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Seiten: 1 2


Engel - Glory - 14-05-2011

Von unten hörte ich unten in der Küche das Klappern von Geschirr und leises Stimmengemurmel. Mühsam schaffte ich es, meine verklebten Augen zu öffnen und einen Blick auf den Radiowecker zu werfen. Ein Stöhnen entrang sich meinen Lippen. Elf Uhr, weniger als fünf Stunden Schlaf. Wie gerne hätte ich mich jetzt noch einmal umgedreht.
Kein Wunder also, dass ich mehr aus dem Bett fiel als stieg. Meine Eltern waren es gewohnt, dass ich am Wochenende gerne etwas länger schlief, aber wenn ich erst nach zwölf in der Küche erschien, würden sie sofort merken, dass ich gestern nicht um elf in mein Zimmer gegangen war, um dort zu schlafen.
Und bis zwölf würde ich definitiv brauchen, um die Fassade der guten Tochter wieder herzustellen. 
Ich schlurfte ins Bad und warf einen Blick in den Spiegel. Keine gute Idee. Ein blasser Zombie starrte mich an, mit Ringen unter den Augen, die so schwarz waren wie meine verschmierte Wimperntusche, Haaren, die offensichtlich weitergefeiert hatten, während ich schlief und einem schwarzen verrutschten Paillettenkleid.
Ich fluchte leise. Zwölf war doch ein sehr optimistisches Zeitfenster gewesen.
Wahrscheinlich würde ich länger brauchen, um mich wieder in mein normales Ich zu verwandeln, als es gestern Abend gedauert hatte, um mich aufzubrezeln. Blieb nur zu hoffen, dass das Make-Up-Desaster mit Seife und heißem Wasser schnell wieder zu beheben war. Ein hartes Stück Arbeit, so viel war klar.
Ich kämpfte gegen meine Müdigkeit und den Wunsch an, mich wieder ins Bett zu legen. Es half alles nichts, wenn ich mir nichts anmerken lassen wollte, musste ich da durch. Meine Gedanken schweiften ab. Nur ein fünfminütiges Nickerchen ... 
Das Klappern von Geschirr ließ mich meine langsam zufallenden Augen wieder aufreißen.
Ich warf einen Blick auf die Uhr im Badezimmer. 
Viertel vor zwölf. Verdammt, hatte ich wirklich so lange geduscht? Höchste Zeit, dass der Vamp von letzter Nacht sich wieder in die fünfzehnjährige Vorzeigetochter verwandelte. 
Ich gähnte noch einmal herzhaft, zwang mich zu einem süßen, unschuldigen Lächeln und ging in die Küche. 
“Guten Morgen”, flötete ich und versuchte dabei, so ausgeruht wie möglich zu klingen.
Keine Reaktion. Mein Vater sah nicht einmal hinter seiner Zeitung hervor und meine Mutter bereitete weiter unbeirrt das Mittagessen zu. 
Während ich noch unschlüssig in der Küchentür stand, sah meine Mutter auf die Wanduhr.
“Es ist kurz vor zwölf.”
Mein Vater gab hinter seiner Zeitung ein kurze Brummen von sich.
“Njaaaa”, machte ich, “aber schließlich ist heute Sonntag.”
Ich begann, mich unbehaglich zu fühlen, konnte mich aber noch zu keinem Geständnis durchringen. Erst wollte ich abwarten, wie viel sie wussten. Ob sie überhaupt etwas wussten.
“Was gibt’s zu essen?”, fragte ich und stellte mich neben meine Mutter. “Mmh, riecht das lecker.”
Meine Mutter griff an mir vorbei nach dem Salz und ging in keiner Weise auf meine Worte ein. Ihre Augen zuckten abwechselnd zwischen der Uhr und dem Herd hin und her.
“Okay, du willst also nicht mit mir reden. Darf ich erfahren wieso?”
Natürlich wusste ich den Grund, aber es war immer besser, sich dumm zu stellen. Wieder keine Reaktion.
“Wie kann man nur den ganzen Tag im Bett verbringen?”, kam es mürrisch hinter der Zeitung hervor.
Nichts leichter als das, wenn man die Nacht nicht darin verbracht hat, dachte ich bei mir.
“Vor allem, wenn man relativ früh ins Bett gegangen ist”, setzte meine Mutter hinzu.
Diesem Mini-Dialog folgte wieder Schweigen. Die Einschleim-Methode half auch nicht. Meine Versuche, meiner Mutter beim Kochen zu helfen, wurden schlichtweg ignoriert und als ich meinem Vater die Kaffeetasse auffüllen wollte, nahm er sie und stellte sie in den Geschirrspüler, bevor ich danach greifen konnte. 
Meine Eltern waren wirklich gut darin, dieses Spiel zu spielen. Ganz im Gegensatz zu mir. Und so war es keine Überraschung, dass ich kurz danach aufgab.
Schrecklich, dass ich immer brav bin, selbst wenn ich es gar nicht will.
“Also gut, ich geb’s zu. Gestern hat dieser neue Club aufgemacht, also hab ich gewartet, bis ihr schlafen gegangen seid, hab ich umgezogen, mich rausgeschlichen und mich mit ein paar Leuten getroffen.”
Meine Mutter stieß einen tiefen Seufzer aus.
“Langsam mach ich mir echt Sorgen.”
“Mama, ich bin schließlich kein kleines Kind mehr. Ich werde nächste Woche sechzehn. Du musst dich damit abfinden, dass deine Tochter erwachsen wird. Ich kann nicht immer nur zu Hause sitzen und das brave, behütete Kind spielen.”
Manchmal frage ich mich echt, ob es anders wäre, wenn ich kein Einzelkind wäre, ob der ausgeprägte Beschützerinstinkt meiner Eltern dann weniger ausgeprägt wäre. 
“Es ist wirklich ziemlich spät.” Mein Vater.
“Ach kommt schon, es war doch nur dieses eine Mal. Ich hätte ja gefragt, aber ich wusste, ihr würdet nein sagen.”
Mein Vater stand auf. Er sah wütend aus.
“Also, so langsam ... “
Noch bevor er seinen Satz zu Ende bringen oder ich etwas zu meiner Verteidigung vorbringen konnte, klingelte es an der Tür.
Meine Mutter blickte auf. Etwas, das in ihrem Blick lag, jagte mir einen eisigen Schauer über den Rücken.
“Wer kann das sein?”, fragte sie, doch ich hatte das Gefühl, als wüsste sie die Antwort bereits.
Wie hypnotisiert ging sie, gefolgt von meinem Vater, zur Haustür und öffnete sie. Zwei ernst dreinblickende Männer standen vor der Tür, einer von beiden hielt eine Polizeimarke in die Höhe.
Mein Magen zog sich zusammen. Das würde eine Menge Ärger geben. Dabei hatte ich gestern doch nirgendwo fallen lassen, dass ich noch nicht volljährig bin.
“Herr und Frau Kaiser?”
Meine Eltern nickten langsam.
Einer der beiden Polizisten hielt einen schwarzen Gegenstand hoch. Meine Handtasche. Verdammt, ich musste sie gestern Abend irgendwo verloren haben. Da trinkt man einmal in seinem Leben Alkohol ...
“Erkennen Sie diese Tasche wieder?”
“Aber natürlich.”
Die Stimme meiner Mutter zitterte leicht. Die Erkenntnis, dass ihre Erziehungsmethoden wohl doch nicht so perfekt waren, wie sie immer angenommen hatte, schien ihr zuzusetzen.
Als die beiden Polizisten fragten, ob sie das Gespräch im Wohnzimmer fortsetzen könnten, verlor das Gesicht meines Vaters sämtliche Farbe.
Da habt ihr’s. Ade du perfekte Scheinwelt. Ab heute habt ihr es offiziell. Eure Tochter ist kein Engel mehr.
“Woher haben Sie die?”, fragte mein Vater, den Blick nicht von meiner Tasche wendend.
“Wir fanden sie im Hinterhof eines Clubs, der gestern Neueröffnung hatte.”
Verdammter Mist, ich habe es geahnt. Also wissen die beiden garantiert mein wahres Alter, denn bestimmt haben sie es sich nicht nehmen lassen, sämtliche Papiere zu filzen.
Die Polizisten sahen sich gegenseitig an, dann nahmen sie wieder meine Eltern ins Visier.
“Es tut uns sehr leid, Ihnen das mitteilen zu müssen. Neben der Tasche fand man die Leiche Ihrer Tochter.”
Die Reaktion meiner Eltern bekam ich nicht mit, mein eigener Aufschrei war zu laut dafür.
“Was?” Ich starrte die Polizisten an, völlig unfähig, mich zu bewegen.
“Nach ersten Erkenntnissen wurde sie stranguliert. Wir müssen das Ergebnis der Obduktion abwarten, aber”, der Polizist machte eine kurze Pause, “der Zustand Ihrer Tochter schließt die Möglichkeit eines sexuellen Missbrauchs nicht aus.”
“Was erzählen Sie denn da?” Meine Stimme klang so schrill, dass ich sie gar nicht mehr wieder erkannte.
Meiner Mutter rollten Tränen über das Gesicht, mein Vater saß zusammen gesunken auf dem Sofa, sein Körper schien nur noch eine leere Hülle zu sein.
“Soll das ein Scherz sein?” In meinem Kopf entstand eine Leere, ich konnte nicht mehr denken. “Ich bin nicht tot. Ich stehe doch direkt neben euch.”
Ich wurde immer lauter, den letzten Satz schrie ich förmlich, doch keiner hörte mir zu.
“Wann ... “ Die Stimme meiner Mutter war nur noch ein ersticktes Krächzen.
“Der Besitzer fand die Leiche heute Vormittag, als er einen Kontrollrundgang machte.”
Meine Eingeweide zogen sich schmerzhaft zusammen, als meine Mutter in krampfhaftes Schluchzen ausbrach.
“Ich bin doch hier. Glaubt diesen Schwachsinn doch nicht." Ich fühlte mich betäubt, hilflos.
“Mama”. Ich streckte meine Hand aus, um sie ihr tröstend auf die Schulter zu legen. “Ich bin doch”, meine Hand fuhr durch meine Mutter hindurch, “hier.” Ich erstarrte mitten in der Bewegung. “Was ... “
Ich versuchte, meine Mutter zu umarmen, meinen Vater an den Schultern zu packen und zu schütteln, doch meine Arme glitten einfach durch ihre Körper hindurch.
Egal, was ich versuchte, sie bemerkten mich einfach nicht.
Ich schrie so laut ich konnte, rief ihre Namen, sagte, dass alles ein Irrtum sein musste, doch niemand hörte mich.
“Wie konnte das nur passieren?” Stumme Tränen rannen meiner Mutter über das Gesicht.
“Mama, es tut mir leid. Ich wollte mich nicht rausschleichen. Ich tu’s auch bestimmt nie wieder.”
Mein Vater schloss meine Mutter in seine Arme.
“Sie war ein Engel auf Erden”, sagte er, “und jetzt ist sie einer im Himmel.”



RE: Engel - Dreadnoughts - 21-05-2011

Moin Weltenbummlerin.

(Nanu? Hat sich hier noch niemand verewigt?)

Anmerkungen:

Zitat:Mühsam schaffte ich es, meine verklebten Augen zu öffnen und einen Blick auf den Radiowecker zu werfen.
Ich meine, dass nach 'es' kein Komma hingehört. (Bin da nicht so firm drin.)

Zitat:dass ich gestern nicht um elf in mein Zimmer gegangen bin, um dort zu schlafen.
Was hätte Sie denn sonst dort machen können, außer zu schlafen? Nee, im Ernst. Ich finde, es ginge auch einfacher. Beispiel:
dass ich gestern nicht um elf in mein Zimmer gegangen bin.

Zitat:Ich schlurfte ins Bad , verriegelte die Tür
*hust*

Zitat:Ich gähne noch einmal herzhaft
Da ist das 't' von 'gähnte' entfleucht. Icon_wink

Zitat:“Der Besitzer fand die Leihe heute Vormittag,
(Und hat dafür das 'c' geklaut. Schlimmer Finger. Mrgreen )

Okay, das waren die aufgefallenen Rechtschreib-Anmerkungen. Nun zu dem sehr viel ernsteren Problem eines Untoten inmitten des Alltags.

Vorweg: Jeder Autor hat es selbst in der Hand, eine Logik zu entwickeln, damit alles irgendwie für den Leser begründet ist. Ich meine damit, dass das 'was-kann-ein Geist-alles?' nicht so entscheidend ist, eher das 'wie-soll-das-gehen?'.
Ich persönlich frage mich, wie es geht, dass Sie (hat Sie auch einen Namen?) zwar ihre Mutter nicht berühren, aber dafür die (feste) Bettdecke zur Seite schlagen kann. Nächstes Problem ist der Wasserstrahl der Dusche. (Okay, da kann man tricksen.)

Was mir in dem Punkt gut gefallen hat, ist der wechselnde Dialog zwischen den Eltern und der Tochter. Gut ausgearbeitet, und auch im Nachhinein stimmig.

Für den Fall, dass Du bezüglich des geisterhaften Zustandes von der Tochter noch Nachbesserungen vornehmen möchtest, hier einige kleine Vorschläge:
Zitat:Stattdessen schlug ich die Decke zurück und quälte mich aus dem Bett.
Hier kann man mit dem Leser spielen. Wenn man den Satz etwas abschwächt, wird es nicht sofort erkennbar sein, dass Sie gar nicht die Decke zurückschlägt, beziehungsweise kann.

Beispiel:
Stattdessen quälte mich aus dem Bett.

Zitat:Ich schlurfte ins Bad, verriegelte die Tür und warf einen Blick in den Spiegel.
Hier ebenfalls - nimm die Tür aus dem Rahmen. Icon_wink
->Ich schlurfte ins Bad und warf einen Blick in den Spiegel.
(Die Nichtverriegelung einer Badtür durch eine weibliche Darstellerin wird dem Leser im Gedächtnis haften bleiben, und sollte dieser Jemand dann einen Kommentar schreiben, wird er in Anbetracht des Endes verschämt nach oben 'scrollen'.)

Zitat:Während ich darauf wartete, dass das Duschwasser heiß wurde, schälte ich mich aus meinem nach Bier und Zigaretten stinkenden Kleid und versuchte, meine verfilzten Haare zu bändigen.
Hier hast Du ein ernstes Problem. Sie kann nichts berühren. Sie kann keinen Wasserhahn aufdrehen. Und sich ausziehen ... kann Sie eigentlich auch nicht.
Es wäre zu überlegen, ob die Duschszene wirklich notwendig ist. Ansonsten kann man so an die Problematik herangehen:
Wie wärs, wenn Sie einige Aussetzer hat? So, als wäre Sie tatsächlich betrunken? Oder zumindest denkt Sie es. Dann könnte man damit arbeiten, dass Sie beispielsweise vor dem Spiegel steht und sich zuerst in diesem schlimmen Zustand sieht. Da braucht es ein bisschen Schock und Fassungslosigkeit. Dann ein kleiner Filmriss, à la "hab ich wirklich schon geduscht?". Der prüfende Blick würde durch ein Ruf der Mutter unterbrochen, die nach ihrer Tochter ruft. Oder der Blick auf die Uhr löst es aus, dass Sie eher schnell nach unten in die Küche läuft.

Zum Problem des Anziehens: Das könnte man mit dem 'Filmriss' kombinieren. Gerade noch ein Vamp im Spiegel - Riss! - nächste Szene, umgezogen, Haare ordentlich: Hab ich mich schon geduscht?

Mit diesen 'Rissen' könnte man durchweg gut arbeiten, auch mit dem Problem, dass Sie eigentlich die Strangulationsmerkmale im Spiegel sehen müsste - da vielleicht der Gedanke, dass aus Eigenschutz der Geist dies ausblendet. Vielleicht ist auch nur ein Fleck auf dem Spiegel, genau dort, wo der Hals ist. (Sie reibt auf dem Spiegel, aber der dumpfe Fleck geht nicht weg.)

Fazit:
Die Idee ist wirklich gut, Gratulation. Einzig die 'Geister-Anmerkungen' ..., ach komm, egal. Es war überraschend. Das Ende kam genau so, wie ein 'knallhartes' Ende kommen sollte. Wie ein Pistolenschuss.

LGD.



RE: Engel - Glory - 24-05-2011

Moinsen,
Zitat:Ich persönlich frage mich, wie es geht, dass Sie (hat Sie auch einen Namen?) zwar ihre Mutter nicht berühren, aber dafür die (feste) Bettdecke zur Seite schlagen kann. Nächstes Problem ist der Wasserstrahl der Dusche. (Okay, da kann man tricksen.)
Hmmm, ja, hatte da so'n bisschen an The sixth Sense gedacht, so nahc dem Motto: "Sie sehen nur das, was sie sehen wollen."
Zitat:Was mir in dem Punkt gut gefallen hat, ist der wechselnde Dialog zwischen den Eltern und der Tochter. Gut ausgearbeitet, und auch im Nachhinein stimmig.
Danke Icon_smile
Zitat:Für den Fall, dass Du bezüglich des geisterhaften Zustandes von der Tochter noch Nachbesserungen vornehmen möchtest, hier einige kleine Vorschläge:
Finde deine Vorschläge wirklich gut, hab jetzt mal versucht, es so umzusetzen, dass sie wirklich nichts offensichtlich berührt und man nachher dann denkt: aha (ja, ich weiß, gab's bei Sixth Sense auch schon, aber ich mag Aha-Effekte *g*)
Zitat:Die Idee ist wirklich gut, Gratulation. Einzig die 'Geister-Anmerkungen' ..., ach komm, egal. Es war überraschend. Das Ende kam genau so, wie ein 'knallhartes' Ende kommen sollte. Wie ein Pistolenschuss.
Uuuuh, das klingt doch nach Lob. Yay, da freu ich mich doch.

Danke schön.

LG

Glory

[/quote]




RE: Engel - rex noctis - 29-05-2011

Hi Glory,
deine Geschichte ist toll. Pro Geht richtig unter die Haut beim ersten Mal lesen. Wenige klitzekleinen Dinge sind mir noch aufgefallen, ansonsten kriegst du jetzt schon mal ein richtig fettes Lob von mir, die Geschichte finde ich wahnsinnig toll. Pro
Hier noch die wenigen Anmerkungen:

Zitat:dass ich gestern nicht um elf in mein Zimmer gegangen bin, um dort zu schlafen.

"gegangen bin" muss ein "gegangen war" sein, oder?

Zitat:Ein hartes Stück Arbeit, soviel war klar.

Ich bin mir überhaupt nicht sicher, aber soweit (soviel) ich weiß, schreibt man so viel in diesem Zusammenhang auseinander, stellt es doch keine Konjunktion da.

Zitat:Es half alles nichts, wenn ich mir nichts anmerken lassen wollte, musste ich da durch.

Da ist eine kleine Wiederholung, die ein bisschen stört. Vorschlag: Du lässt den Nebensatz weg. "Es half alles nichts, da musste ich durch." Vielleicht so?

Zitat:bis ihr Schlafen gegangen seid

Entweder du sagst "bis ihr zum Schlafen gegangen seid", dann gehört es groß, sonst muss "schlafen" aber klein sein.

Zitat:Woher haben sie die?

"sie" groß.

Wie gesagt, das waren alles klitzekleine Kleinigkeiten, aber ich hoffe, ich konnte dir trotzdem helfen. Icon_smile
Gern gelesen,
rex


RE: Engel - Hans Werner - 13-06-2011

Hallo Glory,

also, ich muss schon sagen, dass Du den Leser ganz schön hinters Licht führst. Nie und nimmer hätte ich am Anfang, während des ganzen ersten Teils, an eine übersinnliche Wendung geglaubt. Da steht also eine Tote vor uns, die so denkt und fühlt wie die Lebende und selbst nicht weiß, dass sie tot ist. Diese Wendung am Ende ist auf jeden Fall sehr originell, weil sie einen hammerartigen Überraschungseffekt darstellt.

Und dennoch bin ich am Zweifeln, ob die Geschichte dadurch besser wird. Zu sehr haben mir am Anfang die realistischen Details der Sprache gefallen, die so recht den Jargon der Teen-Ager widerspiegelt. ("sich aufbrezeln" ...) Das ist alles so gut geschrieben. Vor allem auch die Art, wie die Tochter mit den Eltern ein Gespräch anfangen möchte. Das Spiel der Gesprächsverweigerung als Ausdruck des Ungehaltenseins der Eltern wirkt alles so glaubwürdig und realistisch.

In dieser Art hätte man die Handlung zu einem realistischen Ende bringen können. Da kommen die Polizisten, warum nicht? Sie haben die Tasche gefunden. Warum nicht? Sie haben das Alter des Mädchens ermittelt. Warum nicht? Und dann erfolgt eine Anzeige, weil die Tochter als Minderjährige sich in einem Club aufgehalten hat. Das wäre doch möglich. Und die Tochter müsste dann versuchen, sich mit den erzürnten Eltern zu arrangieren. Oder sie würde aus dem behüteten Zuhause ausbrechen. Aber dass sie nun, auf der Folie einer übersinnlichen Wiederkehr der Seele der Getöteten, nun als Engel gefeiert wird, das ist doch starker Toback. Es könnte die Verlogenheit der elterlichen Moralvorstellungen, und damit die allgemeine Gesellschaftslüge, aufdecken. Aber als Handlung, die dem Leser zugemutet wird, ist es starker Toback.

Nun spannend ist der Text und ich habe ihn gerne gelesen.

Mit herzlichem Gruß

Hans Werner


RE: Engel - Glory - 19-06-2011

Hallo Rex,

(29-05-2011, 06:23)rex noctis schrieb: Wenige klitzekleinen Dinge sind mir noch aufgefallen, ansonsten kriegst du jetzt schon mal ein richtig fettes Lob von mir, die Geschichte finde ich wahnsinnig toll. Pro
Danke für das Lob. Schönheitsfehler wurden berichtigt, bei den grammatikalischen Sachen vertraue ich dir jetzt mal *g* Das ich diesen Bereich das letzte Mal durchgekaut habe, ist schon ein paar Jahre her, daher will ich lieber nicht behaupten, ich würde mich auskennen.
Zitat:"sie" groß.
Ähem ... Smiley_emoticons_blush naja, sowas sollte ich wissen
Zitat:Wie gesagt, das waren alles klitzekleine Kleinigkeiten, aber ich hoffe, ich konnte dir trotzdem helfen.
Konntest du.

Vielen Dank und sorry für meine späte Antwort, hatte in letzter Zeit viel um die Ohren, aber da ich jetzt von einer Woche erholsamen Mallorca-Urlaub wieder gekommen bin, zählt die Ausrede nicht mehr.

LG

Glory

Hallo Hans Werner,
Zitat:Nie und nimmer hätte ich am Anfang, während des ganzen ersten Teils, an eine übersinnliche Wendung geglaubt.
Sehr schön, so war das auch beabsichtigt.
Zitat:In dieser Art hätte man die Handlung zu einem realistischen Ende bringen können.
Eine realistische Einführung erfordert ein realistisches Ende? Hätte ich alles schon von vornherein aufs Übersinnliche ausgelegt, wäre der Überraschungseffekt dahin gewesen und der war mir bei dieser Geschichte das Wichtigste.
Zitat:Aber dass sie nun, auf der Folie einer übersinnlichen Wiederkehr der Seele der Getöteten, nun als Engel gefeiert wird, das ist doch starker Toback.
Ihre Seele ist ja nicht wieder gekehrt, sie hat nur noch nicht begriffen, dass sie unter den Lebenden nichts mehr zu suchen hat (behaupte ich jetzt mal. Hab schließlich keine Ahnung, wie es nach dem Tod weiter geht, aber das ist in dieser Geschichte meine Erklärung.) Und gefeiert wird sie als Engel auch nicht. Sie war halt für ihre Eltern immer ein Engel (anders ausgedrückt: ein braves Mädchen, aber dann würde die Doppeldeutigkeit nicht hinkommen) und da Engel dem Klischee entsprechend im Himmel wohnen und das Mächen für ihre Eltern immer ein Engel bleiben wird, ist sie in deren Vorstellung eben jetzt einer im Himmel.
Zitat:Es könnte die Verlogenheit der elterlichen Moralvorstellungen, und damit die allgemeine Gesellschaftslüge, aufdecken.
So tiefschürfend wollte ich damit gar nicht gehen.
Zitat:Nun spannend ist der Text und ich habe ihn gerne gelesen.
Das freut mich doch zu hören bzw. zu lesen.

Vielen Dank auch an dich.

LG

Glory




RE: Engel - Der Weltenwanderer - 14-08-2011

Hi Glory,

Zeit endlich mal wieder was von dir zu kommentieren (auch wenn du ziemlich still geworden bist in letzter Zeit Icon_aufsmaul Icon_wink)

Zitat:Haaren, die offensichtlich weitergefeiert hatten, während ich schlief
*schmunzel*

Zitat:“Es ist wirklich ziemlich spät.” Mein Vater.
Hm ... kann es sein, dass die Eltern gar nicht auf das Geständnis der Tochter reagieren? Irgendwie ist das keine angemessene Reaktion.

Zitat:Meine Mutter blickte auf. Etwas, das in ihrem Blick lag, jagte mir einen eisigen Schauer über den Rücken.
Irgendwas ist doch faul an der ganzen Geschichte. Die Eltern verhalten sich nicht so, wie sie sollten.

Zitat:Da trinkt man einmal in seinem Leben Alkohol ...
Klar - einmal im Leben. *lacht* Moment! *Zum Titel blickt.*
* Der Weltenwanderer beschleicht eine ganz bestimmte Ahnung.

Zitat:“Es tut uns sehr leid, Ihnen das mitteilen zu müssen. Neben der Tasche fand man die Leiche Ihrer Tochter.”
* Der Weltenwanderer ist Sherlock Holmes. Icon_fies
(Ich glaube, dass Polizeibeamte "Leichnam" sagen würden - das klingt nicht so hart.)

Zitat:Eure Tochter ist kein Engel mehr.
... ist übrigens ein ziemlich makabrer Scherz. *lacht*

Zitat:“Sie war ein Engel auf Erden”, sagte er, “und jetzt ist sie einer im Himmel.”
Hm ... wenn ich das richtig verstehe, dann war sie nicht unbedingt ein Engel auf Erden - und jetzt ist sie auch (noch) keiner Himmel. o.O

Eine interessante Geschichte. Das Gespräch der Eltern, das scheinbar auf die Überlegungen ihrer Tochter passt und doch irgendwie falsch ist ist dir sehr gut gelungen. Wenn man nicht genau liest fällt es einem vielleicht erst im Nachhinein auf, aber es sind Andeutungen da, etwas, das überraschende Enden erst zu guten Enden macht. Am Ende gehst du vielleicht unnötig etwas weit: die geisterhaften Berüherungen der Tochter reiben dem Leser ein bisschen unter die Nase, dass es eben kein Schwerz ist. Du hättest vielleicht schon Schluss machen können nach "Neben der Tasche fand man die Leiche Ihrer Tochter". Dann würdest du den Leser mit seinen Gedanken allein lassen.
Wobei:
Zitat:“Mama, es tut mir leid. Ich wollte mich nicht rausschleichen. Ich tu’s auch bestimmt nie wieder.”
Schon eine eindringliche Reaktion des Nichtverstehens ist.
Ich nehme außerdem an, dass du den letzten Satz gern drin haben wolltest. Trotzdem könntest du ja mal für dich ausprobieren, wie die Geschichte in "kürzer" funktioniert. Icon_smile
Aber auch so hat der Leser ja den ein oder anderen Gedanken, den er sich machen kann über Engel und Himmel und warum es wohl nicht funktioniert hat.

An deiner Schreibe hatte ich nicht wirklich etwas auszusetzen. Du hast einen ganz eigenen sarkastisch-jugendlichen Schreibstil (Icon_wink), der in dieser Geschichte besonders gut funktioniert, da am Ende eben alles nicht mit sarkastisch ist. Ich bin allerdings nicht sicher, ob du die Reaktion der Eltern gut eingefangen hast (ich musste zum Glück noch nie jemanden in so einer Situation erleben) - aber ich könnte mir vorstellen, dass sie zunächst absolut geschockt sind (kreideweis, zu keiner Regung fähig und erst später in Tränen ausbrechen) - andererseits scheint ja die Mutter schon etwas geahnt zu haben, deshalb kam es vielleicht nicht mehr so überraschend. Vielleicht stört mich auch nur, dass der Vater fast sofort den letzten Satz sagt: es klingt so, als hätte er sich schon damit abgefunden, ich finde zu soetwas ist man erst Tage/Wochen/Monate später fähig, auch wenn er nur die Mutter trösten will. Natürlich ist der Satz noch einmal ein Denkanstoß für den Leser, aber er wirkt ein wenig fehl am Platz.
Vielleicht brauch es nur eine zusätzliche Gefühlsuntermalung des Vaters (sagte er mit bebender/zitternder Stimme) - etwas, dass ihn zu diesem Zeitpunkt ein bisschen Lügen straft.

Insgesamt jedenfalls eine gute Geschichte, die einen kurz innehalten lässt.

Liebe Grüße vom Wanderer


RE: Engel - Glory - 19-08-2011

Hallo und guten Tag (bzw. Abend),

(14-08-2011, 13:36)Der Weltenwanderer schrieb: (auch wenn du ziemlich still geworden bist in letzter Zeit Icon_aufsmaul )
Kein Wunder, so wie man hier bedroht wird. Will ja nicht ständig in Angste leben müssen Icon_wink
Zitat:(Ich glaube, dass Polizeibeamte "Leichnam" sagen würden - das klingt nicht so hart.)
Ja? Okay, ich sollte mehr harmlose Krimis und weniger psychotische Thriller lesen - immerhin hab ich nicht "Überreste" geschrieben ...
Zitat:Hm ... wenn ich das richtig verstehe, dann war sie nicht unbedingt ein Engel auf Erden - und jetzt ist sie auch (noch) keiner Himmel. o.O
Es soll daraus hinauslaufen, dass die Eltern in ihrer Tochter immer das brave Mädchen, sprich, einen Engel, gesehen haben. Und die nicht irdischen Engel wohnen ja im Allgemeinen im Himmel. Hat jetzt nichts mit Leben nach dem Tod oder sonstigem in der Richtung zu tun, sondern einfach damit, dass die Eltern sich ein Bild von ihrer Tochter gemacht haben und aufrecht erhalten wollen, dass so gar nicht stimmt.
Zitat:Trotzdem könntest du ja mal für dich ausprobieren, wie die Geschichte in "kürzer" funktioniert. Icon_smile
Hmmm, wär ne Überlegung wert. Wollte eigentlich dieses Gefühl der Hilflosigkeit ausnutzen, daher des Ende.
Zitat:Aber auch so hat der Leser ja den ein oder anderen Gedanken, den er sich machen kann über Engel und Himmel und warum es wohl nicht funktioniert hat.
Kann der Leser gerne machen, aber so weit bin ich mit meinen Überlegungen beim Schreiben gar nicht gegangen *g*
Zitat:Du hast einen ganz eigenen sarkastisch-jugendlichen Schreibstil (Icon_wink),
Sarkasmus ist mein zweiter Vorname und die erste Fremdsprache, die ich fließend sprechen konnte. Icon_wink
Zitat:(ich musste zum Glück noch nie jemanden in so einer Situation erleben)
Ich auch nicht, denke aber, dass da jeder verschieden und auch manchmal total abwegig reagiert. Die erste Frage meines Vaters nach seinem Motorradunfall: "Ist die Maschine noch heil?" Icon_irre
Zitat:Insgesamt jedenfalls eine gute Geschichte, die einen kurz innehalten lässt.
Danke.
Und bevor du noch mal den Knüppel schwingen musst, werd ich mich mal wieder hier duchwühlen und schauen, wo ich so meinen Senf dazu geben kann. Will wirklich aktiver sein, aber irgendwie hab ich im Moment soo viele Sachen, die irgendwie wichtiger sind ... (okay, nach der Aussage gibt's wirklich Kloppe, ich geh ja schon)

LG

Glory





RE: Engel - Sternchen - 07-01-2012

Hallo Glory,

ich bleib dabei, jeder der heute beim Projekt mitmacht, erhält einen Kommentar. Du bist die nächste auf meiner Liste. Also los mit uns zwei!

Aus weiter Ferne hörte ich unten in der Küche das Klappern von Geschirr und leises Stimmengemurmel.
=> Neeeein - nicht doch. Ist weite Ferne nicht irgendwas am Horizont? Am andere Ende eines Fußballfeldes? Am Ende eine großen Waldlichtung? Alles, nur nicht im gleichen Haus. Zumal die Ferne sowieso in etwa klar ist, das Küche ist unten, wir sind oben, unten klapperts. "Ferne" braucht man da nicht. Zumal ich den Beginn lieber länger gestaltet sehen würde. "Unten in der Kücke hörte ich das Klappen von Geschirr, leises Stimmengemurmel und wenig später mein Gähnen, als ich die verklebten Augen öffnete, um einen Blick auf den Radiowecker zu werfen." - Nur ein Vorschlag. Vielleicht gefällts dir ja?

Ein Stöhnen entrang sich meinen Lippen.
=> Hmmm, ... hab hab das Gefühl, dass "sich" stört den Lesefluss.

Elf Uhr, weniger als fünf Stunden Schlaf. Wie gerne hätte ich mich jetzt noch einmal umgedreht.
Kein Wunder also, dass ich mehr aus dem Bett fiel als stieg.

=> Schade, dass du die Vergangenheitsfolm benutzt, ich hätte Gegenwart irgendwie passen gefunden. Passender zur Ich-Perspektive.

Ein blasser Zombie starrte mich an, mit Ringen unter den Augen, die so schwarz waren wie meine verschmierte Wimperntusche, Haaren, die offensichtlich weitergefeiert hatten, während ich schlief und einem schwarzen verrutschten Paillettenkleid.
=> o.O *lach* Das mit den Haaren ist ne tolle Formulierung!

Ich kämpfte gegen meine Müdigkeit und den Wunsch an, mich wieder ins Bett zu legen. Es half alles nichts, wenn ich mir nichts anmerken lassen wollte, musste ich da durch. Meine Gedanken schweiften ab.
=> hmmm, das ist mir ehrlich gesagt zu wiederholend. Genau diese Tatsachen hast du weiter oben schein alle eingebaut.

Und ob sie überhaupt etwas wussten.
=> "Und" könntest du hier eigentlich streichen. Das klammert sich auch so gut an den Satz davor.

Nichts leichter als das, wenn man die Nacht nicht drin verbracht hat, dachte ich bei mir.
=> "drin" in "darin" verwandeln. Zumindest würd ich das meinen. Icon_smile

“Also gut, ich geb’s zu. Gestern hat dieser neue Club aufgemacht, also hab ich gewartet, bis ihr schlafen gegangen seid, hab ich umgezogen, mich rausgeschlichen und mich mit ein paar Leuten getroffen.”

=> Da fehlt ein "m"

“Es tut uns sehr leid, Ihnen das mitteilen zu müssen. Neben der Tasche fand man die Leiche Ihrer Tochter.”

=> o.O - wie genial! *sich rückblickend erinnert* Super, hey, passt toll zusammen!

“Was erzählen Sie denn da?”
Meine Stimme klang so schrill, dass ich sie gar nicht mehr wieder erkannte.

=> Hier kein Absatz. Das sagt schließlich sie.

Meiner Mutter rollten Tränen über das Gesicht, mein Vater saß zusammen gesunken auf dem Sofa, sein Körper schien nur noch eine leere Hülle zu sein.
=> Hier vermisst ich irgendwie, dass keiner von beiden raufläuft und nachschaut. Selbst wenn sies glauben. Ich denke mir, dass wäre Reflex, dieses nicht Wahrhabenwollen. Dieses Nachsehenmüssen.

“Soll das ein Scherz sein?” In meinem Kopf entstand eine Leere, ich konnte nicht mehr denken.
“Ich bin nicht tot. Ich stehe doch direkt neben euch.”

=> Hier auch kein Absatz, weil der selbe Sprecher. Dann mit dem nächsten Satz dito. Icon_wink

“Mama”. Ich streckte meine Hand aus, um sie ihr tröstend auf die Schulter zu legen.
=> Den Punkt vor das zeiten Anführungszeichen rutschen lassen.

Die Reaktion des Vater ist mir zu gefasst. Mit den Absätzen stimme ich hier nicht ganz überein, aber ich erkenne an, dass sie hier Stilmittel sind. Anfangs - zugegeben: typische Teeniegeschichte, die man eigentlich so schon oft gelesen hat in ihren Anfängen. Gut geschrieben, aber den Eindruck hinterlassend, als müsste jemand den "Vorzeigepüppchen-Komplex" schriftlich ein bisschen verarbeiten. *lach* Dann kommt die Wende und dich find ich eigentlich recht unterhaltsam. Gelungen. Das passt so schon. Ich glaub, die Geschichte, bzw. du willst hier gar nicht viel mehr als das. Den Leser aufs Glatteis führen. Danach bricht die Geschichte ab. Und was bleibt, sind meine zwei Kritikpunkte. Mehr nicht. Gut gemacht. Stilisch nichts besonderes, aber solide. Wenige Fehler - angenehm zu lesen. Gerne mal wieder an anderer Stelle!

Liebe Grüße,
Sternchen




RE: Engel - Glory - 24-03-2012

Hallo Sternchen,

oohjee, da hab ich wohl ganz lange deinen Kommi übersehen.
Asche auf mein Haupt ...
Zitat:=> Schade, dass du die Vergangenheitsfolm benutzt, ich hätte Gegenwart irgendwie passen gefunden. Passender zur Ich-Perspektive.
Ich denk drüber nach. Aber immer, wenn ich die Gegenwart versuche, rutsche ich im Laufe des Textes zurück in die Vergangenheit. Fühlmich irgendwie nicht so schreibwohl in dieser Zeitform.
Zitat:=> "drin" in "darin" verwandeln. Zumindest würd ich das meinen. Icon_smile
Zu umgangsprachlich? Okay, wird geändert.
Zitat:Gut geschrieben, aber den Eindruck hinterlassend, als müsste jemand den "Vorzeigepüppchen-Komplex" schriftlich ein bisschen verarbeiten. *lach*
Icon_confused Ist das eine Psychoanalyse meinerseits??? ;-)
Zitat:Den Leser aufs Glatteis führen.
Jup, das war mein Ziel
Zitat:Und was bleibt, sind meine zwei Kritikpunkte. Mehr nicht. Gut gemacht. Stilisch nichts besonderes, aber solide. Wenige Fehler - angenehm zu lesen. Gerne mal wieder an anderer Stelle!

Danke und sorry, dass meine Antwort so lange hat auf sich warten lassen.

LG

Glory