen, die im Zwielicht lauerten, oder – wie die tiefhängenden Äste einer nahen Eiche – zu den dürren Armen einer Hexe, die auf einen unachtsamen Wanderer warteten, um mit langen Fingern nach ihm zu greifen.TOLL! Zitat:Der Wald wirkte drohend und verwunschen. Es gab Gerüchte, die eine oder andere Legende, die seit Generationen unter den Bauern und Hirten des nahen Dorfes weitergereicht wurde.Das der Wald bedrohlich und verwunschen ist, drückt allein der Text davor aus. Ich würde es hier also nicht nochmals erklären, was deine Beschreibungen darstellen sollten. Weg damit. Zitat:Von den umherstreifenden Seelen zu unrecht Gestorbener, war die Rede, von Waldgeistern und Schattenmännern, die Verirrte ins Herz des Waldes lockten um sie dort in ihre dunklen Banne zu verstricken.Komma nach "lockten" Zitat:Wenn ein Schaf gerissen wurde, der Zimmermann sich bei der Arbeit verletzte oder gar ein Feuer ausbrach, dann war es der Wald.Ist gut, geht aber glaub ich noch besser: *Erkrankte Jemand überraschend, starb eine Frau bei der Geburt, oder aber ein alter Mensch nach langem Dahinsiechen, dann fand man die Schuld in den tödlichen Fängen des Waldes. - letzteres Beisätzchen nur ein Vorschlag. Ohne Wiederholungen würdest du hier auch sehr gut auskommen. Zitat:Dann, am nächsten Tag oder am übernächsten, brachen einige Männer in aller Heimlichkeit zum Waldrand auf.Dann, am nächsten Tag, oder am übernächsten, brachen .... Zitat:Der sechs Fuß lange Holzschaft war nicht seine bevorzugte Waffe, aber mit seiner langen Eisenspitze war er in seinen Händen ebenso tödlich und obendrein für eine Situation wie diese weitaus besser geeignet.Wieder sehr schöne Beschreibungen. Wenn er auf Jagd ist, dann würde ich statt "Situation" auch Jagd nehmen. Zitat:Ein junger Man im gleichen Alter wie Serde, trat aus dem Dunst und Serde nickte ihm zu.Wiederholung. Ein junger Mann gleichen Alters trat aus dem Dunst und Serde nickte ihm zu. Zitat:Der andere erwiderte die Begrüßung mit einem Lächeln und fuhr sich mit einer Hand durch das kurze braune Haar.Der Andere .... Zitat:Er hielt den eigenen Speer locker an der Seite und deutete mit der freien Hand zurück in die Richtung, aus der er gekommen war. „Dort hinten habe ich Spuren gefunden die tiefer in den Wald führen, aber sie verlieren sich bald wiederAbsatz nach war. Zitat:– und das liegt nicht bloß an dieser,“ er machte eine ungehaltene Geste, „Suppe! Der Boden wird felsiger, je näher wir den Bergen kommen. Bald werden wir gar keine Spuren mehr finden.“- und das liegt nicht bloß an dieser ...", er machte eine ...... "... Suppe! Der Boden .... => Suppe gefällt mir hier richtig gut! Zitat:Serde nickte. „Dann lass uns schnell weiterziehen, Je länger wir hier stehen, desto größer wird sein Vorsprung.“Entweder einen Punkt nach weiterziehen, oder "je" klein schreiben. Zitat: Empée nickte bloß anstelle einer Antwort.Nicken ist auch eine Antwort. *grins* *Empée nickte als Antwort. Zitat:Auf dem Hinritt hatte es noch geregnet und trotz ihrer Mäntel waren sie bis auf die Knochen durchnässt worden.durchnässt. - Kein worden. Warum auch? Sie sind es geworden, aber sind es jetzt noch. Zitat:Seit beinahe zwei Stunden durchstreiften sie nun schon den Wald, jeder Spur folgend die sich fand, so wenige es auch waren. Sie jagten ein Phantom von dem sie nicht einmal mit Gewissheit sagen konnten, wie es aussah – oder ob es sich im entscheidenden Moment nicht von der Beute in den Jäger verwandeln würde.... durchstreifen Beide nun schon ... - somit vermeidest du "sie" einmal und das kann schon einen Großen Unterschied bringen. - Ich weis, ich bin kleinlich, aber ich hoffe du fast es nicht negativ auf. Zitat:„Was ist das,“ fragte Empée und Serde sah sich tatsächlich in der Lage eine Antwort zu geben, dennoch enthielt er sie Empée noch einen Moment vor."Was ist das?", fragte Empée ... Zitat:Sie wirkten als lägen sie rein zufällig da, aber das konnte nur jemand denken, der nicht wusste, was dies für ein Ort war.Du benutzt in deiner Geschichte immer wieder das Wort war. Hier ein Alternative. *Sie wirkten, als lägen sie rein zufällig da, aber das konnte nur jemand denken, der nicht um diesen Ort (bescheid) wusste. ... der nichts von diesem Wald wusste. - nur Beispiele. *zwinker* Zitat:Es war im Zwielicht halb verborgen, aber er würde es sicher nicht hervorholen. „Es ist ein Wegschrein,“ sagte er.Absatz nach hervorholen. Immer Absatz vor der wörtlichen Rede, außer eine Person hat vorher schon gesprochen und du bricht die Rede kurz ab, um ihn dann nach kurzer Handlung weiterreden zu lassen. Zitat:Trotz ihrer engen Verbundenheit gab es zwischen ihnen schlicht Dinge, die der andere nicht verstand, vielleicht sogar nicht verstehen wollte.... die der Andere ... Zitat:Jetzt, da er einmal erkannt hatte, was er vor sich hatte, war es viel einfacher, die feinen Kerben im Holz zuzuordnen. Zusammen bildeten die dunklen Linien, die zuerst krude gewirkt hatten, nun vor seinen Augen die einfache Darstellung einer Rosenblüte.Du beschreibst sehr glaubhaft und toll - ist wohl deine ganz klare Stärke! Zitat:„Gewidmet der Dame vom Hain,“ fügte er an Empée gewandt hinzu."Gewidmet der Dame vom Hain", fügte er .... Zitat:Empée gab ein höhnisches Schnauben von sich. „Diese Leute halten an ihrem Aberglauben stärker fest, als an ihren Leben. Es ist kein Wunder...“Sehr schöne Aussage. Absatz vor der Rede! So, das war es mit den Textanmerkungen. Jetzt zur Geschichte. Ich muss sagen, bis hierhin muss mein Kommentar wohl ein wenig kritisch gewirkt haben, auch negativ. Ich war aber sogar sehr zufrieden mit dem, was ich gelesen habe. Du hast einen sehr schönen Stil. Auffallend und strotzend voller Details, ohne die Handlung zu vernachlässigen, oder langweilig zu werden - wie ich anfangs befürchtet hatte. Es war schön und flüssig zu lesen. Die Geschichte gefällt mir sehr gut, wirkt vor allem durch deine Erklärungen und Beschreibungen wirklicht glaubhaft. Also allein von der Handlung und dem Inhalt ein ganz ganz großes Lob an dich. Sehr toll gemacht. Am Handwerk hast du meiner Meinung noch zu arbeiten. Es fehlen Absätze, Kommas und teilweise auch der richtige Umgang mit Sonderzeichen. Alles nicht weiter schlimm und schnell zu erlernen, wenn man will. Was ich dir aber sehr ans Herz legen möchte, ist auf Wiederholungen zu achten, denn durch deine Beschreibungen schleichen sich schnell welche ein, die dann eben den Lesefluss zügeln. In diesem Kapitel war es aber nicht wirklich schlimm. Versuche beim Korrekturlesen dir anzuschauen was du Beschreibst und wo du wiederholst. Wenn du vermeidest verschiedene Dinge doppelt zu erklären straffst du die Geschichte und das ganze wir nochmals besser. Anregungen, Anmerkungen und Kritik hinter sich lassend - es war toll zu lesen. Eine schöne Geschichte. Vom Grundstock ein wirklich guter, spannender Stil. Ein wenig noch dran arbeiten und die Geschichte wird richtig, richtig gut. - Ist sie ja auch jetzt schon, aber Kleinigkeiten können schwer in der Waage liegen. Von mir ein dolles Lob! Du schreibst sehr schön! Deine Prots sind gut herausgearbeitet und du benutzt sehr toll, greifende Sätze um sie zu beschreiben. Menschlichkeit, Schwächen und Charakter - nichts lässt sich bis hierhin missen, ich mochte beide sehr gerne! Liebe Grüße, Sternchen Lesen ist Weisheit. Lesen ist Leben. Denn ohne Phantasie und Worte wäre die Welt zu grau, um sie formen zu können. - Sternchen Das ist Literatopia, unser 'Planet', unsere Zuflucht. Die kann uns niemand wegnehmen, ehrlich. Hier haben wir uns. - Dread Viele kleine Sternschnuppen |
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09-05-2008, 11:22
Beitrag #8
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RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.1
Uff, was soll ich denn dazu anderes sagen, als Danke? :D
Vielen, vielen Dank für diesen tollen Kommentar *glee* Es hätte mich ja überhautp schon ausreichend gefreut, dass bloß mal wieder jemand in diese Geschichte reingeschaut hat, aber das hier ist schlichtweg klasse So, ich schraub mich mal zurück und hör auch aus Freude vor mich hin zu sabbern Also komm ich mal zu eigentichen Kommentar: An den technischen Schwierigkeiten werd ich arbeiten, da muss ich aber auch sagen (gerade zu den Absätzen), dass ich mich damit noch nie auseinandergesetzt habe :shy: Werd ich demnächst mal machen, hätte aber sicher schon viel früher geschehen sollen :D Die Bemerkungen zu den einzelnen Textstellen schaue ich mir in den nächsten Tagen mal durch, atm hab ich zwischen Prüfungsvorbereitungen und Abizeitungsendspurt zu wenig Zeit um mich ... naja, würdigend damit auseinanderzusetzen^^ Auf bald Mein Blog, jetzt auch in Betrieb: Die Weltenschmiede Was es von mir auf literatopia gibt: Werkeverzeichnis Science-Fiction, ständig in Bewegung: Wiki des Wahnsinns |
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14-05-2008, 13:39
Beitrag #9
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RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.1
Aaargh
jetzt bin ich deinen Kommentar gerade durchgegangen und hab mich verklickt und alles ist weg *aufreg* naja, von vorne^^ Ich fasse mich aber diesmal kürzer, also wenns vllt mal ruppig klingt, liegts an der Kürze, nicht an meiner Einstellung zu Kommentaren Zitat:ja wunderschön ausführlich, aber der Satz ist schrecklich. Er ist zu lange und bringt mich ganz schön ins stolpern.Habe etwas korrigiert, allerdings nicht unbedingt deine Anmerkungen. Denke aber dass es dem Lesefluss hilft. Zitat:Eine regelrechte Flut rann durch die Straßen, schwemmte den festgestampften Lehm und Schmutz auf, verwandelte sich in etwas reißendes aus Wasser und Schlamm, das Ahnungen an die Urgewalt weckte, die einst Kontinente geformt hatte. Zitat:Hier kommt man überhaupt nicht mit. Zuerst waren wir draußen, im Schlamm. Hier greifst du diesen auf, mit den Stiefeln und dann kommen Rosen. Es wird überhaupt nicht klar, was die mit dem Geschehen zu tun haben und es verwirrt enorm.Dass dieser Teilabschnitt Fragen aufwirft ist durchaus beabsichtigt, es geht ja im Anschluss auch direkt in einem "normalen" Erzählabschnitt weiter (die Jagd). Außerdem wird etwas später in diesem Abschnitt ja auch eigentlich klar, dass das Rot Blut war. Zitat:Würde ich kursiv setzen, dann wird es bedeutungsvoller.Hab ich gemacht. Aber generell, wenn mal was kursives nicht kursiv ist, liegts daran, dass ich vergessen hab, es zu ändern, nachdem ich es aus Word kopiert habe. Ist hier nicht der Fall, wollte es nur bemerkt haben, warum auch immer :D Zitat:Wiederholungen - du neigst anscheinend dazu und solltest gut beim schreiben bzw. Korrekturlesen darauf achten. Wiederholungen langweilen den Leser meist und ich würde sie wenn, nur als Stilmittel verwenden. Ich würde so anfangen:Wiederholungen sind leider echt meins, ichhab hier ein wenig was korrigiert. Zitat:Da waren Rosen gewesen, überall in dem kleinen Raum, ein ganzes Feld. Hatten gewuchert, am Boden, an den Wänden, an der Decke – sogar auf dem Rücken seiner Hände. Mein Blog, jetzt auch in Betrieb: Die Weltenschmiede Was es von mir auf literatopia gibt: Werkeverzeichnis Science-Fiction, ständig in Bewegung: Wiki des Wahnsinns |
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14-05-2008, 13:40
Beitrag #10
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RE: Das Herz des Dämons - Kapitel 1.1
Blöde Grafik-Begrenzung
Bin ich der einzige der damit Probleme hat? -.- Zitat:Ein sehr schöner Teil, flüssig und klar verständlich. Dein Stil gefällt mir gut. Es liest sich toll und du scheinst ein Händchen für Details zu besitzen.Danke Zitat:Wieder sehr schwer zu verstehen.Wie gesagt, verwirrend triffts, das ist aber eigentlich Absicht, auch um die Verwirrung des Charakters weiter zu betonen. Und am Wortlaut kann ich nicht wirklich was ändern, weil es wirklich um das "vor ihm verborgen worden war" geht. Eine kleine Änderung gibts trotzdem: Zitat:Er hob die Hand vor das Gesicht und erkannte, was sich ihm verborgen hatte – was vor ihm verborgen worden war. So kurz, so furchtbar kurz schien alles so klar: Zitat:*Er fasste sich an die Stirn, zuckte wild bei jedem Wort und wimmerte.Das zweite wäre wirklich eine Alternative, ich denke darüber nach. Zitat:Die Rufzeichen und der Inhalt passen mit winseln nicht perfekt zusammen.Fehler dieser Art (auch ",/," und fehlende Absätze) sind im gesamten Text korrigiert, das wirst du in 1.2 sicher feststellen. Danke, es ist wirklich übersichtlicher Zitat:Der letzte Satz endet mit er. Ich würde dir also raten, das nicht zu wiederholen.Das hab ich ziemlich wortwörtlich übernommen, es ist einfach besser. Danke Zitat:hier wiederholst du das Wort "stemmte", dass du weiter oben schon benutzt hast. Wenn man etwas stemmt, dann erinnert mich das Wort an einen gleichbleibenden Druck. Also würde es zu hastenden Schritten eher schlecht passen.Das stimmt zwar, aber es ist leider nicht die Angst Eine weitere Frage die aufgeworfen werden soll Zitat:Schön. Aber jetzt die Kleinigkeit: "zäh" benutzt du am Ende des vorangegangenen Kapitels => "zähen Untergrund". Da zäh mir zum Bild eines Nebels nicht ganz passen will und du mit quoll eigentlich einen Treffer ins Schwarte gemacht hast, würde ich das Wort hier einfach streichen.zäh ist gestrichen Zitat:TOLL! Zitat:Das der Wald bedrohlich und verwunschen ist, drückt allein der Text davor aus. Ich würde es hier also nicht nochmals erklären, was deine Beschreibungen darstellen sollten. Weg damit. Smile Wiederholt nur das, was du vorhin inhaltlich geschrieben hast.Eine weiter Ich-denk-darüber-nach-Stelle. Wenn ich den Satz rauslasse, fehlt er mir :shy: Zitat:Komma nach "lockten"Wie gesagt, auf rein handwerkliche Sachen geh ich nciht mehr ein, die sind aber korrigiert. Zitat:Ist gut, geht aber glaub ich noch besser:Die Wiederholung ist Absicht, es soll wie eine Litanei wirken. Aber auch hier: ich denke nochmal drüber nach Zitat:Wieder sehr schöne Beschreibungen. Wenn er auf Jagd ist, dann würde ich statt "Situation" auch Jagd nehmenAngenommen Zitat:Wiederholung.Dito Zitat:- und das liegt nicht bloß an dieser ...", er machte eine ......Korrigiert+danke Zitat:Entweder einen Punkt nach weiterziehen, oder "je" klein schreiben.Punkt Mein Blog, jetzt auch in Betrieb: Die Weltenschmiede Was es von mir auf literatopia gibt: Werkeverzeichnis Science-Fiction, ständig in Bewegung: Wiki des Wahnsinns |
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