Es ist: 01-04-2020, 08:06
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Aktuell befinden wir uns im Umbau. Sollte also etwas seltsam aussehen, sind wir gerade bei der Arbeit und strukturieren die Foren neu :)

VI 04 aus flucht
Beitrag #1 |

VI 04 aus flucht
.
Wahrscheinlich kommt man erst nach drei, vier Mal lesen in den / einen Rhythmus dieses Gedichts.
Gedicht zum Versipuls 04




aus flucht

wolf im schaf
fell
kalt fällt
zug
luft
ins schiff
flucht
punkt
flieh nicht

schläfst du tags?

zieh kreuz
hand
kurz bannt
herz
schlag
den kopf
flucht
punkt
flieh
nur sei

auf der hut

der himmel ist
einsilbig blau.

(und du
trägst dich und mich
auf dem arm.)



.

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
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Beitrag #2 |

RE: VI 04 aus flucht
Hallo Libertine,

wenn man die richtigen Wörter verbindet, kommt man eigentlich gut rein. Die erste Strophe liest sich dann flüssig, aber mit dem Anfang der zweiten komm ich einfach nicht klar.

"zieh kreuz-hand, kurz bannt herz-schlag den kopf" - so würde ich es verbinden, aber irgendwie ergibt das nicht wirklich ...

Die Idee fand ich ziemlich cool, in der ersten Strophe funktioniert es auch wunderbar, nur in der zweiten brettert es mich total raus und da komm ich auch beim zehnten Mal lesen nicht rein. Kannst du mir sagen, wo es hängt? ...

Besonders hat mir dieses

"flucht
punkt"

gefallen - weiß auch nicht wieso, aber find ich ziemlich genial irgendwie *hehe* ... "Fluchtpunkt" - oder doch eher "Flucht. Punkt."? ... Tja ... da kann man irgendwie schön mit spielen ...

Die Zeile fand ich auch gut integriert, "seit auf der Hut, der Himmel ist einsilbig blau" ... ist das eine Warnung vor dem schönen Schein? *mhm* ... Schön blau, sonst nichts, einsilbig, gehaltlos, blau maskierte Leere ...

Der Teil in Klammern ist besonders nach diesem zerstückelten Gedicht dann einfach sehr schön, warm, behutsam und liebevoll.

Hat mit insgesamt ganz gut gefallen, aber ich fands dann doch zu extrem zerstückelt für meinen persönlichen Geschmack - besonders weil ich mit der zweiten Strophe einfach nicht so viel anfangen kann.

Grüße

- Zack

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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Beitrag #3 |

RE: VI 04 aus flucht
Hallo Zack!

Es hat sich also doch jemand ran getraut ...
Vielen Dank für deinen Kommentar Icon_smile

Ja, die zweite Strophe ... mit der bin ich auch nicht zufrieden und am liebsten würde ich sie einfach streichen, aber das geht (für mich) inhaltlich nicht, weil ich irgendwie zu "flieh / nur sei / auf der Hut" kommen muss. Eigentlich hakt es da nur in den ersten zwei Versen, weil die wirklich nicht fließen (und ein Wort zu wenig haben). Also da hast du völlig Recht - ich weiß nur bisher nicht, was ich da machen kann. Ich hoffe, es ergibt sich mal was Passendes.
Vielleicht merkt man auch, dass die erste Strophe in einem Rutsch geschrieben ist, aus dem Bauch raus, und die zweite eher ein Kopfprodukt ist. Hm ...
Schön, dass es dir ansonsten gefällt - und Strophe zwei wird demnächst nochmal gestückelt.

Liebe Grüße,
Libertine

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Beitrag #4 |

RE: VI 04 aus flucht
Hallo Libertine,

nach einer kommentierruhigen Zeit, wieder ein Kommi von mir. :D
Der Versimpuls boomt ja richtig in den letzten Tagen. So lange hat niemand was dazu geschrieben und jetzt plötzlich die ganzen schönen Gedichte.

Also in bin recht gut in dein Gedicht rein gekommen. Nachdem ich die Struktur erkannt habe (nach der Zugluft), da war es nicht schwer zu lesen. Die Idee die Worte so zu trennen finde ich toll! Irgendwie hat das auch etwas von Flucht, von gehetzt sein – wie Stottern vielleicht oder wie ein Atemzug, den man mitten im Wort holt. Über die eigentliche Idee des Gedichts bin ich mir noch nicht sicher. Am Ende zeigen sich das Ich und das Du. Das Du scheint der Fluchtpunkt zu sein, weil: „Fluchtpunkt flieh nicht“. Danach habe ich das Gedicht jetzt interpretiert.

Die erste Strophe verstehe ich, denke ich, ganz gut. Sie zeigt eine Schiffsfahrt. Kalte Zugluft, einer ferner Horizont (Wegen Fluchtpunkt – das erinnert mich immer an Horizont). Der Wolf im Schafsfell wird wohl auf dem Schiff sein. Der Fluchtpunkt ist etwas, wo alle Perspektivelinien zusammen treffen. Wenn er flieht (Was übrigens ein richtig tolles Wortspiel ist!) heißt es, dass man sich von etwas entfernt. Vielleicht von einem geliebten Ort oder ähnlichem. Das Ich fordert den Fluchtpunkt an nicht zu fliehen – also will es bleiben, muss aber fort. Allerdings sind Fluchtpunkte auch überall …

„Schläfst du tags?“ zeit für mich eine Art Stagnation. Wenn man den Tag lang nichts tut, sondern nur schläft, sich um nichts bemüht …

Bei der zweiten Strophe bin ich mir unsicher. Vor allem bei den ersten Zeilen. „Zieh Kreuzhand“ – meinst du ein Kartenspiel? „Kurz bannt Herzschlag den Kopf“ – das scheint eine Situation zu sein, in der man sich seinen Gefühlen überlässt, ohne logisch nach zu denken. Hat etwas von Verliebtheit, finde ich. Und der Fluchtpunkt darf nun fliehen, soll aber vor dem einsilbig blauen Himmel auf der Hut sein. Wenn man es auf die Verliebtheit bezieht, dann – ah, mir fällt nicht ein, wie ich es formulieren soll – jedenfalls soll es verdeutlichen, dass es auch eine gefährliche Angelegenheit ist.

Am Ende wird dann deutlich, dass das Du die beiden trägt und wenn du der Fluchtpunkt ist, dann trägt er die beiden. Das würde dann heißen, dass die beiden zusammen „geflohen“ sind.

Da du das Gedicht bei Sonstige eingestellt hast, machst du es ja noch extra schwer es zu entschlüsseln. Icon_wink Ich komme irgendwie nicht ganz auf die Hauptaussage. Irgendwie scheint es ein Paar zu sein. Der eine ist vielleicht der „Wolf im Schafsfell“ – jemand zweigesichtiges, dem das Ich verfallen ist. Ich weiß es nicht. Hilf mir! Was hat es mit dem Fluchtpunkt auf sich?

Sprachlich finde ich das Gedicht sehr, sehr gelungen. Es fließt alles so schön in einander. Auch wenn man den Sinn nicht ganz erfasst kann man das Gedicht immer noch genießen, weil es so gut geschrieben ist. Die Versimpulszeile fügt sich auch natürlich ein, als wäre das Gedicht dafür geschrieben worden.

Ich habe es gern gelesen. Mich würde sehr interessieren, was die Idee beim Schreiben gewesen ist.

Liebe Grüße,
Meluse


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Beitrag #5 |

RE: VI 04 aus flucht
Hallo Meluse,

bevor du jetzt noch zwei Wochen warten musst, beantworte ich endlich deinen Kommentar.
Vielen Dank dafür! Und entschuldige die lange Wartezeit, ich hatte schlicht keine Zeit, dir zu antworten.

Zur Interpretation:
Die Bilder, die bei dir ankommen, sind meinen ziemlich ähnlich. Ja, in der ersten Strophe eine Schiffsfahrt, vielleicht Kälte, als säße man auf Deck. In der zweiten dann das Kartenspiel - damit bin ich nicht zufrieden, das Bild ist da, aber es fehlen mir die Worte, deswegen hakt es da auch etwas. Ich hoffe, dass mir da irgendwann noch ein Licht aufgeht *g*.
Die Idee des Gedichts ist eigentlich nur diese Bildabfolge, ohne inhaltliche Aussage - auf dem Schiff, Karten spielen, und dabei zerrissen, alles aufgesplittet, deswegen die Zeilenumbrüche, der fliehende Fluchtpunkt vielleicht eine Ziellosigkeit, die hier durch das Du dargestellt wird. Vielleicht ein Hauch von unbegrenzte Möglichkeiten, der doch eisig um die Ohren schlägt. Und die Abhängigkeit davon.
Ich habe selbst lange gebraucht, um hier etwas hineinlesen zu können, muss ich gestehen. Deswegen sind das alles nur Vielleicht-Sätze. "Flucht" an sich taucht momentan in allen meinen Gedichten auf, hm, wieder vielleicht: Vielleicht muss das so.
Als ich das Gedicht fertig hatte, ist mir eine Zeile von Dota Kehr eingefallen, die deiner Interpretation sehr nahe kommt und an die ungewollt auch die Fluchtpunktzeilen angelehnt sind: "Seh keine klaren Wege / seh nur Fluchtpunkte / auf dem Weg zu dir."
Wieder vielleicht: Vielleicht hilft dir das.
Auch wenn ich es für mich nicht als Liebesgedicht lesen will, weil die beiden für mich gestaltlos sind. Das ist ja jedem überlassen Icon_smile.
In jedem Fall treffend, was du hierin siehst. Und cool, dass es dir stilistisch gefällt - dieses Abgebrochene hat hier teilweise richtig Spaß gemacht, jeder Wortwechsel verdrehte die Aussage. Und wie gesagt, am Anfang der zweiten Strophe muss mir was Besseres einfallen. Das stockt so zu sehr.

Liebe Grüße,
Libertine

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Beitrag #6 |

RE: VI 04 aus flucht
Huhu,

hm. Weiß nicht, was ich damit anfangen soll. Ich habe versucht Muster zu erkennen, hab aber keien Regelmäßigkeit ausfindig machen können. Gibt es überhaupt ein Muster, oder such ich wieder Regen in der Wüste? ^^
Die Bilder sind beim ersten kalt, Schifffahrt, regenschwere Wolken. Nur mit der Frage kann ich nichts anfangen: Schläfst du tags? Ja klar, am liebsten bis in den MittagMrgreen
Magst du mir ein wenig auf die Sprünge helfen? *es unbedingt interpretiert haben will*

LG


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Beitrag #7 |

RE: VI 04 aus flucht
Hi Libbi,

wo ich schon dabei bin, dich auszukramen – und ja … ich versuche mich tatsächlich an einem Kommentar in der Lyrikecke.
Ich liebe dieses Gedicht. Ich habe keine Ahnung, was du damit sagen möchtest, aber ich liebe es Mrgreen Und eigentlich wollte ich mir eins suchen, was ich zumindest halbwegs interpretieren kann – oder es zumindest versuchen – aber dann las ich die Kommentare, und dass du selbst nicht genau weißt, was du eigentlich erzählen willst, dass es dir um die Bilder geht, das hat mich dazu bewogen, doch etwas zu schreiben.

Zitat: Wahrscheinlich kommt man erst nach drei, vier Mal lesen in den / einen Rhythmus dieses Gedichts.
Den Kommentar hab ich erst im Nachhinein gelesen, und wusste gar nicht, was du meinst *lach* Für mich schreit der Rhythmus da aus jeder Zeile, war sofort beim Lesen da. Die Worte fließen ineinander über und sind gleichzeitig getrennt. Für mich war das ein … wellenähnliches Auf und Ab, ein Vorwärtstreiben dadurch, dass die Worte eigentlich zusammengehören, aber ein stetiges Innehalten durch die Zeilenumbrüche. Keine Bindestriche, die Verbindung vorgaukeln, sondern nur Wort für Wort.

Zitat: wolf im schaf
fell
kalt fällt
zug
luft
ins schiff

Vom Rhythmus und Klang her die schönste Stelle für mich. »fell« und »fällt«, »kalte zugluft«, allgemein die vielen »F«, die geben den Worten eine Verbindung, obwohl ich, sobald ich näher drüber nachdenke, nur zu dem Ergebnis komme: »Hä? Welcher Wolf, welches Schiff, und warum ist da Zugluft?« Mrgreen

Auf mich wirkt dieser Auf-und-Ab-Rhythmus irgendwie …. hypnotisierend, mitreißend. Ich will den Wörtern folgen, ohne drüber nachzudenken, suche keinen Sinn – sie klingen so schön und passend. Egal für was.
Obwohl es um Flucht geht, erkenne ich keine Bedrohung von außen, es scheint mehr ein innerlicher Widerstreit zu sein. Wolf im Schafspelz, Herz bannt Kopf … Tagsüber schlafen um nicht fliehen zu müssen, um eine Ausflucht vor der Flucht zu haben? Wenn man aber flieht, auf der Hut sein. Oder überhaupt sein.

Zitat: flieh
nur sei

schneidet man das »auf der Hut« ab, bleibt nur die Bitte, zu sein. Nicht aufhören, zu existieren. Auf den Kopf hören, heißt sich selbst verlieren. Den Moment nutzen, in dem der Herzschlag siegt, um zu fliehen. Und trotzdem den Kopf mitnehmen und vor dem einsilbig blauen Himmel auf der Hut sein Icon_wink

Zitat: (und du
trägst dich und mich
auf dem arm.)

Hier wirkt der hypnotische Rhythmus nicht mehr, deshalb hatte ich Zeit zum Assoziieren: Auf dem Arm tragen = auf den Arm nehmen. »Du« gaukelt beiden etwas vor, vielleicht die Flucht. Oder die Sicherheit nach der Flucht. Keine Ahnung *lach* - Du merkst, ich bin echt eine Niete im Interpretieren.

Aber ich wollte einfach mal versuche, etwas zu einem Gedicht zu sagen, und dieses finde ich schlichtweg faszinierend. Vielleicht bringt mein Geplapper dir ja trotzdem was Icon_smile

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #8 |

RE: VI 04 aus flucht
Hallo Lanna,

ich war so geschockt, als ich gesehen hab, dass du dir dieses Gedicht ausgesucht hast *lacht*
Und dann habe ich gedacht: Na, liest du trotzdem mal, was sie geschrieben hat. Und dann: Ach, cool! Mrgreen
Zitat:Ich liebe dieses Gedicht. Ich habe keine Ahnung, was du damit sagen möchtest, aber ich liebe es
Yay! Mrgreen

Was mir persönlich an dem Gedicht gefällt, ist, dass alle Wörter einsilbig sind - abgesehen von "Der Himmel ist einsilbig blau", denn das ist, was ich hier als Bild im Kopf hatte: Flucht unter freiem Himmel, etwas Kälte, Unsicherheit - und dann war da plötzlich das Schiff und ein Kartenspiel und ein Wortspiel (auf dem Arm tragen), gleichzeitig doch nur Ausflucht oder Flucht als Grund?
Im Moment ist die Antwort Pippi außer Rand und Band.

Zitat:flieh
nur sei

schneidet man das »auf der Hut« ab, bleibt nur die Bitte, zu sein. Nicht aufhören, zu existieren. Auf den Kopf hören, heißt sich selbst verlieren. Den Moment nutzen, in dem der Herzschlag siegt, um zu fliehen. Und trotzdem den Kopf mitnehmen und vor dem einsilbig blauen Himmel auf der Hut sein
Das ist das schöne an Lyrik - Zeilenumbruch, abschneiden, und dann? Gibt's zwei, manchmal der Bedeutungen. Das finde ich toll.
Zitat:Hier wirkt der hypnotische Rhythmus nicht mehr, deshalb hatte ich Zeit zum Assoziieren: Auf dem Arm tragen = auf den Arm nehmen. »Du« gaukelt beiden etwas vor, vielleicht die Flucht. Oder die Sicherheit nach der Flucht. Keine Ahnung *lach* - Du merkst, ich bin echt eine Niete im Interpretieren.
Ich mag Bilder und ich mag Wortspiele - hier auf dem Arm tragen. Eben: auf den Arm nehmen? Oder doch eher tragen, sich selbst und wen anders? Es klingt einfach schön ... und schön, wenn es dann noch etwas Sinn ergibt.
Du bist bestimmt keine Niete im Interpretieren *lacht*
Solange du etwas darin siehst, und wenn nicht - gibt es vllt auch nicht immer etwas. Ausflucht vor der Flucht, schöner Gedanke, zum Beispiel.

Danke dir für deinen Kommentar Icon_smile

______________

@Maskentraeger: Herrje, ist das lang her!
Tut mir Leid, es ist bei mir dann irgendwie untergegangen. Auch dir vielen lieben Dank für deinen Kommentar!
Es gibt an diesem Gedicht nicht viel zu interpretieren, entweder du findest etwas - oder nicht Icon_wink. Es geht mir eher um den Klang, auch die Bilder, die Flucht. Dass das nicht immer funktioniert, war mir bei diesem Gedicht eigentlich klar Icon_wink

Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
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Beitrag #9 |

RE: VI 04 aus flucht
Heja Libertine -

"aus flucht" also.
Eine art 'gebet'? Ein zartes stakkato von worten, wortgebärden, wortgezwinker. Zerrissen vom blinzeln und doch auch durchs blinzeln verbunden. Beschreibung einer beherrschbaren bedrohlichkeit?
Flucht? Nein, zu gefährlich; ja, doch sei bewusst. Bewusstlosigkeit lässt dich verlieren. Bilderketten. Afrikanischer einbaum in richtung Europa; Skat spielende jünglinge riskieren ihr leben; es gibt keine garantie, kein versprechen, außer dem ende.
Zitat:der himmel ist
einsilbig blau.
Verstehe ich als -großartig- eingefangene ausweglosigkeit aus der ausflucht und aus der flucht.
Ein 'hier-gefangen-sein' in der 'fort-bewegung'.
Und am ende das 'große Du'.
Wer? Schicksal? Bestimmung? Zufall? Gott? -

So sind meine gedanken zu Deinem gedicht,
das mir in form und inhalt sehr gefällt!

Schönes,
poLet


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Beitrag #10 |

RE: VI 04 aus flucht
Hallo poLet,

vielen Dank für deinen Kommentar!

Das Gedicht habe ich zum vierten Versipuls geschrieben, die Inspirationssilbe war "Der Himmel ist einsilbig blau" - mir gefällt sie immer noch ausgesprochen gut. Es steckt so viel darin, und doch - eigentlich - nichts klar Bestimmbares.
Für mich schwankt dieses Gedicht immer zwischen Rhythmus-funktioniert und Es-holpert. Umso mehr freue ich mich, wenn beim Leser eher ersteres ankommt.

Ich mag, wie du es liest. Und vllt spielten deine Assoziationen ein wenig im Hintergrund. Das Gefühl triffst du mit der Einschätzung allemal.

Liebe Grüße,
Libertine

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