Es ist: 02-03-2021, 02:28
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Die Götter der Germanen - Teil 5
Beitrag #6 |

RE: Die Götter der Germanen - Teil 5
Hiho Teja!

Ich hoffe du erträgst mich noch Icon_wink

Zitat: Hahn lächelte bei Voecks offensichtlichem Versuch
Allmählich treibt mich das Lächeln echt auf die Palme. Hahn lächelt ständig. Das scheint seine einzige Ausdrucksmöglichkeit zu sein. Er lächelt über alles und jeden, selbst wenn ich nicht verstehen, warum überhaupt.

Zitat: Diesen Ahlers kannte der gar nicht, oder besser: Er hat ihn mit keinem Wort erwähnt.
Klingt vielleicht blöd, aber bisher kam es rüber, als wäre die Gestapo ein ziemlich geheimer Haufen. Wieso sollten sie da mit Namen hausieren gehen. Das Argument finde ich ziemlich schwach. Sie haben ja auch so bekommen, was sie wollten, warum sollen sie dann noch groß erklären, wer wem warum ans Bein gepisst hat Icon_wink

Zitat: „Hahn, das war es aber nicht, warum ich sie hier behalten habe.
»Sie«

Zitat: Zu Hause in der ihm vor Jahren zugewiesenen Zwei-Zimmerwohnung
»Zweizimmerwohnung« , ohne Bindestrich

Zitat: Zu Hause in der ihm vor Jahren zugewiesenen Zwei-Zimmerwohnung angekommen, riss er den Brief nicht auf, sondern setzte sich auf seine abgewetzte Couch, ließ den gestrigen und den heutigen Tag nochmals Revue passieren, während ein undefinierbarer Geruch aus dem Treppenhaus die Wohnung erfüllte, aus dem nur der erdige Geruch nach ungeschält gekochten Kartoffeln hervorstach.
Lange bevor sein Dienst begann, ging er dann wieder in sein Büro, setzte sich an seinen Schreibtisch und öffnete den Brief.

Öh … warum? Also warum macht er den Brief erst im Büro auf? Und warum verschenkst du hier die wunderbare Gelegenheit, uns an Hahns Gedanken teilhaben zu lassen, sondern fasst alles mit »er ließ die zwei Tage Revue passieren« zusammen, und schließt dem Leser damit aus Hahns Welt aus?
Genau diese Szene wäre richtig gut geeignet, um die Sache mit dem Devisenfall einzubringen, um Hahns Einstellung zur Gestapo zu untermauern, um mögliche Befürchtungen zu säen, oder was auch immer er bei dem Brief empfindet, was er denkt.
Ich weiß, das ist Geschmackssache und manche Autoren / Leser mögen es lieber nüchtern. Ich nicht. Ich mag es gefühlvoll, packend und mitreißend. Für mich braucht ein Protagonist mehr als nur einen Fall und ein paar Dinge, auf die er reagieren kann. Er braucht Seele. Die wird bei Hahn leider immer blasser. Schade.

Woah, die Sache mit der Frau kam aber plötzlich. Sehr unvorbereitet. Mal schaun, ob sie mich meine Aussage über die Seele zurücknehmen lässt. Aber ich bin kein Freund von Liebesgeschichten *lach*

Hm … Fazit nach dem Brief: er bekommt mitgeteilt, dass er die Frau, die er sowieso nicht heiraten will, auch nicht heiraten darf? …
Und was tut Johanna, warum war sie auf dem Kongress, wer ist sie? Die Rekaputilation der Beziehung liest sich nicht wie eine Erinnerung sondern wie ein Ablesen aus dem Jahreskalender. Kalt und sachlich. Gut, das war auch Hahns Intention, aber … hm … mir gefällt er so nicht *lach*

Also vermute ich, Hahn wollte sie nur heiraten, weil sie schwanger (von ihm?) ist? Also ist der Brief eher Erleichterung? Ich fühl mich da von Hahn so alleingelassen, dass er mir nichtmal einen Hinweis darauf gibt, was der Brief in ihm auslöst.

Zitat: Vor zwei Monaten war Hanne als er gerade angekommen war in sein Zimmer gekommen.
Komma zwischen »Hanne, als« und »war, in«

Zitat: ihr Haar war wirr und ungekämmt, hing nicht zurechtgemacht an ihrem Kopf herunter
wirr und ungekämmt sagt das gleiche aus wie »nicht zurechtgemacht«, nur bildlich stärker

Zitat: Es war die Berechnung, mit der Hanne ihm ein Kind angehängt hatte, die ihn so traf und die jetzt seinen Zorn entfachte. Sie musste gewusst haben, dass sie einen jüdischen Ahnen hatte und hatte sich ihn wahrscheinlich in der Hoffnung ausgesucht, trotz dieses jüdischen Ahnen, mit und durch ihn in eine gesellschaftlich angenehmere Position zu kommen. Sie musste gehofft haben, dass die Ahnenreihe von SS-Mitgliedern nicht so streng durchforscht würden wie bei normalen Volksgenossen.
Sie hatte sich ihn mit Berechnung ausgesucht. Sie hatte es gewusst. So ein Luder.

Äh bittewas?
Er erzählt uns seitenweise von der Frau, die so toll, so nett, so wunderbar und … in seinen Worten »lieb« ist, und wie aus heiterem Himmel ist sie plötzlich ein berechnendes, eiskaltes Luder, nur weil sie einen jüdischen Ahnen hat? … Ich weiß nicht, kann das nicht einordnen: Wusste da echt in dieser Zeit jeder bis in die xte Generation zurück, ob Juden im Stammbaum waren?
Und selbst wenn – käme nicht zuerst der Ärger, dass Hanne ihm nix gesagt hat und DANN die Überlegung, ob sie es wohl extra verschwiegen hat? Also eine Entwicklung von »Sie ist eine sooo tolle Frau, ich heirate sie sogar, weil sie so lieb ist« zu »dämliche Schlampe«?
Das geht mir so rapide, so Schlag auf Schlag, dass ich es nicht nachvollziehen kann.

Und das Grinsen am Schluss … also echt, dass ist Hahns Antwort auf alles, oder? *lach*

Kommt jetzt vielleicht blöd, weil ich mir vorhin noch Emotionen gewünscht habe, aber die Geschichte um Hanne reißt mich voll raus. Ein zweiter Handlungsstrang, der sich wuchtig in das bisherige Geschehen drängt, ohne auch nur angedeutet worden zu sein, ohne Vorwarnung. Eben dachte man noch, es geht um einen toten Juden aus geheimen Nazi-Experimenten und zack! ist man in einem Liebesdrama drin. Uff, zuviel für mich.
Wenn die beiden Handlungen ineinander verflochten wären oder sich sanft abwechseln würden – Szene 1: Hahn bei der Leiche – Szene 2: Hahn auf dem Heimweg denkt an private Dinge – Szene 3: Hahn im Büro … usw. wenn sie miteinander verknüpft wären, Hanne schon vorher in den Gedanken Hahns aufgetaucht wäre, wohlgemerkt: nicht mitten in einer Leichendiskussion sondern in einer ruhigen Minute … ein Bild von ihr auf seinem Schreibtisch (naja gut, das wohl eher nicht *lach*) … ein Hinweis auf ihre Existenz.
Stattdessen tauchen wir in Handlungsstrang 1 ein und werden plötzlich in ein ganz anderes Szenario geschleudert, das auch eine neue Geschichte sein könnte. Das gefällt mir gar nicht.

Aber weil ich ein sturer Mensch bin, lese ich weiter. Außerdem will ich immer noch wissen, was es mit den Judenexperimenten auf sich hat Icon_smile

Liebe Grüße
Lanna

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Die Götter der Germanen - Teil 5 - von Teja - 13-06-2008, 21:20
RE: Die Götter der Germanen - Teil 5 - von Lanna - 06-10-2011, 02:03

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