Es ist: 26-02-2020, 01:44
Es ist: 26-02-2020, 01:44 Hallo, Gast! (Registrieren)


Die Götter der Germanen - Teil 4
Beitrag #6 |

RE: Die Götter der Germanen - Teil 4
Hi Teja

wie immer:

Zitat: Verschlafen drehte sich Hahn um. Es hatte seine Vorteile, ein Hauptsturmführer der Kripo zu sein. Zum Beispiel wurde die Wohnung mittlerweile danach ausgesucht oder zugeteilt, ob ein Telefonanschluss darin vorhanden war. Es klingelte allerdings nur dann, wenn Hahn ausschlafen wollte.
Oh Gott, schon direkt zu Beginn ein: Hä?
Wieso ist ein Telefonanschluss von Vorteil, wenn das Telefon immer dann klingelt, wenn man ausschlafen will? Würd ich eher als Nachteil sehen *lach*
Verschlafen drehte sich Hahn um. Eigentlich wurde es als Vorteil angepriesen, dass es einen Telefonanschluss in der ihm zugewiesenen Wohnung gab. Allerdings klingelte es nur dann, wenn er ausschlafen wollte.
Zum Beispiel Icon_wink

Zitat: „Hahn, Voecks hier. Würde es Ihnen etwas ausmachen, sofort in mein Büro zu kommen? Und ich meine sofort! Ich habe hier zwei Männer aus dem Hauptamt. Wegen des Vorfalls gestern Abend. Beeilen Sie sich!“
Das Ganze klingt mehr nach »Kommen Sie SOFORT her!«, da ist die höfliche Frage (sogar mit Konjunktiv) irgendwie Fehl am Platz. Hätte von Voecks eher was Direkteres erwartet, zumal er am Ende ja auch zur Eile drängt.

Zitat: Voecks Albtraum war wahr geworden. Vor ihm standen zwei Geheime der Gestapo.
Und da hat Hahn, mit seinem Gestapo-Hass nix besseres zu tun, als in sich hineinzulächeln?

Zitat: In seinem Hang zu Abkürzungen kürzte Himmler seine Titel einfach mit RFSSuChdDtPol ab.
Icon_lol ernsthaft? Wie cool. Ich hab mal eine Geschichte geschrieben (allerdings in stark humoristische Richtung) in der es einen Verein mit einem ewig langen Namen gab, der auch immer mit so einer Buchstabensuppe abgekürzt wurde. Daran musste ich grad denken. Und deshalb hat es für mich so was Witziges … der ließ sich echt Er Eff Es Es u Zeh Ha de De te Pe o El nennen? Icon_ugly

Zitat: Devisenfall, als er unbedingt den Täter fassen wollte. Nach diesen Kontakten und sicher nach dem Devisenfall war Hahn sogar so schlecht angesehen, dass er sich auf Anweisung des Brigadeführers und Leiter des Amtes V „Verbrechensbekämpfung“ des Reichssicherheitshauptamtes Arthur Nebe, vor etwas mehr als einem halben Jahr „freiwillig“ zur Abkommandierung zu einer Einsatzgruppe im Osten melden musste. Hätte er sich nicht gemeldet, würde er jetzt eine Kompanie an der Front führen. Oder nicht mehr.
Eigentlich ein interessanter Einblick in Hahns Vergangenheit; aber hier im Gespräch mMn falsch platziert. Dadurch wirkt es dazwischengequetscht, bekommt nicht den Raum, den es bräuchte. Die Hälfte davon ist Wiederholung, das von dem Devisenfall wurd schon erwähnt und auch die Sache, dass er dafür fast an die Front gekommen wäre. Für solche Rückblenden würde ich einfach Szenen einbauen, in denen Hahn für sich ist und drüber sinnieren kann. Nicht mitten in einem spannenden Gespräch mit der Gestapo. Denn leider wirkt Hahn hier, als würde ihn das alles nicht interessieren. Dabei hasst er die Gestapo!

Zitat: „Also der Gestapo!“, sagte er und sah Hahn voll ins Gesicht.
Hier musste ich zurückscrollen, weil ich den letzten Satz Effers schon wieder vergessen hatte Mrgreen
Würde ihn aber eher »geradewegs« oder »offen« in Hahns Gesicht sehen lassen, nicht »voll«; »voll« hat was von »Da hab ich das Reh voll mit dem Auto erwischt«

Zitat: Sturmbannführer, Hahns Bericht“, und Voecks Worte hörten sich so künstlich und unsicher an, als wollte Voecks etwas sagen, nur um nicht in einem stillen Raum mit den beiden Männern zu sein.
kein »und« nach der wörtlichen Rede. Das doppelte Voecks kann man rausbekommen, wenn du schreibst:
»Voecks Worte hörten sich so künstlich und unsicher an, als wolle er nur deshalb etwas sagen, um nicht in einem stillen Raum mit den beiden (Gestapo-)Männern zu sein«

Zitat: Und was er tun konnte, damit er nicht in wenigen Minuten ohne Leiche, ohne Fall und ohne Bericht da stand.
Nach Aussage der beiden Gestapos ist die Leiche sowieso schon weg, damit auch der Fall (ohne Leiche, kein Fall), und den Bericht kann er doch neu schreiben, wenn er ihn unbedingt haben möchte Icon_wink Außerdem kann er noch Maul fragen, was der rausgefunden hat, falls er schon was rausgefunden hat. Gegen das Wegnehmen der Leiche kann er überhaupt nichts mehr tun, weil sie halt schon weg ist.

Zitat: Wenn er alles abgab, hätte er auch gestern Abend Ahlers alles übergeben können.
Aber gestern war er noch im Recht, weil es keinen schriftlichen Befehl gab. Den gibt es jetzt. das ist für mich ein ziemlich großer Unterschied.
Dadurch wirkt Hahn an dieser Stelle wieder sehr kindisch: »Nein, meine Leiche, bekommt ihr nicht!« … statt mal von echten Gefühlen oder Erinnerungen motiviert zu sein, scheint es einfach so ein Machtgerangel um einen Toten zu sein, dessen Hintergrund Hahn offenbar ebenso wenig interessiert, wie er die Gestapo interessiert.

Mein Status ist unverändert: Interesse am Geschehen, an der Handlung und den Hintergründen ist absolut vorhanden, nur deine Umsetzung gefällt mir persönlich nicht so gut. Dafür ist es für mich eine zu weitläufige Mischung aus Personennähe (Rückblenden, Erinnerungen, persönliche Details) und nüchternem Runterrattern der Fakten. Im Gespräch mit den Gestapo-Männern erfährt man überhaupt nicht, was Hahn empfindet – ob er Angst vor Konsequenzen hat, ob er die Männer verachtet … alles spielt sich auf der Ebene »Wer kriegt die Leiche« ab, wobei das »Warum wollen überhaupt alle die Leiche?« außen vor bleibt, zumindest bei Hahn. Die Gestapo nennt wenigstens einen Grund. Aber auch der scheint keine Emotionen in Hahn zu wecken, kein nachdenken darüber, keine Art der Reaktion. Das finde ich schade, denn dadurch bleibt die Geschichte auf einer recht kühlen, sachlichen Basis, die durchaus auch ergreifend, bedrückend und mitreißend gestaltet werden könnte.

Liebe Grüße
Lanna

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Die Götter der Germanen - Teil 4 - von Teja - 10-06-2008, 18:24
RE: Die Götter der Germanen - Teil 4 - von Lanna - 06-10-2011, 02:02

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