Es ist: 27-11-2021, 17:35
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Psycologie der Internetliebe - meine Vorstellung
Beitrag #7 |

RE: Psycologie der Internetliebe - meine Vorstellung
Entschuldige,l da hab ich wohl doch noch einen Link auf Deiner HP übersehen. Mein Großvater war begeisterter Ahnenforscher und hatte unter anderem die sorbischen Namensstämme verfolgt. Da war zufällig Priwie dabei.
Du bist ein wenig ungerecht. Große Anbieter wie AOL setzen sich durchaus und in vielerlei Beziehung mit der Problematik der Internetbekanntschaften auseinander, auch in Bezug auf die psychologischen Aspekte.
Ich habe das mehrere Jahre erlebt, als ich noch analog im Inet unterwegs war und mir als Scout bei AOL einige Internetstunden zuverdient habe. Und das ist inzwischen fast 8 Jahre her. AOL hatte damals bereits begonnen, soweit das aus dieser Position überhaupt möglich ist, sich der Thematik anzunehmen.
Viele Psychologen kennen das Problem und arbeiten auch damit. Und ganz neu ist es auch nicht. Schon früher gab es das Phänomen der "Briefbekanntschaftsliebe", das mit minimal andern Vorzeichen manchmal die gleichen Auswirkungen hatte. Der Unterschied ist nur, dass relativ wenige Menschen willens und in der Lage waren, intensive Briefpartnerschaften, mit oft seitenlangen Briefen zu pflegen, während das Chatten recht wenig Aufwand erfordert und man inzwischen, dank Skype und TS2, nicht mal mehr drauf angewiesen ist, zu tippen. Es hat sich die Quantität der Auftretens verändert, den Fakt selbst gab es schon früher.
Ich erinnere mich an Beiträge in diversen Jugendzeitschriften, in denen sich Psychologen zu der Frage äußerten:
"Kann man sich in einen Briefpartner verlieben?"
Und auch, was man tun kann, wenns denn passiert ist.
Ich glaube, es liegen in Deutschland inzwischen einige Leute auf der Couch und suchen und finden bei kompetenten Psychologen Hilfe.
Andererseits sollten wir auch mal in uns gehen. Internetliebe hat auch was mit "Selbstbelügen" zu tun. Man kann sich "wirklich" nur in einen realen Menschen verlieben. Was wir im Internet lieben ist ein Avatar, egal wie ehrlich der Andere ist, egal wie ehrlich wir selbst sind. Aber das Gefühl ist sooooo toll und der andere ist dermassen wunderbar ... wir selbst sind es, die da etwas hineininterpretieren, das, wenn überhaupt, so doch zumindest nur für uns selbst stimmen kann, niemals für den Partner. Man mag tausendmal sagen, dass nur die inneren Werte zählen, am Ende baut sich unsere Meinung zu einer Persönlichkeit trotzdem aus beiden Teilen auf - dem Auftreten und Aussehen einerseits, dem Charakter und Intellekt andererseits.
Und so wie man bös in den Fettnapf tritt, wenn man sich in das Äußere eines Menschen verliebt, kann das auch umgekehrt passieren, wenn wir uns nur in seine "Seele" verlieben.
Wir haben wenig bis keinen Einfluss darauf, ob wir einen Menschen "erriechen" können (damit ist nicht mangelnde Hygiene gemeint) - und das kann man einfach nur vis à vis feststellen.
Was deine ganz konkrete Situation angeht, so hat die, nach meinem Verständnis, noch nicht mal was mit "Internetliebe" zu tun.
Auch bei einer rl - Bekanntschaft passiert es, dass man anfangs Feuer und Flamme ist, sich das nach einer Weile aber von einer oder beiden Seiten abkühlt. Manchmal kann man dafür nicht einmal Gründe nennen. Ich glaube, die Erfahrung haben auch hier im Forum bereits einige gemacht Icon_smile.

Ninita

Glück ist eine Zuchtpflanze aus Ehrgeiz und Fleiss,
gesät in eine Mischung von Geduld und Beharrlichkteit,
regelmäßig gedüngt mit Humor. (Xelanja)

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RE: Psycologie der Internetliebe - meine Vorstellung - von HolyKnight - 20-05-2008, 15:25
RE: Psycologie der Internetliebe - meine Vorstellung - von Ninita - 22-05-2008, 19:36

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