Es ist: 29-03-2020, 20:08
Es ist: 29-03-2020, 20:08 Hallo, Gast! (Registrieren)

Aktuell befinden wir uns im Umbau. Sollte also etwas seltsam aussehen, sind wir gerade bei der Arbeit und strukturieren die Foren neu :)

Der Geschlagene
Beitrag #1 |

Der Geschlagene
Der Geschlagene

Erzählung von
Hans Werner


Wie hatte alles angefangen?
Sven Müller war ein junger Mann von hübschem Aussehen und geschmeidigen Umgangsformen, er hatte gepflegte Hände und sanfte Augen, er war, wie man sagt, ein "Softie". Alle beneideten ihn um seine makellose Frau, ein Abbild perfekter Schönheit, gewissermaßen ein Double von Claudia Schiffer. Kim, geborene Habermehl, wurde von allen als äußerst begehrenswert erachtet. Fein geschnittenes Gesicht, sportliche Figur, eine sehr flotte, agile Art, sich zu bewegen, dazu ein heiteres Naturell, das Unternehmungslust verriet, eine Art, mit den Augen zu spielen, Blicke zu versenden, die jeden reizen musste, der für jungen weiblichen Charme überhaupt eine Antenne besaß. Überdies schien die Frau Charakter zu haben. Ihre Ehe mit Sven galt als mustergültig und stabil, war vorbildhaft.

Nun saß Sven in Untersuchungshaft. Er hatte Unterschlagungen größeren Ausmaßes begangen. Warum? Ja, das war die Frage. Niemand konnte ihn verstehen. Denn er galt als glücklich. Als Aushängeschild eines perfekt realisierten jungen Familienglücks. Mit seiner hübschen jungen Gattin war er auf jeder mondänen Gesellschaft gern gesehen. Wenn sie an seiner Seite irgendwo erschien, dann bildete sich um sie herum sofort ein Hofstaat andächtig lauschender Menschen. Stets entstand dann Gelächter und Geplauder um sie herum und die beiden schwebten auf einer Wolke gesellschaftlicher Akzeptanz. Nie hatten sie sich über mangelnde Einladungen zu beklagen. Der private Terminkalender war stets gefüllt.

Als Dr. Hauser, Chef des Bankunternehmens, bei dem Sven bisher gearbeitet hatte, zu ihm in die Zelle trat, musste er zweimal hinschauen, denn er erkannte seinen ehemaligen Mitarbeiter nicht wieder. Wie ein Häuflein Elend saß er in der Ecke, zusammengekauert auf einem Stühlchen, das man ihm bereitgestellt hatte. Kaum dass er imstande war, seinen Blick zu heben, als er seinen Chef gewahrte.
"Mensch Müller, was machen Sie für Sachen!", sprach dieser ihn an und klopfte ihm dabei leicht auf die Schulter.
"Au, nicht da, da hab ich Schmerzen." Svens Gesicht verzog sich zu einer leidenden Grimasse.
"Entschuldigung. Ich wollte Ihnen nicht weh tun. Was fehlt Ihnen? Haben Sie sich verletzt, oder leiden Sie an Rheumatismus?", erkundigte er sich, mit ehrlicher Teilnahme.
"Ich kann's Ihnen nicht sagen!", erwiderte Sven, die Augen niederschlagend.
"Na, nun sagen Sie schon. Ich bin doch Ihr Chef! Sie hatten doch immer volles Vertrauen zu mir."
Und so kam nach einigem Zögern ein langes Gespräch zustande, eine Art Lebensbeichte, die Dr. Hauser die Augen öffnete über ein abgrundtief tragisches Menschenschicksal, das er in dieser Art nie und nimmer hinter der Fassade dieses nach außen so glücklichen Lebens vermutet hätte.
Wie hatte alles begonnen?

Sven wuchs in einer konservativ bürgerlichen Familie heran, wohlbehütet und auch wohlerzogen, vor allem von seiner Mutter, die ihm die Meinung beibrachte, dass es sehr viele brave Mädchen gebe, die nur darauf warteten, von einem ritterlichen Manne entdeckt und in die Ehe abgeholt zu werden. Ja, Ritterlichkeit und galante Zuvorkommenheit Damen gegenüber waren die Leitlinien der Erziehung, die seine Mutter ihm angedeihen ließ. Er machte in der Bank seine Lehre, war fleißig und zielstrebig, sorgsam bemüht, es immer allen recht zu machen, und nichts konnte ihn mehr verdrießen als ein Tadel seiner Vorgesetzten. Da konnte es schon einmal geschehen, dass er, wenn ihm irgendein Versehen unterlief, zu weinen anfing und seine Tränen über das eigene Versagen kaum vor den witzelnden und lachenden Mitarbeitern verbergen konnte. Aber sonst war er ein angenehmer Mitarbeiter, smart und clever, ab und zu auch witzig, er konnte lustige Geschichten erzählen, war gefällig und mitteilsam, manchmal auch etwas zu unvorsichtig in seiner Offenherzigkeit. Aber alle liebten ihn. Niemand wollte ihm gram sein. Man hegte und pflegte ihn wie ein Muttersöhnchen.
Bei einem Betriebsfest, das die hiesige Bank mit anderen Banken zusammen veranstaltete, lernte Sven seine künftige Frau kennen, Kim Habermehl. Sie war eine adrette junge Dame, gerade gewachsen, biegsam und sportlich, sie besaß geschliffene Umgangsformen. Sie schritt mit katzenhafter Geschmeidigkeit. Ihre Glieder schienen dabei formvollendet zu fließen. Kurz zuvor hatte Sven einen Kursus in den üblichen Modetänzen absolviert und fühlte sich der gängigen Tanzschritte mächtig. So wagte er es, sie aufzufordern:
"Würden Sie mit mir tanzen?, sagte er, alle Freundlichkeit in seine Stimme legend.
"Aber gewiss doch, junger Mann!", erwiderte sie, mit leichter Ironie.
Dann bewegten sie sich auf dem Parkett, so tadellos, dass die älteren Semester erfreut von den Tischen herüber sahen und das junge Paar mit Vergnügen betrachteten.
Beim Tanzen versandte Kim aus ihren grünen Augen tiefe Blicke in Svens gutmütige Seele, die wie ein Seerosenblatt offen vor ihr ausgebreitet lag. In diesen Blicken loderte lüsternes Feuer, eine Leidenschaft, wie glühende Kohlen, die nur darauf zu warten schien, dass man sie zu hellen Flammen entfache. Sven war hingerissen. Eigentlich hatte man es diesem jungen, aber doch etwas betulichen Bürgerjüngling gar nicht zugetraut, dass er eine solche Dame wie Kim Habermehl erobern könnte. Alle waren darüber erstaunt, dass Kim sich mit Sven abgab, sich von ihm nach Hause begleiten ließ und binnen kurzer Frist sogar in eine Eheschließung einwilligte.

Was war weiter geschehen? Nur zögernd berichtete Sven seinem Chef vom Innenleben seiner Ehe, die im Städtchen als sehr glücklich galt.

Kim war zunächst eine vorbildliche Gattin, eine gute Frau. Sie umgab Sven mit allen Annehmlichkeiten, die sich ein junger Mann auch nur wünschen kann. Vor allem in dem einen Punkt, den man augenzwinkernd als die "eheliche Pflicht" bezeichnet, war Kim äußerst zuverlässig, hingabebereit, aber auch anspruchsvoll. Wenn sie sich auf ehelichem Lager zusammenfanden, dann entfaltete Kim mit ihrem jungen sportlichen Körper eine solche Beweglichkeit, dass dem guten Sven, der an sich auch nicht übel gebaut war und auch über gewisse Kräfte verfügte, doch zuweilen der Atem stockte. Und wenn dann ihre Lust dem Höhepunkt zustrebte, dann konnte es schon passieren, dass Kim ihren jungen Mann, der ja nun mit nacktem ungeschütztem Körper auf ihr lag, anfeuerte, ihm sanfte Liebesschläge auf sein Hinterteil schmetterte, welche ihn elektrisierten und seine Manneskraft von neuem emporschnellen ließen. Diese Liebesspiele gingen so weit, dass Kim im Laufe der Zeit ihren jungen Mann immer mehr als ein Spielzeug betrachtete und ihn sich sogar, wenn er gekleidet vor ihr stand, nackt vorstellte und dabei ihr inneres Vergnügen hatte.
Sven liebte seine Frau mit jener abgöttischen Hingabe, die bereits an Verblendung grenzte und keines kritischen Gedankens mehr fähig war. In ihm selbst brannte die innere Sehnsucht, die Begier nach der Zärtlichkeit seiner Frau, so dass er tagsüber bei seiner Arbeit oft unkonzentriert war, weil er die grünen Augen seiner Frau innerlich auf sich gerichtet sah. Er verwöhnte sie, wie er nur konnte, schonte keine Ersparnisse, brachte Geschenke und Blumen mit nach Hause und behandelte seine Kim mit eben jener ritterlichen Höflichkeit, wie sie ihm einstens von der Mutter gelehrt worden war.
Kim indessen stürzte sich, wenn sie wieder miteinander allein waren, wie ein Tiger auf ihn und forderte Liebestribut. Da er, von Natur eher mild und sanft, nicht immer jene Kraft aufbringen konnte, die sie von ihm erwartete, wurden die anfeuernden Liebesschläge mit der Zeit etwas heftiger und ungestümer, zum Teil auch schon recht schmerzhaft, und ihm, dem geschlagenen Mann, wurde dabei, er wusste nicht wie. Nie wäre ihm dabei in Sinn gekommen, sich zu wehren. Zu sehr liebte er seine Frau, zu sehr war er zur Ritterlichkeit erzogen worden. Nie hätte er seine eigene Hand gegen sie erheben mögen, oder auch nur in seinen Worten den Anklang einer Drohung hören lassen wollen. So leistete er eben, auf dem Lager der ehelichen Pflicht, seine Aufgabe, stand seinen Mann, so gut er es, wenn er müde und abgespannt war, noch vermochte.
Einmal überraschte sie ihn mit folgenden Worten:
"Wenn du so abgeschlafft bist, dann such ich mir einen andern Lover."
Ihm war zum Weinen. Er sagte:
"Aber, Kim, das kannst du doch nicht machen. Du weißt doch, dass ich dich über alles liebe."
Ihre grünen Augen blitzten katzenhaft:
"Dann zeig, was du kannst."
Und nun, unter diesem plötzlichen Leistungsdruck, geschah das Malheur, dass er überhaupt nicht mehr konnte. Er war geknickt, geschwächt und gehemmt, zurückgestoßen in die allgemeine Ohnmacht einer augenblicklichen Impotenz. Plötzlich schnellte sie unter ihm auf, ergriff mit ihren starken Judoarmen seinen knabenhaften Körper, als wäre er eine leichte Gummipuppe, und legte ihn übers Knie und schlug so heftig auf ihn ein, dass seine Gesäßbacken vor Hitze brannten und rot zu leuchten begannen. Noch nie hatte er eine so schallende Tracht Prügel erhalten. Hinterher warf sie ihn von sich weg, dass er, wie ein gebeutelter Sack, auf den anderen Teil des ehelichen Doppelbettes hinüber flog. Gerade noch konnte er beobachten, wie sie danach, heftigst erregt, sich selbst befriedigte.

Der Chef hatte sich alles angehört. Immer wieder musste er Sven ermuntern, weiter zu reden. Dessen Gesicht war von Schamröte übergossen. Nur mit größter Mühe und nach wiederholter Aufforderung konnte er weiter sprechen.

Nun muss man nicht denken, dass Sven in solchen Szenen angefangen hätte, seine junge Frau zu hassen. Ganz im Gegenteil. In ihm entwickelte sich ein gefährliches Gefühlsgemisch, aus Angst und begehrender Liebe. Und noch etwas kam hinzu. Das Gefühl, von ihr, seiner jungen geliebten Frau geschlagen zu werden, war ihm nicht einmal unangenehm. Beinah fühlte er sich dabei wie ein kleiner Junge, so manche Szene kam ihm in Sinn, als ihn auch seine eigene Mutter, die er liebte und verehrte, damals übers Knie gelegt hatte und ihm kleinere Züchtigungen verabreichte.
Wenn er tagsüber, am Samstag- oder Sonntagnachmittag, mit ihr an der Uferpromenade spazierenging, eng umschlungen wie Jungverliebte, dann schienen sie wieder das Traumpaar, und niemand hätte ahnen können, was sich im Bewusstsein der beiden innerlich abspielte. Wenn sie ihre katzengrünen Augen ihm zuwandte, ihn charmant anlächelte, mit ihrer drahtigen und muskulösen Damenhand, die äußerlich so fein und grazil wirkte, ihm über den Rücken glitt und ihn zärtlich streichelte, dann überrieselten ihn unbeschreibliche Gefühle von schaudernder Angst und zitternder Begierde. Und wenn sie in Gesellschaft waren und er sich gerade, wie er es auch früher immer getan hatte, zu irgendeiner Frage freimütig äußerte, dann konnte es sein, dass sie ihm einen scharfen Blick zuwarf, wobei ihre Lippen plötzlich einen strengen Ausdruck annahmen, so dass er die unausgesprochene Botschaft vernahm: warte nur, wenn wir miteinander allein sind. Dann verstummte er, beschämt wie ein Schulbub, den man soeben gerügt hat. Ja, er liebte seine Frau, radikaler, als er je für möglich gehalten hätte, und hatte zugleich Angst vor ihr.
Diese Angst verstärkte sich, als Kim plötzlich, so ganz nebenbei, anfing Forderungen an ihn zu stellen, Forderungen materieller Art, neue Kleider, teuren Schmuck, weite Reisen, aber auch andere Ansprüche des gehobenen kulturellen Zeitvertreibs. Das Merkwürdige war nämlich, dass sich die gesellschaftlichen Interessen Kims in dieser Zeit eher weiter entwickelten und sie dadurch immer wieder andere junge Männer mit nach Hause brachte, mit denen sie, vor Svens Augen, ungeniert flirtete.
Hier nun begann seine eigentliche Leidenszeit. Immer wieder versuchte er aufzubegehren, seine Frau zur Rede zu stellen, ja, ihr zu drohen. Doch oft schon genügte von ihr ein bestimmter grüner Katzenblick, verbunden mit ein paar zärtlichen Worten unter verheißungsvollem Gurren, und er wurde schon wieder weich und mürbe.
Als sie einmal drauf und dran war, einen jungen Musiker, den sie in Sektlaune mitgeschleppt hatte, zu umarmen und zu küssen, da drängte er sich zwischen die beiden und wollte seine Hand gegen sie erheben. Sie griff dann nach dem Teekessel, in dem Wasser kochte, und goss ihm brühend heißes Wasser ins Gesicht. Heulend, wie ein gebranntes Tier, torkelte er zurück und rannte ins Bad, um sich zu kühlen. Und manchmal konnte es auch vorkommen, dass sie, wenn er ihr wieder mit irgendeiner Bemerkung ihren liederlichen Lebenswandel vorhielt, ihm mit einem Messer drohte.

Sven war vornüber gesunken. Er schien der Ohnmacht nahe. Der Chef streichelte ihm begütigend über seine Haare. Warum er denn niemand etwas gesagt habe? Das Verhalten seiner Frau sei doch kriminell. Nur mit keuchender Stimme und in abgerissenen Sätzen vollendete Sven seine Beichte.

In dieser Zeit schien nun die Angst seine Liebe zu ersticken. Doch sah er keinen Ausweg mehr. Er traute sich nicht, irgendeinem Menschen Mitteilung zu machen von dem Leben, das er in seinen vier Wänden führen musste. Alle würden ihn auslachen. Er hörte schon seine Kollegen witzeln. Frauen werden geschlagen, aber doch keine Männer. So was gibt’s doch nicht. Frauen sind zu schützen, sie sind die schwachen. Nicht die Männer. Und Sven fühlte sich so allein, dass er manchmal, wenn es seine Frau nicht merkte, - denn auch dafür musste er mittlerweile schon um Erlaubnis fragen - das Weite suchte und im nahegelegenen Park spazierenging. Wenn er dann Liebespaare beobachtete, dann versank er in seine Erinnerungen, und wenn Vögel zwitscherten, dann wurde ihm manchmal wohler.
Freilich kam die Unterschlagung heraus. Ihm war klar, dass solche Machenschaften nicht verborgen bleiben konnten. Insgeheim hatte er sich danach gesehnt. Vielleicht erschien ihm eine Zelle mit schützenden Wänden mittlerweile als begehrenswerte Zukunft.


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #2 |

RE: Der Geschlagene
ups, schon aus? Das Ende kommt ein wenig abrupt. mir sind ein paar Kleinigkeiten aufgefallen. Ich schreibe sie dir morgen.
Für heute einen guten Abend
lg Pendlbäuerin


Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #3 |

RE: Der Geschlagene
Hans Werner heute lese ich weiter, wenn du mir versprichst, dass du auch zu meinen Geschichten etwas sagst.Smiley_emoticons_blush

Wie hatte alles angefangen?

zwei Absätze weiter kommt die Wiederholung

Wie hatte alles begonnen?

Er machte in der Bank seine Lehre,

absolvierte fände ich schöner

Kim Habermehl - da ist dir ein genialer Name eingefallen Icon_smile

Fein geschnittenes Gesicht, sportliche Figur, eine sehr flotte, agile Art, sich zu bewegen, dazu ein heiteres Naturell, das Unternehmungslust verriet, eine Art, mit den Augen zu spielen

ich weiß, ich reite darauf herum: 2 x Art, 2 x herum
Wenn sie an seiner Seite irgendwo erschien, dann bildete sich um sie herum sofort ein Hofstaat andächtig lauschender Menschen. Stets entstand dann Gelächter und Geplauder um sie herum und die beiden schwebten auf einer Wolke gesellschaftlicher Akzeptanz.

konnte ihn mehr verdrießen als ein Tadel seiner Vorgesetzten. Da konnte es schon einmal geschehen, dass er, wenn ihm irgendein Versehen unterlief, zu weinen anfing und seine Tränen über das eigene Versagen kaum vor den witzelnden und lachenden Mitarbeitern verbergen konnte

Wenn sie sich auf ehelichem Lager zusammenfanden, dann entfaltete Kim mit ihrem jungen sportlichen Körper eine solche Beweglichkeit, dass dem guten Sven, der an sich auch nicht übel gebaut war und auch über gewisse Kräfte verfügte, doch zuweilen der Atem stockte. Und wenn dann ihre Lust dem Höhepunkt zustrebte, dann konnte es schon passieren, dass Kim ihren jungen Mann, der ja nun mit nacktem ungeschütztem Körper auf ihr lag, anfeuerte, ihm sanfte Liebesschläge auf sein Hinterteil schmetterte, welche ihn elektrisierten und seine Manneskraft von neuem emporschnellen ließen.

Sehr gentelmen-like beschreibst du den Akt, dabei musste ich schmunzeln. Sehr gut kann ich mir vorstellen, wie Seven dabei Hören und Sehen vergeht.Icon_lol

welche ihn elektrisierten und seine Manneskraft von neuem emporschnellen ließen. hurra

wenn sie wieder miteinander allein waren

hier habe ich gestutzt. wie kann man miteinander allein sein?

Und nun, unter diesem plötzlichen Leistungsdruck, geschah das Malheur, dass er überhaupt nicht mehr konnte. Er war geknickt, geschwächt und gehemmt, zurückgestoßen in die allgemeine Ohnmacht einer augenblicklichen Impotenz.

der arme Sven so lächerlich gemacht Icon_lol

Plötzlich schnellte sie unter ihm auf, ergriff mit ihren starken Judoarmen seinen knabenhaften Körper, als wäre er eine leichte Gummipuppe, und legte ihn übers Knie und schlug so heftig auf ihn ein, dass seine Gesäßbacken vor Hitze brannten und rot zu leuchten begannen. Noch nie hatte er eine so schallende Tracht Prügel erhalten. Hinterher warf sie ihn von sich weg, dass er, wie ein gebeutelter Sack, auf den anderen Teil des ehelichen Doppelbettes hinüber flog. Gerade noch konnte er beobachten, wie sie danach, heftigst erregt, sich selbst befriedigte.

fifty shades of Grey Icon_wink irgendwie ist mir der Absatz zu extrem. Kann eine Frau, auch wenn sie noch so durchtrainiert ist, einen Mann wie eine Gummipuppe aufs Bett werfen? Ich weiß nicht?

so manche Szene kam ihm in Sinn, als ihn auch seine eigene Mutter, die liebte und verehrte, damals übers Knie gelegt hatte und ihm kleinere Züchtigungen verabreichte.

fehlt da etwas? zumindest ein "er" ...die er liebte und verehrte

Jetzt bin ich richtig giftig auf Sven. So ein "Simandl" würde man bei uns in Österreich sagen - ein Pantoffelheld Icon_shocked

die grünen Augen sind für meinen Geschmack zu viel.

Beim Tanzen versandte Kim aus ihren grünen Augen
weil er die grünen Augen seiner Frau innerlich auf sich gerichtet sah
Ihre grünen Augen blitzten katzenhaft
Doch oft schon genügte von ihr ein bestimmter grüner Katzenblick

Dann verstummte er, beschämt wie ein Schulbub, den man soeben gerügt hat. Ja, er liebte seine Frau, radikaler, als er je für möglich gehalten hätte, und hatte zugleich Angst vor ihr

Ja das nehme ich dir ab. Das gibt es. Gute Beschreibung Ich sehe den Schulbub vor mir.

Das Ende kam dann etwas abrupt. Ein wenig vom Konflikt mit der Unterschlagung, den Sven als braves Bubi sicherlich durchlebt, hätte noch gepasst. So ist es wie ein Coitus Interruptus, aber der passt schon wieder zu Sven. Mrgreen

Ich finde Sexszenen sehr schwierig zu beschreiben, da man schnell ins Geschmacklose rutscht. Deine sind mit Glacéhandschuhen geschrieben und trotzdem haben sie den nötigen Kick.

Du weißt ja, dass ich deine Geschichten gerne lese.
lg Pendlbäuerin


Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #4 |

RE: Der Geschlagene
Guten Morgen Pendlbäuerin,

zunächst möchte ich mich für Deinen ausführlichen Kommentar sehr herzlich bedanken. Du hast Dir mit meinem Text sehr viel Mühe gemacht und Deine Reaktionen auf die einzelnen Stellen, sowohl sprachlich wie inhaltlich, sind mir wertvolle Rückmeldungen. Ich kann so ermessen, wie die einzelnen Stellen auf den Leser wirken.

Du schreibst: "fifty shades of Grey Icon_wink irgendwie ist mir der Absatz zu extrem. Kann eine Frau, auch wenn sie noch so durchtrainiert ist, einen Mann wie eine Gummipuppe aufs Bett werfen? Ich weiß nicht?"

Ja, ich denke schon, dass so etwas denkbar wäre. Vor allem muss man die völlige Passivität dieses Mannes in Rechnung stellen, der von der körperlichen Zuwendung seiner angebeteten Frau völlig abhängig ist und überhaupt nicht in der Lage ist, sich effektiv körperlich zu wehren. Vielleicht geht ihm jene Rücksichtslosigkeit ab, die zuweilen männliche Wesen, einem Urtrieb folgend, in der Dominierung des Weibchens an den Tag legen. Und dann kommt noch etwas anderes hinzu. Latent ist in ihm eine gewisse masochistische Komponente angelegt, die ihm selbst nicht bewusst wird. Erst als die Misshandlung zerstörerische und grausame Züge annimmt, muss er reagieren, so gut er es eben in seiner Art kann.

Ich habe Deine Antwort auf meine Geschichte mit großem Interesse gelesen und verspreche Dir, mich nun auch Deinen Texten zuzuwenden.

Mit herzlichem Gruß

Hans Werner


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #5 |

RE: Der Geschlagene
Ich freu mich Icon_smile


Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #6 |

RE: Der Geschlagene
Hallo Hans Werner, 

Deine Geschichten sind echt schön zu lesen, auch wenn man immer ganz schön das Gehirn anstrengen muss. 

Im ersten Moment habe ich echt tierisch gelacht, denn einen Sven Müller kenne ich auch, allerdings mmmh naja lassen wir das  Icon_lachtot Icon_lachtot Icon_lachtot

Hier weiß ich nicht, ob ich sagen soll: Gefällt mir oder gefällt mir nicht. Am ehesten passt das Wort surrealistisch. Alles ist so perfekt, wirkt unrealistisch und an den Haaren herbei gezogen. Er ist schön, erfolgreich, wohl erzogen. Sie ein Männertraum. Man wartet nur drauf, dass er eins auf den Deckel bekommt und freut sich dann. Einem solchen Typen würde ich keine große Karriere zutrauen und auch nicht solch eine Frau.

Sein Chef besucht ihn in der Zelle und hört sich ohne ein Wort des Vorwurfs seine Geschichte an? Kann ich mir auch schlecht vorstellen. Erstens finden Besuche im Gefängnis nicht in der Zelle statt, sondern im Besucherraum und zweitens, wenn der Geld unterschlagen hat, kommt mit Sicherheit nicht der Chef zu Besuch ins Gefängnis und tröstet ihn. Das kann ich mir nur sehr schlecht vorstellen.

Diese ewig langen Sätze scheinen ein Markenzeichen von dir zu sein, obwohl es hier stellenweise besser wird.

Ansonsten kann ich nur sagen, ich lese gerne Werke von dir. Hatte hier zwar teilweise ein Stirnrunzeln im Gesicht, weil es teilweise sehr kitschig ist, hat mir aber auch ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert.

Viele Grüße Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



Werkeverzeichnis

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #7 |

RE: Der Geschlagene
Hallo Persephone,

vielen Dank für Deinen ehrlichen Kommentar. Ja, ich weiß wohl, diese Geschichte hält nicht der sogenannten Realitätsprüfung stand. Und trotzdem war für mich diese seltsame emotionale Bindung dieser beiden Menschen  Anlass, eine Geschichte daraus zu machen. Man geht im allgemeinen davon aus, dass Männer physisch stärker sind als Frauen und dass daher körperliche Gewalt eher in anderer Richtung verläuft. Aber ich glaube mich zu erinnern - es ist jetzt schon eine Weile her - einen Artikel gelesen zu haben, der ausführt, dass auch viele Männer manchmal das Opfer von Gewalt in der Ehe sein können. Es gibt ja die Gewalt in so vielen Schattierungen. Meine Handlungsführung zeigt sie eher in burlesker Gestalt.

Vielen Dank noch einmal.

Hans


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2020 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme