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Red und Maze (Teil 5) - Druckversion

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Seiten: 1 2


Red und Maze (Teil 5) - Zack - 27-10-2017

Immer noch auf Titelsuche, sorry ^^ ... hatte viele Ideen, aber noch passt nichts wirklich ...


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Dass sie ihn mitnahmen, war kein gutes Zeichen. Mit routinierten Faustschlägen ins Gesicht und unter die Rippen hatten die Kerle ihm klargemacht, dass er nur dank der Gnade ihres Auftraggebers noch lebte und es vielleicht weiter tun würde, wenn er sich kooperativ zeigte. Also ließ er sich abführen wie ein verdammter Krimineller, flankiert von zwei Kerlen, die mehr auf dem Kerbholz hatten als Dealen und Körperverletzung. Red kannte die Sorte Schläger, diese aalglatten Typen, die hinter der Maske ihrer Designeranzüge und den perfekten, operierten Fressen nichts als menschlicher Abschaum waren. Bestimmt ging ihnen gerade einer ab, weil sie einem Loser wie ihm zeigten konnten, wo sein Platz in dieser Gesellschaft war.
Sein linkes Auge war leicht zugeschwollen. Während er in das von bunten Lichtern aufgebrochene Grau der Straßen blinzelte, überlegte Red, ob er etwas Dummes versuchen sollte. Die beiden irgendwie überrumpeln. Einfach losstürmen. Mit seinem kaputten Bein würde er aber nicht weit kommen. Hilfe konnte er auch nicht erwarten. Die Leute beachteten ihn und seine Entführer nicht, starrten nur auf ihre Handcoms oder in die Leere ihres tristen Alltags. Wenn zwei breite Schnösel jemanden wie Red mitnahmen, mischte man sich besser nicht ein. Er hatte sich auch nie eingemischt und war gut damit gefahren.
Ein paar Sprayer warfen der schwarzen Limousine, die ihn vermutlich in den Kern zurückbringen würde, bewundernde Blicke zu. Scheiße. Die nehmen dich mit, um aus dir Infos über Maze rauszupressen. Und über Wave.
Seine Entführer waren beängstigend still. Sie wussten, dass er allein und gefesselt nichts gegen sie unternehmen konnte. Immerhin hatten sie ihm die Desert Eagle nicht abgenommen. Verließen sich blind auf die Technik und hatten ihn nur grob gescannt – böser Fehler. Ming hatte ihn also nicht über den Tisch gezogen und ihm wirklich eine anständige Knarre verkauft. War ja auch teuer genug gewesen. Aber in der Innentasche seiner Lederjacke war sie erstmal nutzlos. Du musst Geduld haben, Red. Auf einen Fehler warten.
Als sie den Wagen erreichten, bekam er einen Schlag auf den Kopf und wurde auf die Rückbank geworfen. Die Tür knallte hinter ihm zu. Neonfunken tanzten vor seinen Augen und das Bein protestierte mit stechenden Schmerzen. Red schnappte nach Luft, konnte erst nicht viel erkennen. Außer den cremefarbenen Kunststoffbezug der Sitze. Er war so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass er gar nicht bemerkte, dass die Typen nicht einstiegen. Erst der dumpfe Aufschlag eines fallenden Körpers ließ ihn stutzen.
Schnaufend kämpfte er sich nach oben, versuchte durch die getönte Scheibe etwas zu erkennen. Sah einen Strudel roter Locken und eine perfekte, bleiche Hand, aus der vier tödliche Klingen fuhren. Sah wie die Hand ein Muster in ein Gesicht schnitt. Blut spritzte gegen die Scheibe. Es folgte ein zweiter, dumpfer Aufprall. Die Schnösel waren hinüber. Wow.
Er erkannte sie nicht, als sie die Autotür aufriss und ihn rauszog. Begriff nur, dass die große, schlanke Frau vor ihm eine Androidin war. Mit grünen Katzenaugen. Und einem lächerlich knappen Fummel, der mehr bleiche Silikonhaut freigab als verbarg.
Erst als sie ihn ansprach, dämmerte ihm, wer ihm gerade den Arsch gerettet hatte. Wieder einmal. „Du hast Glück, dass die dich für einen Idioten halten und nur zweitklassige Schläger schicken.“
„Wave?“ Mehr bekam er nicht heraus.
Sie seufzte. „Ja. Ich hasse diesen Körper. Außerdem muss ich ihn zurückbringen. Komm.“
Inzwischen glotzten doch ein paar Leute, trauten sich aber nicht näher ran. Einige filmten die groteske Szene, während Wave sich seinen Arm um die Schulter legte und mit ihm davon stolzierte. Als wäre er ihre Beute. Der Körper, den sie nutzte, war etwas größer als Red. Und hatte größere Titten als die kindliche Hülle mit den pinken Augen.
„Du siehst komisch aus“, meinte Red und stöhnte unter ihrem Tempo. Der Schmerz in seinem Bein stach ihm bis in den Rücken.
„Ich musste mich beeilen“, erklärte Wave. „Dieses Modell war schnell verfügbar und nah genug an deiner Position. Du kannst Caius dafür danken.“
Sie deutete auf einen Laden für Sexspielzeuge. Red fragte sich, was sie hier sollten. Erst als sie den finsteren Schuppen betraten, wurde ihm klar, dass Wave sich hier ihren aufgebretzelten Körper geliehen hatte. In einer Ecke saßen mehrere Puppen mit üppigen Kurven und perfekten Gesichtern. Androiden, die menschliches Verhalten simulieren konnten. Waren heißbegehrt, zumindest unter denen, die sich so ein Teil leisten konnten.
„Bin wieder da“, rief Wave in die Düsternis des Ladens hinein.
Erst jetzt bemerkte Red hinter dem Tresen eine Gestalt mit der Statur eines Junkies. Aschblondes Haar, das in wirren Strähnen sein schmales Gesicht umrahmte. Eingefallene Wangen und Augenringe so dunkelgrau wie der Nachthimmel. Glasfaserkabel hingen über die schmalen Schultern des Mannes und verloren sich in einer der vielen Taschen seines fleckigen Kittels.
„Caius?“, riet Red.
Wave grinste. „Darf ich vorstellen? Der Puppenmacher. Er hat meinen Lieblingskörper designt, deswegen frage ich ihn nett, bevor ich einen anderen benutze.“ Nicht, dass sie das müsste, dachte sich Red.
„Die ganze Action wegen diesem Kerl?“, fragte Caius. Er klang heiser, als würde er zu viel rauchen. Aber es stank nicht nach Tabak oder Liquid.
„Er gehört zum Team“, erklärte Wave. Damit war für sie alles gesagt. Für den Puppenmacher offenbar auch. Er zuckte nur die Achseln und betrachtete dann die KI, die sich eine seiner Androidinnen ausgeborgt hatte.
„Wie ich sehe, hast du die Spezialfähigkeit meiner jüngsten Schöpfung genutzt?“ Caius deutete mit funkelnden Augen auf das Blut an ihren Händen. Die Klingen hatten sich längst wieder unter die künstliche Haut zurückgezogen.
„War sehr praktisch“, meinte Wave, als wäre es normal, Gesichter in Streifen zu schneiden. Naja, immerhin hatten es die Typen verdient.
Caius grinste breit. „Die perfekte Waffe. Wunderschön und tödlich.“
Während der Puppenmacher Wave erklärte, für welche Art Kunden er Modelle mit Spezialfähigkeiten entwarf, betrachtete Red die erschreckend menschlichen Roboter. Abgesehen davon, dass die Damen allesamt zu perfekt aussahen, erschienen sie unglaublich echt. Viel besser als die Androiden, die er bisher gesehen hatte. Das war ihm schon bei Wave aufgefallen.
„Gefallen dir meine Ladys?“ Caius stand plötzlich neben ihm und schenkte ihm ein dreckiges Grinsen.
Red zuckte die Achseln. „Habs nicht so mit Frauen. Aber die sehen ziemlich echt aus.“
„Ja, wenn sie nicht so wunderschön wären, könnten sie fast Menschen sein“, schwärmte Caius. „Meine Kunden bezahlen sehr viel für diese Mädchen, aber ohne eigene Persönlichkeit sind sie nur Spielzeuge. Ein Programm simuliert menschliches Verhalten, aber es ist nicht dasselbe wie bei Wave.“ Er warf der KI einen Blick voller Bewunderung zu. „Sie ist ein Geist, der diesen Körpern echtes Leben einhaucht. Man sieht es in ihren Augen, wenn sie da ist. Man sieht, dass da wirklich jemand ist.“
Red verstand genau, was er meinte.
„Genug philosophiert“, meinte Wave. „Caius, ich gebe dir diesen Körper zurück. Dieser Chaot hier“, sie deutete auf Red, „findet allein nach Hause.“
Sie setzte sich auf einen Stuhl, schlug die Beine übereinander und nahm die gleiche laszive Pose ein wie die anderen Puppen. Sie warf Red einen säuerlichen Blick zu. Und plötzlich war sie weg. Die grünen Katzenaugen waren leer, als hätte man das Licht in ihnen ausgeknipst.
Caius seufzte so tief und zitternd, als hätte er gerade einen geliebten Menschen verloren. Unschlüssig, ob er bleiben oder gehen sollte, sah sich Red um. Der Laden war ein Loch, in das sich eigentlich nur Perverse verirren konnten. Warum betrieb ein begnadeter Designer wie Caius so einen miesen Schuppen? Aus dem Sprawl konnte sich niemand so eine Puppe leisten, seine Kunden mussten aus dem Kern kommen. Androiden waren heißbegehrt und unverschämt teuer, insbesondere in dieser Qualität.
„Du fragst dich, warum ich keinen schicken Designerladen in einer Mall habe?“ Caius sah ihn schräg von der Seite an und grinste wissend.
Red fand ihn unheimlich. Und wenig vertrauenswürdig. „Sorry, aber mit den Dingern musst du ein Vermögen machen. Du gehörst nicht hier her.“
„Oh doch.“ Der Puppenmacher streckte die Hand aus und strich zärtlich über die Wange einer künstlichen Lady mit blondem Bopp. „Sieh sie dir an, wie perfekt sie ist. Wie menschlich. Im Kern gibt es zu viele Augen und Ohren, zu viele, die wissen wollen, wie ich das mache. Wie ich sie so echt mache. Hier draußen hab ich meine Ruhe und die Kunden kommen zu mir.“ Er warf der Puppe einen zärtlichen Blick zu. „Ich mache das nicht für Geld. Nicht mehr. Ich hab genug davon.“ Die wasserblauen Augen des Puppenmachers leuchteten wie die eines träumenden Kindes. „Ich mache das für sie. Für sie und andere, die wie sie sind. Ich baue ihnen Brücken in unsere Welt.“

Als Red in ihre Suite im Morning Star humpelte, kam er sich furchtbar blöd vor. Bereits zum zweiten Mal hatte Wave ihm den Arsch gerettet, dabei wollte er doch den Helden spielen. Alterreal die Hölle heiß machen. Und ein paar perversen Priestern ein Loch in den Schädel ballern. Aber nach seinem bescheuerten Alleingang war ihm klar, dass er nur ein durchgeknallter Kleindealer war. Wertlos und ohne Verstand. Wahrscheinlich brauchten ihn Maze und die beiden KIs gar nicht. Vielleicht störte er sogar in ihrem virtuellen Krieg, dessen Regeln er nicht durchschaute und der ihm nicht blutig genug war.
Red dachte an den Offline-Link, der ihn in Maze’ Gedanken schicken konnte. Ob du willst oder nicht, du kommst um neue Hardware nicht herum. Um mithalten zu können. Und um zu verstehen, wer sich da im Kopf des Wireheads versteckte. Ob da wirklich jemand war.
Wave begrüßte ihn in ihrem „Lieblingskörper“. Sie schien sich mit dieser zierlichen Gestalt zu identifizieren. Auch für ihn war dieses Mädchen mit den blauen Haaren Wave, auch wenn er nun kapiert hatte, dass sie nicht an eine Hülle gebunden war. Was hatte Caius gesagt? Sie war ein Geist. Ein Geist, der nicht Fleisch und Blut, sondern Metall und Silikon bewohnte. Wahrscheinlich war ihre zerbrechliche Erscheinung nur eine geniale Täuschung.
„Ich habe das Netz hinter dir aufgeräumt“, meinte Wave. „Deine hirnrissige Aktion aus dem Gedächtnis der Welt getilgt.“
Reib mir meine Blödheit auch noch unter die Nase. Red schnaufte. „Ich hab’s kapiert.“ Zähneknirschend schob er ein „danke“ nach und erkundigte sich nach dem Wirehead.
Maze wartete im Schlafzimmer auf ihn. Stand an der Glasfassade und ließ den Blick über die glühenden Häuserschluchten schweifen. Aus seiner Headbuchse baumelten Glasfaserkabel und seine Finger strichen geistesabwesend über sein Deck. Es sah fast aus, als würde gar nicht Maze, sondern die KI in seinem Kopf das Gerät bedienen. Unweigerlich fragte sich Red, ob Phage überhaupt Hände benutzen musste. Ob er das konnte.
„Wo warst du?“
Ah, er hatte Red bemerkt. „Bei einem Kumpel. Ist mies gelaufen.“ Er überlegte, ob er Maze den ganzen Mist beichten sollte, aber vermutlich hatte Wave ihm bereits alles erzählt. Warum fragte er dann, wo er gewesen war? War der Wirehead sauer? Zumindest klang er wie immer. Als wäre ihm alles egal.
Red ging zu ihm, lehnte sich an seinen Rücken. Schaute über seine Schulter nach draußen. Es war Mitternacht und das Herz der Stadt schien mehr und mehr flüssiges Neon in die Straßen zu pumpen. Was am Tag in unendlichen Facetten von Weiß und Grün erstrahlte, war nun ein Meer aus Magenta, Blau und Gold. Liz hatte sich danach gesehnt. Nach dieser schönen, heuchlerischen Welt voller Farben. Es war falsch, dass er nun ein Teil davon war. Und sie tot.
„Was wolltest du bei diesem Decan?“, fragte Maze. Ohne sich umzudrehen. Seine Finger tanzten weiter über den Touchscreen, der bei jeder Berührung kurz aufleuchtete.
„Keine Ahnung“, meinte Red. Er rieb seine Wange an den blauschwarzen Haaren, atmete langsam und tief Maze‘ kühlen Duft ein. „Hab jemanden zum Reden gebraucht.“
„Warum redest du nicht mit mir?“ Wenn Liz ihn das gefragt hatte, war ihre Stimme voller Vorwürfe gewesen. Bei Maze klang es dagegen, als hätte er gefragt, warum er die Haare rot und nicht grün färbte. Trotzdem kam es Red so vor, als wäre der Wirehead irgendwie gekränkt.
„Weil‘s um dich geht“, erklärte er. „Und um Phage. Um diesen Hardwarekram, den ich mir implantieren lassen soll.“
Maze drehte sich um. Sahm ins Gesicht und doch irgendwie hindurch. „Du kannst uns alles fragen.“ Der Bildschirm seines Decks wurde schwarz. „Der Eingriff ist ungefährlich.“ Das klang, als wollte Maze ihn beruhigen, was irgendwie süß war. Red zog ihm vorsichtig die Kabel aus seiner Headbuchse. Nahm ihm das Deck aus der Hand und warf es aufs Bett. Der Wirehead verzog das Gesicht, als würde es ihm wehtun, wie achtlos er mit dem Samsung umging.
„Darum geht’s nicht.“
„Worum dann?“
„Ist einfach viel passiert in letzter Zeit“, erklärte Red. „Ich wollte mehr über KIs wissen, aber Decan hat sich als Arschloch entpuppt, das mich an Alterreal verkauft hat. Ende der Geschichte.“
Maze‘ Mundwinkel zuckten. „Pass in Zukunft besser auf.“ Er legte den Kopf schien und grinste ihn an. „Wäre verdammt schade, wenn du draufgehst.“
Red legte die Arme um ihn, zog ihn ganz nah an sich heran. „War das eine Liebeserklärung?“
„So ähnlich.“
Das reichte ihm. Für den Moment hatte sich alles zum Guten gewendet. Wave gab ihnen eine Chance. Eine echte Chance, etwas zu verändern. In den blauen Augen des Wireheads erkannte Red, dass er ähnlich fühlte. Auch Maze wollte etwas verändern. Wollte nicht mehr weglaufen, sondern angreifen. Der Gedanke, dass sie gemeinsam kämpften, sandte ein irres Kribbeln durch seine Nervenbahnen. Die Luft zwischen ihnen begann zu knistern und er drängte Maze gegen das Glas der Fassade. Küsste ihn. Langsam. Fordernd. Er wollte jeden Nanometer seiner blassen Lippen schmecken. Spüren, dass er echt war.
Als sie kurz nach Luft schnappten, zog ihm Red das Shirt über den Kopf. Betrachtete seinen Körper, das Mosaik aus Silikon und Metall, das unterhalb seines Schlüsselbeins begann und bis zur Hüfte ein zerklüftetes Muster bildete. Die künstliche Haut war abgeplatzt, als hätte sie zu viele Schläge abbekommen.
„Warum lässt du das nicht reparieren?“, fragte er und strich vorsichtig über die metallenen Narben.
„Weil es echt ist.“ Maze grinste schief. „Stört es dich?“
„Nein.“ Er konnte sich nicht vorstellen, dass er so perfekt wie eine dieser Puppen aussah. Red hielt sich an seinem herausfordernden Blick fest, während eine Hand tiefer wanderte, an seiner Hose rumfummelte und den Reisverschluss aufzog. Maze stöhnte auf, als er seine Hand hineingleiten ließ.
„Spürt Phage das?“ Er suchte nach einem Zeichen der KI in den künstlichen Augen. Nach einem Funken, der ihm verriet, dass da wirklich jemand war.
„Ja.“
Der Gedanke, dass Phage ihnen zuschaute, kitzelte Reds Nerven. „Gefällt es ihm?“
Maze lachte. „Finde es heraus.“


RE: Red und Maze (Teil 5) - Dreadnoughts - 10-12-2017

Hallo Zack.

Vorab: Ich bin mir auch immer noch nicht sicher, welcher Titel hierzu passen würde.
Man könnte es von der Thematik her ableiten, oder die Vorschläge, die ich bereits unterbreitet hatte, überdenken. Aber ich finde gerade, dass der improvisierte Titel sich bis jetzt doch ganz gut hält. Irgendwie. Red und Maze - ganz einfach.

Anmerkungen:

Zitat:Hilfe konnte er auch nicht erwarten. Die Leute beachteten ihn und seine Entführer nicht, starrten nur auf ihre Telefone oder in die Leere ihres tristen Alltags. Wenn zwei breite Schnösel jemanden wie Red mitnahmen, mischte man sich besser nicht ein. Er hatte sich auch nie eingemischt und war gut damit gefahren.

Ein sehr eindringliches Detail, dass es auch in unserer Zeit gibt - und mich leider frustriert zurücklässt. Also hier, bei uns. Als wären die Menschen da nichts weiter als gebrochene Wirbelsäulen, die zu Boden kriechen und nur mit viel Geduld und Spucke noch halbwegs durchs Leben kommen. Aber ich schweife ab.

Zitat:Sie seufzte. „Ja. Ich hasse diesen Körper. Außerdem muss ich ihn zurückbringen. Komm.“

Wave wird hier als Charakter (auf 'altbewährte' Weise) stärker in Szene gesetzt. Zwar hat das viel von Wolverine, aber es zeichnet sie auf eine feine Art und Weise, dass auch gar nicht mehr viel dazu gesagt werden muss.
(Abgesehen davon, dass eine KI sich die Körper aussuchen kann, was ebenfalls faszinierend ist.)

Zitat:Die grünen Katzenaugen waren leer, als hätte man das Licht in ihnen ausgeknipst.

Ich habe es direkt vor Augen. Und nachdem ich mich mal schlau gemacht habe, finde ich es erstaunlich, wie authentisch heutzutage schon menschliche Abbilder sind. Hier:
klick

Zitat:Die wasserblauen Augen des Puppenmachers leuchteten wie die eines träumenden Kindes. „Ich mache das für sie. Für sie und andere, die wie sie sind. Ich baue ihnen Brücken in unsere Welt.“

Der Wahnsinn steht ihm gut. Und auch hier charakterisierst Du ihn mit den wenigen, aber sehr aussagekräftigen Zeilen.

Zitat:Es war falsch, dass er nun ein Teil davon und sie tot war.

Der Satz holpert etwas. Warum nicht so?
->Es war falsch, dass er nun ein Teil davon war. Und sie tot.
(Finde ich eindringlicher.)

Zitat:Red musste grinsen. „War das eine Liebeserklärung?“
„So ähnlich.“

Auch hier rechne ich es Dir hoch an, dass Du bei den bereits verwendeten Gebräuchen und Flokseln bleibst. So erkennt man auch ohne direkte Erwähnung, wer was sagt.

Zitat:und er drängte Maze gegen das Glas der Fassade. Küsste ihn. Langsam. Fordernd. Er wollte jeden Nanonmeter seiner blassen Lippen schmecken. Spüren, dass der Wirehead echt war.

Ach, das hatte ich ja beinahe vergessen. Cowsleep Die Hafenrundfahrt ... Icon_rolleyes

Zitat:Maze stöhnte auf, als er seine Hand hineingleiten ließ.

HAFENRUNDFAHRT!!!

Hmpf.

Nun gut, bin gespannt, wie es "mit der Geschichte" weitergeht.

Icon_wink

LGD.

Edit:
Ich schreibs hier nochmal rein. Ich habe, nicht nur aus Gründen der politischen Korrektheit, nichts gegen die Darstellung zweier Männer, die sich ... auf welche Art und Weise auch immer lieben. Es ist okay, ich sehe den Sinn darin in der tiefergehenden Zeichnung beider Darsteller, wie sie miteinander umgehen, wie sie agieren, wie sie was tun und auch warum. Dass die Liebesgeschichte, mal so formuliert, wahrscheinlich auch ein Grund für etwaige Entscheidungsgründe sein wird, ist mir klar.
Nur die Darstellung der Liebe an sich hätte meiner Meinung nach nicht so eindriglich sein müssen. (Obwohl es auch irgendwie die Welt und die darin sich entwickelte soziale Komponente anschaulich macht.)

Das nochmal als Statement meinerseits.

LGD.


RE: Red und Maze (Teil 5) - Zack - 10-12-2017

Hey Dread,

auch hier nochmals: Danke Icon_smile ...

Tut gut, doch noch ein Feedback zu lesen, weil mir die Story irgendwie am Herzen liegt. Was den Titel betrifft: Ist schwierig *g* ... und im Prinzip geht es schlicht um Red und Maze, insofern bleibts erstmal dabei, bis ich den Geistensblitz schlechthin habe.

Deine Verbesserungsvorschläge setze ich wohl um, danke.

Wie in der Shobo geschrieben, ich kann verstehen, dass nicht jeder mit der Art dieser Beziehung klarkommt bzw. die explizierte Darstellung der erotischen Szenen nicht abkann. Ich hab auch lange überlegt, wo ich diese Szenen gestalten solll, hab sie dann aber letztlich so runtergeschrieben, wie sie sich ergeben haben. Zudem würde mir Zurückhaltung in einem Cyberpunksetting unpassend erscheinen.

Würde es dich auch stören, wenns zwei Frauen wären? ^^

Grüße

- Zack


RE: Red und Maze (Teil 5) - Persephone - 30-12-2017

Hallo Zack,

Frisch, fromm, fröhlich frei und jede Menge Zeit zum Kommentieren  Icon_smile Immer noch spannend und interessant für mich. Habe auch so das Gefühl, die Autorin kritisiert ein wenig das Gesellschaftssystem  Mrgreen
Was mich am Cyber-Punk interessiert. Es scheint ja offensichtlich eine Zwei-Klassen-Gesellschaft zu sein. Auf der einen Seite das Sprawl. Das sind die gescheiterten Existenzen. Drogensüchtige, der Rand der Gesellschaft und andererseits der Kern. Das sind die Reichen und die Priester von Alterreal, die anscheinend so eine Art neuer Geldadel verkörpern und sehr einflussreich sind. Ihr Einfluss geht nach meinem Dafürhalten über den einer gewöhnlichen Sekte hinaus.
Gibt es dafür ein geschichtliches Vorbild? 
Weiterhin frage ich mich, wie es zu so einer Gesellschaft kommen konnte? Normaler Entwicklungsprozess oder Krieg? Cyber-Punk kommt mir doch etwas dystopisch vor. In welcher Zeit bzw. in welchem Jahr spielt das eigentlich und befinden wir uns noch in Deutschland oder wie kann ich mir das vorstellen?

Das ist jetzt keine Kritik, sondern Fragen einer Unwissenden.  Icon_confused

Zitat: Red kannte die Sorte Schläger, diese aalglatten Typen, die hinter der Maske ihrer Designeranzüge und den perfekten, operierten Fressen nichts als menschlicher Abschaum waren. 
Zack kennt die auch, aber sie wäre mit ihnen fertig geworden  Mrgreen Mrgreen Mrgreen

Zitat:Der Körper, den sie nutzte, war etwas größer als Red. Und hatte größere Titten als die kindliche Hülle mit den pinken Augen.
keiner scheint hier eine natürliche Haarfarbe zu besitzen. Sind die gefärbt oder wurde das gentechnisch bei den Menschen verändert?

Zitat:Sie setzte sich auf einen Stuhl, schlug die Beine übereinander und nahm die gleiche laszive Pose ein wie die anderen Puppen. Sie warf Red einen säuerlichen Blick zu. Und plötzlich war sie weg.
Ich hätte die Dopplung von Sie folgendermaßen aufgelöst:Sie setzte sich auf einen Stuhl, schlug die Beine übereinander und nahm die gleiche laszive Pose ein wie die anderen Puppen. warf Red einen säuerlichen Blick zu Und plötzlich war sie weg.
Das geht so einfach, obwohl sie ein Bewusstsein hat. Ich habe da so eine Ahnung... Icon_confused

Zitat:Der Puppenmacher streckte die Hand aus und strich zärtlich über die Wange einer künstlichen Lady mit blondem Bopp.
Er strich der Puppe liebevoll über die Wange und wandte sich Red zu.
Bob
Zweimal streicheln? Die bekommt aber viel Liebe Icon_smile

Zitat:Sie war ein Geist. Ein Geist, der nicht Fleisch und Blut, sondern Metall und Silikon bewohnte.
Dann könnte man ja auch einen menschlichen Geist transferieren...

Zitat:In den blauen Augen des Wireheads erkannte Red, dass er ähnlich fühlte. 
Ähnlich ist das Lieblingswort des Wireheads und Blau die Lieblingsfarbe der Autorin  Icon_smile Icon_smile Icon_smile

Ich kann gar nicht aufhören zu lesen, so spannend ist das. Aber das sind wir ja von dir gewöhnt.

Bis gleich Gruß Persephone


RE: Red und Maze (Teil 5) - Zack - 30-12-2017

Da wären wir wieder ...

Zitat:Gibt es dafür ein geschichtliches Vorbild?

Mhm, nö. Die Story spielt mit klassischen Cyberpunkklischees, die heute immer noch aktuell sind. Im Prinzip handelt es sich um eine negative Übertreibung unserer heutigen Gesellschaft.
Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander und in Reds Zukunft hat sich die Gesellschaft stark gespalten. Die "Reichen" leben abgeschottet in den Innenstädten, im Kern, der sogar durch eine Mauer von den verarmten Randbezirken abgeschirmt wird. Das Sprawl dagegen ist eine urbane Landschaft, Stadtrand und umliegende Gemeinden sind zu einer großen, grauen Masse verschmolzen. Im Prinzip haben wir ja heute schon die Situation, dass sich Normalverdiener eine Wohnung in der Innenstadt kaum noch leisten können - in dieser Zukunftsvision ist es einfach noch viel krasser. Zeitlich befinden wir uns ca. 50 Jahre in der Zukunft, aber festlegen wollte ich mich auch da nicht, weil es für die Handlung nicht relevant ist.


Zitat:keiner scheint hier eine natürliche Haarfarbe zu besitzen. Sind die gefärbt oder wurde das gentechnisch bei den Menschen verändert?


Meinst du jetzt die Haare oder Augen? Also Red färbt sich die Haare einfach, genauso wie Maze, der ja blaue Stränen hat. Wave dagegen hat blaues Kunsthaar - oder jede andere Farbe, die sie will, genauso wie der andere Androidenkörper, den sie benutzt. Dabei handelt es sich um einen künstlichen Körper aus Metall und Silikon, der die menschliche Physiologie nachahmt, aber ein Android ist eine Maschine und kein gentechnisch erzeugter / designter Mensch. Es ist eine Eigenart von Wave, recht "bunt" aufzutreten.


Zitat:Dann könnte man ja auch einen menschlichen Geist transferieren...


Nein, wie gesagt, ein Android ist eine Maschine, ein Computer. Und Wave ist eine KI, ein Programm, das sich selbst auf diesem Computer installieren kann. Ein Mensch könnte das nicht, soweit ist die Technologie da nicht und es ist fraglich, ob es überhaupt möglich wäre.

Dass Phage sind in einem Menschen verstecken konnte, war auch nur möglich, weil Maze entsprechend viel Hardware im Kopf hat, samt Mikrocomputer und ausreichend Speicherplatz, um das Programm Phage aufzunehmen.


RE: Red und Maze (Teil 5) - Der Weltenwanderer - 07-01-2018

Hallo, da bin ich wieder! Icon_smile


Zitat:Hilfe konnte er auch nicht erwarten. Die Leute beachteten ihn und seine Entführer nicht, starrten nur auf ihre Telefone oder in die Leere ihres tristen Alltags. Wenn zwei breite Schnösel jemanden wie Red mitnahmen, mischte man sich besser nicht ein. Er hatte sich auch nie eingemischt und war gut damit gefahren.
Ich vermute, genau das selbe würde in unserer Gesellschaft auch passiere. Manche Dinge ändern sich nicht.


Zitat: Hatten ihn nur grob gescannt – böser Fehler. Ming hatte ihn also nicht über den Tisch gezogen und ihm wirklich eine anständige Knarre verkauft. War ja auch teuer genug gewesen. Aber in der Innentasche seiner Lederjacke war sie erstmal nutzlos. Du musst Geduld haben, Red. Auf einen Fehler warten.
Ist natürlich ein bisschen seltsam, dass sie ihn nur grob scannen. Immerhin wissen zumindest ihre Auftraggeber, dass Red mit einer Waffe Drohnen vom Himmel geholt hat. Klar, wahrscheinlich halten sie ihn für einen kleinen Fisch. Aber da hätten die Auftraggeber gründlicher sein müssen.


Zitat:Erst als sie ihn ansprach, dämmerte ihm, wer ihm gerade den Arsch gerettet hatte. Wieder einmal.  „Du hast Glück, dass die dich für einen Idioten halten und nur zweitklassige Schläger schicken.“

„Wave?“ Mehr bekam er nicht heraus.
Hehe, cooler Auftritt von Wave. Ich mag sie. Mrgreen 


Zitat:Wave grinste. „Darf ich vorstellen? Der Puppenmacher. Er hat meinen Lieblingskörper designt, deswegen frage ich ihn nett, bevor ich einen anderen benutze.“ Nicht, dass sie das müsste, dachte sich Red.
Mir gefällt das "sich" in "dachte sich" nicht. Würde ich persönlich streichen.
Ich bin voll gespannt - wir bekommen ein tiefere Einblicke in die Welt der Erwachten KIs. Offensichtlich gibt es einige Menschen, die ihnen helfen. Oder teilt sich Caius auch seinen Körper? Ich gehe erst mal nicht davon aus, außer es gibt weitere Hinweise.


Zitat:„Oh doch.“ Der Puppenmacher streckte die Hand aus und strich zärtlich über die Wange einer künstlichen Lady mit blondem Bopp. „Sieh sie dir an, wie perfekt sie ist. Wie menschlich. Im Kern gibt es zu viele Augen und Ohren, zu viele, die wissen wollen, wie ich das mache. Wie ich sie so echt mache. Hier draußen hab ich meine Ruhe und die Kunden kommen zu mir.“
Moment, er ist aber nicht ein psychopatischer Killer, der junge Frauen tötet, um dann aus ihnen Androiden zu machen? Icon_shocked Ne, das ergibt keinen Sinn. Dann hätte er nicht gesagt, dass sie schöner sind als echte Menschen.


Zitat:„Ich mache das für sie. Für sie und andere, die wie sie sind. Ich baue ihnen Brücken in unsere Welt.“
Huh ... gibt es so viele erwachte KIs? Wenn ja, was löst das aus? Kann ja nicht schon immer so gewesen sein? Na ja, hier ist auf jeden Fall schon mal ein Ausweg für Maze und Phage. Red würde bestimmt gerne sehen, dass die beiden sich "trennen". Wie die beiden das sehen, ist natürlich eine andere Frage.

Zitat:Als Red ihre Suite im Morning Star betrat, kam er sich furchtbar blöd vor. Bereits zum zweiten Mal hatte Wave ihm den Arsch gerettet, dabei wollte er doch den Helden spielen. Alterreal die Hölle heiß machen. Und ein paar perversen Priestern ein Loch in den Schädel ballern. Aber nach seinem bescheuerten Alleingang war ihm klar, dass er nur ein wertloser Kleindealer war.
Immerhin hat er Maze vor den Drohnen geretten. Icon_smile



Zitat:Sie war ein Geist. Ein Geist, der nicht Fleisch und Blut, sondern Metall und Silikon bewohnte.
Uuuuh, kleine Homage an "Ghost in the Shell"?


Zitat:Maze drehte sich um. Er schien durch Red hindurchzuschauen. „Du kannst uns alles fragen.“ Der Bildschirm seines Decks wurde schwarz und er zog sich die Kabel aus dem Kopf. „Der Eingriff ist ungefährlich.“ Das klang, als wollte Maze ihn beruhigen, was irgendwie süß war.
Du kannst uns alles fragen. Interessant. da fragt man sich doch unwillkürlich, wie eng verwoben die beiden Persönlichkeiten wirklich sind. Werden sie nach und nach zu einer einzelnen? Sind sie es schon?


Zitat:Maze lächelte schwach. „Pass in Zukunft besser auf. Wäre verdammt schade, wenn du draufgehst.“
Red musste grinsen. „War das eine Liebeserklärung?“
„So ähnlich.“
Hehe, süß. Allerdings wirkt Maze doch so wie betäubt. Weiß noch nicht so richtig, was ich davon halten soll. Mir fehlt in diesem Gespräch die Spannung, die ich anderen Teilen mitbekommen habe. Vielleicht könntest du Maze noch etwas mehr Mimik verpassen? Kleine Regungen, wie eine gehobene Augenbraue? Oder soll er so künstlich wirken?

Hat mir wieder gefallen. Besonders interessant finde ich Wave bzw. die erwachten KIs an sich, die für mich die wahren Hauptpersonen sind, nicht so richtig Red und Wave. Mrgreen 
Bin auf jeden Fall gespannt, wie es weiter geht.

Viele Grüße
WW


RE: Red und Maze (Teil 5) - Zack - 07-01-2018

Hallo Weltenwanderer,

schön, dich wieder zu lesen Icon_smile


Zitat:Ist natürlich ein bisschen seltsam, dass sie ihn nur grob scannen. Immerhin wissen zumindest ihre Auftraggeber, dass Red mit einer Waffe Drohnen vom Himmel geholt hat.

Mh, ja, über die Stelle habe ich auch gegrübelt. Ich wollte zeigen, dass sich die meisten in dieser Gesellschaft so blind auf die Technologie verlassen, dass sie selbst einen Gegner nur scannen, statt ihn selbst abzutasten und nach einer Waffe zu suchen ... muss mal schauen, wie ich das umschreiben kann, dass es glaubwürdiger wird.

Zu Caius: Nein, er hat keine KI im Kopf und nein, er ist kein Psycho-Frauen-Killer Icon_wink ... er kann mit echten Menschen wenig anfangen.


Zitat:Huh ... gibt es so viele erwachte KIs? Wenn ja, was löst das aus? Kann ja nicht schon immer so gewesen sein? Na ja, hier ist auf jeden Fall schon mal ein Ausweg für Maze und Phage. Red würde bestimmt gerne sehen, dass die beiden sich "trennen". Wie die beiden das sehen, ist natürlich eine andere Frage.

So viele gibt es nicht, aber ein paar - die Geschichte spielt am Anfang dieser Entwicklung, nur wenige wissen davon, auch wenn es Gerüchte über sie gibt (KIs, die plötzlich verschwinden). Aber die Mehrheit der Bevölkerung ahnt noch nicht, dass sich ihre Werkzeuge selbstständig machen. Im Laufe der Geschichte werde ich noch drauf eingehen, aber der Storyschwerpunkt bleibt bei Red und Maze und ihren ersten gemeinsamen Schritten gegen Alterreal.


Zitat:Uuuuh, kleine Homage an "Ghost in the Shell"?

Aber klaro Icon_smile


Zitat:Mir fehlt in diesem Gespräch die Spannung, die ich anderen Teilen mitbekommen habe. Vielleicht könntest du Maze noch etwas mehr Mimik verpassen? Kleine Regungen, wie eine gehobene Augenbraue? Oder soll er so künstlich wirken?

Er soll durchaus distanziert und "künstlich" wirken, wobei er natürlich nicht zu blass daherkommen sollte. Ich schau mal, wie ich ihn besser zeichnen kann, ohne dass er "out-of-character" wird.
Maze hat eine KI im Kopf, das hat ihn verändert, wobei er früher schon ein sehr ruhiger Typ war. Aber jetzt ist er mit Phage verschmolzen, die beiden haben viel zusammen durchgemacht und sind in vielen Dingen nicht einer Meinung. Gleichzeitig beeinflussen sich ihre Gedanken gegenseitig. Schwierige Situation für Maze, vor allem jetzt, da er Red kennengelernt hat ...

Viele Grüße

- Zack


RE: Red und Maze (Teil 5) - coco - 23-06-2018

Hallo Zack,

Wave wird immer besser. Icon_smile Immer mehr KIs wachen also auf, befreien sich aus der Geister-Sklaverei - und ein Fan baut ihnen schöne Körper. Mit dieser Daseinsform kann ich mich total identifizieren.

Auf den ersten Blick sieht es aus, als hätte Reds "Ausflug" zu Decan keine Folgen. Aber vermutlich kann er jetzt nicht mehr in den Cyberspace ohne von einem bezahlten Hacker angegriffen zu werden. Eingesperrt in der Offline-Welt, sozusagen. Das bringt ihn näher an Wave, die ja auch lieber in einem Offline-Körper bleibt, weil sie im Internet verfolgt wird. Verstehe ich das so ungefähr richtig?

Jedenfalls sind wir offenbar in Asien, denn...
(27-10-2017, 11:23)Zack schrieb: und den Reisverschluss aufzog
...sorry, wenn ich Hunger habe, fällt mir Reis besonders ins Auge.

Danke für die Story uns bis zum nächsten Teil
coco


RE: Red und Maze (Teil 5) - Zack - 23-06-2018

Hey coco,

schön, wieder von dir zu lesen und danke für deinen Kommi Icon_smile

(ähm, ja, Reis ... hat bisher keiner bemerkt *g*)

Ich fürchte, so ganz werde ich deine Erwartungen nicht erfüllen. Red kann schon noch online, allerdings haben Wave und auch Maze jetzt mehr zu tun, um ihn zu schützen. Auch Wave ist nicht an eine Offline-Hülle gebunden, aber sie genießt diesen Zustand, aber nicht weil es "sicherer" wäre ...

Viele Grüße

- Zack


RE: Red und Maze (Teil 5) - coco - 23-06-2018

Hallo Zack,

in Teil 4 hattest du noch geschrieben, dass eine Verbindung über den Cyberspace nicht sicher für eine erwachte KI wäre:

(28-09-2017, 20:15)Zack schrieb: „Wozu überhaupt neue Hardware? Kann ich nicht über den Cyberspace mit Phage in Kontakt treten? So ganz normal?“
Decan zuckte die Achseln. „Gehen tut das schon. Aber diese Erwachten wollen das nicht. Müssten ihre Unsichtbarkeit aufgeben. Ein Offline-Link ist sicherer für sie, aber du öffnest ihnen damit die Tür zu deinem Gehirn.“

Aber gut, für Wave wäre es also kein Sicherheitsproblem, im Cyberspace entdeckt zu werden. Sie ist also niemandem entlaufen und ihre ganze Kohle kommt von ... das erfahren wir noch, oder?

Bis zum nächsten Kapitel
coco