Es ist: 02-12-2021, 22:14
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Verbrecher wider Willen IV
Beitrag #2 |

Verbrecher wider Willen V
Nunmehr blieb ihnen nichts anderes mehr übrig, als auf die Geldübergabe zu warten. Es könnte sich schon ein bißchen hinziehen. Eine halbe Million waren keine Peanuts. Sie hatten natürlich damit gerechnet, daß eine solche hohe Summe nicht einfach aus einem Geldautomaten zu ziehen war und also dazu ein Bankangestellter konsolidiert werden mußte. Und wann war das möglich? Bestimmt nicht morgen, Samstag, nicht übermorgen Sonntag, sondern erst in zwei Tagen. Am Montag also. Genau, wie die Frau des Arztes gesagt hatte. Alles war ihm grünen Bereich. Aber Geduld war da angesagt. Geschlagene zwei, drei, vier Tage, Herumgesitze, Auf-die-Geiseln-Achtgeben undsoweiter. Lauter lästige Dinge! Dinge, die die beiden am wenigsten hatten.
Mann, mir wird jetzt schon stinklangweilig, wenn ich an die zwei Tage denke, die auf uns warten!“
Alle stehen unschlüssig herum, sie müssen nun warten, es stellt sich die schwierige Frage, wie mit den Geiseln unterdessen verfahren.
Des Dunklen Blick fällt auf die Krankenschwester.
Diese ihre weiße Schulterblöße!?
Die Aussicht, einige Tage mit dieser hier verbringen zu müssen, irritiert ihn.
Über ihre Schulter zieht sich der Gummihalter des BH.
Er wird krebsrot und wendet den Blick ab. Die Krankenschwester zieht schnell die Bluse über die Blöße.
Der Dunkle schaut wieder hin, wird sich seiner Befangenheit gegenüber dieser legeren, weißhäutigen, locker bekleideten Frau bewußt, was ihn ungemein ärgert und erbost. Wie konnte so etwas Verworfenes eine so starke Macht und Ausstrahlung auf so einen integren, ehrlichen, sittenstrengen Menschen wie ihn haben?
Was machen wir mit der Hure? Die hat uns sowieso keinen Nutzen!“ Er hat diese Worte mit von verzerrten Unterlippen untermauerten Ton der gekränkten Verachtung ausgestoßen.
Der Blonde lachte: „Im Garten vergraben!“ Dass dieser also locker und ohne weiteres auf sie verzichten konnte, bewies, daß er sich im Gegensatz zu seinem Partner in keinster Weise angesprochen fühlte. Sie war ihm offensichtlich völlig egal. Das sollte sich ändern.
Das Objekt des Gesprächs bekommt jedes Wort mit. Entsetzt schaut sie ins Gesicht des Arztes, dieser, heilfroh seine eigene Haut retten zu können, wendet schnell den Blick ab und senkt ihn gen Boden. Nur kein unnötiges, belastendes Mitleid empfinden.
Dann richtete die Krankenschwester einen hilfesuchenden Blick durchs Fenster nach draußen. Nützte dies was? Wenn jetzt ein Passant, eine Person, ein Mensch am Gartenzaun vorbeigeht? Schreit sie laut um Hilfe, würde nicht ein Wort durch die Wände bis nach draußen auf dem Bürgersteig dringen. Vergebliche Mühe. Sie saß gefangen wie eine Maus im Käfig. Eine graue Maus. Eine kleine, graue Maus. Die man nur an eine Katze sinnvoll verfüttern konnte. Ansonsten vielleicht tot und verreckt auf dem Misthaufen werfen, wie dieser Blonde schon angedeutet hatte.
Ich schlage vor, wir verstauen den Arzt im Keller, Du weißt schon wohin...“
Dort, wo Du immer den Hund ankettest!“
Genau! Die Tussi kommt vorerst wieder in die Rumpelkammer!“
Das taten sie denn.
Der Arzt wurde im großen Kellerraum gesperrt, in dem an der Wand eine Hundekette mit eiserner Halskrause befestigt war. Diese Halskrause legte man um seinen Hals. Verschlossen wurde sie mit einem Schlüssel.
Die Krankenschwester wurde wieder in die Rumpelkammer gestoßen. Aber immerhin verlegte der Dunkle zum Beispiel den Staubsauger und auch einige Besen, so daß sie einigermaßen Platz hatte, woanders hin. Diese Rumpelkammer, mit einer selbstgezimmerten Tür versehen, bot Licht durch die Bretterschlitze und sie hatte dadurch etwas Sauerstoff. Vorteilhaft oder besser gesagt nachteilig wirkte sich nur aus, daß sie jedes gesprochene Wort in der Küche verstand.


Plötzlich kam der Blonde auf eine Idee: „Du, die Tussi ist doch eine Krankenschwester!“
Eh! Na und?“
Na, wenn sie Krankenschwester ist, ist sie doch so etwas wie ein Pflegerin.“
Kann schon sein!“
Funkt es nicht?“
Nein!“
Der Dunkle schaute etwas despektierlich über den Inhalt ihres Gespräches, vielmehr in die Richtung des Objektes selbst, welche zur Rumpelkammer wies.
Mann, wenn die so etwas kann wie Kranke pflegen, dann kann sie Dich doch auch pflegen oder halt waschen...“
Bin ich eine alte Krücke oder was?“
Mann, sei nicht empfindlich. Darum geht es doch nicht, Du bist natürlich nicht alt und gebrechlich, ein Greis!“ Dabei lachte er dreckig. „Nein, trotzdem! Warum sich nicht von so einer Professionellen verwöhnen lassen...“
Dem Dunklen ging allmählich ein Licht auf.
Genau, schnackelt's!“
Der andere schaute wieder Richtung Rumpelkammer. „Äha, ja, warum nicht...“
Blondie war schon auf dem Sprung, als er sagte: „Na also! Ich laß schon mal heißes Wasser in die Badewanne!“
Eh, Mann, mach das!“
Die Krankenschwester hatte alles Silbe für Silbe mitbekommen. Ihr wurde zunächst entsetzlich übel im Magen und umklammerte einen Besenstiel. Sie begriff sofort, was auf sich zukam. Aber so eklig die Vorstellung war, kam sie allmählich zur Besinnung und zur Vernunft und dachte, es sei tausend Mal besser, als sich hier in der düsteren Rumpelkammer im beengten Raum zu verkrümmen, zu verkümmern und dahinzuvegetieren. Zudem eröffnete sich die Möglichkeit, hier herauszukommen und zu entfliehen. Dann ließ sie den Stil los, sie war also schon in 10 Sekunden bereit und wurde bereits am Arm gepackt und herausgezogen.
Ab ins Badezimmer in den ersten Stock.
Wohin gehen wir?“
Mädchen, spiel nicht die Ahnungslose! Du weißt genau, was auf Dich zukommt. Oder bist Du taub, he!“ Und er stieß sie unsanft in den Rücken, als sie die knarrende Bretterstiege und verschlissene Holztreppe hinaufstiegen.
Zunächst rechnete sie damit, es nun mit Blondie zu tun zu bekommen, was sie erleichterte. Nur nicht jenen düster dreinblickenden Burschen.
In der Badewanne dampfte bereits heißes Wasser und durch den dichten Wasserdunst schälte sich eine Gestalt heraus, die ihr den Atem nahm. Mit dem, der ihre Arme zwängte, wäre es ihr leichter ergangen, weniger gegen den Strich gegangen, erträglich erschienen, dessen Körper zu waschen und alles Weitere, was sich wahrscheinlich nicht vermeiden ließ. Ausgerechnet der mürrische, unberechenbare, zur Geilheit und zur Gewalt, denn dies spürte sie instinktiv, neigende finstere Unergründliche!
Möglichst reibungslos, Augen zu und durch damit und als sie spürte, wie die Armklammer sich löste, tauchte sie in diesen heißen, feuchten, düsteren Nebel hinein, ergriff auf einem Schrankbord über der Wanne ein Stück Seife und Waschlappen, welchen sie anfeuchtete und beide Dinge gegeneinander rieb.
Na, mach schon, Hure!“
Damit hatte sie nun nicht gerechnet, Empörung schoss wütig in ihren Kopf. Sie würde sich so etwas nicht gefallen lassen – dachte sie eine Zehntelsekunde – und machte sich gefügig an die Arbeit. Auf die nach vorne gebeugte Schulter klatschte sie den Lappen, scheuerte ihn ein und fuhr auf und ab, während der Bearbeitete versuchte Wohllaute zu unterdrücken.
Stärker doch, Schnalle!“
Sie rieb an ihm, als würde sie über ein Reibeisen hin und her fahren.
Pass auf, daß Du mir nicht mein Halskettchen zerreißt.“ Genau, die dicke, goldene Kette am Hals.
Sie goss Wasser mit der Duschspritze über seine nach Gel, Parfüm und Sonstigem riechenden, harten und stoppeligen Borstenvieh-Haare. Das Haarshampoo in die flache Hand gespritzt und schon wusch sie ihm gehörig den Kopf.
Pass doch auf, Hure! Nicht zu hart!"
Die Worte lagen ihr auf ihrer Zunge: „Was, ein bißchen Gefühl müßte schon drin sein, was?“ Ob er dies aber verstünde?
Danach spülte sie die dreckige Soße aus den Haaren.
Als sie den Duscharm auf den Seitenhalter legte, also dicht über ihn gebeugt war, fasste er ihren Kopf mit einer großen Hand und hielt ihn starr fest. Langsam bewegte er ihn in Richtung seines Schoßes herunter.
Und jetzt zeig mal, was Du kannst, Weibstück!“
Gleichzeitig entstöpselte er die Badewanne und mit dem langsamen Absinken der Wasseroberfläche tauchte sein schmieriger, ekliger, krummer Schliegel unaufhaltsam auf wie ein Monster aus der Tiefe des Meeres.

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Verbrecher wider Willen IV - von pentzw - 16-07-2021, 10:57
Verbrecher wider Willen V - von pentzw - 21-07-2021, 11:42

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